Neues Online-Archiv der PEN America

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das PEN America Digital Archive.

Ende letzten Monats informierte das PEN American Center über sein neues Online-Archiv. Es bietet freien Zugriff auf über 1500 Stunden an Audio- und Videomaterial ab 1966 ff. Die digitalisierten Aufnahmen enthalten Interviews, Podiumsdiskussionen, Ehrungen und Konferenzen mit über 2200 Autoren, Intellektuellen, Nobelpreisträgern, Sozialreformern, Philosophen und Politikern aus dem Archiv der amerikanischen Schriftstellervereinigung und Menschenrechtsorganisation an der Princeton University.

Inhaltlich abgedeckt werden u. a. auch Themen wie der Kalte Krieg, der Beginn der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, der Vietnamkrieg, die Geiselnahme von Teheran (1979), der Ausbruch der Immunschwäche-Krankheit HIV/AIDS bis zu den Terroranschlägen am 11. September 2001. Unter den Autoren sind neben zahlreichen bekannten Namen der chilenische Dichter Pablo Neruda bei seinem ersten US-Besuch (1966), Haruki Murakamis erster öffentlicher Interview-Auftritt (1991) sowie die Autoren-Unterstützung für Salman Rushdie, nach dem ausgelösten Skandal um sein Buch Die satanischen Verse (1989) vertreten. Weitere Highlights der Sammlung sind bei PEN America zu finden, ebenso ein amüsanter Hintergrundbericht, wie es überhaupt zur Gründung des Online-Archivs kam.

Für die Distribution der Audiodateien fungiert der Anbieter SoundCloud, für die Videos das Portal YouTube.

Neue Zeitzeugen-Datenbank gestartet

Gestern wurde im Berliner Tränenpalast im Beisein von Kulturstaatsministerin Monika Grütters die neue Online-Datenbank Zeitzeugenportal vorgestellt. Die multimediale, kostenfreie Plattform mit Zeitzeugeninterviews aus über 100 Jahren deutscher Geschichte ging aus dem Bestand des Vereins „Gedächtnis der Nation“ und dessen gleichnamiger Datenbank hervor, der sich in Liquidation befindet.

Ursprünglich von Steven Spielbergs Visual History Archive (von der FU lizenziert) inspiriert, enthält das Zeitzeugenportal ca. 1000 Interviews zur deutschen Geschichte, die in rund 8000 einzelne Clips aufgegliedert sind. Hinzu kommt Material aus dem Archivbestand des ZDF, darunter etwa 40 Interviews mit bedeutenden Persönlichkeiten der deutschen Zeitgeschichte, darunter Helmut Kohl, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher, Simon Wiesenthal, Marcel Reich-Ranicki, Katarina Witt, aber auch Interviews von vielen „normalen“ Bürgern. Die Inhalte sind über die drei Zugänge „Zeiträume“, „Themen“ oder „Personen“ erschließbar und umspannen die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart.

Der Bestand vom Zeitzeugenportal soll sukzessive ergänzt werden. Gegenwärtig sind bei verschiedenen Institutionen ca. 13.000 Zeitzeugen-Interviews aus dem 20. Jahrhundert gesammelt worden, die nun für die Datenbank aufbereitet werden sollen (vgl. deutschlandfunk.de). Als neuer Träger und Servicestelle für Digitalisierung fungiert die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv in Koblenz. Ein detaillierteres Interview zum Projekt mit Harald Biermann, Leiter der Kommunikation am HdG, ist beim WDR nachzulesen.

Zugriff auf „Stalin Digital Archive“

Stalin Digital ArchiveVia Nationallizenz kann über das FU-Campusnetz ab sofort auf das Stalin Digital Archive (SDA) zugegriffen werden.

Das von der Yale University Press herausgegebene Volltext-Archiv umfasst in digitalisierter Form u. a. die rund 28.000 im „Fond 558“ des Russischen Staatsarchivs für soziopolitische Geschichte (RGASPI) in Moskau gesammelten Dokumente mit ca. 404.000 Seiten. Sie geben Aufschluss über eine Vielzahl an Aspekten von Stalins Herrschaft und Biografie. Nicht alle Dokumente sind in englischer Sprache übersetzt. Gegenwärtig existieren nur Übersetzungen für Dokumente, die auch in der Yale-Reihe Annals of Communism erschienen sind. Alle anderen Dokumente, die in der Datenbank als Image-Dateien angezeigt werden, sind in russischer Sprache. Das SDA-Herausgeberteam bemüht sich, einen Teil der russischsprachigen Dokumente ins Englische zu übertragen.

Das Stalin Digital Archive bietet auch eine Arbeitsumgebung rund um den reichhaltigen Materialfundus zur Stalin-Thematik. Zur individuellen Nutzung (z. B. Annotation) stehen verschiedene Tools zur Verfügung, dies zum Teil aber nur durch eine kostenfreie Registrierung beim Anbieter. Einzelne Image-Dateien können für den Eigengebrauch auch ohne vorherige Registrierung über die Print-Funktion abgespeichert werden. Die Funktion „Save“ speichert Einträge „nur“ lokal im eigens zuvor eingerichteten My-SDA-Profil.

