Nederlands

Beobachtungen zur niederländischen Sprache

Bruch – broek – broek – Bruch…

De gemeente Leegebruch had laatst (vor Kurzem, letztens) veel te lijden onder de regenvallen die over Brandenburg neergingen. Duitse media hadden het zelfs over Monsune (moessons). Het gevolg was een kleine watersnood.

Kapel in Leegebruch (D. Antony, GFDL)

Toen ik het nieuws op de radio vernam, wist ik meteen om welke plaats het ging: er zit namelijk in mijn beginnerscollege een student die op de vraag „Waar woon je?“ steevast (immer wieder) antwoordt: „In Leegebruch. Dat ligt ten noorden van Berlijn“.

„Jeetje“, zeg ik dan, „Je studeert in Berlijn; hoelang doe je daar wel niet over?“ (de colleges beginnen namelijk om half 9)
„Anderhalf uur!“ Zo!
Het is dus vroeg opstaan geblazen (es heißt…) als je Nederlands wilt leren.

Tja, voor niks gaat de zon op! (Umsonst geht nur die Sonne auf)

De hoofdstraat in zijn dorp was vanwege de wateroverlast afgesloten – en de bus naar Oranienburg moest een grote omweg maken. Alle begrip dus dat deze jongeman in die dagen niet op college was. Allicht, als je bij dit weer in een plaats woont die -broek/-bruch (of -broich) heet.

Het gaat hier om het broek! Dat is in het Duits: das Bruch (das Oderbruch bijvoorbeeld). Het broek is Sumpfland. De naam Leegebruch wordt op de betreffende website verklaard: niedrig gelegenes Sumpfgebiet. Als dat klopt (en ik zou niet weten waarom niet), dan is leege verwant met het Nederlandse (Nederduitse) adjectief laag (niedrig).

Broek in Waterland (CC-BY-SA-4.0)

Hoeveel plaatsen eindigen in het Nederlands niet op – broek? Ze liggen allemaal aan het water of worden omgeven door het water. Voor het plaatsje met de naam Broek in Waterland geldt dat als het ware dubbel.
In het Duits hebben we niet alleen -bruch maar ook -broich, vooral in NRW. Denk aan Grevenbroich of ook aan Hombroich: uitspraak [-bʁoːχ] – een Dehnungs -i.
Kent u Museum Insel Hombroich?
Een uitstap waard!

Der Bruch is in het Nederlands de breuk… je hebt je arm of je been gebroken bijvoorbeeld: een gecompliceerde breuk.

Tot slot: de broek (die Hose); ook daar valt het een en ander over te zeggen:

iemand achter de broek zitten – jemandem Beine machen
zij heeft de broek aan – sie hat die Hosen an
een boete aan zijn broek krijgen – eine Buße/Geldstrafe aufgebrummt bekommen

Nog iets!
Collega Truus De Wilde, die ook slaviste is, wees me op de internationale carrière van de Nederlandse/Hollandse broek die in het Russisch брюки (uitspr. brjúki) heet!

Entlehnt aus ndd. brôk, oder ndl. broek, zu ahd. bruoh, mnd. brôk ‚Beinkleid‘, das auf lat.-gall. brāca zurückgeht, s. Matzenauer LF. 7, 16, Preobr. 1, 49. uit VdMeulen: Broek, het bekende kledingstuk voor mannen. Russ. plur. tantum brjuki, zie Zee- en Scheepst. 49. VdMeulen 1909:Broek (1). Bekend kleedingstuk voor mannen. Russ. plur. tantum brjíiki  Bron

Dat was waarschijnlijk Peter de Grote (de tsaar annex timmerman), die in Zaandam een en ander oppikte en de Russen in de broek (en misschien ook wel in zijn zak) stak: weg met die ongemakkelijke lange gewaden en mantels!

 

Horrörvorstellung

Westeuropa war noch nie so sicher wie heute, berichtet De Tijd. Trotzdem ist ein Wort seit Jahren in aller Munde: Terror, terreur. In der flämischen und niederländischen Presse war beispielsweise zu lesen, dass Frankreich een nieuwe antiterreurwet einführen will. Darüber muss man sich nicht wundern, Terror ist auf Französisch terreur. Auf Niederländisch auch. Nun kann man natürlich erst einmal darüber nachdenken, ob es nicht eigentlich um ein Gesetz gegen terrorisme geht (auch das auf Niederländisch und Französisch identisch, auf Deutsch ganz brav lateintreu Terrorismus). Aber der Zustand, der durch Terrorismus erzeugt werden soll, ist nun einmal Terror. Ein Antiterrorismusgesetz ist also auch ein Antiterrorgesetz, jedenfalls wenn es wirkt.

