Buchtipp: 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek: Festschrift

2008 feierte die Bayerische Staatsbibliothek ihr 450jähriges Gründungsjubiläum. Die aus diesem Anlass herausgegebene Festschrift hat die Universitätsbibliothek jetzt als E-Buch über de Gruyter lizenziert (vgl. auch: Zugangsberechtigungen):

Information, Innovation, Inspiration / 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek
Herausgegeben von Griebel, Rolf; Ceynowa, Klaus; Haller, Klaus
Berlin, New York (Walter de Gruyter – K. G. Saur) 2008
eBook ISBN: 978-3-598-44089-2
Print ISBN: 978-3-598-11772-5

1558 gründet Herzog Albrecht V. von Bayern die wittelsbachische Hofbibliothek. 450 Jahre später haben wir in München eine Bibliothek mit einem ehrwürdigen Alter – aber auch ganz modernen Anwandlungen wie z. B. den Auftritt in Second Life. Gratulation!

2008 wurde die Bayerische Stabi übrigens auch vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. zur Bibliothek des Jahres gekürt.

Brill Journal Archive Online

Im Rahmen der von der DFG finanzierten Nationallizenzen bekommen die Bibliotheken Zugang zu Brill Journal Archive Online, mit Archivdaten von 89 Zeitschriftentiteln aus dem Programm von Brill Academic Publishers.

Es handelt sich dabei um Zeitschriften aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, dem Internationalen Recht und ausgewählten Bereichen der Naturwissenschaften.
Bei den Geisteswissenschaften liegt ein besonderer Schwerpunkt auf den Altertumswissenschaften, der Theologie und Religionsgeschichte sowie der Kultur und Geschichte des Nahen Ostens.

Bei dem Archiv handelt sich um ein Backfile-Archiv – die Jahrgänge der Zeitschriften stammen aus der Zeit von frühestens 1890 bis spätestens 1999.

Die Philologische Bibliothek beim Song Contest!?

Die Philologische Bibliothek trägt sicher keine Schuld am (wieder mal) schlechten Abschneiden des deutschen Beitrags beim Eurovision Song Contest 2009. Für wenige Sekunden blitzte der Prachtbau von Lord Norman Foster am Samstag im Spot vor dem deutschen Grand-Prix-Beitrag über die Fernseher und gab sich ein prominentes Stelldichein mit Brandenburger Tor und Fernsehturm.

Wem das am Samstag entgangen ist, hier nochmal ein passendes YouTube-Video:

Wir freuen uns natürlich darüber, dass sich der Bibliotheksneubau mittlerweile zu einem der architektonischen Wahrzeichen Berlins gemausert hat, auch wenn das nicht wirklich über die wenigen Punkte für das Duo Alex Swings Oscar Sings! hinwegtrösten mag.

Da wir gerade beim Thema Musik sind: es gibt sie tatsächlich, Lieder, die sich den Menschen hinter dem Informationspult oder den Leihstellentresen verschrieben haben. Stellvertretend hierfür sei Jonathan Rundmans Song „Librarian“ erwähnt, den fabilouslibrarian bereits Ende März bloggte. Ob wir zur Abwechslung für diesen Song beim ESC einmal den Satz „Germany – 12 points“ zu hören bekommen würden, sei mal dahingestellt. Trotzdem möchten wir die Strophen nicht vorenthalten (Song kann auf last.fm angehört werden – auf Cover klicken):

When I was just a baby, before I could speak
I would line up all my letter blocks alphabetically
and now it’s my vocation and my passion to assign
every decimal-numbered shelf to every decimal-numbered spine

I’m a librarian, I’m a librarian
and I like it quiet so the pages can be heard
I’m a librarian, I’m a librarian
and I do it for the love of the word

I bring order out of chaos, I shine light into the dark
because power comes from knowledge just like fire from a spark
and like Gutenberg and Luther with press and pen in hand
I take the message to the masses in a form they understand

And when the day is over I go home at 5:03
and I give thanks to God and then to Andrew Carnegie
and the U.S. Constitution and Orwell, Poe, and Twain
and I’ll return at 8AM to open up again

5 lizenzfreie Datenbanken neu in der Digitalen Bibliothek

Neben den vielen lizensierten Ressourcen der letzten Tage haben weitere freie Datenbanken den Weg in die Digitale Bibliothek gefunden. Vom historischen Zeitungsarchiv bis hin zu den kostenfreien Online-Fassungen gedruckter Referenzwerke, die man früher nur stillschweigend in den Lesesälen benutzen durfte:

Australian Newspapers: Das Archiv bietet Zugriff auf australische Zeitungsartikel der Jahre 1803 bis 1954. Die 3,3 Mio. Artikel stammen aus 26 Zeitungen aller australischen Bundesstaaten und Territorien, darunter The Canberra Times, The Argus und The Maitland Mercury, die älteste Regionalzeitung des Landes. Die Berichtszeit der einzelnen Zeitschriften variiert; oft sind diese nur über bestimmte Zeiträume (mehrere Jahre oder Jahrzehnte) erschlossen. Die Datenbank wird stetig ergänzt und von einer Vielzahl an freiwilligen Helfern Korrektur gelesen.

