The State of American Democracy

Research-based Analysis and Commentary by the Department of Politics at the John-F.-Kennedy Institute

Pew Center Publishes Report on State of the News Media

How does the American public receive information about political events? The same way most of us do: through the news media, of course. For better or worse, news media play an integral role in defining the topics we think about and the degree of our shared knowledge and understanding of the world. One might go so far as to state that media provide the infrastructure of our collective consciousness. That is why it is so important to occasionally reflect upon what their role is, how they are changing, and what problems they might face.

For the past eleven years, the Pew Center’s Journalism Project has provided extensive information on all of these questions, through their annually published report on The State of the News Media.  The 2014 report was published late last month and, as usual, is a treasure trove of data and statistics for anyone interested not just in the media, but in any aspect of US politics and society. After long years of stark downward trends, turmoil and crisis, this year’s report should provide some slight glimmers of hope for the news industry. New business models are beginning to take hold and various new revenue sources for journalism seem to be emerging. However: not only is most original reporting still being done by still struggling “traditional journalists,” the report also notes that the somewhat troubling concept of “native advertising” is on the rise, through which PR and Journalism are increasingly entering into a “Faustian pact:”

“One of the greatest areas of revenue experimentation now involves website content that is paid for by commercial advertisers – but often written by journalists on staff – and placed on a news publishers’ page in a way that sometimes makes it indistinguishable from a news story.”

Meanwhile the ways in which Americans are exposed to, consume and debate news are continuing to change. This is especially evident in the increasing importance of of social networks and citizen journalism, which may also increase tendencies for individuals to stay within digital enclaves and to only be selectively exposed to information.

Anyone working in the fields or intersecting fields of political communication and political science will likely be aware of the report(s) already. So for everyone else: this might not be must-read material, but it is certainly is should-have-a-look-at material, in which case I would recommend the concise overview and subsequent selective exposure to whatever aspect might subjectively seem most important.

SGI 2014 Survey just published

The SGI is a platform built on a cross-national survey of governance that identifies reform needs in 41 EU and OECD countries.

The SGI brings together a broad network of experts and practitioners aiming to understand what works best in sustainable governance. Advocating the exchange of best practices, we offer full access to our data set and enable the comparisons that generate innovation in governance.

You can download the USA reprot 2014 (written by Paul Quirk and Christian Lammert):
SGI2014_USA

Additional informations and data on the United States can be found here:

http://www.sgi-network.org/2014/United_States

Beziehungen auf dem Prüfstand. Obama in Europa. Ein starker US-Präsident an der Spitze einer engen transatlantischen Partnerschaft?

Barack Obamas Europa-Reise findet zum genau richtigen Zeitpunkt statt. Gleichwohl steht sie unter keinem günstigen Stern. Der amerikanische Präsident sieht sich mit einem ganzen Paket an brisanten Problemen konfrontiert.

Ganz oben auf der Agenda die von Wladimir Putin provozierte Krim-Krise, in deren Folge Russland jetzt aus der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen hinausgeworfen wurde. Das neue – alte – Format heißt wieder G-7. Ganz im Selbstverständnis des „global leader“ hat Obama Moskau zur aggressiven Regionalmacht herabgewürdigt und zugleich den eigenen Führungsanspruch bekräftigt.

Wie stark aber ist Obama noch? Hat er weiterhin die Autorität, in der verbleibenden Amtszeit die westliche Wertegemeinschaft anzuführen? Oder ist der US-Präsident längst eher ein Getriebener? Wie eng ist das Verhältnis zu den Europäern, wie lang sind die Schatten der NSA-Schnüffler, was wird aus dem transatlantischen Freihandelsabkommen?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel

- Melinda Crane, Journalistin Deutsche Welle

- Ines Pohl, Journalistin Die Tageszeitung

- Prof. Christian Lammert, Politikwissenschaftler, FU Berlin

- Christoph von Marschall, Journalist / Der Tagesspiegel

Link: http://www.deutschlandradiokultur.de/beziehungen-auf-dem-pruefstand-obama-in-europa.1083.de.html?dram:article_id=281202

Die Republikanische Partei vor den Kongresswahlen 2014

von Thomas Greven – Februar 2014
Nachdem das Establishment der Republikanischen Partei im Repräsentantenhaus Abstimmungen über den Bundeshaushalt und die Schuldenobergrenze zugelassen hat, ist der innerparteiliche Richtungsstreit in eine neue Phase eingetreten. Die Akzeptanz politischer Kompromissen mit den Demokraten durch die Führung der Grand Old Party (GOP) verletzt zentrale Glaubenssätze der Anhänger der Tea Party und erhöht für viele Abgeordnete und Senatoren die Wahrscheinlichkeit einer innerparteilichen Herausforderung durch „movement conservatives“ in den anstehenden Vorwahlen für die Kongresswahl 2014. Immerhin deutet diese Ausgangslage darauf hin, dass die Führung und die konservativ-pragmatische Mehrheit der GOP nicht länger gewillt sind, sich von der Tea Party in ideologische Geiselhaft nehmen zu lassen. Damit gewinnt auch die intellektuelle Auseinandersetzung in der GOP, entlang der Frage wie sich die Partei zu den demographischen Trends und zu Veränderungen in der politischen Kultur verhalten soll, einen neuen Stellenwert. Thomas Greven hat im Herbst 2013 für das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Washington, DC, eine Studie zu dieser Debatte erstellt, die wir hier in einer erweiterten Version dokumentieren.