Nicht nur beim –ismus gegenüber dem –isme ist das Deutsche dem Lateinischen treuer geblieben, auch beim Terror anstelle von terreur ist das so. Nichts wäre geeigneter um sich diese Unterschiede anzuschauen als (ganz richtig!) eine Tabelle mit ein paar Beispielen, natürlich keineswegs vollständig.

Französisch Niederländisch Deutsch
terreur terreur Terror
tumeur tumor Tumor
fureur furor Furor
tracteur tractor, trekker Traktor, Trecker
ténor tenor Tenor
teneur teneur (der Gehalt)
horreur horror Horror
horreur horreur (Abscheu, Grauen)
humour humor Humor
humeur humeur (Laune, Gemütszustand)

Beim Französischen ist –eur die üblichste und regelmäßig durch Sprachwandel entstandene Form. Nur in einigen Fällen gibt es Abweichungen oder Konkurrenz beider Formen, zum Beispiel bei unterschiedlicher Entwicklungs- und Entlehnungszeit aus dem Lateinischen. Das Niederländische bedient sich wie im Gemischtwarenladen mal direkt am Lateinischen (mit –or), mal über den Umweg des Französischen (mit –eur). Der Nutzen dieser auf den ersten Blick wirren Vorgehensweise ist derjenige, dass damit oft zwei Varianten zur Verfügung stehen, wie teilweise auch im Französischen. Damit kann man Bedeutungsverwandtschaft und Bedeutungsnuancen gleichzeitig sehr gut sichtbar machen.

Horror auf Niederländisch. (PD)

Bei humeur und humor ist beispielsweise erkennbar, dass es um das Gemüt geht, einmal allgemein und einmal um das besonders gut gelaunte. Mit horror und horreur hat man im Niederländischen schon etwas größere Schwierigkeiten bei der Unterscheidung. Beides kann für ein Gefühl starker Abscheu bis hin zur Angst stehen, aber nur horror kann für die Bezeichnung eines bestimmten Kunstgenres genutzt werden. Man kann einen horrorfilm schauen, aber keinen horreurfilm.

Nun kann niemand mehr ernsthaft behaupten, Deutsch sei eine schwierige Sprache: Einmal –or, immer –or. Nur bei Personenbezeichnungen kommt –eur auch auf Deutsch wieder ins Spiel. Beispiele gibt es massenhaft, vom Chauffeur bis zum Friseur, den noch nicht einmal das Französische kennt (sondern nur den coiffeur). In Deutschland rühmt man sich gerne der heimischen Ingenieurskunst – wenn es nicht gerade um Flughäfen geht. Davon zeugt der ziemlich erzwungene Reim „dem Ingenieur ist nichts zu schwör“. Aber mit der Auswahl zwischen –eur und –or im Niederländischen wird er auch zu kämpfen haben. Sich dafür eine einigermaßen eingängige Regel auszudenken: die reinste Horrörvorstellung.

Berührungspunkte: Suriname-Deutschland

Wo kommt der niederländische Sprach- und Kulturraum mit anderen in Berührung? Wo gibt es gemeinsame Interessensgebiete der Niederlandistik und ihrer Nachbarfächer? Solche Berührungspunkte stellen wir in einer kleinen Serie vor.

Nein, Suriname, die seit 1975 unabhängige Republik (und vormalige Kolonie der Niederlande), grenzt nirgendwo am deutschen Sprachraum.
Kulturraum? Das ist schon ein anderes Kapitel! Dazu hier ein wenig mehr.

Goslar02_klein

Paramaribo: die Goslar im Suriname-Fluss (Foto: JR)

Landet man nach 10 Stunden Flug in Paramaribo und erwischt im Hotel Krasnapolsky ein Zimmer mit Blick auf den Suriname-Fluss… dann liegt da auf einer Sandbank die Goslar, die am 10. Mai 1940 (die Deutschen fielen in die NL ein) zum Sinken gebracht wurde und bis heute nicht sinken wollte.

Wir haben schon in einem Beitrag über Maria Sibylla Merian – und auch in anderen Beiträgen – darauf hingewiesen, dass es Verbindungen zwischen Deutschland und diesem Lateinamerikanischem Land, in dem die Amtssprache Niederländisch ist, gibt.

Es war der Deutsche August Kappler, der an der Marowijne die Stadt Albina gründete. Die Philologische Bibliothek verfügt über die deutsche wie über die niederländischsprachige Ausgabe seiner Erinnerungen.

