{"id":141,"date":"2021-11-17T11:28:54","date_gmt":"2021-11-17T10:28:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=141"},"modified":"2023-09-04T08:48:17","modified_gmt":"2023-09-04T06:48:17","slug":"racial-profiling-und-die-polizei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2021\/11\/17\/racial-profiling-und-die-polizei\/","title":{"rendered":"Racial Profiling und die Polizei"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine \u00dcberlegung bez\u00fcglich institutionellem Rassismus und dessen \u00dcberwindung<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vio Beetz (SoSe 2021)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einleitung <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Laut dem Grundgesetz ist Racial Profiling verboten, da es gegen die Menschenw\u00fcrde verst\u00f6\u00dft, in dem Menschen nach ihrem \u00c4u\u00dferen kategorisiert und sie zus\u00e4tzlich auch noch direkt staatlichem Agieren unterwirft, denn die Polizei ist Bestandteil der Exekutive und handelt damit als Staatsgewalt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nicht nur dieses Verbot, sondern auch die Beachtung der Menschenw\u00fcrde scheinen aber immer wieder strukturell vernachl\u00e4ssigt zu werden<\/em>, nett zu umschreiben. Ein Beispiel daf\u00fcr ist der Fall des Todes von Qusay Khalaf, der am 5. M\u00e4rz 2021 nach einer Polizeikontrolle und darauf folgendem Gewahrsam im Krankenhaus verstarb. Qusay wurde 19 Jahre alt. Er war vor einer Kontrolle durch Zivilpolizist*innen geflohen, eingeholt, festgehalten, auf dem Bauch fixiert und dann mitgenommen worden. Hilfe wurde ihm erst zu sp\u00e4t geleistet, sodass er im Krankenhaus verstarb.<sup>1<\/sup> Ein bekannterer Fall von Ingewahrsamnahme und darauf folgendem Tod ist der von Oury Jalloh 2005. Oury Jalloh verbrannte in einer Zelle in der Untersuchungshaft in Dessau nach seiner Festnahme durch die Polizei. Beide F\u00e4lle sind bis jetzt nicht ausreichend aufgekl\u00e4rt, es gibt keine wider-spruchsfreien Tatverl\u00e4ufe, ebenso sind keine Gerichtsverfahren zu f\u00fcr die Betroffenen zufriedenstellenden Urteile gekommen. Bei beiden F\u00e4llen ist hervorzuheben, dass es sich bei den Toten um BI_PoC handelte und dass es Gefl\u00fcchtete waren, also gesellschaftlich Marginalisierte. Beide wurden ohne direkte Grundlage kontrolliert.<sup>2<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Das folgende Essay soll sich mit dem Thema \u201eRacial Profiling\u201c auseinandersetzen. Kurz zusammengefasst handelt es sich dabei um Polizeikontrollen, die aufgrund von gesellschaftlicher Positioning bei bestimmten Personen durchgef\u00fchrt werden. Polizeikontrollen sind nicht zwangsl\u00e4ufig Racial Profiling und von Rassimus Betroffene sind nicht die einzigen Menschen, die unter Polizeikontrollen leiden, auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Diese Thematik findet leider keinen Platz im folgenden Text, auch weil die Verbindungen zum Seminar fehlt, in dem vor allem Rassismen und Sexismen im globalen Norden durch weiterhin bestehende koloniale Strukturen auf individueller Ebene besprochen wurden. Die Auseinandersetzung mit der Systematik soll nun hier anschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als theoretische Basis ist daf\u00fcr die postkoloniale Theorie gegeben. Wie immer kann keine vollumf\u00e4ngliche Analyse geboten werden, aber es folgt ein Versuch der historischen und politischen Kontextualisierung im Globalen Norden. Wie weit im Anschluss an das Seminar bei dieser Systematik von einer \u201esingle story\u201c (nach Chimamanda Adichie<sup>3<\/sup>) innerhalb des Systems gesprochen werden kann, wird sich zeigen. Auch bleiben dabei strukturelle Diskriminierungsmuster wie die Bedeutung von Klasse oder Ableismus auf der Strecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt geht dieses Essay jedoch nicht nur auf Racial Profiling, dessen Grundlage und die gerade schon gezeigten Folgen ein, sondern es will auch L\u00f6sung und Ideen f\u00fcr dessen \u00dcberwindung bis hin zur Ver\u00e4nderung des aktuellen Rechtssystems ansprechen. Dabei ist vorab noch wichtig zu sagen: Die folgende Diskussion basiert auch darauf, dass die systematische Verkn\u00fcpfung von Rassismus und der Polizei daf\u00fcr sorgt, dass es nur zweitrangig um die Position der Polizist*innen selbst geht, die teilweise ja auch selbst von Rassismus betroffen sein k\u00f6nnen, sondern dass das gesamte System in sich rassistisch ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Basis f\u00fcr diese Auseinandersetzung soll durch zwei Essays im Sammelband \u201eKritik der Polizei\u201c und ein Essay zu Abolitionismus von Vanessa E. Thompson bilden. Es kommen dabei ebenso aktivistische Stimmen zu Wort, wie in vielen F\u00e4llen wird sich hier ebenfalls politisches Pl\u00e4doyer und wissenschaftliche Arbeit aufgrund der Basis nur bedingt trennen lassen. Der Versuch der Trennung w\u00e4re aber auch aufgrund meiner Positionierung und meines <em>Bias <\/em>heraus nur bedingt sinnvoll und m\u00f6glich. Mein <em>Bias<\/em>, also meine Voreinstellung und meine Haltung, basiert auf dem Gedanken der Gleichwertigkeit aller Menschen. Dementsprechend lehne ich Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus grundlegend ab und versuche auch pers\u00f6nliche verinnerlichte Formen dieser zu reflektieren und abzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Essay ist aus meiner wei\u00dfen Perspektive geschrieben, das hei\u00dft ich bin nicht negativ von Rassismus betroffen und dementsprechend auch nicht von Racial Profiling durch die Polizei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Eine kleine theoretische und historische Einf\u00fchrung<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich werde hier versuchen, einen kleinen theoretischen Rahmen zu schaffen, von dem aus eine Kritik der Polizei anhand der Praktik des Racial Profiling erst eingeordnet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist grundlegend erstmal auf die Zusammenh\u00e4nge von Polizei und Kolonialit\u00e4t einzugehen. Es ist wichtig zu betrachten, dass die Polizei als Institution in der Entstehung eng mit Kolonialit\u00e4t verwoben ist. Polizeistrukturen sind teilweise erst in den Kolonien erprobt um dann auch in den L\u00e4ndern des globalen Nordens Verwendung zu finden.<sup>4<\/sup> Dabei finden sich Vorlaufsmodelle der Polizei schon im 17. und fr\u00fchen 18. Jahrhundert direkt innerhalb der Sklavereiwirtschaft und zur Aufrechterhaltung der Sklaverei in den Amerikas, z.B. bei Sklavenpatrouillen, die unter anderem f\u00fcr das Gewaltsame zur\u00fcckzwingen von Sklav*innen nach ihrer zun\u00e4chst erfolgreichen Flucht fungierten.<sup>5<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Wie genau dieses Polizieren<sup>6<\/sup> als Sicherung der rassistischen Unterdr\u00fcckung in der Zeit der Sklaverei vor allem in den sog. S\u00fcdstaaten zu Zeiten der britischen Kolonisierung bis hin zur Aufl\u00f6sung der Sklaverei erfolgte, wird im Aufsatz von Sally Hadden dargelegt. Der Aufsatz zeigt vor allem, dass dieses Polizieren anfangs beinahe alleinig der afroamerikanischen Bev\u00f6lkerung gilt und systematisch allen Wei\u00dfen dieses Polizieren auferlegt wurde, bis sich dies in Sklavenpatrouillen rechtlich institutionalisierte. Dies wird erst mit der Aufl\u00f6sung der Sklaverei (im Jahr 1865 am Ende des Amerikanischen B\u00fcrgerkriegs) aus dem institutionellen Hintergrund genommen und findet seine direkte Kontinuit\u00e4t im Ku Klux Klan, jedoch finden sich direkte Aspekte ebendieser Praktik auch in der separaten Behandlung Schwarzer Menschen w\u00e4hrend der Jim-Crow-Gesetze Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts. Diese explizite Kontinuit\u00e4t der sog. \u201eRassentrennung\u201c auf Basis rassistischer white supremacy findet sich bis heute.<sup>7<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenh\u00e4nge entstehen bei der Strategie des Polizierens hierbei vor allem \u201eum die Einhegung von Menschen f\u00fcr die Ausbeutung und Produktivmachung\u201c<sup>8<\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls muss der Umgang der Polizei mit Menschen als Objekte des polizeilichen Wirkens thematisiert werden: Nicht nur sind alle Subjekte in unserer Gesellschaft vergeschlechtlicht und rassifiziert, d.h. diese Merkmale werden durch gesellschaftliche Diskurse zugeschrieben und gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcbernommen, sondern sie werden auch dementsprechend poliziert.<sup>9<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Dies deckt die Subjekttheorie nach Louis Althusser der zu polizierenden Subjekte nicht ab, in der die Ausgangssituation mit dem Anruf \u201eHey, Sie da!\u201c von der Polizei im \u00f6ffentlichen Raum gegen\u00fcber einer Position stattfindet, wenn diese sich angesprochen f\u00fchlt und sich dem Ansprechenden zuwendet, ist sie Rechtssubjekt. Thompson kritisiert in ihrem Essay mithilfe von Fanon daran, dass dies nur f\u00fcr die privilegierten Teile der Bev\u00f6lkerung gilt.