Online-Bibliografie zur US-Außenpolitik testen

Bis zum 8. Dezember 2017 kann über das FU-Campusnetz kostenfrei die Datenbank SHAFR Guide Online getestet werden.

Es handelt sich um eine annotierte Online-Bibliografie zur US-amerikanischen Außenpolitik ab 1600 ff., herausgegeben von der Society for Historians of American Foreign Relations (SHAFR). Man sucht Quellen zu einem bestimmten Thema, Zeitraum oder gar Land in Bezug zur US-Außenpolitik? Der SHAFR Guide Online bietet Abhilfe. Er umfasst 30 Kapitel und reicht thematisch von der Kolonialzeit bis zur Präsidentschaft Barack Obamas (2009-2017). Auch werden alle Länder bzw. geografischen Gebiete der Welt berücksichtigt. Aufgenommen werden alle historisch relevanten Quellen, darunter Sammlungen von Regierungsdokumenten, Biografien, Monografien, Buchkapitel, Zeitschriftenartikel und Websites.

Die aktuelle Ausgabe der Bibliografie, die seit 1983 unter wechselnden Titeln erschien, enthält neue Kapitel zu den Themen „Race, Gender, and Culture“, „Economic Issues“, „Domestic Issues, the Congress, and Public Opinion“ und „Non-Governmental Actors“. Das Werk richtet sich an Schüler, Studenten und Wissenschaftler.

Die Datenbank wird auf der Plattform BrillOnline Reference Works angeboten, auf der noch weitere Online-Nachschlagewerke zugänglich sind. Einzelne Einträge lassen sich für den Eigengebrauch kopieren oder ausdrucken. Literaturnachweise lassen sich u. a. in EndNote und Refworks exportieren.

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Online-Enzyklopädien zur Geschichte, Kommunikation, Politik und Religion im Test

Bis zum 30. November 2017 können über das FU-Campusnetz kostenfrei fünf Online-Enzyklopädien zur amerikanischen Geschichte, Kommunikationswissenschaft, lateinamerikanischen Geschichte, Politik und Religion getestet werden.

Mit dem Programm der Oxford Research Encyclopedias (ORE) baut der Wissenschaftsverlag Oxford University Press (OUP) dynamische Online-Enzyklopädien für mehr als 20 Disziplinen auf. Im Gegensatz zu den bereits von der FU lizenzierten Oxford Bibliographies (OBO) zeichnen sich die Einträge dieser Datenbanken entsprechend durch mehr erklärenden Text, Illustrationen und weniger Literaturhinweise aus.

Die Oxford Research Encyclopedias, als wissenschaftliche Alternative zu Wikipedia betitelt, enthalten von Experten verfasste und geprüfte („peer-reviewed“) Überblicksartikel zu verschiedensten Themengebieten. Die Autoren der jeweiligen Einträge  sind benannt, die Artikel entsprechend referenziert und als Literaturliste am Ende der Einträge wiedergegeben. Laut Anbieter werden die Online-Enzyklopädien regelmäßig zum Ende eines Monats durch neue oder überarbeitete Einträge sowie neu erstellte Überblicksartikel ergänzt.

Die für den Test freigegebenen Online-Enzyklopädien im Überblick:

Die einzelnen Artikel können für den Eigengebrauch in Auswahl ausgedruckt und abgespeichert (PDF-Format) werden. Oxford University Press unterstützt den Titel-Export in Literaturverwaltungsprogramme wie u. a. BibTeX, EndNote, RefWorks oder Zotero.

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Berichte des amerikanischen „Joint Publications Research Service“ online testen

Bis zum 1. Dezember 2017 kann über das FU-Campusnetz kostenfrei die Datenbank Joint Publications Research Service (JPRS) Reports getestet werden.