Australian Dictionary of Biography Online: ADB online enthält mehr als 11.000 Biografien von bedeutenden Persönlichkeiten der australischen Geschichte. Die Artikel stammen aus der zwischen 1966 und 2005 gedruckten Ausgabe des Australian Dictionary of Biography (ADB). Das 17-bändige Werk gilt als eines der wichtigsten Nachschlagewerke für die australische Geschichte.

Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek: Beim NNBW handelt es sich um eine kostenfreie digitale Fassung des gleichnamigen, gedruckten Nachschlagewerkes. In den Jahren 1911 bis 1937 in zehn Bänden erschienen, enthält es mehr als 22.000 Biografien bedeutender Niederländer/-innen, die von den Anfängen der Geschichte bis ins Jahr 1910 gewirkt haben. Für die Einträge zeigten sich Hunderte von Historikern und weitere Experten verantwortlich und es gilt als eines der wichtigsten Nachschlagewerke für die niederländische Geschichte (und ist dementsprechend auch in holländischer Sprache verfässt).

Biografisch Woordenboek van Nederland: Das biografische Nachschlagewerk ergänzt das Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek und bietet Zugriff auf über 2000 Biografien bedeutender Niederländer/-innen, die im Zeitraum von 1850 bis 2000 gewirkt haben (natürlich wieder „nur“ in holländischer Sprache).

Canadian Encyclopedia: die Online-Ausgabe des gleichnamigen, mehrbändigen Nachschlagewerks wurde von 5000 Experten aus ganz Kanada erstellt. Es enthält ungefähr 20.000 Artikel, sowohl Sachartikel als auch Biografien. Darüber hinaus besteht unter anderem Zugriff auf die Encyclopedia of Music in Canada, 250 Featured Articles über biografische und historische Themen, sowie ausgewählte Artikel aus der in Toronto verlegten Wochenzeitschrift Maclean’s (ab 1995 ff.).

Sie haben eine Datenbank gefunden, die in der Digitalen Bibliothek nicht fehlen darf? Dann immer her damit, wir freuen uns über Ihre Vorschläge!

Kindler Literaturlexikon – Online Ausgabe testen

Die Online-Version des Kindler wurde nach Ablauf des Testzugangs im Juli 2009 für die Freie Universität Berlin lizenziert.

Kindlers Literatur Lexikon ist ein Nachschlagewerk, das Literaturliebhaber gern im eigenen Bücherregal hätten, wenn man es sich denn leisten könnte.

Zurzeit bieten wir das Lexikon im FU-Campusnetz als CD-ROM an. Die CD-ROM-Version basiert auf der in 20 Bänden zwischen 1988 und 1992 im Kindler Verlag, München erschienenen Buchausgabe, die wir auch im Lesesaal (Signatur VIII 269/1) haben. Darüber hinaus sind auf der CD-ROM Aktualisierungen der Studienausgabe von 1996 und einige weitere neuere Daten enthalten (Stand: 2000).

Das Lexikon ist jetzt auch als Online-Datenbank verfügbar, zu der wir bis Mitte Juni 2009 einen kostenfreien Testzugang anbieten können und zwar auf dem Stand der Printausgabe, die erst am 4. September 2009 erscheinen wird.

„Präsentiert wird Literarisches, Wissenswertes, Lehrreiches und auch Unterhaltsames. Der Kindler in seiner dritten Auflage reflektiert die jüngsten und jüngeren politischen Veränderungen, so das beinahe komplette Verschwinden der sozialistischen Welt. Die Literaturen Afrikas und Asiens sind stark vertreten. Und es gibt viel Platz für die Sachliteraturen: So werden zahlreiche Werke zum Beispiel zur Politischen Theorie oder zum Recht vorgestellt.