<sup>10<\/sup> Die von der Vergeschlechtlichung und Rassifizierung nicht privilegierten Positionen (privilegiert sind im Kern vor allem wei\u00dfe und m\u00e4nnliche Subjekte) werde nie als Subjekte, sondern immer als Objekt des polizierens genannt, was sich auch schon daran zeigt, dass Menschen ohne diese Privilegien \u201edurch rassistische und institutionalisierte Arrangements selbst bei den Beh\u00f6rden geduzt [werden].\u201c<sup>11<\/sup> Dieser wei\u00dfe Blick auf schwarze Subjekte in der Gesellschaft findet durch die wei\u00dfe Gesellschaft auch au\u00dferhalb des direkten Polizierens statt und spiegelt sich im Alltagsrassimus der wei\u00dfen Gesellschaften des Globalen Nordens.<sup>12<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Racial Profiling als rassistische Polizeipraxis<\/h3>\n\n\n\n<p>Racial Profiling soll im Folgenden als Praxis des Polizeiwirkens untersucht werden. Definieren l\u00e4sst dieses sich wie folgt: \u201eRacial Profiling tritt auf, wenn Polizei und private Sicherheitsdienste Menschen <em>of colour <\/em>auf Grundlage von zugeschriebener ,Rasse\u2018, Ethnizit\u00e4t, Herkunftsland oder Religion entw\u00fcrdigenden und oft furchteinfl\u00f6\u00dfenden Verhaftungen, Befragungen und Durchsuchungen unterwirft, ohne dass ein Beweis f\u00fcr eine kriminelle Handlung vorliegt.\u201c<sup>13<\/sup> Dies l\u00e4sst sich als Form von Institutionellem Rassismus einordnen, da es ein Mittel ist, um die Vorherrschaft wei\u00dfer Positionierung in der Gesellschaft zu erhalten. Dies mag nicht immer aus pers\u00f6nlichen Intentionen heraus passieren, diese spielen jedoch auch eine wichtige Rolle in ihrer Pr\u00e4gung des Diskurses. Denn die vermehrte Kontrolle von Menschen aufgrund der vorher genannten Merkmale ist nicht nur &nbsp;rassistisch, sondern schl\u00e4gt sich auch in den Statistiken der Polizei nieder, die weiterhin die Definitionshoheit \u00fcber ihre eigene Arbeit besitzt und staatliches Instrument ist.<sup>14<\/sup> Aufgrund von Berichterstattung \u00fcber die Polizeistatistiken, die Gewalt bei Schwarzen Menschen und Menschen of colour h\u00e4ufiger vermerken, da diese h\u00e4ufiger kontrolliert werden als der Rest der Gesellschaft. Das bedient rassistische Stereotype, vor allem das von Kriminalit\u00e4t und Unzivilisiertheit bei B_PoC.<sup>15<\/sup> Diese rassistischen Stereotype finden sich bei allen wei\u00dfen Menschen der Gesellschaften des Globalen Nordens, wie Peggy McIntosh aufzeigt.<sup>16<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Racial Profiling findet dabei vor allem an Orten statt, an denen \u201eVerdachtsunabh\u00e4ngige und anlasslose Kontrollen\u201c legal durchgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen, an sog. kriminalit\u00e4tsbelasteten Orten, oft auch einfach \u201egef\u00e4hrliche Orte\u201c genannt.<sup>17<\/sup> In Berlin gibt es sieben solcher Orte, eine der bekanntesten ist der G\u00f6rlitzer Park, der unl\u00e4ngst auch in einer Dokumentation vom Y-Kollektiv versucht wurde zu charakterisieren.<sup>18<\/sup> Ebenfalls sind diese Kontrollen an Bahnh\u00f6fen, Flugh\u00e4fen und in Grenzn\u00e4he m\u00f6glich. Dabei ist es der Polizei juristisch erlaubt, Menschen ohne konkreten Anlass zu befragen, zu kontrollieren oder eine Identit\u00e4tskontrolle durchzuf\u00fchren.<sup>19<\/sup> Das mag in dieser Form tendenziell harmlos klingen, jedoch sei hier noch einmal die inh\u00e4rente Gewaltt\u00e4tigkeit des bereits oben genannten wei\u00dfen Blickes einerseits als auch die Dem\u00fctigungen und die Gewalt im \u00f6ffentlichen Raum und damit die Blo\u00dfstellung hervorgehoben. Ein noch wesentlicher Bestandteil ist, dass es dabei immer wieder zu massiver Polizeigewalt und auch regelm\u00e4\u00dfig zum Tod von vor allem Schwarzen Menschen kommt, sowohl in Deutschland und Frankreich,<sup>20<\/sup> als auch in anderen L\u00e4ndern des Globalen Nordens wie den USA, wo der Tod von George Floyd massive Proteste ausl\u00f6ste, \u00e4hnlich wie schon Jahre zuvor die Kontrolle von Rodney King. Hier k\u00f6nnte eine ewig lange Abfolge an Vorf\u00e4llen geschildert werden, siehe daf\u00fcr unter anderem Vanessa Thompson (2018, S. 208 und 209).