Die Datenbank des Anbieters Readex enthält über 130.000 Berichte des amerikanischen Joint Publications Research Service (JPRS) der Jahre 1957 bis 1995. Die 1957 gegründete Regierungsorganisation war dem Office of Technical Services (OTS) im US-Handelsministerium unterstellt und arbeitete für den Auslandsgeheimdienst CIA. Ihre Aufgabe war es, Regierungsstellen mit Übersetzungen von nicht geheimen ausländischen Dokumenten zu versorgen. Während des Kalten Kriegs umfassten die Berichte wissenschaftliche und technische Themen.

Über die Jahre hinweg wandten sich die Reports auch Fragen aus Bereichen wie Umwelt, Gesundheit (z. B. epidemiologischen Fragen) oder der Verbreitung von Atomwaffen und dem internationalen Drogenhandel zu. Als Quellen dienten den JPRS-Mitarbeitern fremdsprachige Bücher, Zeitschriften, Serien, Zeitschriften- und Zeitungsartikel (inkl. wissenschaftlichen Quellen) sowie Radio- und Fernsehbeiträge aus der ganzen Welt. Der Fokus lag dabei auf kommunistischen Staaten sowie Entwicklungsländern, am häufigsten übersetzte Sprachen waren Russisch, Chinesisch, Sprachen der Staaten des Ostblocks bzw. des Warschauer Pakts (u. a. Polnisch, Rumänisch, Ungarisch, Tschechisch und Slowakisch) sowie Vietnamesisch.

Zwar wurde der JPRS später dem Foreign Broadcast Information Service (FBIS) einverleibt, der ebenfalls tägliche Berichte erstellte (vgl. Biblioblog-Beitrag, 11.11.2016), doch Finanzierung und Personal blieben eigenständig. Die Reports des JPRS sind im Vergleich zu denen des FBIS umfassender, gehen mehr in die Tiefe und behandeln ein größeres Themenspektrum.

Einfache Suchen können in der Datenbank aufgrund der Fülle des Materials von mehreren Millionen Seiten eine ziemlich hohe Trefferzahl auslösen – es empfiehlt sich weitere Suchfelder (Zeitraum) einzublenden oder seine Ergebnisliste nach Land, Artikel-/Reporttyp, Thema und JPRS-Serientitel einzugrenzen.

Die Berichte selbst liegen als Image-Dateien vor und können im Format PDF abgespeichert bzw. ausgedruckt werden. Literaturnachweise können als RIS-Datei heruntergeladen und in Literaturverwaltungsprogramme übertragen werden.

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Geschichte Russlands in Bildern

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) aufgenommen wurde die kostenfreie Bilddatenbank russiainphoto.ru – Geschichte Russlands in Bildern.

Die noch im Beta-Status befindliche Datenbank (Original: История России в фотографиях) ist ein offenes und frei zugängliches russischsprachiges Fotoarchiv, das professionelle Fotografien und Amateuraufnahmen aus dem Zeitraum 1840 bis 1999 sammelt. Die Bilder, auf russischem Gebiet aufgenommen, stammen überwiegend aus Museumsbeständen, Fotoarchiven von verschiedenen Organisationen, Zeitungen und Zeitschriften sowie aus privaten Sammlungen. Außerdem haben Benutzer die Möglichkeit, sich kostenfrei zu registrieren und eigene Fotos hochzuladen und zu teilen.

Das im Sommer 2016 gestartete Projekt enthält mittlerweile über 100.000 Fotografien, darunter 93.500 aus Museen und privaten Sammlungen sowie 7700 von Nutzern hochgeladene Bilder. Es wird vom Multimedia Art Museum, Moskau (MAMM) getragen und wurde mit Unterstützung des Internetdienstleisters Yandex und dem russischen Kulturministerium entwickelt. Eine englischsprachige Nutzeroberfläche ist in Vorbereitung.

Online-Bibliografie zum Buch und Bibliothekswesen lizenziert

Ab sofort kann über das FU-Campusnetz kostenfrei auf Die Datenbank Book History Online (BHO) zugegriffen werden.

