Studie: Datenschutz im Internet

Eine aktuelle Studie des BITKOM Verbandes beschäftigt sich mit dem Thema Datenschutz im Internet aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die Existenz von verschiedenen Nutzertypen, von denen die einen völlig unbekümmert Daten veröffentlichen während die anderen sehr verunsichert die aktuellen Diskussionen zum Thema Datenschutz im Internet verfolgen. Daraus erwächst die Notwendigkeit einer gezielten Bewusstseinsbildung und Aufklärung zur Datensicherheit im Netz. Sensibilisierung tut Not!

Die einen sind fahrlässig und leichtsinnig, die anderen übervorsichtig im Internet. Viele deutsche Web-Nutzer haben eine extreme Einstellung zur Datensicherheit. So ist jedem siebten User egal, was mit seinen Daten im Web geschieht. Auf der anderen Seite verzichtet jeder Sechste aus Sicherheitsgründen komplett auf Online-Transaktionen. Das zeigt die Studie „Datenschutz im Internet“, die der Hightech-Verband BITKOM veröffentlicht hat. „Zahlreiche Internet-Nutzer haben eine Schwarz-Weiß-Sicht auf die Datensicherheit im Internet. Eine vernünftige Balance zwischen Chancen und Risiken müssen viele erst noch finden. Dabei sollten Politik, Wirtschaft und Verbraucherschützer helfen“, sagte Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsident und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“. Der hohe Anteil extremer Nutzertypen zeige, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Aufklärung bei Internet- und Datensicherheit ist. Offenbar kann und muss die Aufklärung der User noch verbessert werden: Laut Studie fehlen fast der Hälfte (47 Prozent) der Internet-Nutzer Informationen, was sie selbst für den Schutz ihrer Daten im Internet tun können.
(via BITKOM)

Die Studie kann HIER kostenlos herunter geladen werden.

Web 2.0 Lehrgang: Qualifizierung für Lehrende Berliner Hochschulen

Wie bereits im letzten Jahr führt CeDiS auch in diesem Jahr den Lehrgang „Web 2.0 in Lehre und Forschung: Berufsbegleitende Qualifizierung für Lehrende Berliner Hochschulen“ durch.

Die viermonatige Qualifizierung (Beginn am 01.09.2011), die in Kooperation mit dem Berliner Zentrum für Hochschullehre (BZHL) veranstaltet wird,  bietet den Teilnehmer/innen einen praxisbezogenen Einstieg in die theoretischen und praktischen Grundlagen der Nutzung von Web 2.0 in der Hochschullehre und in der wissenschaftlichen Arbeit. Nach der Qualifizierung können die Teilnehmer/innen

  • Web 2.0-Anwendungen wie Wikis, Blogs und Podcasts selbst einrichten und handhaben
  • innovative Lehrszenarien unter Nutzung von Web 2.0-Anwendungen für die eigene Lehre gestalten und betreuen
  • eigene Aufgaben im Lehr- und Forschungskontext unter Nutzung von Web 2.0 effizient und effektiv organisieren
  • rechtliche Aspekte der Nutzung von Web 2.0 einschätzen.

Die Qualifizierung ist für Angehörige der am BZHL beteiligten Hochschulen kostenfrei.

Im letzten Jahr mit viel Spaß und Erfolg durchgeführt, hoffen wir auch in dieser Runde auf spannende und interessante Menschen, Momente, Ein- und Aussichten!

Weitere Infos auf der CeDiS Webseite.

Datenschutz: Facebook aktiviert automatische Gesichtserkennung

Wieder ein neues Feature bei Facebook!

Mit der automatisch aktivierten Gesichtserkennung versucht das Social Network bei hochgeladenen Bildern die Namen der darauf abgebildeten Personen zu erraten. Die vermeintlich Erkannten werden benachrichtigt und können sich ggf. eindeutig markieren. Bedenklich, dass dieses Feature offenbar freigeschaltet wird , ohne die Benutzer zu benachrichtigen oder zu fragen.

Tipp: Zum Deaktivieren, wählen Sie im Bereich Konto –  Privatsphäre – Benutzerdefinierte Einstellungen den Punkt „Freunden Fotos von mir vorschlagen (Wenn ein Foto nach mir aussieht, meinen Namen vorschlagen)“, wie es im Bild (zum Vergrößern bitte klicken!) zu erkennen ist und aktivieren Sie die Option „Gesperrt“.

