Großbritannien und die Europäische Union

Angesichts der lebhaften Debatte in den Medien über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens geben wir einen Lektüre-Tipp aus dem Kreis der britischen Europäischen Dokumentationszentren (EDZ) weiter: „Das von der University Association for Contemporary European Studies (UACES) herausgegebene Journal  of Contemporary European Research veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe „detailed articles on 40 Years of EU Membership: The UK, Scotland, Wales and Northern Ireland“.

Die Zeitschrift ist online frei zugänglich.

Manifest zur Neugründung Europas von unten

Hauptaufgabe des Europäischen Dokumentationszentrums (EDZ) in der Universitätsbibliothek ist es, Studium, Lehre und Forschung zu Themen der europäische Integration zu unterstützen. Das EDZ macht keine Werbung für die Europäische Union, es informiert über die EU.

Dennoch: Hier kommt aus dem EDZ zur Abwechslung mal der Hinweis auf eine politische Initiative: Der Aufruf Wir sind Europa! Manifest zur Neugründung Europas von unten fordert die zuständigen europäischen und nationalen Einrichtungen dazu auf, „sowohl die finanziellen wie auch rechtlichen Voraussetzungen für ein Freiwilliges Europäisches Jahr für alle bereitzustellen – als Gegenmodell zum Europa von oben, dem bisher vorherrschenden Europa der Eliten und Technokraten“. Anknüpfungspunkte für die Initiative sind der bereits existierende Europäische Freiwilligendienst und das von der EU-Kommission ab 2014 geplante Programm Erasmus für alle. Wenn man das Motto der Initiatoren Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit gut findet – „Frage nicht, was Europa für dich tun kann, frage vielmehr, was du für Europa tun kannst“, kann man den Aufruf unterschreiben.

OECD-Studie zur Finanzkrise – just in time

Die OECD hat gerade eine aktuelle Studie zur Finanzkrise veröffentlicht: The Financial Crisis: Reform and Exit Strategies. Diese Studie ist für FU-Angehörige im Volltext zugänglich – und nicht nur diese, sondern das gesamte Spektrum der OECD-Publikationen steht FU-Angehörigen durch die von der Universitätsbibliothek lizenzierte Volltext-Datenbank SourceOECD zur Verfügung. Die einzelnen Publikationen sind nicht im FU-Katalog erschlossen. Es lohnt sich also, in SourceOECD immer mal wieder nach Neuigkeiten zu schauen.

Im Vorwort der neuen Studie heißt es: „The crisis that struck in 2008 forced governments to take unprecedented action to shore up financial systems. As economic recovery takes hold, governments will want to withdraw from these extraordinary measures to support financial markets and institutions. This will be a complex task. Correct timing is crucial. Stepping back too soon could risk undoing gains in financial stabilisation and economic recovery. It is also important to have structural reforms in place so that markets and institutions operate in a renewed environment with better incentives. From the start OECD has said ‚Exit? Yes. But exit to what?‘ … Two questions, then, are at the core of this report: How and when can governments safely wind down their emergency measures? And how can we sensibly reform financial markets?“

Schlagwortnormdatei frei zugänglich im Internet

Seit Kurzem es die Schlagwortnormdatei (SWD) frei zugänglich im Internet. Die SWD ist ein umfangreiches Schlagwortverzeichnis, das von den meisten wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum zur inhaltlichen Erschließung verwendet wird – so auch von der UB der FU und von einigen FU-Fachbibliotheken. Mit Hilfe der SWD kann man passende Schlagwörter für die eigene Katalogrecherche ermitteln und dadurch die Ergebnisse thematischer Suchen deutlich verbessern. „Verbessern“ heißt in diesem Zusammenhang: einerseits mehr Relevantes, Zutreffendes finden, andererseits Ballast, Unzutreffendes in der Ergebnisliste weitgehend vermeiden.

Im FU-Katalog gibt es ein eigenes Formular für die Suche mit SWD-Schlagwörtern:
Suche » Thematisch » Schlagwortsuche. Weitere Informationen gibt es in den Hilfetexten zur thematischen Suche, speziell zur Schlagwortsuche.