Was kostet ein Studium?

Eine eindeutige Antwort auf die Frage, wie viel ein Studium kostet, gibt es nicht. Man kann auch keine pauschale Summe nennen, die für alle Studierenden gilt. Aber ungefähr lassen sich die Kosten durchaus schon vor dem Studienbeginn überschlagen.

In manchen Fächern fallen hohe Bücher- und Kopierkosten an; in anderen Studiengängen kann man alles auf dem Tablet und am PC lesen.

Die Kosten für die Unterkunft können auch sehr unterschiedlich sein: Wer nicht bei seinen Eltern wohnen möchte oder kann, hat die Möglichkeit, ins Studentenwohnheim zu ziehen. Dort kann man schon für etwas mehr als 200 Euro im Monat ein Zimmer bekommen – und da sind Strom und Internet bereits mit drin. Aber nicht alle Studierenden wollen im Wohnheim wohnen oder bekommen einen der begehrten Plätze. Alternativen sind eine eigene Wohnung oder eine Wohngemeinschaft (WG). Die Preise variieren stark; mit 300 bis 450 Euro sollte man aber schon rechnen. Generell gilt, dass es in den Randgebieten etwas günstiger ist als in den angesagten Vierteln.

Auch die Kosten fürs Essen und für Freizeitaktivitäten hängen von den Vorlieben jedes Einzelnen ab. Du siehst also, es gibt keine Summe, die gleichermaßen für alle gilt, deshalb dient die untenstehende Aufstellung auch nur einer groben Orientierung, die nach oben und nach unten abweichen kann.

Monatliche Kosten

Semesterbeitrag: ca. 52 Euro (ca. 312 Euro pro Semester)
Bücher- und Kopierkosten: 30 Euro
Wohnen: 250 Euro (Wohnheim); 400 Euro (WG-Zimmer); 500 Euro, (eigene Wohnung)
Strom und Gas: 50 Euro
Internet: 20 Euro
Versicherungen (Haftpflicht und Hausrat): 5 Euro
Rundfunkbeitrag: 17,50 Euro (einmal pro Haushalt)
Essen: 300 Euro
Sonstige Kosten (Pflegeprodukte, Sport, Kino, Kleidung, Reparaturen, Schreibwaren, Porto etc.): 100-150 Euro

Gesamt: ca. 825 bis 1.125 Euro pro Monat

Bei sechs Semestern Bachelorstudium ergeben sich so Gesamtkosten von ca. 30.000 bis 40.000 Euro.

Wow?!

Wer denkt, dass das nach unglaublich viel klingt, muss sich jedoch klarmachen, dass der Semesterbeitrag und die Bücherkosten nur ein Zehntel oder ein Zwölftel der monatlichen Gesamtkosten ausmachen. Alle anderen Ausgaben hättest du genauso, wenn du eine Ausbildung machen oder gleich arbeiten gehen würdest. Zudem bekommst du durch deinen Status als Studentin oder Student viele Vergünstigungen im Kino, Theater und bei anderen Veranstaltungen. Und das Semesterticket erlaubt es dir, immer und überall in Berlin die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen – die Fahrtkosten, die sonst anfallen würden, musst du also gar nicht mit einrechnen.

Finanzielle Unterstützung

Viel Geld ist es natürlich trotzdem. Aber ein Studium sollte wirklich nicht an den finanziellen Voraussetzungen scheitern!

Wenn deine Eltern für den Unterhalt nicht aufkommen können, hast du in der Regel Anspruch auf finanzielle Förderungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG. Stipendien sind eine weitere Möglichkeit der Finanzierung und gar nicht so schwer zu bekommen, wie man immer meint. Außerdem wird im Studium das Kindergeld von fast 200 Euro bis zum 25. Lebensjahr weiter ausgezahlt. Und es gibt immer die Möglichkeit, neben dem Studium ein bisschen Geld zu verdienen, zum Beispiel als studentische Hilfskraft direkt an der Uni.

Sollte es dennoch Probleme mit der Finanzierung geben, kannst du dich an die Sozialberatung des Studierendenwerks Berlin wenden und dich dort beraten lassen.

Foto: Peter Heeling, Skitterphoto.com

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