Nachtrag 09.06.2011:
Da Facebook den Dienst freigeschaltet hat, ohne die User zu informieren, wurden offenbar bereits von jedem Nutzer Informationen für die notwendigen Fotoabgleiche gesammelt. Wer nun diese Informationen wieder  löschen möchte, muss eine Mail an Facebook schicken. Den Link zu diesem Formular findet man hier.

Tipp: QR Codes & Mobile Tagging

Sie sind kaum sichtbar und versteckt auf Plakaten oder in Zeitungen zu finden. Kleine kryptische Quadrate, die einladen sie mit dem Mobiltelefon zu scannen, um ggf. Preise zu gewinnen oder Zusatzinformationen abzurufen. Die sog. QR-Tags („Quick-Response“) werden aber inzwischen auch vereinzelt in Schule und Hochschule genutzt bzw. erprobt.

Einen Eindruck, in welchem Kontext sich diese 2-D Barcodes in Lehre und Ausbildung nutzen lassen, bietet eine Info-Seite der Technischen Universität Graz, die bereits seit längerem mit diesem neuen Mobile Learning Tool experimentiert.

Kollegen/Innen von hessischen Berufsschulen berichten schon von Interessenten aus Schulbuchverlagen, die den Einsatz von QR-Tags testen möchten.

Allerdings scheint mit der Entwicklung der sog. Near Field Communication (NFC) bereits ein effektiveres Tool „am Start“. Warten wir es ab!

Weitere Informationen:
Wie benutze ich QR-Codes?
Wie generiere ich eigene QR-Codes?
Wikipedia zum Begriff QR-Tag

P.S. Testen Sie doch mal das QR Tag dieses Beitrages!

E-Mail: Wer sortiert, verliert.

Hab ich es doch gewusst…
Der Versuch, Mails durch ausgefuchste Systeme zu sortieren, macht nur Scherereien. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher von IBM.

Die Mitarbeiter des IBM-Forschungsinstituts in San José (Kalifornien) beobachteten 345 erfahrene Nutzer bei insgesamt 85.000 Mail-Zugriffen. Das Ergebnis ist eindeutig, das Modell Sickergrube überlegen: Die Mails schlicht im Eingang zu belassen und bei Bedarf zu suchen, ist effizienter und spart Zeit. Wer sich dagegen ein ausgeklügeltes System aneignet, scheitert häufiger daran, wichtige Informationen zügig zu finden.
(via SPON)

Tipp: Sprachoptionen anpassen

Für den Administrationsbereich des Blogs (Dashboard) lassen sich inzwischen eine Vielzahl von Sprachoptionen einstellen. Neben deutsch stehen zur Zeit englisch, französisch und spanisch zur Verfügung. Weitere Sprachen werden sukzessive folgen.

Sie können die Sprachoptionen jederzeit über die Menüpunkte „Einstellungen“ – „Blogsprache“ bestimmen.

Bitte beachten Sie, dass jeweils nur die Menüpunkte des Dashboards und systemeigene Begriffe (Kategorie, Kalender, Kommentare etc.) angepasst werden. Eine Anpassung der Sprachoptionen übersetzt nicht auch die von Ihnen verfassten Artikel.
Zudem sind die Sprachpakete und die damit verwendeten Übersetzungen z.Zt. als Open-Source-Module verfügbar, so dass es im Einzelfall zu ungenauen Übersetzungen kommen kann. Bitte informieren Sie uns, wenn Ihnen eine solche fehlerhafte“ Übersetzung auffällt.

Sicherheitslücke in Android (et al.)

Wer eine Verbindung zu einem offenen WLAN herstellt und seine persönliche Daten unverschlüsselt überträgt, geht ein großes Sicherheitsrisiko ein. Das ist eigentlich nichts Neues, oder?
Drei Forscher der Universität Ulm haben dieses Phänomen nun auch in dem mobilen Google Betriebssystem Android identifiziert und publik gemacht. Sie fanden heraus, dass sich Android-Systeme (Smartphones & Tablets) automatisch mit einem WLAN verbinden, das der Anwender in der Vergangenheit schon einmal registrierte. Ein potenzieller Angreifer kann dieses ausnutzen und ein eigenes WLAN einrichten, das den gleichen Namen nutzt, wie ein zuvor eingerichtetes Netzwerk. Das Android-Gerät würde sich dann automatisch damit verbinden.
Wenn also ein ein häufiger WLAN-Name (SSID) verwendet wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich einige Nutzer automatisch mit diesem „Hacker“ WLAN verbinden. Beispiele für häufig verwendete offen WLAN Namen sind: „T-Mobile“, „FreePublicWifi“ oder „starbucks“. Der Angreifer kann nun recht einfach den gesamten unverschlüsselten Datenverkehr des Handys mitlesen.  Doch obwohl diese dieses Verhalten weder neu ist, noch nur auf Android zutrifft (auch Facebook und Twitter übertragen unverschlüsselt Daten!), sei auf die entsprechenden Veröffentlichungen zu diesem Thema verwiesen.

