Audiovortrag online: Isabell Lorey zu “Freiheit und Sorge. Im Regime der Prekarisierung”

Hier geht s zum Vortrag.

Erklärung der Berliner Rektorenkonferenz: Diffamierungen und Gewaltandrohungen gegenüber Wissenschaftlern sind inakzeptabel

Erklärung der Berliner Rektorenkonferenz
Diffamierungen und Gewaltandrohungen gegenüber Wissenschaftlern sind inakzeptabel

Die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten (LKRP) erklärt im Einklang mit zahlreichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Institutionen:

Die Berliner Universitäten und Hochschulen sind Orte des freien wissenschaftlichen Austauschs und des respektvollen, wertschätzenden Umgangs miteinander. Persönliche Diffamierungen und Gewaltandrohungen ebenso wie die Diskreditierung von wissenschaftlichen Arbeitsgebieten, wie sie jüngst in den sozialen Medien und vereinzelt auch im Printbereich die Gender Studies betrafen, sind inakzeptabel und werden von der LKRP mit Nachdruck zurückgewiesen.

Gerade die Gender Studies befördern die kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierungen, die differenzierte Wahrnehmung sozialer Wirklichkeit und Ungleichheit und damit die Demokratisierung unserer Gesellschaft. Sie gehören zum wissenschaftlichen Profil der Berliner Hochschulen und tragen wesentlich zu ihrem internationalen Ansehen bei. Wie jede Disziplin formulieren sie Thesen, die das wissenschaftliche Denken anregen und voranbringen, auch und gerade wenn sie Kontroversen auslösen. Niemals aber darf dieser in der Wissenschaft natürliche und gewollte Sachverhalt zu persönlichen Diffamierungen oder Angriffen auf ein Fach führen. Der fair und sachlich ausgetragene wissenschaftliche Meinungsstreit ist das Lebenselixier einer intakten Universität.

Wir sind nicht bereit, unsachliche Auseinandersetzungen, persönliche Diffamierungen, Beleidigungen und Diskreditierungen in der Wissenschaft zu dulden und erklären, dass wir an unseren Hochschulen alles zum Schutz der Betroffenen unternehmen werden.

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Neuauflage: “Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre „Muslime versus Schwule”” (hg. von Koray Yılmaz-Günay)

Koray Yılmaz-Günay (Hg.): Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre „Muslime versus Schwule”. Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001, Neuausgabe, 2014
216 Seiten, 18.00 Euro, ISBN 978-3-942885-53-9 | WG 973, Neuerscheinung Dezember 2014

Wie in einem Brennglas erscheinen seit den Anschlägen vom 11. September 2001 die seit dem Kolonialismus etablierten westlichen Imaginationen über „den Islam“ – Geschlecht und Sexualität waren und sind in diesen zentral. Und es blieb nicht bei Vorstellungen, sondern es wurden in westlichen Staaten demokratische Grundrechte abgebaut und Kriege begonnen – in weiten Teilen begründet mit Argumentationen über Geschlecht und Sexualität. Der von Koray Yılmaz-Günay herausgegebene Sammelband mit Beiträgen in- und ausländischer Wissenschaftler_innen, Publizist_innen und Aktivist_innen blickt zurück auf die letzte Dekade und schaut auf die Überlappungen von feministischen und lesbisch-schwulen Debatten mit den Entwicklungen in der Mehrheitsgesellschaft. Er geht der Frage nach, ob/wie die relativen Erfolge der Frauen- und Homosexuellen-Emanzipation unter anderem durch rassistische Rückschritte erkauft wurden.
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Pressemitteilung: Care, Gender und Green Economy, 16. Dezember 2014

Care, Gender und Green Economy. Verbundprojekt veröffentlicht Strategien und Empfehlungen für eine integrative Betrachtung und Praxis von Nachhaltigkeit im Spannungsfeld von Gender, Care und Green Economy.