Erstmals findet sich im Kindler Biografisches zu den Autoren. Sachartikel informieren über bestimmte Genres wie zum Beispiel den Comic. Die Werke eines Autors sind nun nach ihrer Entstehungszeit geordnet. Werkgruppenartikel bieten schnelle Orientierung: So gibt es im Eintrag zum dramatischen Werk eines Autors zunächst eine Einführung, auf die die Darstellung von Einzelwerken folgt. Eine Online-Datenbank bietet umfangreiche Recherchemöglichkeiten.“ (Zitat: Webseite des Verlages)

Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert – beispielsweise in Bezug auf Todesdaten und wichtige Literaturpreise. Darüber hinaus werden neue Werke aufgenommen, Werkgruppen-Artikel fortgeschrieben und Bibliografien aktualisiert – sie ist definitiv aktueller und intuitiver zu benutzen.

E-Books als frischer Wind in der Lehrbuchsammlung

Für alle, die gern etwas Neues ausprobieren möchten: Verschiedene Titel, die es als traditionelles Lehrbuch in der Lehrbuchsammlung zum Ausleihen gibt, stehen FU-Angehörigen auch als E-Book zur Verfügung. Wer also auf leere Regale trifft oder keine dicken Wälzer durch die Gegend tragen möchte, dem empfehlen wir den Zugriff auf das digitale Lehrbuch.
Es gibt – neben dem Gewicht – noch weitere Vorteile: das Buch muss nicht nach 4 Wochen zurückgebracht werden und es steht auch externen NutzerInnen in den FU-Bibliotheken zur Verfügung, die ja die gedruckten Lehrbücher nicht ausleihen dürfen.

Für die Nutzung von digitalen Ressourcen gibt es allerdings ein paar Regeln, über die wir ja bereits gebloggt haben.

Hier zwei Beispiele für Chemie-Studierende:

Riedel, Erwin:
Allgemeine und anorganische Chemie. – Elektronische Ressource / Erwin Riedel. – 9. Aufl.. – Berlin ; New York, NY : de Gruyter, 2008

Riedel, Erwin :
Anorganische Chemie. – Elektronische Ressource / Erwin Riedel ; Christoph Janiak. – 7. Aufl.. – Berlin [u.a.] : de Gruyter, 2007

Und auch für JuristInnen gibt es etwas: in der Datenbank Beck-online beispielsweise können Sie den Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht sowie Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch online nutzen. Beck-online (vgl. Nutzungsbedingungen für Beck-online) erlaubt allerdings kein VPN, d. h. auch FU-Angehörige müssen in eine FU-Bibliothek kommen.

Oder wie wäre es mit:

Valerius, Brian :
Einführung in den Gutachtenstil. – Elektronische Ressource : 15 Klausuren zum Bürgerlichen Recht, Strafrecht und Öffentlichen Recht / by Brian Valerius. – Zweite, aktualisierte Auflage. – Berlin, Heidelberg : Springer, 2007.

Interesse geweckt? Wenn Sie an weiteren Titeln interessiert sind, fragen Sie die MitarbeiterInnen der Leihstelle/Lehrbuchsammlung. Wir helfen auch gern bei der Recherche!

Oxford Islamic Studies Online jetzt lizenziert

Die Datenbank Oxford Islamic Studies, die der Verlag Oxford University Press den Bibliotheken der Freien Universität Berlin bis zum 30. Juni 2009 als Testangebot zur Verfügung gestellt hat, enthält über 4000 Artikel aus Nachschlagewerken wie der Oxford Encyclopedia of the Islamic World, der Oxford Encyclopedia of the Modern Islamic World, des Oxford Dictionary of Islam und aus The Islamic World: Past and Present.

[Die Datenbank wird ab Januar 2010 für die Freie Universität Berlin lizenziert.]

Ebenfalls enthalten sind zwei englischsprachige Ausgaben des Korans. Ergänzend gibt es neben diversen Primärmaterialien auch Studienmaterialien, sogenannte Learning Ressources.

Es können auch biographische Daten von 1000 Persönlichkeiten aus der Welt des Islam recherchiert werden, verschiedene Browsing-Funktionen ermöglichen einen schnellen Überblick über die vorhandenen Dokumente.

Zwei Timelines – für Islamic Events und World Events erleichtern die historische Einordnung. Bilder und Karten sorgen für zusätzliche visuelle Eindrücke zum Islam und seiner historischen Entwicklung.

Oxford Islamic Studies Online dürfte gleichermaßen für Studierende und Wissenschaftler aus dem Bereich Islamwissenschaften interessant sein.

Wir sind an einer Bewertung durch unsere NutzerInnen interessiert.

„Science Classic Archive“ jetzt auch als Nationallizenz

Die DFG hat das Archiv der von der American Association for the Advancement of Science (AAAS) Zeitschrift Science als Nationallizenz finanziert. Zu dem „Classic Archive“ gehören die Jahrgänge von 1880-1996.
„Science“ ist neben „Nature“ das herausragende fächerübergreifende Publikationsorgan des STM-Bereichs.

