Digitalisierungsprojekt „Altsinica“ startet an der Campusbibliothek

An der Campusbibliothek wurde im Februar das Projekt „Altsinica“ eingerichtet, das die Digitalisierung und Kuratierung älterer chinesischer Drucke vorbereiten und Anwendungsmöglichkeiten der Digital Humanities erproben wird. Während des Pilotprojekts sollen Methoden und Werkzeuge identifiziert und getestet werden, die geeignet sind, die wissenschaftliche Auswertung digitaler Texte speziell in komplexen Sprachen zu verbessern.

Das FU-Projekt „Altsinica“ ist auf eine Laufzeit von einem Jahr angelegt und wird aus den Mitteln für Digitalisierungsmaßnahmen aus dem Hochschulvertrag der FU Berlin mit dem Berliner Senat finanziert.

Ausgangslage

Materialgrundlage des Projekts ist eine Auswahl chinesischer Drucke des 17. bis 19. Jahrhunderts im Bestand der Campusbibliothek. Diese „Altsinica“ gelten, ebenso wie Texte in anderen nicht-lateinischen Schriften oder Handschriften, als besonders komplexe Herausforderung für die maschinelle Texterkennung. Die Lückenhaftigkeit und geringe Zuverlässigkeit der mit den gängigen OCR-Methoden erreichbaren Ergebnisse erweisen sich wiederum als gravierendes Hindernis für die wissenschaftliche Auswertung und Textanalyse.

Projektziel

Übergeordnetes Ziel des Projekts „Altsinica“ ist es, digitale Werkzeuge und
Plattformen zu erproben, die die wissenschaftliche Textanalyse von digitalisierten chinesischen Textkorpora ermöglichen. Dabei geht das Projekt von den Altsinica als Anwendungsbeispiel aus. Es nimmt aber auch andere nicht-lateinische Schriften in den Blick, um generische Lösungen für die Tiefenerschließung von Text- und Bilddigitalisaten ohne verfügbares OCR zu finden.

In einem ersten Schritt werden hierzu verschiedene methodische Ansätze der Digitalisierung, Texterkennung, Annotation und Kuratierung miteinander verglichen. Aus dem Altsinica-Bestand werden in einem zweiten Schritt Textbeispiele digitalisiert und Testsets gebildet, um Methoden der Texterkennung und -analyse zu erproben. Abschließend werden die dem Material und den wissenschaftlichen Anforderungen adäquaten Visualisierungsumgebungen untersucht.

Richtfest für die neue Bibliothek an der Silberlaube

Richtfest 24in1Nach ca. einem Jahr Bautätigkeit wurde heute das Richtfest für den Bibliotheksneubau im Bereich der Silberlaube gefeiert. Der Rohbau ist also fertig – und das fristgerecht, wie Kanzler Lange betonte (vgl. auch: Pressemitteilung vNr. 267/2013 vom 16.09.2013).

In spätestens 18 Monaten sollen hier neben der Bibliothek Erziehungswissenschaften und Psychologie (inkl. Ostasien, Frauenforschung), die in ihr angestammtes Gebäude in der Silberlaube zurückzieht, die „kleinen Fächer“ und die Naturwissenschaften ein neues gemeinsames zu Hause bekommen. An der Logistik der Zusammenführung wird im Projekt 24in1 schon seit Jahren gearbeitet, denn eine Integration so vieler Bibliotheken ist schon eine echte Aufgabe.

Ein Name für die neue Bibliothek steht noch nicht fest.

Grundstein für Bibliotheksneubau gelegt

Gestern wurde im Beisein von Universitätspräsident Dr. Peter-André Alt bei schönstem Spätsommerwetter der Grundstein für den Neubau für die Kleinen Fächer und die naturwissenschaftlichen Bibliotheken in der Dahlemer Fabeckstraße gelegt.

Das Gebäude, das direkt an die sogenannte Silberlaube und die Erziehungswissenschaftliche Bibliothek angrenzen wird, soll bis Ende 2014 fertiggestellt sein. Es wird insgesamt 24 Bibliotheken ein gemeinsames Dach bieten. Die neue Bibliothek wird Platz für ca. eine Million Bände in Freihandaufstellung haben und es werden ca. 950 moderne Arbeitsplätze entstehen.

Weitere Informationen enthält der Artikel von Marina Kosmalla: Lichte Büros und ein Zierkirschbaumgarten vor der Tür In: CampusLeben vom 29.08.2012.