Berlin / Lüneburg. Wie können Gender- und Care-Perspektiven in die Diskurse zu Green Economy und in die entsprechende unternehmerische Praxis intergiert werden? Welche Potenziale bietet die Wissenschaft für die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts einer Green Economy? Diese Fragen haben das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Verbundprojekt Care, Gender und Green Economy. Forschungsperspektiven und Chancengerechtigkeit nachhaltigen Wirtschaftens (CaGE) beschäftigt.
Zum Abschluss des 14-monatigen Projektes werden nun mit den „Empfehlungen und Strategien für eine integrative Betrachtung und Praxis nachhaltigen Wirtschaftens“ die Ergebnisse vorgelegt. Ziel der Empfehlungen und Strategien ist es, Ansatzpunkte aufzuzeigen, wie Care, Gender und Green Economy verstärkt zusammengedacht werden können. Zudem werden die Potenziale wissenschaftlicher Einrichtungen als Impulsgeberinnen für die Weiterentwicklung und die Umsetzung einer nachhaltigen Ökonomie identifiziert. Die Empfehlungen richten sich an Akteure aus dem Feld der Wissenschaft und Wissenschaftspolitik, der Wissensproduktion sowie der Unternehmens- und Gleichstellungspolitik. Sie wurden gemeinsam von LIFE Bildung, Umwelt, Chancengleichheit e.V., der Freien Universität Berlin und der Leuphana Universität Lüneburg erarbeitet.

Die Abschlussbroschüre (CaGE Texte 3 / 2014) wie auch die beiden weiteren Arbeitspapiere (CaGE Texte 1 / 2014 und 2 / 2014) sind online erhältlich. Die Abschlussbroschüre kann auch in gedruckter Form bei LIFE e.V. bestellt werden.

Weiterführende Informationen

CfP: Zeitschrift GENDER 3/16: Gender in Kindheit und Jugend(forschung) und Sonderheft: Erwerbs- und Familiensphäre

Kindheit und Jugend gelten in gegenwärtigen sozialwissenschaftlichen Diskursen nach wie vor als passagere Lebensformen, in denen Gender – hier häufig auf Männlichkeit und Weiblichkeit reduziert – überwiegend als soziale und somit als eine zu erlernende Kategorie gefasst wird. Ein Blick auf Gender aus einer dezidierten Perspektive der Kindheits- und Jugendforschung scheint, auch aufgrund der Ausdifferenzierung gegenwärtiger Jugendforschung, ausstehend. Der geplante Schwerpunkt der Zeitschrift GENDER soll sich Geschlecht in Kindheit und Jugend aus inter- und transdisziplinärer Perspektive annähern. Wir freuen uns über die Einreichung Ihres Abstracts bis zum 31.05.2015
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Alte neue Ungleichheiten? Auflösungen und Neukonfigurationen von Erwerbs- und Familiensphäre
Die strikte Unterscheidung klar umrissener Geschlechtersphären scheint heute einer vergangenen Epoche anzugehören. Dennoch, alle Befunde zu Geschlechterdifferenzierung und sozialer Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zeigen, dass die ungleiche und asymmetrische Verknüpfung von Erwerbssystem und privater Lebensführung einen nach wie vor machtvollen Resonanzboden für Geschlechterungleichheit darstellt, auch wenn die Ungleichheitsmechanismen subtiler werden und nicht immer auf den ersten Blick sichtbar sind. Das GENDER-Sonderheft Nr. 3 hat zum Ziel, die Asymmetrien, Entgrenzungen und Neukonfigurationen im Verhältnis der gesellschaftlichen Sphären von Erwerbsarbeit und privater Lebensführung sowohl theoretisch als auch empirisch neu in den Blick zu nehmen, Zuschreibungsprozesse, Geschlechterkonstruktionen und Ungleichheitseffekte entlang und quer zu diesen Sphären zu analysieren und aktuelle Entwicklungstendenzen und Perspektiven zu diskutieren.
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Weiterbildung Gender-Kompetenz / Mo/Di, 27./28. April & 22./23. Juni 2015