Tipp – Generell gilt: Die automatische Anmeldung in bereits besuchten WLAN’s lässt sich nur unterbinden, indem man diese Netzwerke aus der im Handy oder Tablet gespeicherten Netzwerkliste löscht. Am Beispiel Android: Über Einstellungen -> WLAN-Einstellungen kann man sich die gespeicherten Netze anzeigen lassen. Wer alle gespeicherten offenen (WLAN-Symbol ohne Vorhängeschloss) WLAN’s löscht, sich vorerst in keinem offenen WLAN mehr anmeldet, und dann noch sein Google-Passwort ändert, ist auf der sicheren Seite.

Facebook: App geguckt…

Wieder eine Sicherheitslücke im großen Freunde-Freunde-Freundschaftsnetzwerk!

Bei Facebook konnten offenbar jahrelang Nutzerdaten durch Anbieter sog. Facebook Apps (kleine Zusatzprogramme, Spiele, Fragen etc.) eingesehen werden. Immer dann, wenn ein Facebooknutzer einer solchen App (Farmville etc.) den Zugriff aufs eigene Facebookkonto erlaubt (erlauben muss!), konnten persönliche Daten übertragen worden sein. Werbekunden hätten also über Jahre auf die Profile von Facebook-Anwendern zugreifen, Fotos ansehen, Chats mitlesen können.
Hätte, wäre, könnte… Die Entdecker des Lecks gehen davon aus, dass diese Möglichkeit den  Entwicklern der kleinen Zusatz-Apps gar nicht bewusst war. Das Leck ist wohl inzwischen gestopft, doch wird besorgten Facebookern/innen geraten, ggf. ihr Facebook Passwort zu ändern. Die Reaktion von Facebook zu der erneuten Sicherheitslücke fällt dennoch denkbar bemerkenswert aus:

In einer Stellungnahme beklagt sich Facebook zudem darüber, der Symantec-Bericht enthalte „einige Ungenauigkeiten“. Vor allem habe man „eine genaue Untersuchung durchgeführt, die keine Anhaltspunkte dafür lieferte, dass persönliche Informationen von Unbefugten genutzt wurden“. Auch ignoriere der Bericht, „die vertraglichen Verpflichtungen von Werbekunden und Entwicklern“. Die untersagen es, „persönliche Informationen von Facebook-Anwendern auf eine Weise zu beschaffen oder zu verbreiten, die den Facebook-Vorgaben widerspricht“. Mit anderen Worten: Es ist verboten, also dürfte es nicht passieren.
(via SPON)

Aktuell: Spam Kommentare im Blog

Lieber FU Bloggerinnen und Blogger,

nach einem Update des Blogsystems kann es leider vorkommen, dass – trotz Spam Filters – über die Kommentarfunktion des Blogs, vermehrt Spam-Kommentare in Ihrem Blog erscheinen. Das betrifft vor allem die statischen Seiten Ihres Blogs. Also z.B. die Impressum-Seite. Blogbeiträge sind weniger betroffen.

Sie können jedoch die lästigen Spam-Kommentare leicht abschalten, in dem Sie im Administrationsbereich Ihres Blogs die Kommentarfunktion für Seiten deaktivieren. Gehen Sie dazu bitte wie folgt vor:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Blog an
  2. Wählen Sie im Admin-Bereich in der linken Navigation den Menüpunkt „Seiten“ aus
  3. Wählen Sie die zu bearbeitende(n) Seite(n) aus („Bearbeiten“)
  4. Deaktivieren Sie den Menüpunkt „Allow Comments“ im unteren Bereich der Fensteransicht (s. Grafik; zum Vergrößern klicken!)
  5. Wählen Sie „Aktualisieren“

Nun können keine Spam-Kommentare mehr an Ihre Seiten angefügt werden.

Für weitere Fragen, nehmen Sie gerne mit dem CeDiS Web 2.0 Team unter: web20@cedis.fu-berlin.de Kontakt auf.