<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig sind bei den Beh\u00f6rden keinerlei Statistiken \u00fcber das Aus\u00fcben von Racial Profiling vorzufinden, weshalb vor allem auf zivilgesellschaftliche Initiativen Bezug genommen werden muss, wenn es um die Erhebung von Daten geht. Diese gehen oft auf Berichte von Betroffenen ein; dies setzt voraus, dass die Betroffenen ihre traumatische Erfahrungen darlegen, offenlegen, oder in selteneren &nbsp;F\u00e4llen, gegen die Polizei anzeigen, welches selten von Erfolg gepr\u00e4gt ist.<sup>21<\/sup> Als Beispiel f\u00fcr diese zivilgesellschaftlichen Organisationen sei die KOP Berlin genannt.<sup>22<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Ausblick <\/h3>\n\n\n\n<p>Wie mit der oben genannten Ungerechtigkeit umzugehen ist, bleibt als Frage offen und dementsprechend sollen hier, um einige Perspektiven und Ausblicke zu erm\u00f6glichen, Alternativen &nbsp;zur momentan stattfindenden Praxis der rassistischen Kontrollen aufgezeigt werden. Dabei gibt es unterschiedliche Ans\u00e4tze, die oftmals versuchen, das Problem systemisch zu analysieren. Diese Ans\u00e4tze k\u00f6nnen dabei von kleinen Verboten bis hin zur Ver\u00e4nderung des Polizierens und Gef\u00e4ngnissystems gehen, genannt sei hier vor allem der Abolitionismus, auf welchen ich sp\u00e4ter noch genauer eingehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorab: Oft wird in der \u00f6ffentlichen Diskussion gefordert, dass der Handlungsbedarf bei der pers\u00f6nlichen Haltung einzelner Polizist*innen liegt. Dem folgend werden Anti-diskriminierungstrainings gefordert, die interne Ver\u00e4nderung bringen sollen und Handlungs-vorschl\u00e4ge unterbreiten.<sup>23<\/sup> Wie ich aber bereits versucht habe aufzuzeigen, ist Racial Profiling und rassistische Praxis durch die Polizei kein ausschlie\u00dfliches Problem von pers\u00f6nlicher Haltung, sondern vor allem von Systematik der Machtverteilung. Nat\u00fcrlich kann dieser Ansatz zu Fortschritten im Abbau von Rassismus f\u00fchren, gleichzeitig bleibt es verst\u00e4ndlich, dass das Vertrauen in Verantwortlichkeit einzelner Polizeibeamte*r von Aktivist*innen nicht als ausreichend eingesch\u00e4tzt wird. Darauf geht auch Ulla Jelpke in ihrem Essay kurz ein. Dort wird unter anderem auch argumentiert, dass sich Kontrollen teilweise gar &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; nicht von Diskriminierung l\u00f6sen k\u00f6nnen, sondern dies inh\u00e4rent ist und dementsprechend Trainings keinen wesentlichen Unterschied schaffen.<sup>24<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die direkte Forderung in Bezug auf Racial Profiling ist vielfach die Abschaffung der gef\u00e4hrlichen Orte bzw. ihr Verbot. Dies ist, wie bereits im Namen erkennbar, auch das Ziel der Kampagne Ban! Racial Profiling \u2013 Gef\u00e4hrliche Orte Abschaffen. Diese Kampagne greift gezielt das System der Polizeikontrollen an Gef\u00e4hrlichen Orten an, da diese durch die rechtliche Hintert\u00fcr Racial Profiling erm\u00f6gliche, w\u00e4hrend dieses eigentlich verboten ist. Dementsprechend ist das Abschaffen dieser Orte eine M\u00f6glichkeit, um der Polizei die Mittel zu nehmen, legal und damit rechtlich nur schwer anfechtbar diese rassistische Praxis aufrechtzuerhalten.<sup>25<\/sup> Die Kampagne bezieht sich dabei vor allem auf Berlin, jedoch kann dieser Ansatz auch auf anlass- und verdachtsunabh\u00e4ngig Kontrollen generell angewandt werden, denn diese finden u.a. auch in Grenzregionen statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei muss ich an (wei\u00dfe) Freund*innen von mir denken, die mir erz\u00e4hlten, dass sie erlebten, dass in einem Grenzort in Deutschland alle BI_PoC im Zug bei dessen Halt kontrolliert wurden. Nachdem diese die Kontrollen der Polizei und ihr Racial Profiling ansprachen und dabei kritisierten, kontrollierte die Polizei daraufhin auch alle wei\u00dfen Fahrg\u00e4ste. Dadurch hatte der Zug eine erhebliche Versp\u00e4tung. Dort zeigt sich bereits: Der Zugfahrplan rechnet fest damit, dass nicht alle, sondern nur bestimmte Gruppen poliziert werden. Des Weiteren zeigt sich auch: In diese Kontrollen einzugreifen kann wirken und die Polizei mit ihrem Rassismus konfrontieren (der wie McIntosh aufweist, gar nicht unbedingt bewusst ist). Ebenfalls schafft dies Aufmerksamkeit und damit eventuell auch \u00f6ffentlichen Druck. Dies ist eben auch ein Ziel der Kampagne der KOP Berlin Ban! Racial Profiling.<sup>26<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Ansatz der dar\u00fcber hinaus geht, ist der des Ressourcenentzugs der Polizei und die Umverteilung hin zu sozialen Projekten. Dieser Ansatz wurde unter dem Schlagwort \u201eDefund the Police!