Die Herrnhuter haben einen wichtigen kulturellen Beitrag geleistet, indem sie die einheimischen Sprachen dokumentiert haben, indem sie die einheimische Bevölkerung unterrichtet haben. Noch heute ist diese Kirche die größte des Landes. Ricardo Macnack verdankt dieser Kirche einen Aufenthalt in der DDR.

Auch sprachlich gibt es deutsche Reste. Fast alles zu Deutschen in Suriname erfahren Sie bei Carl Haarnacks Buku – Bibliotheca Surinamica.

Es geht mir hier aber um einen Kontakt in der Mitte des vorigen Jahrhunderts.

Helman / Lichtveld (M. van Kempen, PD-self)

Der in Paramaribo geborene Lou Lichtfeld (Pseudonym: Albert Helman) war befreundet mit dem deutschen Autor Albert Vigoleis Thelen aus Süchteln an der Niers. Letzterer hatte (im Grenzgebiet geboren) ein großes Herz für die niederländische Literatur und die Niederlande (Der schwarze Herr Bahßetup zum Beispiel). Lichtfeld/Helman war nicht der einzige niederländische Schriftsteller, dem er verbunden war. Auch Menno ter Braak kannte er gut.

In seinem großartigen Roman „Die Insel des zweiten Gesichts“ kündigt Vigoleis Besuch aus den Niederlanden an: Albert (gemischter, auch indianischer Herkunft) Helman: „…west-indischer Rimbuadel, mit Wasserzeichen, handgeschöpft“ (S. 673)

Der große Wortkünstler Vigoleis übersetzte Lichtvelds populairwissenschaftliches Werk Suriname. Geboorte van een nieuw volk… –  Surinam. Neues Leben auf alter Erde.
Die Philologische Bibliothek verfügt über beide Ausgaben.

In der blumenreichen Übersetzung Thelens verschwand gelegentlich der Ernst des soziologischen Werkes Lichtvelds. Heinz Eickmans hat darauf in einem sehr lesenswerten Aufsatz in Albert Vigoleis Thelen: Mittler zwischen Sprachen und Kulturen hingewiesen. Er kritisiert (aus gutem Grund) die Übersetzung, aber nennt dieselbe…

… eine veritabele Vigoleisiade!

Schauen Sie sich unsere Bibliotheksvitrine doch mal an! Dort gibt es auch ein paar Beispielübersetzungen.

Und was denkt dann der Vigoleis-fan, der Helmans Werk auch bewundert?
Schön, dass es das alles gibt!

Schreinern, tischlern en gewoon timmeren

De moeder van mijn beste vriendin op de Limburgse kleuterschool en vervolgens op de lagere school heette Schrijnwerkers. Deze naam kwam in die contreien wel vaker voor – maar eerlijk gezegd, had ik toen geen idee wat een schrijnwerker (Schrein? Schrank?) was. Natuurlijk wist/voelde ik dat ik de Hollandse -ij in een Limburgse -ie kon veranderen; en de sch- in sj-: de sjrien: dat klonk al bekender… tenslotte was ik katholiek: dat was een re­li­kwieën­kast­je.

Het licht begon pas echt te schijnen toen ik wat meer vertrouwd raakte met het Duits. Een schrijn is: einer Truhe oder einem Schrank ähnlicher Behälter aus Holz meist zum Aufbewahren von kostbareren Dingen, Reliquien o. Ä (Duden). Die kende ik dus uit de (katholieke) kerk. Vervolgens drong de betekenis meubelmaker tot me door.
In de Dikke lees ik dat een schrijnwerker een wer­ker in fijn hout, ma­ker van fijn kas­ten- en meu­bel­werk= meu­bel­ma­ker is. Een timmerman doet het gewone houtwerk: raamkozijnen (Fensterrahmen), deuren, spanten (Dachstühle)…
Mijn opa was timmerman.

opa3Maar goed, de schrijnwerker: ik heb de indruk dat dit woord in het actuele Nederlandse Nederlands nauwelijks nog wordt gebruikt: iemand is meubelmaker, maar geen schrijnwerker. Ook een Tischler is een meubelmaker. Gelukkig heb ik een Vlaamse collega die me vertelde dat voor haar een schrijnwerker een volkomen normaal woord is; diens werkplaats wordt schrijnwerkerij genoemd.

Googelend vond ik inderdaad alleen schrijnwerkerijen met een .be-adres. Blijkbaar hangt de connotatie (gevoelswaarde) van schrijnwerker/timmerman mede af van het dialect (Vlaams, Limburgs, Brabants) in een bepaalde streek.

