Netzwerktreffen Gleichstellungscontrolling FU Berlin, 12.+13. Mai 2014

Das seit 2010 bestehende, bundesweite Netzwerk Gleichstellungscontrolling bietet einen Rahmen für den kollegialen Erfahrungsaustausch zu Controlling und Monitoring im Bereich Gender und Diversität. Hürden, Probleme, aber auch Erfolge in der Praxis können gemeinsam erörtert und Weiterentwicklungen des Gleichstellungscontrollings diskutiert werden. In kleinen, parallelen Arbeitsgruppen werden dieses Jahr die Schwerpunktthemen Implementierung von Instrumenten des Gleichstellungscontrollings als Teil der Hochschulsteuerung, Integration von Gender-Aspekten in die Qualitätssicherungssysteme im Bereich Studium und Lehre, gendersensible Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen sowie Entwicklung von innovativen Gleichstellungsindikatoren und -kennzahlen gemeinsam bearbeitet, diskutiert und zu greifbaren Ergebnissen aufgearbeitet. Das Netzwerktreffen wendet sich gleichermaßen an Mitarbeiter/-innen der Bereiche Qualitätsmanagement, Controlling und Personalwesen, an Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie an Mitarbeiter/-innen in Stabsstellen und Abteilungen, deren Aufgaben Steuerungsaspekte von Gleichstellung und Diversität einschließen.

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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Nicole Eschner, Freie Universität Berlin
Stabsstelle Berichtswesen und -systeme
E-Mail: nicole.eschner@fu-berlin.de

CfP: Symposium Gender- Vorgehen in IT-Projekten- 14.10.2014 HTW Berlin

Softwareentwicklung in IT-Projekten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Der Trend geht von klassisch hierarchischen Vorgehensweisen hin zu agilen, team-orientierten Methoden. Auf dem wissenschaftlichen Symposium Gender | Vorgehen in IT-Projekten soll diskutiert werden, welche Chancen und Risiken mit dieser Entwicklung für die beteiligten Frauen verbunden sind und wie sich dadurch die geschaffenen Anwendungen verändern.
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69. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück lädt am 3. und 4. Mai 2014 zu Veranstaltungen anlässlich des 69. Jahrestages der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers ein.
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CALL FOR ARTICLES // Deadline: 1. Juni 2014 bzw. 1. Oktober 2014 Re-Visionen des Museums? Praktiken der Sichtbarmachung im Feld des Politischen

Im Mittelpunkt der kommenden Ausgabe (Nr. 58) der FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur stehen Folgen und Effekte der feministischen Kritik, der Gender-, Queer- und postkolonialer Theorie auf die museale Praxis. Museen gelten als Kultur legitimierende Institutionen sowie Speicher des kulturellen und kollektiven Gedächtnisses. Das hier bewahrte und sichtbar gemachte Wissen scheint mit Wahrheit und Authentizität verknüpft zu sein. Die Aufnahme in die museale Sammlung und Inszenierung verspricht die Partizipation an einer produktiven Macht. In Folge dessen ist das museale Display ein umkämpfter Ort von Sichtbarkeiten und Repräsentationen von materiellem und objektivem, im Sinne von (ver-)objektiviertem und somit gesichertem Wissen.

Sichtbarkeit ist ein zentraler Aspekt politischer Präsentation, weil Gesehen-Werden eng mit „Anerkennung“ verbunden ist. So ist die Zielsetzung vieler marginalisierter politischer Gruppen bereits die Sichtbarwerdung im Feld der hegemonialen Repräsentation. Mithin hat die feministische Forschung bereits seit den 1970er Jahre auf Ausschlüsse und Lücken in den großen Erzählungen der Museen verwiesen und die institutionelle Ordnung in Frage gestellt. Sichtbarwerdung bedeutet indessen keineswegs das Ende der Ideologie. Vielmehr lassen sich museale Praktiken nicht ohne normative Zuweisungen denken. So werden trotz oder auch gerade durch die Visualisierung Subjekte negativ oder positiv konnotiert qua Geschlecht, Hautfarbe, Alter oder sexueller Orientierung usw., da diese Kategorien mit bestimmten Zuschreibungen verknüpft sind und über ein gesellschaftlich anerkanntes Bildrepertoire wirken. Es greifen machtvolle visuelle Effekte, die nicht zuletzt Angebote der Identifikation bereitstellen und so gesellschaftspolitisch wirken. Bedeutsam ist deshalb die Art und Weise der Repräsentation, die das Sichtbargemachte mit Bedeutung belegt. Es geht demnach nicht um die wertfreie Sichtbarmachung, die auf den ersten Blick die Teilhabe an Macht und Ressourcen verspricht, sondern um das Wie des Sichtbar-Seins und Sichtbar Werdens.