\u201c im \u00f6ffentlichen Diskurs vor allem mit den Protesten gegen Polizeigewalt in Reaktion auf den Tod von George Floyd in Minneapolis im Jahr 2020 laut. Dieser kann also ein erster Schritt innerhalb abolitionistischer Praxis gesehen werden. Die Idee hinter dem Ressourcenentzug ist, dass die Polizei die \u00f6ffentliche Ordnung mit Gewalt aufrechterh\u00e4lt, w\u00e4hrend die Probleme bleiben, welche Kriminalit\u00e4t und Gewalt hervorrufen: Kapitalismus und Konkurrenzdenken, Armut und Perspektivlosigkeit. Gegen diese mit vermehrter Sozialer Arbeit, Gesundheitsversorgung und weiterer sozialer Sicherheit vorzugehen, senke somit die Kriminalit\u00e4t an sich. Es geht also quasi um die Probleml\u00f6sung von Menschen in prek\u00e4ren Situationen und nicht um den Erhalt des status quo, auch mit Gewalt.<sup>27<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich ist ein Punkt f\u00fcr diese nun folgende abolitionistische Perspektive sehr wichtig: Menschen, die so regelm\u00e4\u00dfig negativ vom Wirken der Polizei und dem Justizsystem eingeschr\u00e4nkt und diskriminiert werden, bleibt meist nicht die Option, selbst die Polizei zu rufen. Das f\u00fchrt letztlich dazu, dass diesen Menschen der Versuch zum R\u00fcckgreifen auf das Rechtssystem und damit auf \u00f6ffentliche, juristische Gerechtigkeit verwehrt bleibt. Das bedeutet gleichzeitig, dass der Schutz, der anderen Gruppen zukommt, nicht gew\u00e4hrt oder in Anspruch genommen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies hat wiederum dazu gef\u00fchrt, dass Konzepte und Wissen entwickelt und vermittelt wurden und werden, die diese Wege nicht gehen und \u00fcber anderem Weg nicht nur Schutz, sondern vor allem Tatpr\u00e4vention und Reintegration ohne die Institution Gef\u00e4ngnis schaffen. Diese Konzepte kommen vielfach aus politischen Gruppen, vor allem aber aus Netzwerken von Marginalisierten mit unterschiedlichem Hintergrund, vielfach Mehrfachmarginalisierte, vor allem QTIPoC, also queere, trans* und inter Schwarze Menschen\/Personen of Colour.<sup>28<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt diese Konzepte aber nicht erst seit kurzem, sondern es finden sich schon solidarische Lebensweisen in fr\u00fcheren abolitionistischen Kontexten, genannt sei zum Beispiel die Maroon Communitys, welche in Teilen der Karibik aus entflohenen und befreiten Sklaven aus der Plantagenwirtschaft bestanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der heutige Fokus auf Gef\u00e4ngnisse und das Strafsystem besteht seit dem 20. Jahrhundert in der abolitionistischen Bewegung. Dabei umfasst die Kritik des heutigen Gef\u00e4ngnissystems oft eine grundlegende Systemkritik, da die oben bereits erw\u00e4hnte Rassifizierung und Vergeschlechtlichung von K\u00f6rpern und deren Produktivmachen grunds\u00e4tzlich als negativ bewertet werden. Das Gef\u00e4ngnis wird hierbei als Funktionalit\u00e4t dieses Produktivmachens begriffen.<sup>29<\/sup> Es wird eine direkte Verbindung zwischen Kolonialismus und modernem Strafsystem hergestellt, da die Gef\u00e4ngnisse, welche zwar als Reformversuche gegen\u00fcber massiven k\u00f6rperlichen Strafen eingef\u00fchrt wurden, aber selbst eine Kriminalit\u00e4t bestrafen, die eng mit dem Kapitalismus verkn\u00fcpft ist. Dabei ist Landstreicherei, deren Konzept fr\u00fcher vor allem gegen Sinti*zze und Rom*nja und die Arbeiterklasse gewandt war, nicht mehr verboten, so zeigen sich doch \u00e4hnliche Strukturen noch immer beim Faktor Drogenhandel und Privilegien.<sup>30<\/sup> Dies l\u00e4sst sich auch am Beispiel G\u00f6rlitzer Park belegen, wo vielfach Gefl\u00fcchtete ohne Arbeitserlaubnis mit illegalisierten Drogen handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Hervorzuheben ist innerhalb dieser Theorie des Abolitionismus der Abolition Feminism, welcher eine lange Tradition hat. Bekannte Vertreterin ist Sojourner Truth, die schon fr\u00fch (1851) die Intersektion von Sexismus und Rassismus aufzeigt und diese Diskriminierungsformen kritisiert.<sup>31<\/sup> Innerhalb dieses Feminismus wird thematisiert und hervorgehoben, in welchem Rahmen intersektionale Kriminalisierung, vor allem bei BI_PoC Frauen besteht. Hierbei wird Sexarbeit kriminalisiert. Ebenfalls wird davon ausgegangen, dass BI_PoC Eltern ihre Kinder schlecht erziehen, was dazu f\u00fchrt, dass dieser Elternschaft individuell schneller die Kinder entzogen werden. Teilweise findet dies auch systematisch statt, siehe hier die aktuell gefundenen Massengr\u00e4ber neben katholischen Schulen f\u00fcr Kinder der First Nations in Kanada. Dieser Kriminalisierung werden dann Strukturen der gegenseitigen Hilfe entgegengebracht. Diese arbeiten dabei auch den explizit rassistischen Erfahrungswelten innerhalb des Sozialstaats entgegen. Dementsprechend geht es immer auch um eine gesellschaftliche Transformation, welche die Kontinuit\u00e4ten des gesellschaftlichen Rassismus und der Gewalt vor allem im System der Strafe kritisiert und versucht abzuschaffen.