Die trotz – oder wegen – der erzwungenen Schließung der Bundesregierung verlorene Auseinandersetzung um den Bundeshaushalt und die Erhöhung der Schuldenobergrenze im Herbst 2013 hat nicht dazu beigetragen, dass sich die Republikaner von dem Schock der Wahlniederlage Mitt Romneys 2012 erholen konnten. Romney hatte trotz einer immer noch schlechten Wirtschaftslage und hoher Arbeitslosigkeit verloren. Dies hatten viele Republikaner, selbst so mancher Wahlkampfexperte unter ihnen, einfach nicht für möglich gehalten. Dabei waren die Trends in der Wirtschaft und bei den Arbeitslosen für Obama positiv – und Nate Silver (New York Times), der alle Umfragen mit seiner überlegenen Auswertungsmethodik untersuchte und kompilierte, hatte Obama stets vorne gesehen. Der große Schock hat in der „Grand Old Party“ eine intensive Reformdebatte ausgelöst, deren Betrachtung sich genau ein Jahr nach der Niederlage und ein Jahr vor den nächsten Kongresswahlen lohnt, insbesondere weil die amerikanische Bevölkerung mehrheitlich die Republikaner – und insbesondere die Tea Party und ihre Erpressungspolitik – für die jüngste Regierungskrise verantwortlich macht.

Für die meisten akademischen Beobachter sind – bei allen Unterschieden bezüglich der Ursachen der Niederlage – die mittel- und langfristigen Konsequenzen der demographischen Entwicklungen in den USA für die Zukunft der GOP recht klar: Da nicht nur die Gruppe der weißen Wähler schrumpft, sondern auch die der ländlichen Wähler, die der Verheirateten und die der regelmäßigen Kirchgänger, allesamt Republikanische Bastionen, muss die GOP ihre Attraktivität für nicht-weiße Wähler erhöhen (Sabato 2013: 20). Nicht zufällig haben die Demokraten in fünf der letzten sechs Präsidentschaftswahlen die Mehrheit der Stimmen gewonnen. Sie dominieren auch die Senatswahlen, und der Erhalt der Republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus (bei einer bundesweiten Demokratischen Stimmenmehrheit!) ist letztlich auf machterhaltende Wahlkreiszuschnitte nach der letzten Volkszählung („gerrymandering“) und die Wohnortpräferenzen Demokratischer Wähler zurückzuführen. Da diese in urbanen und suburbanen Wohngegenden dichter zusammenwohnen, „verschwenden“ sie mehr Stimmen, weil ihre Kandidaten ihre Wahlkreise mit sehr großen Mehrheiten gewinnen. Zudem hat der Supreme Court die Republikanische Partei in ihrer heutigen Kernregion, dem „alten Süden“, an den Tropf der Macht gelegt, als er zentrale Aspekte des Voting Rights Act außer Kraft setzte und der GOP damit neue Optionen eröffnete, Maßnahmen zur Begrenzung der zukünftigen Wahlbeteiligung von Minderheiten zu ergreifen (vgl. Greven 2013a). Doch auch dieser Vorteil für die GOP erodiert durch demographische Trends, durch die auch im Süden die weiße Kernwählerschaft der Republikaner mittel- bis langfristig zu einer Minderheit werden wird, jedenfalls gegenüber der Summe der (anderen) Minderheiten. Die GOP muss also strategische Überlegungen anstellen, um bundesweit konkurrenzfähig zu bleiben. Das Partei-Establishment scheint dazu bereit zu sein, ihm gegenüber stehen jedoch wenig bewegliche „movement conservatives“, z.B. die Anhänger der Tea Party.

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Forschungskolloquium der Abteilung Politik

Sonja Thielges spricht zum Thema: „The Role Framing in Climate Policy Developments in the U.S. “Rust Belt” States.“
Di, 11. Februar, 18 Uhr, Raum 201 im JFKI

Interdisciplinary Forum at the Graduate School of North American Studies

On Wednesday, February 12, 2014, Boris Vormann will present his project
“Theses on Globalization and State-Sponsored Mobilities”.

The workshop takes place from 3.00 to 4.30 pm (s.t.) in room 203 of the John
F. Kennedy Institute (please note the room change!!).

Forschungskolloquium der Abteilung Politik

Forschungskolloquium am Di, 28. Januar, 18 Uhr, Raum 201 im JFKI:

Gergana Stolarova:  „Political and Systemic Crises: The Interplay of Interest Groups, Agendas and Institutions in Swiss, Dutch, and US Health Care Reforms”