Overigens maakte mijn opa ook mooie dingen van hout, in de 30 jaar na zijn pensioen. (Foto) Hij was een ambachtsman (Handwerker) met een timmermansoog (gutes Augenmaß).

Tot slot
Ik ken iemand – die doet onderzoek, schrijft goed doortimmerde (solide, fundiert) artikels, geeft colleges, blogt, zit bij discussiefora en hij geeft interviews (radio, tv en de dagbladpers), kortom: iemand die flink aan de weg timmert (erfolgreich auf sich aufmerksam machen).

Ehe für jedermann

Für viele in Deutschland war es ein historischer Moment, die Einführung der Ehe für alle am vergangenen Freitag. In Flandern und den Niederlanden machte die Entscheidung keine Schlagzeilen. Auf den großen Nachrichtenseiten wurde darüber zwar berichtet, aber wenig prominent. Für die Tabloids war das Gesetz an sich weniger interessant als die Beobachtung, dass die deutsche Umweltministerin ihrer Partnerin direkt danach einen Heiratsantrag gemacht habe (was auch nur halb stimmt).

Ein Blick auf die Mode verrät, wie lange es gleichgeschlechtliche Ehen in den Niederlanden schon gibt. (Jeffpw, CC-BY 3.0)

Über die Aufregung, die ganze Abstimmung sei „überstürzt“ gewesen, kann man in den westlichen Nachbarländern (inklusive Frankreich und Luxemburg) wahrscheinlich nur müde lächeln. Die Niederlande waren 2001 das erste Land, das die völlige Gleichstellung einführte, Belgien folgte 2003 als zweites. Im Telegraaf weist man daher auch deutlich darauf hin, wie spät Deutschland dran ist.

In der Berichterstattung ist durchgehend davon die Rede, dass Deutschland jetzt (endlich) die homohuwelijk eingeführt habe. Im Deutschen ist inzwischen der Begriff Homo-Ehe praktisch vollständig ersetzt worden durch Ehe für alle. Im NRC und ein paar anderen Medien ist man deshalb etwas ausführlicher und erklärt auch diesen Begriff noch, meist auf Deutsch und in der Übersetzung huwelijk voor allen, oft mit Anführungszeichen. Ganz selten, aber durchaus vorhanden ist huwelijk voor iedereen, was ja auch nicht hundertprozentig übersetzt ist.

Kleine Spielereien mit Google Translate liefern hier unterhaltsame Varianten. Von Ehe für alle gelangt man zu huwelijk voor alle (ohne –n). Eingebunden in einen vollständigen Satz übersetzt Google von Deutsch zu Niederländisch allerdings Ik ben voor het huwelijk voor iedereen. In der umgekehrten Richtung wird daraus eine ganz neue Form: Ich bin für die Ehe für jedermann. Das ist von allen möglichen Varianten die am wenigsten elegante. Jedermann ist nicht nur im Hinblick auf Genderneutralität unschön, sondern es trägt noch eine weitere Bedeutungskomponente. Für jedermann kann auch den Beigeschmack von fürs gewöhnliche Volk haben, im Sinne von nicht besonders exklusiv.

Es ist gar nicht so überraschend, dass man im Niederländischen mit homohuwelijk noch bei dem Begriff bleibt, der bei uns nicht mehr goutiert wird. Zum einen ist homo weniger negativ konnotiert als im Deutschen (wo ein deutlicher Unterschied besteht zwischen Er ist homosexuell und Er ist ein Homo). Zum anderen ist man im niederländischen Sprachraum über die Debatte sowieso längst hinweg und braucht den Begriff eigentlich nicht mehr. Eine Ehe ist dort seit Langem einfach eine Ehe, und den Begriffswandel hin zu passenderen Formen hatte man nicht mehr nötig. Der rechtliche Rückstand in Deutschland dagegen brachte es mit sich, dass man genau darauf erst einmal hinweisen musste. Es geht schließlich nicht um eine Ehe speziell für gleichgeschlechtliche Paare (Homo-Ehe), sondern schlichtweg darum, dass dieselbe Ehe allen Paaren möglich ist (ab sofort ist also sogar ein Prinzengemahl denkbar).

