The State of American Democracy

Research-based Analysis and Commentary by the Department of Politics at the John-F.-Kennedy Institute

Interview zum Rücktritt von Eric Holder

Zum Artikel und Tonbeitrag mit dem Titel: “US-Justizminister Eric Holden kann nach seinem Rücktritt auf eine gemischte Amtszeit zurückblicken” geht es hier.

The Increasing Importance of Political Science

Are you considering studying at the JFKI next semester but you’re not yet sure which subjects to choose?

Maybe this article by the U.S. blogger/journalist Ezra Klein will help you make up your mind. Klein argues that as U.S. politics have become more complex and dysfunctional over the past years, the once coveted “inside view” by members of Congress, their aides, and the journalists covering this beat no longer seems sufficient to reach an understanding of the political process. Klein writes:

“Washington is listening to political scientists, in large part because it’s stopped trusting itself.”

He further explains that at a time when the power of individual politicians seems to be starkly declining, political parties and structural mechanisms are gaining importance and correctly observes that, ”political scientists traffic in structural explanations for American politics.”

Partly out of good old self-interest but also because I deeply believe that Klein’s analysis is spot on, I cannot recommend his article highly enough. (By the way: it is this exact mixture of material factors and the power of ideas which our subject seeks to explain.)

Now is perhaps a more important time than ever to consider learning the craft of political science.

*EDIT (09/18/2014)*

Klein’s article seems to have sparked some debate over the past week, centered around the core issue of “elites” and “experts” versus what might be referred to as the actual politics of politics. This too, says something about the current state of political science, journalism, and politics and how the three might relate to one another. This debate, unlike many other “pundit wars,” is well worth following.

 

Interview mit Radio Stimme Russlands: Die US-Außenpolitik – ein Resumé

Das Interview zur aktuellen Außenpolitik der USA ist im YouTube Format hier abrufbar.

Comics über Rassismus in den USA

Der lange Marsch

Zwei Comic-Erzählungen beschäftigen sich mit dem Thema Rassismus in den USA – erzählerisch und zeichnerisch können sie jedoch nur bedingt überzeugen.

Die Rezension zu Das Schweigen unserer Freunde und March sind auf der Homepage des Tagesspiegels zu finden.

„German Organizing“ – Erfahrungen mit amerikanischen Organisierungsmethoden in Deutschland

von Thomas Greven, 2. Juni 2014

Nach anfänglicher Skepsis gegenüber Konzept und Praxis des US-amerikanisch inspirierten „Organizing“, seit den 1990er Jahren in Deutschland zuerst von der Gewerkschaft hbv, dann vor allem von ver.di betrieben, versucht die IG Metall die Deutungshoheit über Organizing in Deutschland zu erlangen und mit „German Organizing“ (Wetzel 2013: 22; 68 etc.) quasi eine Marke zu prägen. Sie greift dafür die vom aktuellen Vorsitzenden Detlef Wetzel seit 2005 in NRW unternommenen eigenen Erneuerungsversuche auf, die das „Prinzip Beteiligung“ stark machten. Es ist unmittelbar einsichtig, dass eine nationalspezifische Praxis wie Organizing nicht ohne weiteres transplantiert werden kann; zu unterschiedlich sind institutionelle, rechtliche, kulturelle, politische, organisatorische Gegebenheiten. Insofern leuchtet die Qualifizierung „German Organizing“ ein, auch wenn man über den Anglizismus schmunzeln mag. Und dank der im Vergleich stringenteren Durchsetzung der neuen Erschließungsstrategien in der Organisation, sowie der besseren Rahmenbedingungen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die IG Metall gegenüber ver.di (und auch gegenüber der systematischen Arbeit und erfolgreichen Gebäudereinigerkampagne der IG BAU) die deutlicheren und nachhaltigeren Erfolge erzielt. Das anfängliche Abwarten und die Wertschätzung der eigenen Reformanstrengungen hätten sich also gelohnt, und die expliziteren Anlehnungen an US-Konzepte, inklusive amerikanisch geleiteter Ausbildungen, wie insbesondere bei ver.di praktiziert, sich möglicherweise gar als Irr- oder zumindest Umweg herausgestellt? Dies wird sich weisen, aber eine vorläufige Bewertung ist möglich.

Durchaus programmatisch propagiert der IG Metall-Vorsitzende Wetzel einen neuen Betriebsbegriff entlang von Wertschöpfungsketten sowie eine neue internationale Anschlussfähigkeit der Gewerkschaftsarbeit (ebd.: 21) und betont, dass „German Organizing“ mehr sein muss als Leuchtturmprojekte, nämlich eine systematische Veränderung der gewerkschaftlichen Praxis mit dem Ziel einer „Kollektivität zur Selbstlösung mit Unterstützung der IG Metall“ (ebd.: 26). Die traditionellen Stärken der deutschen Industriellen Beziehungen sollen aber erhalten werden. Es ist wichtig, dies zu betonen, weil die mit Organizing verbundene Aktivierung der Beschäftigten ja durchaus Unruhe in die sozialpartnerschaftlichen Arrangements bringt. Es kommt aber zu kurz, dass die notwendige Balance zwischen Institutionalisierung und Mobilisierung noch gefunden werden muss, genauso wie die Balance zwischen Service/Stellvertretung und Beteiligung/Selbstvertretung. In einem IG Metall-Papier zur „mitgliederorientierten Offensivstrategie“ von 2008, heißt es: „Wo tradierte Aushandlungsmechanismen infrage gestellt werden, kann nur die eigene betriebliche Stärke, ausgedrückt in einem hohen Organisationsgrad, zumutbare Kompromisse und Erfolge erzielen“ (Wetzel u.a., 2013: 51). Will man das deutsche System der Industriellen Beziehungen bewahren und stärken, dann fehlt hier allerdings ein Wort; es müsste „zunächst nur“ heißen. Und wenn die Erneuerung der geschwächten institutionellen Arrangements tatsächlich gelänge, stellte sich dann aber nicht wiederum die Frage, wie in einem solch stabilen System die erneute Verknöcherung verhindert werden kann? Selbstverständlich ist den Strategen der IG Metall dies klar, sie haben ihren Robert Michels gelesen; die neu gewonnene betriebspolitische Stärke soll die Basis des gewerkschaftlichen Handelns erneuern, nicht Institutionen ersetzen – doch es fehlt eine grundsätzlichere Auseinandersetzung.

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Call for Applications: Masterclass Randall Collins

Forschungskolloquium am Di, 13. Februar: Michael Dreyer

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