Seitens der Forschung wird insbesondere durch die Cultural Studies seit den 1990er Jahren problematisiert, dass Museen Definitionsmacht haben, dass sie Wahrheiten und Wirklichkeiten herstellen und gleichzeitig Möglichkeits- oder Unmöglichkeitsräume liefern, in denen Identitäten, Werte und Normen performativ erprobt, ausgehandelt und geschaffen werden (vgl. z.B. Tony Bennett (1995), Eilean Hooper-Greenhill (1992)). So vermitteln sie über die intendierten Informationen weitergehende explizite oder implizite Zusammenhänge und Ideologien. Als Stichwort zur Frage der Praktiken des Museums sei hier der White Cube genannt: Brian O´Doherty hat in seiner 1976 im Artforum erschienen Artikelreihe mit diesem Begriff den weißen Ausstellungsraum und dessen auratisierende und ideologische Wirkung umschrieben, die daher rührt, dass er als scheinbar objektiver Rahmen wahrgenommen wird, der die Universalität der Exponate und ihrer Werte zu garantieren vorgibt. Die damit verbundene autoritäre und immer schon zutiefst ideologisch geprägte Geste des Zeigens wird mittels dieser Inszenierung unsichtbar gemacht. Gegenwärtig wird dieser Topos vor allem an neoliberalen und neokolonialen Blickachsen und Machtkonstellationen diskutiert.

Während migrantische und queere Perspektiven zunehmend in Ausstellungen aufgegriffen werden, wird etwa die feministische Naturwissenschafts- und Technikkritik im Museum noch kaum rezipiert.

In der Ausgabe Nr. 58 der FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur geht es darum zu fragen, ob und wie diese Debatten in den Museen aufgenommen werden. Wie wird die Krise der Repräsentation in der musealen Praxis verhandelt? Haben sich die Erkenntnisse in den Repositorien und Ausstellungshäusern niedergeschlagen? Wie wurde in der Sammlungs-, Ausstellungs- und Vermittlungspraxis daraufhin reagiert? Der Fokus der Beiträge sollte auf der expliziten Überkreuzung von bisher zumeist isoliert voneinander gedachten Differenz- und Ungleichheitskategorien der feministischen, postkolonialen und wissenschaftsgeschichtlichen Repräsentationskritik liegen. Folgende Themenbereiche sind denkbar:

//     Fallbeispiele und Erfahrungsberichte aus kunst- und kulturhistorischen sowie naturkundlichen, technik-,  wissenschafts- und alltagsgeschichtlichen Museen oder aus dem öffentlichen Raum, die die verschiedenen disziplinären Kritikstränge in ihre Konzeption einbinden

//     Analysen von Museen und Ausstellungen, die sich explizit der Inklusion von marginalisierten Gruppen widmen (z.B. Sonderausstellungen, Frauen- oder Migrationsmuseen) sowie deren Auswirkungen auf die institutionelle Museumslandschaft

//     Künstlerische Interventionen mit Blick auf die Effekte und Veränderungen der etablierten musealen Praxis

//     Umgestaltungen des Museums durch digitale Medien (etwa in Hinblick auf Inszenierung, Sammlung, Speicherung, Partizipation, etc.) und deren Wirkungen auf die (Re-)Produktion von hegemonialen bzw. marginalisierten Wissensordnungen

//     Theorien und Praktiken des kritischen Kuratierens sowie der kritischen Kunst- und Kulturvermittlung

//     Szenarien und Strategien eines postrepräsentativen Museums, die die Möglichkeiten eines reflexiven Sammelns, Ausstellens und Vermittelns ausloten

Wir freuen uns auf das Einreichen von Abstracts im Umfang von einer bis max. zwei Seiten sowie einer kurzen Biographie und Publikationsliste bis zum 1. Juni 2014. Nach der Auswahl der Beiträge durch die Herausgeberinnen sind diese im Umfang von max. 30.000 Zeichen (inkl. Bibliographie)
bis zum 1. Oktober 2014 einzusenden. Die Online-Publikation erscheint im Frühjahr 2015.