Wenn jetzt über die Entwicklungen im Ausland berichtet werden soll, wird eine Bezeichnung auch im Niederländischen gebraucht. Das Deutsche hat sich dabei am Ausdruck mariage pour tous orientiert, der in Frankreich populär geworden ist. Für das Niederländische kam die Gelegenheit zur Lehnübersetzung sozusagen zu spät. Dafür kennt es thematisch passend eine andere französische Entlehnung, die sogar morphologisch und orthographisch intakt geblieben ist, fast ein wertvolles, behütetes Kleinod. Wie der Telegraaf in seinem Artikel berichtet, gehört Deutschland nun zu den Ländern, in denen „homo’s en lesbiennes gelijke rechten hebben“.

Dat heb ik op mijn website geplatseerd

Laatst kreeg ik een mailtje van een ex-student, inmiddels zo’n 25 jaar ouder dan toen, maar nog steeds ook in en met het Nederlands bezig. Hij schreef me dat hij een link naar onze blog op zijn website geplatseerd had.

Hier is iets fout geplatseerd (Sterkebak, PD-self)

Deze fout heeft hij óf aan mij óf aan zijn taalgevoel te danken.

Nog steeds wijs ik mijn studenten in de beginnerscolleges erop dat Duitse werkwoorden op -ieren (telefonieren, demonstrieren, studieren, frustrieren, masturbieren, kollaborieren, kommunizieren…) in het Nederlands op -eren eindigen. En deze werkwoorden hebben in het Nederlands een participium perfectum (voltooid deelwoord) met het prefix ge-: zij heeft gestudeerd.

Ik vergeet er wel eens bij te zeggen dat het hier om een groep werkwoorden van Romaanse (Latijnse, Franse) herkomst gaat.

Mijn fout?
Dat zou betekenen dat ik de vreemde herkomst van deze werkwoorden niet voldoende heb geaccentueerd.

Zijn taalgevoel?
Hij reageert onbewust op wat hij hoort, kent, op wat vertrouwd is. Maar zijn bijna perfecte taalgevoel spielt ihm einen Streich (een lelijke poets bakken): platzieren wordt platseren en ich habe platziert wordt: ik heb geplatseerd.

Ik ben dol op dit soort fouten.
En daarom heb ik vandaag deze bijdrage geplaatst.

Erschwerte Erleichterungen

Was wird nicht alles gespeichert dieser Tage. Kaum hat man auf der einen Webseite im Onlineshop etwas bestellt, bekommt man ganz zufällig auf einer völlig anderen Webseite Werbeanzeigen für ähnliche Produkte zu sehen.

Manche stört das nicht, andere versuchen es durch Browsereinstellungen zu verhindern, wirklich gewünscht ist es von den wenigsten. Schon allein vor diesem Hintergrund ist es kurios, wenn es Möglichkeiten zum Abspeichern von Daten gibt, die wahrscheinlich tatsächlich einigen Menschen willkommen wäre. Für kuriose Fälle ist bekanntlich Belgien zuständig.

Dort haben einige der Brüsseler Randgemeinden sich eine kleine Maßnahme einfallen lassen, die den Bürgerinnen und Bürgern ein wenig Aufwand ersparen sollte. Diese Gemeinden liegen in Flandern, direkt um Brüssel herum und sind Teil des heiß umstrittenen Gebiets, in dem viele Französischsprachige leben. Genau genommen handelt es sich um Fazilitätengemeinden, in denen man trotz der Zugehörigkeit zu Flandern einzelne Dienstleistungen auf expliziten Wunsch auch auf Französisch erhalten kann.

Schloss und zugleich Rathaus der Fazilitätengemeinde Wemmel. (J-P. Grandmont, CC-BY-SA 3.0)

Nun haben die Verwaltungen angeboten, man könne sich in ein Register eintragen lassen, mit dem dieser Wunsch für vier Jahre festgeschrieben wird. Wer registriert ist, bekäme für den Zeitraum automatisch seine Behördenangelegenheiten auf Französisch und müsste nicht jedes Mal nachfragen. Geht aber nicht, ist verboten – das sagt die flämische Regierung, vertreten durch Innenministerin Liesbeth Homans von der rechtsseparatistischen N-VA.* Die Gründe dafür liegen nicht unbedingt beim Datenschutz, wie man vermuten könnte. Vielmehr geht es um das immer noch höchst heikle Thema, ob nicht am Ende offizielle Zahlen gesammelt werden könnten, in denen die Zusammensetzung der Bevölkerung nach Sprachgruppen erkennbar würde. Dazu gibt es zwar jede Menge Indizien und auch handfeste Forschungsergebnisse, aber keine vom Staat oder seinen Gliedern festgestellten Daten. Den Anteil der Frankophonen an der Bevölkerung der Randgemeinden möchte man lieber nicht zu genau wissen, bevor wieder eine Diskussion losbricht, welche Rechte man ihnen zugestehen müsste. Die Illusion der Einsprachigkeit der Landesteile geriete sonst ins Wanken.