<sup>32<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Innerhalb dieser kurzen Betrachtung des Systems von Racial Profiling und dar\u00fcber hinaus der antirassistischen Gef\u00e4ngniskritik zeigt sich doch recht deutlich das Ineinandergreifen unterschiedlicher Unterdr\u00fcckungsmechanismen in der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Rassismus wird innerhalb des durch den Kolonialismus gepr\u00e4gten Strafsystems reproduziert und durch ebendieses wiederum aufrechterhalten. Gleichzeitig gibt es seit Jahrhunderten Widerstand gegen dieses System und seine Abwandlungen. Dem Strafsystem wird dabei Solidarit\u00e4t entgegengesetzt, um Gewaltspiralen zu verhindern, die sich trotz des Anspruchs von Gerechtigkeit durch die Justiz immer wieder finden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser komplexen Gesellschaft mit all ihren Strukturen, in der jede*r rassifiziert und vergeschlechtlicht wird, vor dem Kontext von Racial Profiling nur von einer Single Story, einem einzelnen Narrativ zu sprechen, kommt zu kurz, allein schon deshalb, weil Racial Profiling dazu beitr\u00e4gt, neue, diskriminierende Narrative zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Essay habe ich au\u00dferdem aufgezeigt, wie Racial Profiling in ein die komplette Gesellschaft umfassendes System kontextualisiert werden kann. Ebenso zeigt sich, nicht nur durch die unmittelbar in Berlin stattfindende Praxis, die ich mehrfach beschrieben habe, dass es sich bei dem Thema leider um etwas Allt\u00e4gliches handelt, dessen Zeuge ich auch schon werden musste. Allein dies sollte belegen, dass das Thema direkt an den Seminarinhalt unter dem Aspekt Alltagsrassismus ankn\u00fcpft, dennoch werden Verbindungslinien explizit und implizit immer wieder im Verlauf des Textes gezogen, genannt seien hier u.a. queere und feministische Anschlusspunkte und somit eine intersektionale Perspektive, als auch die mehrfache Thematisierung von der kolonialen Kontinuit\u00e4t und Geschichte Berlins, wie auch des Strafsystems dieser Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzliches m\u00f6chte&nbsp; &nbsp;ich&nbsp; &nbsp;noch&nbsp; &nbsp;einmal&nbsp; &nbsp;hervorheben,&nbsp; \u00fcber&nbsp; &nbsp;die&nbsp; &nbsp;abstrakte&nbsp; &nbsp;Ebene&nbsp; &nbsp;der \u201eReproduktion von Gesellschaftsstrukturen\u201c hinaus, was die Racial Profiling eigentlich bewirkt: F\u00fcr Betroffene bleibt es nicht bei einer Art des Vertrauensbruchs, sondern es geht um Schikane bis hin zu Todesf\u00e4llen. Regelm\u00e4\u00dfig sterben Schwarze Menschen bei Polizeieins\u00e4tzen. In Europa weniger als in L\u00e4ndern in den Amerikas wie Brasilien oder den USA. Aber auch hier stehen Namen wie Oury Jalloh oder Achidi John. Die geringe Aufkl\u00e4rungsquote spricht dabei f\u00fcr sich. Das Ende von Racial Profiling ist das mindeste, was getan werden k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><sup>1<\/sup> vgl. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tod-im-Polizeigewahrsam-in-Delmenhorst\/!5758990\/.\">https:\/\/taz.de\/Tod-im-Polizeigewahrsam-in-Delmenhorst\/!5758990\/.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>2<\/sup> vgl. <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/todesopfer-rechter-gewalt\/oury-jalloh\/\">https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/todesopfer-rechter-gewalt\/oury-jalloh\/<\/a><a href=\"http:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/todesopfer-rechter-gewalt\/oury-jalloh\/\">.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>3<\/sup> vgl.<a href=\"https:\/\/w\"> <\/a><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9Ihs241zeg\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9Ihs241zeg.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>4<\/sup> Vanessa Eileen Thompson, &#8222;There is no justice, there is just us!&#8220;: Ans\u00e4tze zu einer postkolonial-feministischen Kritik der Polizei am Beispiel von <em>Racial Profiling<\/em>, in: Daniel Loick (Hg.), Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.), Frankfurt, New York 2018, S. 201.