Gender-Kompetenz in der beruflichen Praxis

In unterschiedlichen Fach- und Einsatzfeldern stehen Fach- und Führungskräfte, Gleichstellungsakteure sowie Trainerinnen und Trainer vor der Herausforderung, Gender- und Diversity-Perspektiven in berufliche Schwerpunkte, Projekte, Fachthemen oder Angebote der Fort- und Weiterbildung kompetent zu integrieren. Neben dem notwendigen fachspezifischen Gender-Diversity-Wissen brauchen sie dazu auch Kenntnisse und Fertigkeiten in der Anwendung gender- und diversity-sensibler Instrumente, Methoden und Didaktik. Der Workshop bietet in zwei aufeinander aufbauenden Modulen neben Basisinformationen zu Gender Mainstreaming und Managing Diversity eine Einführung in gender- und diversity-orientierte Instrumente und Methoden sowie Hilfestellung bei der Integration von Gender-Perspektiven und –Aspekten in eigene Projekte, Fachthemen und Personalentwicklungs- oder Trainingskonzepte. Im Mittelpunkt steht Dabei die konkrete Bearbeitung und Beratung von Fragestellungen, Themen und Projektplanungen der Teilnehmenden.
Weitere Informationen und Anmeldung

CfP – Vision (Im-)possible?! – Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien (fzg)

Sehr gerne machen wir Sie auf den aktuellen Call for Papers „Vision (Im-)possible?! Visionen und visionäres Potenzial in der Geschlechterforschung“ der Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien aufmerksam. Einsendeschluss für Artikel auf Deutsch und Englisch ist der 26.04.2015.

Weitere Informationen

Neuerscheinung: querelles-net 15(3) ist erschienen

Die neue Ausgabe von querelles-net ist erschienen.

Einen Überblick über diese Ausgabe können Ihnen das Inhaltsverzeichnis sowie das Editorial zur aktuellen Ausgabe geben. Wir wünschen eine anregende Lektüre und möchten alle Leserinnen und Leser von querelles-net sehr herzlich einladen, uns ihre Kommentare zu den Inhalten und zu der Benutzbarkeit von querelles-net mitzuteilen.

CfP: Feminist Pedagogy Conference, 17.04.2015 New York

Hosted by the Feminist Studies Group and the Center for the Study of Women and Society

The Feminist Pedagogy Conference seeks participants for a day-longconference entitled “Feminist Pedagogy: Transformations.” The conference will be held on April 17, 2015 at the CUNY Graduate Center, in New York, NY.
The Feminist Pedagogy Conference is a venue for conversation between scholars and activists across the disciplines around the present state of feminist pedagogy and work on gender, both within and beyond the academy. Building on previous work, this is a forum to share pedagogical methods and ideas for teaching in women and gender studies and/or feminist approaches to learning and classroom strategies in various disciplines. Our aim is to address issues of gender and sexuality, in conjunction with race and class, both inside and outside of the academy.

Pressemitteilungen: Förderung von Frauen in Führungspositionen- Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Frauenquote

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf für ein Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst beschlossen.

Der von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von dem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegte Gesetzentwurf hat das Ziel, den Anteil von Frauen in den Führungsgremien von Wirtschaft und Verwaltung wesentlich zu erhöhen. Nach jahrelangen Debatten, gescheiterten Versuchen der Selbstverpflichtungen und zahlreichen Appellen steht fest: Die
Geschlechterquote (Frauenquote) kommt, so wie im Koalitionsvertrag vereinbart.

Die Einführung einer gesetzlichen Quote ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu tatsächlicher Chancengleichheit von Frauen und Männern und wird zu einem Wandel in der Wirtschafts- und Arbeitswelt beitragen.

Zur Pressemitteilung