Ob das Register tatsächlich gesetzeswidrig ist, liegt wohl in erster Linie an der Auslegung der Gesetze. Schließlich weiß niemand, wie vollständig es wäre. Vielleicht würden sich viele gar nicht eintragen lassen und man könnte am Ende daraus doch keine Rückschlüsse über die Sprachverhältnisse in der Bevölkerung ziehen.

Homans ist jedenfalls der Meinung, der Wunsch nach französischen Dokumenten oder Auskünften müsse bei jedem einzelnen Anliegen wieder erneut geltend gemacht werden. Möglicherweise ist das tatsächlich juristisch wasserdicht, es drängt sich aber der Verdacht auf, dass der N-VA die Regel auch prinzipiell gut zupass kommt. Ein bisschen Gängelung der Frankophonen im Brüsseler Umland hat dem politischen Erfolg der Partei im Zweifelsfall noch nie geschadet. Die Fazilitäten, also die Erleichterungen, sollen bitteschön allzu erleichternd auch nicht werden.

Das kostet die Betroffenen nicht nur Nerven und Zeit, sondern auch ein wenig Papier. Also Bäume. Ob das in Flandern eine gute Idee ist, da könnte Frau Homans mal bei ihrer christdemokratischen Kollegin Schauvliege nachfragen.


*) Wer etwas mehr Zeit hat: Die offizielle Amtsbezeichnung von Liesbeth Homans ist laut Webseite der flämischen Regierung minister van Binnenlands Bestuur, Inburgering, Wonen, Gelijke Kansen en armoedebestrijding.
Warum ausgerechnet die Armutsbekämpfung im Unterschied zu den anderen Schlagwörtern so arm an Großschreibung geblieben ist, könnte man Frau Homans mal fragen – aber bitte nur auf Niederländisch.

Ann Nzinga van Ndongo en Matamba

Het gaat vandaag om straatnamen.
Evenals de inwoners van Hoorn tegenwoordig moeite hebben met Jan Pieterz. Coen voelt men zich ook in Berlijn ongemakkelijk (unbehaglich) met straatnamen die naar een schandelijk koloniaal verleden verwijzen.

Kolonialmächte in Afrika (PD-self)

Niet dat de Duitsers in de 16e of 17e eeuw al veroveringen hebben gemaakt zoals de Portugezen, Spanjaarden, Engelsen, Fransen of Hollanders.
Ja, aan de grote keurvorst Friedrich-Wilhelm (hij had in Leiden gestudeerd en een Oranjeprinses – Louise Henriette – gehuwd) hebben we in Ghana het fort Groß Friedrichsburg te danken. Maar eigenlijk kreeg het Duitse Rijk pas na de grote Kongokonferenz (1884/1885) in Berlijn de beschikking over gebieden die in feite nog vrij waren: voor wat Afrika betreft waren dat Togo en Kameroen, Deutsch-Ostafrika (Tansania, Burundi, Rwanda) en Deutsch-Südwestafrika (Namibië). In Deutsch-Südwest vond van 1904-1908 de eerste genocide van de 20e eeuw plaats.

In Berlijn is een wijk, het zogenaamde Afrikanisches Viertel, waar de straten namen dragen die herinneren aan het Duitse koloniale verleden: niks tegen een Kameruner-, een Swakopmunder- of Togostraße. Maar de Lüderitzstraße en de Nachtigalplatz zouden een nieuwe naam moeten krijgen. De Petersallee werd in 1986 al omgedoopt (umgetauft) in Petersallee.
U knippert even met uw ogen?
Tja, maak van de kolonialist Carl Peters gewoon de verzetsheld (Widerstandskämpfer) Hans Peters: kost geen cent en de altoos (immer) kraaiende hanen zwijgen. Dat Hans Peters (Kreisauer Kreis) een straat midden in het „koloniale“ Afrikanisches Viertel heeft, wie maalt daarom? (wen kümmert’s) Een politiek correcte straat, toch?

Dat was buiten de waard gerekend (die Rechnung ohne den Wirt machen). Er zijn nog burgers met een historisch bewustzijn die het goedkope spelletje doorzien (durchschauen)…

Es könnte sein, dass der Nachtigalplatz in Wedding künftig Yaa-Asantewaa-Platz heißt, die Lüderitzstraße zur Martin-Dibobe-Straße wird und die Petersallee zur Nzinga-von-Matamba-Allee. Bron

Ann Zingha, koningin van Matamba (PD Old)

Niks mis met de eerste twee. Maar Ann Zingha van Ndongo en Matamba?
Jeetje: ze was wel tegen de Portugezen (Angola) maar – en nu betreden de Hollanders het toneel – ze handelde in slaven!