Teile des Beschreibungstextes sind dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Nationallizenz für World of Children – Artek Pioneer Camp Archives, 1944-1967 Online

coverIm Rahmen einer Nationallizenz können FU-Angehörige ab sofort kostenfrei auf die Datenbank World of Children – Artek Pioneer Camp Archives, 1944-1967 Online zugreifen.

Die Datenbank zur Geschichte (1944 bis 1967) des zentralen Pionierlagers Artek der Pionierorganisation Wladimir Iljitsch Lenin in der UdSSR enthält Regierungsdokumente zur sowjetischen Sozial- und Gesundheitspolitik, medizinische und Finanzberichte, Tagungsprotokolle, Materialien zu Erziehung und ideologischer Arbeit im Camp, Statistiken, Essensrationen und Versorgungsstandards, Briefe von Kindern, Tagebücher etc.

Der Beschreibungstext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Neue freie Datenbank: The Papers of Abraham Lincoln

PAL_logolargerNeu im Datenbank-Infosystem (DBIS) ist die freie Datenbank The Papers of Abraham Lincoln.

Es ist eine Volltextdatenbank, die Digitalisate von Abraham Lincolns handschriftlichen Notizen und Papieren enthält. Darüber hinaus sind auch Dokumente verzeichnet, die zu Lebzeiten an den 16. Präsidenten der USA gerichtet waren (1809-1865). Einige dieser Dokumente sind bereits transkribiert und mit Anmerkungen zu deren historischem Kontext versehen.

Die Schriftstücke sind in drei Kategorien unterteilt:
Series I Legal Papers (Juristische Unterlagen)
Series II Illinois Papers (Unterlagen aus Illinois vor seiner Zeit als Präsident)
Series III Presidential Papers (Präsidiale Unterlagen)

Der Beschreibungstext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

„Chronicon“ wird vom Suchportal „Europäische Geschichte (beta)“ abgelöst

Jahrelang bot Chronicon Informationen zur allgemeinen und europäischen Geschichte an. Im Portal war es möglich, in digitalen Sammlungen und anderen Angebote der Bayerischen Staatsbibliothek und ihrer Kooperationspartner zu recherchieren. Seit gestern nun ist Chronicon selbst Geschichte, wie im einschlägigen Fachportal historicum.net nachzulesen ist. Das Angebot wird vom Suchportal Europäische Geschichte abgelöst, das sich momentan noch im Beta-Status befindet.

Suchportal "Europäische Geschichte" (beta)
Screenshot zu neuen Suchportal Europäische Geschichte

Das neue Angebot passt sich der Bildschirmauflösung des jeweils verwendeten Endgerätes an. Eine zentrale Anmeldung, die u. a. in Berlin Studierende der FU und HU nutzen können (z. B. für den Zugriff auf die Aufsatzdatenbank Periodicals Index Online – PIO) ist gegenwärtig noch nicht funktionsfähig (s. Hilfetext), dafür die gleichzeitige Recherche über 17 lizenzfreie Datenquellen wie der Suchmaschine BASE und den einschlägigen Online-Contents-Aufsatzdatenbanken.

Nachdem die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) jahrzehntelang ein System der Sondersammelgebiete an wissenschaftlichen Bibliotheken gefördert hatte, wurde dieses seit 2013 sukzessive durch sogenannte Fachinformationsdienste für die Wissenschaft (FID) abgelöst. Der Fachinformationsdienst für die Geschichtswissenschaft wird von der Bayerischen Staatsbibliothek und dem Deutschen Museum in München betreut. Das Suchportal Europäische Geschichte ist nur ein von vielen Schritten zum Aufbau eines umfangreichen digitalen Serviceportfolios. So ist ein Relaunch für historicum.net für Herbst 2017 geplant (vgl. Vorstellung des Fachinformationsdients bei historicum.net, April 2017).

Wir werden die Entwicklungen in diesem Bereich weiterverfolgen und zeitnah darüber im Biblioblog berichten.

„Iranian Video Oral History Online Collection“ lizenziert

RAIOHAb sofort kann über das FU-Campusnetz auf die Iranian Video Oral History Online Collection zugegriffen werden.

Die persischsprachige Webseite bietet Zugriff zu Oral-History-Beständen der Research Association for Iranian Oral History (RAIOH). Der „Forschungsverein für Iranische Mündliche Geschichte“ wurde im Jahr 2000 in Berlin von dem iranischen Exilanten Hamid Ahmadi gegründet und widmet sich Video-Interviews von Mitgliedern entsprechender politischer oder sozialer Gruppen aus dem Land – der Großteil der Interviewten entstammt dem iranischen Mittelstand oder der Unterschicht. Ahmadi studierte an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften, publizierte zu sozialistischen und kommunistischen Strömungen im Iran im 20. Jahrhundert und war Leiter des Video Oral History Iranian Left Project am International Institute of Social History (IISH) in Amsterdam.