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>5<\/sup> vgl. Vanessa Eileen Thompson, Reformen reichen nicht, in: Missy Magazine. 2021b, S. 50\u201352.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>6<\/sup> Polizieren beinhaltet im Kern polizeiliches Handel, d.h. Auslegung der gesetzlichen Lage und Einhaltung von Ordnung bzw. des Status quo. Oft geht es dabei um Polizeikontrollen und das Auftreten der Polizei im \u00f6ffentlichen Raum. F\u00fcr dieses Polizieren spielt es ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle, wer Objekt polizeilichen Handelns ist.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>7<\/sup> vgl. Sally E. Hadden, Sklavenpatrouillen und die Polizei: Eine verwobene Geschichte der Rassenkontrolle, in: Daniel Loick (Hg.), Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.), Frankfurt, New York 2018, S. 77\u201394.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>8<\/sup> Vanessa Eileen Thompson, S.51.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>9<\/sup> vgl. Vanessa Eileen Thompson, &#8222;There is no justice, there is just us!&#8220;: Ans\u00e4tze zu einer postkolonial- feministischen Kritik der Polizei am Beispiel von <em>Racial Profiling<\/em>, in: Daniel Loick (Hg.), Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.), Frankfurt, New York 2018a, S. 197\u2013219.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>10<\/sup> vgl. ebenda, S.199, 201f.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>11<\/sup> ebenda, S. 203.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>12<\/sup> vgl. ebenda, S. 203.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>13<\/sup> Autor*innenkollektiv der Berliner Kampagne Ban! Racial Profiling &#8211; Gef\u00e4hrliche Orte abschaffen, Ban! Racial Profiling oder Die L\u00fcge von der &#8222;anlass- und verdachtsunabh\u00e4ngigen Kontrolle&#8220;, in: Daniel Loick (Hg.), Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.), Frankfurt, New York 2018, S. 183.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>14<\/sup> vgl. Ulla Jelpke, Racial Profiling abschaffen. Das Problem liegt in der Funktion der Polizei, in: Die Rote Hilfe 47. 2021, S. 24\u201325.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>15<\/sup> vgl. ebenda.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>16<\/sup> vlg. Peggy McIntosh, White Privilege: Unpacking the Invisible Knapsack, in: White Privilege and Male Privilege: A Personal Account of Coming To See Correspondences through Work in Women&#8217;s, 1988.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>17<\/sup> vgl. Autor*innenkollektiv der Berliner Kampagne Ban! Racial Profiling &#8211; Gef\u00e4hrliche Orte abschaffen, S. 181.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>18<\/sup><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aSnETtKrFbU&amp;list=WL&amp;index=19\"> https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aSnETtKrFbU&amp;list=WL&amp;index=19<\/a> (dabei handelt es sich nicht um eine wissenschaftliche Darlegung oder eine sachliche Berichterstattung, sondern nur einen Portrait der Nachbarschaft aus Perspektive einer Anwohnerin).<\/p>\n\n\n\n<p><sup>19<\/sup> vgl. Ulla Jelpke.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>20<\/sup> vgl. Vanessa Eileen Thompson, S. 208f.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>21<\/sup> vgl. ebenda S. 208f.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>22<\/sup> <a href=\"https:\/\/kop-berlin.de\">https:\/\/kop-berlin.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><sup>23<\/sup> An dieser Stelle k\u00f6nnte noch weiter \u00fcber die Grundlage polizeilichen Handelns und die Gesetzgebung gesprochen werden, die essentiell auf dem Grundgesetz basieren, welches in den ersten Paragraphen Werte aus der Aufkl\u00e4rung beinhaltet. Diese wiederum und auch wie westliche Bildung (im Seminar sprachen wir \u00fcber Hegel) sind selbst von Rassismus nicht frei.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>24<\/sup> vgl. Ulla Jelpke.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>25<\/sup> vgl. Autor*innenkollektiv der Berliner Kampagne Ban! Racial Profiling &#8211; Gef\u00e4hrliche Orte abschaffen, S. 194f.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>26<\/sup> vgl. ebenda S.194f.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>27<\/sup> vgl. Ulla Jelpke.