Nzingas Macht wuchs […] noch mehr, weil die lukrativste Sklavenroute der portugiesischen Händler durch nunmehr von ihr kontrolliertes Gebiet ging. Sie bemächtigte sich des Sklavenhandels und hielt ihre Gegner von diesem einträglichen Geschäft fern. Eine Fernwirkung des Dreißigjährigen Krieges in Europa bescherte Nzinga 1641 einen ihrer größten Triumphe – die Holländer hatten nach langem Krieg die Portugiesen aus Luanda vertrieben und sich mit Nzinga verbündet. Sie wurden zu den besten Kunden in Nzingas Sklaven-Geschäft: Miller spricht für die 1640er Jahre von 12.000-13.000 gelieferten Sklaven pro Jahr. Mit Hilfe der Holländer gelang es, die Portugiesen vom Binnenland fernzuhalten und sogar einige küstennahe Gebiete zurückzugewinnen. Dennoch schrumpfte gegen 1648 der Einfluss Nzingas wieder, als die Holländer sich aus Luanda und Angola zurückzogen. Bron

Dat lees je nota bene op wikipedia! (Klikt u ook eens ter vergelijking op de Nederlandse wikipediasite) Een nieuwsgierige scholier begint daar als hij/zij iets wil weten! De Berlijnse Tagesspiegel schreef erover; kritischer was het online-magazine Telepolis.

Onlangs was ik in het Berlijnse Bayrische Viertel: geen nieuwe straatnamen, maar bordjes (Schilder) met informatie over de geschiedenis van deze wijk tijdens het Derde Rijk…
Misschien toch de betere oplossing?!

Laat ik eindigen met een straat in Utrecht: geen koloniale of anderszins problematische geschiedenis. In Utrecht grenst de bloemenbuurt aan de professorenbuurt. De Gretchenfrage (hamvraag) was: een professor of een bloem.
Zeg zelf: wie/wat hebt u liever in/aan huis?
De gemeente wilde een professor, de buurtbewoners een bloem. Het werd – dankzij de medewerking van de erven van Hergé – een prachtig compromis: de Professor Zonnebloemstraat.

Kurzweilige Nacht der Wissenschaften

Warum die „Lange Nacht der Wissenschaften“ nun lang sein soll, ist schon immer ein Rätsel. Sie dauert schließlich nur die halbe Nacht, von 17 bis 00 Uhr, und so kurz nach Mittsommer ist es die meiste Zeit davon sogar hell. Und eines ist sicher: langweilig wird sie sowieso nicht.

Dafür sorgen auch wir in der Niederlandistik am kommenden Samstag zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen in den anderen Sprachwissenschaften der FU und aus dem Sprachenzentrum. Wir haben uns ein paar Fragen gestellt und auch ein paar faszinierende Antworten gefunden. Wer weiß schon, wie das Deutsche in Namibia aussieht? Oder welche geheimnisvollen Ursprünge die Sprache des Tango hat? Welche Sprachen gibt es neben Spanisch und Portugiesisch auf der Iberischen Halbinsel noch zu entdecken? Sprechen junge Menschen wirklich anders als ältere? Und wo können wir der deutschen Sprache beim Sprachwandel zuschauen?

Unter dem gemeinsamen Titel Sprachen – Menschen – Gesellschaften gibt es viel zu entdecken. Auch für Kinder, am Aktionsstand „So klingt Berlin – Sprachen in der Stadt“.

Die FU-Niederlandistik widmet sich in ihrem Beitrag der Sprache im europäischen Wahljahr 2017. Nicht zuletzt im Wahlkampf bei den Tweede Kamerverkiezingen im März konnte man einige interessante Formulierungen, Sprüche und Muster sehen, die auch in den anderen Sprachen und Ländern immer wieder auftauchen. Funktioniert politische Sprache in Frankreich, Deutschland oder den Niederlanden einfach gleich? Und gibt es wirklich so etwas wie „populistische Sprache“? Wer das wissen will, sollte um 19.00 Uhr oder um 21.30 Uhr zu unserer Präsentation kommen.

Wie im letzten Jahr gibt es natürlich auch wieder einen Niederländisch-Schnupperkurs. Zu einfach? Für die größere Herausforderung gibt es auch Schnupperkurse in Norwegisch, Portugiesisch, Galicisch und Arabisch.