Die internationale Fachbibliografie enthält rund 120.000 Literaturnachweise zur Geschichte des Buches und des Bibliothekswesens. Verzeichnet wird überwiegend deutsche, englische, französische und niederländische Literatur zu allen kulturellen, historischen und bibliografischen Gesichtspunkten des Buchwesens (u. a. Buchherstellung, -handel, Verlagswesen, Büchersammlungen/Bibliotheken). Ausgewertet werden u. a. Monografien, Zeitschriften, Kongresspublikationen, Ausstellungskataloge überwiegend aus Nordamerika und Europa. Die Datenbank enthält wissenschaftliche Publikationen zum Themengebiet ab dem späten 19. Jh. ff.

Book History Online basiert auf der gedruckten Annual Bibliography of the History of Printed Book and Libraries (ABHB, 1970 ff.), die von der Rare Books and Manuscripts Section of the International Federation of Library Associations (IFLA) erstellt wird. Die Datenbank wird vom niederländischen Verlag Brill in Zusammenarbeit mit der University of St Andrews und Society for the History of Authorship, Reading, and Publishing (SHARP) veröffentlicht.

Die Literatureinträge lassen sich u. a. in die Literaturverwaltungsprogramme EndNote und Refworks importieren.

Online-Archiv der Lesbian Herstory Archives

Neu im FU-eigenen Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist die freie Ressource Herstories: Audio/Visual Collections.

Die Lesbian Herstory Archives in Brooklyn, New York, sammeln Material von und über Lesben sowie die lesbische Gemeinschaft. Das Online-Archiv Herstories enthält eine Auswahl von ca. 300 digitalisierten Audio- und Videomaterialien. Diese stammen aus der 3000 Medien zählenden Oral-History-Kassettensammlung Spoken Word Collection und der 950 Medien zählenden Videosammlung.

Die präsentierten Materialien waren Teil persönlicher Sammlungen, die an das Archiv herangetragen wurden, wurden als Interviews von Archiv-Mitarbeitern oder anderen Personen aus der lesbischen Community aufgenommen oder waren Teil von Forschungsprojekten.

Neues Online-Archiv der PEN America

Neu im Datenbank-Infosystem (DBIS) nachgewiesen ist das PEN America Digital Archive.

Ende letzten Monats informierte das PEN American Center über sein neues Online-Archiv. Es bietet freien Zugriff auf über 1500 Stunden an Audio- und Videomaterial ab 1966 ff. Die digitalisierten Aufnahmen enthalten Interviews, Podiumsdiskussionen, Ehrungen und Konferenzen mit über 2200 Autoren, Intellektuellen, Nobelpreisträgern, Sozialreformern, Philosophen und Politikern aus dem Archiv der amerikanischen Schriftstellervereinigung und Menschenrechtsorganisation an der Princeton University.

Inhaltlich abgedeckt werden u. a. auch Themen wie der Kalte Krieg, der Beginn der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, der Vietnamkrieg, die Geiselnahme von Teheran (1979), der Ausbruch der Immunschwäche-Krankheit HIV/AIDS bis zu den Terroranschlägen am 11. September 2001. Unter den Autoren sind neben zahlreichen bekannten Namen der chilenische Dichter Pablo Neruda bei seinem ersten US-Besuch (1966), Haruki Murakamis erster öffentlicher Interview-Auftritt (1991) sowie die Autoren-Unterstützung für Salman Rushdie, nach dem ausgelösten Skandal um sein Buch Die satanischen Verse (1989) vertreten. Weitere Highlights der Sammlung sind bei PEN America zu finden, ebenso ein amüsanter Hintergrundbericht, wie es überhaupt zur Gründung des Online-Archivs kam.

Für die Distribution der Audiodateien fungiert der Anbieter SoundCloud, für die Videos das Portal YouTube.

Neue Zeitzeugen-Datenbank gestartet

Gestern wurde im Berliner Tränenpalast im Beisein von Kulturstaatsministerin Monika Grütters die neue Online-Datenbank Zeitzeugenportal vorgestellt. Die multimediale, kostenfreie Plattform mit Zeitzeugeninterviews aus über 100 Jahren deutscher Geschichte ging aus dem Bestand des Vereins „Gedächtnis der Nation“ und dessen gleichnamiger Datenbank hervor, der sich in Liquidation befindet.