Die persischsprachigen Video-Zeitzeugenberichte entstanden in den Jahren 1994 bis 2010 und haben eine Laufzeit von ca. 1000 Stunden. Gegenstand sind Personen und Aktivisten, die sich in der Politik, im bewaffneten Kampf, Wissenschaft, der Kunst, Studenten- oder Frauenbewegung eingesetzt haben. Die Interviewten stammen aus vier Generationen und decken einen Zeitraum von 1919 bis 2010 ab. Jeder Interviewte beginnt mit Erzählungen aus der Kindheit und endet in der Gegenwart. Die Bild- und Tonqualität variiert von Video zu Video. Interview-Transkripte werden nicht angeboten.

9. Mai – Europatag

Am 9. Mai ist Europatag! An diesem Tag im Jahre 1950 hielt der damalige französische Außenminister Robert Schuman in Paris eine Rede, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte – sie gilt als Grundstein der europäischen Integration.

Seit 1985 wird der Europatag offiziell begangen und ist inzwischen zu einer Europa-Woche geworden. Um diesen Tag herum, öffnen die EU-Institutionen ihre Türen für die Bürger. In diesem Jahr: am 6. Mai in Brüssel, am 13./14. Mai in Luxemburg und am 14. Mai in Straßburg.

Im übrigen Europa und weltweit gibt es in den EU-Vertretungen ein Programm für jede Altersgruppe. In Berlin eröffnet am 14. Mai im Europäischen Haus eine neue Ausstellung „Erlebnis Europa“ ihre Türen. Das Europäische Parlament und die Europäische Kommission laden gemeinsam zu einer Reise durch die Geschichte, die Institutionen und das Leben in der Europäischen Union ein.

Noch mehr Informationen zur EU bekommen Sie in unserem Dokumentationszentrum UN-EU.

„British History Online“ lizenziert

britishislescroppedAb sofort kann über das FU-Campusnetz auf die Datenbank British History Online zugegriffen werden.

British History Online enthält digitalisierte Quellen- und Sekundärtexte vom 11. – 19. Jahrhundert. Sie umfassen die Bereiche

Verwaltungs- und Rechtsgeschichte,
Kirchengeschichte,
Wirtschaftsgeschichte,
Wissenschafts- und Kulturgeschichte,
Regionalgeschichte,
Stadtgeschichte sowie
Regierungsdokumente.

Auch Kartenwerke vom 16. – 18. Jahrhundert sind enthalten.

Initiiert und hergestellt wurde die Datenbank vom Institute of Historical Research und dem History of Parliament Trust.

Der Beschreibungstext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

„Oxford Dictionary of National Biography“ lizenziert

Oxford Dictionary of National Biography
Mit Lizenz der Online-Ausgabe muss nicht mehr zur Druckausgabe gegriffen werden.

Ab sofort kann über das FU-Campusnetz auf die Datenbank Oxford Dictionary of National Biography (Oxford DNB) zugegriffen werden.

Das Oxford Dictionary of National Biography umfasst über 60.000 Biografien von Personen, die alle Aspekte der Geschichte Großbritanniens entscheidend geprägt haben, etwa ein Fünftel der Artikel sind illustriert. Lebende Persönlichkeiten sind dabei ausgeschlossen. Die Datenbank war schon einmal im FU-Bereich bis 2015 lizenziert. Der neue Vertrag sieht einen dauerhaften Zugriff bis einschließlich 2019 vor.

Die einzelnen Einträge von Oxford DNB sind sehr ausführlich gehalten, mit Verweisen auf weitere Biografien und Hinweisen auf weiterführende Literatur versehen. Die abgedeckte Zeitspanne der beschriebenen Personen reicht zurück bis ins 4. Jahrhundert v. Chr.

Die Datenbank enthält auch den vollständigen Text des ab 1885 erschienenen Dictionary of National Biography incl. sämtlicher Supplemente (soweit vorhanden aufrufbar über den Link DNB archive, beim jeweiligen Eintrag zu einer Person im linken unteren Menübereich zu finden).

Die „Themes section“ ergänzt die biographischen Einträge um die Rubriken:

  • Reference lists: tabellarische Übersichten über Regenten, Amtsinhaber, Preisträger etc.
  • Reference groups: Überblicksartige Artikel zu bestimmten Personengruppen (z. B. Metaphysical Poets, Gunpowder plotters)
  • Feature essays: Artikel zu speziellen Themen der britischen Geschichte (z. B. Roman Britain, The great fire of London)

Die Datenbank wird alle vier Monate aktualisiert.

Der Text ist weitgehend der Information in DBIS entnommen.