Wohnungssuche in Berlin

Wohnungssuche gehört beim Small-Talk unter Studierenden zu den Top-Themen. Genauso wie das Wetter betrifft es jeden. Egal, ob man neu nach Berlin kommt oder die elterliche Wohnung verlässt; irgendwann suchen alle mal eine Wohnung in Berlin. Das ist bekanntlich kein leichtes Unterfangen. „Wohnungssuche in Berlin“ ist immer genauso positiv konnotiert wie „Flughafen bauen“. Ob der Flughafen-Bau sein Ende findet, weiß ich nicht. Das Wohnungssuchen ein Ende finden, habe ich aber immerhin schon mehrmals erlebt. Wie geht man also am besten vor? Bei der Beobachtung von wohnungssuchenden Freunden sind mir drei Faktoren aufgefallen, die bis zur finalen Wohnungsfindung eine Rolle spielten.

1. Ansprüche anpassen

An der Oberbaumbrücke ist immer viel los. Doch Berlin hat noch viele andere schöne Ecken! Foto: Sylla auf pixabay.com

Zwei bis drei Zimmer, Altbau, Balkon, im S-Bahn-Ring, Tageslicht-Bad und bezahlbar – das ist oft der größte Wunsch von Studierenden. Ob es Wohnungen gibt, auf die alle diese Beschreibungen passen, kann ich nur vermuten.  Man muss sich aber bewusst machen: Auf dem Berliner Wohnungsmarkt kann man nicht alles haben. Zumindest nicht innerhalb kurzer Zeit. Auch außerhalb des S-Bahn-Rings lässt es sich gut leben und man ist trotzdem ruckzuck in der Innenstadt. Und auch ein Bad ohne Fenster ist benutzbar – unglaublich, aber wahr! Der einen ist so etwas wichtiger, dem anderen der Preis – entscheidet also, wo ihr Abstriche machen könnt.

2. In Berlin sucht es sich leichter

Meine Erfahrung zeigt, dass man leichter eine Wohnung findet, wenn man vor Ort ist. Für mich hat das auch in meinem Erasmus-Jahr in Riga funktioniert. Erstmal nach Berlin kommen, vielleicht auf der Couch von Freunden übernachten und anfangen zu suchen. Der Berliner Wohnungsmarkt wird eben überwiegend in Berlin verhandelt. Manchmal muss man dafür Ausdauer an den Tag legen und darf sich nicht zu schnell von Massenbesichtigungen oder erfolglosen WG-Castings entmutigen lassen. Und wenn man einen heißen Tipp bekommt, sollte man in der Lage sein, zügig umzuziehen.

3. Wohnung ist, was ihr daraus macht.

Manche Wohnungen sind auf den ersten Blick nur vier Wände und ein Dach. Dann heißt es: Farbe drauf, etwas umräumen und das Beste daraus machen! Foto von rawpixel.com von Pexels

Am wichtigsten ist, sich die Wohnung oder das Zimmer so einzurichten, dass man gern darin  wohnt. Die Suche geht (hoffentlich) irgendwann zu Ende und dann beginnt der spaßigere Teil – das Wohnen. Das sollte in der Regel länger als die Suche dauern und auch weniger anstrengend sein. Deshalb solltest du schon bei der Suche überlegen: Kann ich mir die Wohnung, die ich eben besichtigt habe, so einrichten und mit solchen Menschen teilen, dass es für mich passt? Oft kann das auch über einen fehlenden Balkon oder eine weniger zentrale Lage hinweghelfen.

 

Auch wenn alle gern den Non-Plus-Ultra-Ratschlag haben wollen – es gibt ihn leider nicht! Jede Person hat andere Voraussetzungen und sucht etwas anderes. Starthilfe bieten aber die Seite des Studierendenwerks Berlin und  das Wohnungssuche-Portal des Berliner Senats – hoffentlich hilft’s! 😊

Solltest du auf der Suche nach weiteren Einblicken ins Studium sein, dann schau einfach mal bei den Botschafter*innen der Freien Universität Berlin vorbei!

 

Autor des Beitrags ist Matthias Greve. Er studiert Deutsch und Geschichte auf Lehramt an der Freien Universität Berlin. Im Team der Botschafter*innen teilt er zusammen mit Anne, Ann-Kathrin und Björn seine Erfahrungen via Instagram, YouTube, Facebook und im Blog mit Erstsemestern und Studieninteressierten.

 

Foto oben: Zentrales Studierendenmarketing der Freien Universität Berlin

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