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>28<\/sup> vgl. Vanessa Eileen Thompson, S.214f. <\/p>\n\n\n\n<p><sup>29<\/sup> vgl. Vanessa Eileen Thompson, S.51. <\/p>\n\n\n\n<p><sup>30<\/sup> vgl. ebenda.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>31<\/sup> vgl. Sojourner Truth. 1851.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>32<\/sup> vgl. Vanessa Eileen Thompson, S. 52.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis<\/h3>\n\n\n\n<p>White Privilege and Male Privilege: A Personal Account of Coming To See Correspondences through Work in Women&#8217;s (1988).<\/p>\n\n\n\n<p>Autor*innenkollektiv der Berliner Kampagne Ban! Racial Profiling &#8211; Gef\u00e4hrliche Orte abschaffen (2018): Ban! Racial Profiling oder Die L\u00fcge von der &#8222;anlass- und verdachtsunabh\u00e4ngigen Kontrolle&#8220;. In: Daniel Loick (Hg.): Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.). Frankfurt, New York: Campus Verlag, S. 181\u2013196.<\/p>\n\n\n\n<p>Loick, Daniel (Hg.) (2018): Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.). Frankfurt, New York: Campus Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Peggy McIntosh: White Privilege: Unpacking the Invisible Knapsack. In: White Privilege and Male Privilege: A Personal Account of Coming To See Correspondences through Work in Women&#8217;s, 1988.<\/p>\n\n\n\n<p>Sally E. Hadden (2018): Sklavenpatrouillen und die Polizei: Eine verwobene Geschichte der Rassenkontrolle. In: Daniel Loick (Hg.): Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.). Frankfurt, New York: Campus Verlag, S. 77\u201394.<\/p>\n\n\n\n<p>Sojourner Truth (1851).<\/p>\n\n\n\n<p>Ulla Jelpke (2021): Racial Profiling abschaffen. Das Problem liegt in der Funktion der Polizei. In: <em>Die Rote Hilfe <\/em>47 (2), S. 24\u201325.<\/p>\n\n\n\n<p>Vanessa Eileen Thompson (2018): &#8222;There is no justice, there is just us!&#8220;: Ans\u00e4tze zu einer postkolonial-feministischen Kritik der Polizei am Beispiel von <em>Racial Profiling<\/em>. In: Daniel Loick (Hg.): Kritik der Polizei \/ Daniel Loick (Hg.). Frankfurt, New York: Campus Verlag, S. 197\u2013219.<\/p>\n\n\n\n<p>Vanessa Eileen Thompson (2021): Reformen reichen nicht. In: <em>Missy Magazine <\/em>(2), S. 50\u201352. Online verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/missy-magazine.de\/blog\/2021\/03\/08\/reformen-reichen-nicht\/\">https:\/\/missy-magazine.de\/blog\/2021\/03\/08\/reformen-reichen-nicht\/<\/a>, zuletzt gepr\u00fcft am 26.07.2021.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Links<\/h3>\n\n\n\n<p>Chimamanda Adichie, the danger of a single story, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9Ihs241zeg, zuletzt a\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9Ihs241zeg<\/a>, zuletzt abgerufen: 09.08.2021.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/kop-berlin.de\">https:\/\/kop-berlin.de<\/a>, zuletzt abgerufen: 09.08.2021.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aSnETtKrFbU&amp;list=WL&amp;index=19\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aSnETtKrFbU&amp;list=WL&amp;index=19<\/a>,<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aSnETtKrFbU&amp;list=WL&amp;index=19\"> <\/a>zuletzt abgerufen: 7.08.2021<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/todesopfer-rechter-gewalt\/oury-jalloh\/\">www.amadeu-antonio-stiftung.de\/todesopfer-rechter-gewalt\/oury-jalloh\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/taz.de\/Tod-im-Polizeigewahrsam-in-Delmenhorst\/!5758990\/\">https:\/\/taz.de\/Tod-im-Polizeigewahrsam-in-Delmenhorst\/!5758990\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Joris Beetz, <em>Racial Profiling und die Polizei. Eine \u00dcberlegung bez\u00fcglich institutionellem Rassismus und dessen \u00dcberwindung<\/em>, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 17.11.2o21, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2021\/11\/17\/racial-profiling-und-die-polizei\/\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2021\/11\/17\/racial-profiling-und-die-polizei\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine \u00dcberlegung bez\u00fcglich institutionellem Rassismus und dessen \u00dcberwindung Vio Beetz (SoSe 2021) Einleitung Laut dem Grundgesetz ist Racial Profiling verboten, da es gegen die Menschenw\u00fcrde verst\u00f6\u00dft, in dem Menschen nach ihrem \u00c4u\u00dferen kategorisiert und sie zus\u00e4tzlich auch noch direkt staatlichem Agieren unterwirft, denn die Polizei ist Bestandteil der Exekutive und handelt damit als Staatsgewalt. 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