Das vollständige Programm gibt es online mit Räumen, Zeiten und Beschreibungen.

 

Rookt u nog? Rauchen Sie noch?

Erinnern Sie sich?
Der Duft der großen weiten Welt: Peter Stuyvesant?
Überall in den weltoffenen Städten verbindet sich das gewagte Neue mit dem stolzen Alten zu einem farbigen Bild: lebendig, großzügig, einzig […] erregend, vital und begeisternd […] modern, aktiv, international […] charmant, frisch, keck!

 

Peter Stuyvesant

Pieter/Petrus/Peter Stuyvesant (de -uy wordt /œy/ uitgesproken), geboren in het Friese Peperga (1612) moet ook iets dergelijks hebben geroken (nee, niet gerookt). Hij trad in dienst bij de West-Indische Compagnie (WIC) en trok de grote, wijde wereld in. Hij bracht het tot directeur van de ABC-eilanden (Aruba, Bonaire en Curaçao). Zijn houten been was het gevolg van een gevecht met de Spanjaarden op St. Maarten (geen rokersbeen dus).

Nieuw-Nederland (CC-PD-Mark)

In 1645 werd hij gouverneur-generaal van Nieuw-Nederland, een Nederlandse kolonie die in 1664 door de Engelsen werd veroverd. Daarom overleed Stuyvesant in 1672 niet in Nieuw-Amsterdam maar in New York.

CC-PD-Mark

Evenals zijn collega uit het West-Friese Hoorn, Jan Pieterszoon Coen, was hij allesbehalve een watje (Weichei). Hij voerde een streng regime. Godsdienstvrijheid: ho maar! (Fehlanzeige!) Hij erkende enkel de Nederlands Hervormde Kerk. Toen hij het aanlegde (Streit suchte) met de quakers, oogstte hij protest van de bewoners van Vlissingen (later: Flushing): de Remonstrantie van Vlissingen (the Flushing Remonstrance).

De WIC moest Stuyvesant dwingen Joden uit Brazilië tot Nieuw-Nederland toe te laten. Hij weigerde echter hun de vrijheden toe te staan die Joden in de Republiek genoten. De reden daarvoor was – in populair hedendaags Nederlands uitgedrukt: als je de Joden de uitoefening van hun godsdienst toestaat, dan heb je binnen de kortste keren (innerhalb kürzester Zeit) ook de katholieken op je dak (auf dem Hals) – en dan hebben we de poppen aan het dansen (die Bescherung), dan zijn we nog verder van huis (vom Regen in die Traufe).

Nieuw-Amsterdam werd New York en de Republiek kreeg daarvoor (als schadevergoeding?) Willoughbyland – dat voortaan Suriname zou heten.

 

De firma Reemtsma (behoorlijk fout tijdens het Derde Rijk), lukte het dankzij Peter Stuyvesant er na 1945 weer bovenop te komen (auf die Beine kommen).

Der Einstieg bei Roth-Händle 1957 sowie der Erwerb der Lizenzrechte an der erfolgreichen Filtercigarette Peter Stuyvesant konsolidierten schließlich den Erfolg der Firma. Für die Produktion der „nach der großen weiten Welt duftenden“ Cigarette wurde 1959 eigens das Berliner Werk gebaut. Die Peter Stuyvesant erreichte noch im selben Jahr Platz vier unter den 235 deutschen Cigarettenmarken. Ein letzter großer Erfolg für Philipp Reemtsma, der 1959 starb. Bron

Was het (ook) de verwantschap met die andere Fries waardoor Reemtsma (van oorsprong Oost-Fries) op dit gouden-eieren-leggende-idee kwam om een filtersigaret naar Peter Stuyvesant uit Peperga (Peper-ga) te noemen?

 

Enfin…
Veel sympathie heb ik voor Jan Philipp Reemtsma die, zodra hij over zijn erfdeel kon beschikken, al zijn aandelen in het bedrijf (1980) verkocht. De literatuur, de cultuur lag hem meer aan het hart:

J.Ph. Reemtsma (Ziko, CC-BY-SA-3.0)

Um dem herzkranken Dichter Arno Schmidt Unabhängigkeit zu gewährleisten, bot Reemtsma ihm 1977 den damaligen Wert eines Nobelpreises in Höhe von 350.000 DM als Unterstützung an. Zwei Jahre nach dessen Tod ermöglichte er 1981 die Gründung der „Arno Schmidt Stiftung“, deren alleiniger Vorstand er seit 1983 ist. Bron

En dat was niet het enige initiatief dat deze maecenas nam of ondersteunde…