Kontakt:
Dr. Jennifer John jennifer@john-ette.de
Dr. Daniela Döring dadoerin@uni-potsdam.de

Zur Seite der Zeitschrift geht es hier:
http://www.fkw-journal.de/index.php/fkw/index

Rechtsextremismusprävention und Geschlecht: Vielfalt_Macht_Pädagogik

Montag, 26. Mai 2014 – 9:3017:30

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Deutschland

(R)echte Kerle“ – „natürliche Weiblichkeit“ – „Volksgemeinschaft“ – „Die Revolution beginnt im Bett“ – „deutsch und heterosexuell“– „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“.

Diese und andere Slogans und Schlagworte rechter Kampagnen bzw. Äußerungen, machen deutlich, dass extrem rechte Ideologien und Handlungsweisen oftmals stark geschlechtlich geprägt sind. Umgekehrt verstellt ein geschlechterstereotyper Blick die Wahrnehmung rechter Aktivitäten, Strategien und Dynamiken, indem beispielsweise das Engagement rechter Frauen und Mädchen unsichtbar wird oder in der Gleichsetzung von „Nazi = Mann“ männlichkeitsbezogene Hinwendungsfaktoren als selbstverständlich gesetzt werden. Hinwendung zu rechten Lebenswelten aber auch die Distanzierung von solchen Lebenswelten können viel mit geschlechtsbezogenen Versprechungen zu tun haben.

Daher ist – ergänzend zu anderen Grundsätzen der Präventionsarbeit – ein Bewusstsein rund um die Dimension Geschlecht in rechten Lebenswelten ein notwendiger Aspekt präventiver pädagogischer Ansätze. Die Abschlusstagung des dreijährigen Projektes ‚Männlichkeiten und Rechtsextremismus’ von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. stellt die an der Praxis orientierten Forschungsergebnisse zu Schnittstellen von Rechtsextremismus und Geschlechterverhältnissen vor.

Weiterlesen auf der Seiter der Böll-Stiftung können Sie hier:
http://calendar.boell.de/de/event/rechtsextremismuspraevention-und-geschlecht-vielfaltmachtpaedagogik

Tagung: Rechtsextremismusprävention und Geschlecht

Dissens – Institut für Bildung und Forschung, die Hans-Böckler-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung laden ein zur Tagung: Rechtsextremismusprävention und Geschlecht – Vielfalt_Macht_Pädagogik
Wann? 26. Mai 2014, 9:30-17:30 Uhr
Wo? Heinrich-Böll-Stiftung (barrierefrei), Schumannstr. 8, 10117 Berlin
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FES Berlin: Konferenz “Spannungsfeld Arbeit und Familie”, 20./21. Mai 2014

Aam 20./21. Mai veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Humboldt-Viadrina School of Governance und der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung die Konferenz “Spannungsfeld Arbeit und Familie” aus europapolitischer Perspektive.
Ort: Humboldt-Viadrina School of Governance, Wilhelmstr. 67,10117 Berlin
Zeit: 20./21. Mai 2014
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Fachtagung: Wissenschaft zwischen Exzellenz und Fürsorge

Die TU Dresden und das Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS e.V.) führt am 5. Juni an der Sozialforschungs­stelle Dortmund und am 16. Juni 2014 an der Universität Leipzig Fachveranstaltungen zum Themenfeld Wissenschaftskarrieren, Fürsorgeverantwortung und Geschlechtergerechtigkeit durch. Der Fachtag findet an zwei Terminen statt.
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CfP: Dislocating Masculinity Revisited (School of Global Studies at Sussex University, Brighton)

Dislocating Masculinity was a radical critique of writing on and by men and drew on ethnographic and historical analysis to raise questions about embodiment, agency and the relation between masculine styles and social contexts. The School of Global Studies at Sussex University, will host a symposium from the 4-5th July, 2014, with the aim of convening a trans-disciplinary conversation about the contributions that ethnography can make to research on men and masculinities in a diversity of fields and cultural and social contexts.

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ProFiL – Professionalisierung für Frauen in Forschung & Lehre. Mentoring – Training – Networking

Das Programm richtet sich an Privatdozentinnen, Habilitantinnen, Juniorprofessorinnen, Nachwuchsgruppenleiterinnen und Postdoktorandinnen der Tu, Hu und Fu Berlin, die eine Professur anstreben (mit Ausnahme der Charité, die ein eigenes Programm anbietet). Wissenschaftlerinnen des WZB können sich ebenfalls bewerben.

Weitere Informationen finden Sie hier:
ProFiL-Programmflyer 11. Durchgang