Ursprünglich von Steven Spielbergs Visual History Archive (von der FU lizenziert) inspiriert, enthält das Zeitzeugenportal ca. 1000 Interviews zur deutschen Geschichte, die in rund 8000 einzelne Clips aufgegliedert sind. Hinzu kommt Material aus dem Archivbestand des ZDF, darunter etwa 40 Interviews mit bedeutenden Persönlichkeiten der deutschen Zeitgeschichte, darunter Helmut Kohl, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher, Simon Wiesenthal, Marcel Reich-Ranicki, Katarina Witt, aber auch Interviews von vielen „normalen“ Bürgern. Die Inhalte sind über die drei Zugänge „Zeiträume“, „Themen“ oder „Personen“ erschließbar und umspannen die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart.

Der Bestand vom Zeitzeugenportal soll sukzessive ergänzt werden. Gegenwärtig sind bei verschiedenen Institutionen ca. 13.000 Zeitzeugen-Interviews aus dem 20. Jahrhundert gesammelt worden, die nun für die Datenbank aufbereitet werden sollen (vgl. deutschlandfunk.de). Als neuer Träger und Servicestelle für Digitalisierung fungiert die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv in Koblenz. Ein detaillierteres Interview zum Projekt mit Harald Biermann, Leiter der Kommunikation am HdG, ist beim WDR nachzulesen.

Zugriff auf „Stalin Digital Archive“

Stalin Digital ArchiveVia Nationallizenz kann über das FU-Campusnetz ab sofort auf das Stalin Digital Archive (SDA) zugegriffen werden.

Das von der Yale University Press herausgegebene Volltext-Archiv umfasst in digitalisierter Form u. a. die rund 28.000 im „Fond 558“ des Russischen Staatsarchivs für soziopolitische Geschichte (RGASPI) in Moskau gesammelten Dokumente mit ca. 404.000 Seiten. Sie geben Aufschluss über eine Vielzahl an Aspekten von Stalins Herrschaft und Biografie. Nicht alle Dokumente sind in englischer Sprache übersetzt. Gegenwärtig existieren nur Übersetzungen für Dokumente, die auch in der Yale-Reihe Annals of Communism erschienen sind. Alle anderen Dokumente, die in der Datenbank als Image-Dateien angezeigt werden, sind in russischer Sprache. Das SDA-Herausgeberteam bemüht sich, einen Teil der russischsprachigen Dokumente ins Englische zu übertragen.

Das Stalin Digital Archive bietet auch eine Arbeitsumgebung rund um den reichhaltigen Materialfundus zur Stalin-Thematik. Zur individuellen Nutzung (z. B. Annotation) stehen verschiedene Tools zur Verfügung, dies zum Teil aber nur durch eine kostenfreie Registrierung beim Anbieter. Einzelne Image-Dateien können für den Eigengebrauch auch ohne vorherige Registrierung über die Print-Funktion abgespeichert werden. Die Funktion „Save“ speichert Einträge „nur“ lokal im eigens zuvor eingerichteten My-SDA-Profil.

Teile des Beschreibungstextes sind dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.

Nationallizenz für World of Children – Artek Pioneer Camp Archives, 1944-1967 Online

coverIm Rahmen einer Nationallizenz können FU-Angehörige ab sofort kostenfrei auf die Datenbank World of Children – Artek Pioneer Camp Archives, 1944-1967 Online zugreifen.

Die Datenbank zur Geschichte (1944 bis 1967) des zentralen Pionierlagers Artek der Pionierorganisation Wladimir Iljitsch Lenin in der UdSSR enthält Regierungsdokumente zur sowjetischen Sozial- und Gesundheitspolitik, medizinische und Finanzberichte, Tagungsprotokolle, Materialien zu Erziehung und ideologischer Arbeit im Camp, Statistiken, Essensrationen und Versorgungsstandards, Briefe von Kindern, Tagebücher etc.

Der Beschreibungstext ist dem Datenbank-Infosystem (DBIS) entnommen.