Die Freie Universität Berlin hat „Science“ bereits komplett lizenziert: die Jahrgänge von 1880-2003 über JSTOR und ab 1997 Band: 275 Heft: 5296 bis zu den aktuellen Heften über Highwire Press.

Aber wie sagt das Sprichwort: „Doppelt genäht hält besser“.

Bundesgesetzblatt über den Bürgerzugang

Das Bundesgesetzblatt ist jetzt über den Bürgerzugang kostenfrei und ohne Login zugänglich, wie in log.netbib.de am 13. Mai 2009 von OS gebloggt.

Ab 22. April 2009 ersetzt der kostenlose Bürgerzugang die bisherige „Nur-Lese-Version“ des Bundesgesetzblatt online. Über den neuen Bürgerzugang haben Sie Zugriff auf den kompletten, tagesaktuellen Bestand des Bundesgesetzblattes – beginnend mit Ausgabe Nr. 1 aus dem Jahr 1949. (Zitat Webseite: Bundesanzeiger)

Der Zugang beinhaltet die Teile 1 und 2:

  • Teil 1: Bundesgesetze, Verordnungen von wesentlicher oder dauernder Bedeutung […)
  • Teil 2: Völkerrechtliche Übereinkünfte und Verträge […]

Das freut den Bürger und den Bibliothekar/die Bibliothekarin. 🙂

Als gäb’s kein Morgen … exzessive „Downloads“ von E-Books

E-Books werden immer beliebter. Immer mehr Bibliotheksnutzer wissen die Vorteile der durch die FU-Bibliotheken zugänglich gemachten E-Books zu schätzen – selbst wenn die Nachweissituation noch nicht optimal ist, denn viele elektronische Bücher (z.B. in den Paketen der Nationallizenzen) werden gegenwärtig noch gar nicht einzeln im Katalog nachgewiesen, sondern „nur“ unterhalb der betr. Plattform in der „Digitalen Bibliothek“ (Beispiele siehe unter „E-Book-Collections“).

Manch eine Nutzung schießt dann allerdings auch schon mal über das Ziel hinaus und es wird leider außer Acht gelassen, dass es seitens der zugrunde liegenden Lizenzverträge zwischen den Bibliotheken und dem Datenanbieter, spätestens aber im Urheberrecht, bestimmte Grenzen gibt, die es bei der Nutzung zu beachten gilt.

Grundsätzlich nicht erlaubt sind u.a. der maschinelle Download durch entsprechende Robots oder die Weiterverbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte. Jüngste Beispiele im FU-Bereich betreffen E-Books aus dem Verlag De Gruyter. Hier war es in verschiedenen Fällen zu manuellen(!) Massendownloads gekommen, woraufhin der Zugriff durch den betr. Rechner seitens des Verlags (via IP-Kontrolle) zunächst für 3 Stunden gesperrt wird. De Gruyter teilte uns dazu mit, dass der erlaubte Zugriff durchaus „großzügig“ ausgelegt wird, bis eine Schranke gesetzt wird.

Der Lizenzvertrag sagt dazu Folgendes:
„Berechtigte Nutzer dürfen für den privaten Gebrauch oder Forschungszwecke auf den Lizenzgegenstand zugreifen, diesen ansehen und durchsuchen sowie einzelne Ausdrucke oder elektronische Kopien von einzelnen Artikeln oder Kapiteln, die nicht mehr als einen kleinen Teil einer Zeitschrift oder eines Buches ausmachen, erstellen“ und bewegt sich damit im Rahmen dessen, was auch das Urheberrecht hier gegenwärtig als Grenze ansieht.

Natürlich können möglichst klein gehaltene PDF-Häppchen den Appetit beim Durchsehen von E-Books schon mal anfachen. Vor allem ist zu beachten, dass ein „Download“ nach dem zugrunde liegenden COUNTER-Standard bereits dadurch stattfindet, dass ein PDF-Dokument vom Verlagsserver angefordert – also angeklickt – wurde! Wir raten an dieser Stelle zum Durchschnaufen und Entspannen! Die E-Books aus dem Hause De Gruyter, die wir derzeit anbieten (übrigens alle einzeln über den Katalog erschlossen), sind gekauft und stehen Ihnen daher dauerhaft im FU-Netz zur Verfügung! Es besteht also eigentlich kein Grund dazu, hektisch E-Book-Inhalte „downzuloaden“ oder etwa gar das Risiko eines temporären „Ausschlusses“ vom Zugriff auf E-Books von De Gruyter einzugehen.

Sit back – relax. E-Books haben Zukunft. Es gibt ein Morgen … 😉