{"id":366,"date":"2023-05-17T11:41:50","date_gmt":"2023-05-17T09:41:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=366"},"modified":"2023-06-12T13:39:19","modified_gmt":"2023-06-12T11:39:19","slug":"mental-load-feministischer-kampfbegriff-oder-fruchtbares-konzept-um-geschlechtergerechtigkeit-neu-zu-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2023\/05\/17\/mental-load-feministischer-kampfbegriff-oder-fruchtbares-konzept-um-geschlechtergerechtigkeit-neu-zu-denken\/","title":{"rendered":"Mental Load \u2013 feministischer Kampfbegriff oder fruchtbares Konzept, um Geschlechtergerechtigkeit neu zu denken?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eva Schie\u00dfl (WiSe 2022\/23)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">\u201eYou should\u00b4ve asked!\u201c<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u2013 sagt der Familienvater zur Familienmutter im gleichnamigen Comic der feministischen Bloggerin und Comicautorin Emma in der englischen \u00dcbersetzung des franz\u00f6sischen Originals. \u201eI would\u00b4ve helped!\u201c<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, schiebt er hinterher. Die Situation ist die folgende: Die Mutter versucht, die beiden Kinder abendessenstechnisch zu versorgen und gleichzeitig f\u00fcr die G\u00e4stin des Paars zu kochen \u2013 mit allem, was dazu geh\u00f6rt. Dabei passiert es, dass das Essen \u00fcberkocht. Auf den Ausruf des Mannes, was sie denn nur getan h\u00e4tte, antwortet sie w\u00fctend, dass sie eben alles mache, woraufhin das oben genannte Zitat f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>So weit, so vertraut? Vor allem in heterosexuellen Partner:innenschaften mit Kindern tritt dieses Ph\u00e4nomen auf, doch auch von Freund:innen in ebensolchen Beziehungen ohne Nachwuchs haben sicher viele Frauen* voneinander schon den Satz \u201cSieht der denn einfach nicht, was alles getan werden muss?\u201c geh\u00f6rt. Einen Namen hat dieses Ph\u00e4nomen auch: Mental Load. Der Begriff beschreibt haupts\u00e4chlich die \u201eLast der allt\u00e4glichen, unsichtbaren Verantwortung f\u00fcr das Organisieren von Haushalt und Familie\u201c<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, die Initiative Equal Care Day nimmt aber auch die Gedankenarbeit f\u00fcr die Koordination beruflicher Aufgaben, sowie die Beziehungsarbeit in beiden Lebensbereichen in die Definition mit auf.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Diese Last \u00fcbernehmen meist die Frauen*. Die Diskussion um Mental Load nahm anl\u00e4sslich von Covid-19, in Verbindung mit dem Diskurs um Care-Arbeit und vermuteter Re-Traditionalisierung der Familie, medial an Fahrt auf. Zum Beispiel in der Studie <em>Parenthood in a Crisis 2.0<\/em> erwies sich die subjektiv wahrgenommene, vermehrte \u00dcberbelastung von Frauen* in der Pandemie als wesentlich h\u00f6her als die der M\u00e4nner, ganz unabh\u00e4ngig davon, ob Kinder mit im Haushalt lebten.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Die Autorinnen vermuten als Begr\u00fcndung neben dem auch schon vor der Pandemie bestehenden Gender Care Gap die ungleiche Verteilung des gr\u00f6\u00dfer gewordenen Mental Loads.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist das nun schon wieder f\u00fcr ein neu ersponnenes Modewort, lediglich erfunden, um Futter f\u00fcr die Feuilletons zu liefern? Ein weiterer feministischer Kampfbegriff, der die angebliche Benachteiligung von Frauen* beweisen soll? Oder ist Mental Load schlicht und einfach ein sehr brauchbares Konzept, um die unsichtbare Mehrbelastung von Frauen* sichtbar zu machen und anhand dessen die Gleichstellung der Geschlechter neu zu denken? So viel l\u00e4sst sich schon verraten: Neu ist die Idee nicht. Bereits in den 1950ern besch\u00e4ftigte sich das M\u00fcttergenesungswerk damit, nur nicht unter diesem Namen \u2013 der entstammt den 70ern, kommt aber erst jetzt im \u00f6ffentlichen Diskurs vor.<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Und dass Mental Load f\u00fcr den Feminismus und die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit absolut notwendig ist, statt Kampf- oder Modebegriff zu sein, soll dieser Essay verdeutlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Mental Load l\u00e4sst sich, wie bereits angeklungen, im gr\u00f6\u00dferen Feld der Care-Arbeit verorten. Bekannt ist mittlerweile, dass Sorgearbeit auch Arbeit ist \u2013 und zwar unbezahlte. Sehen wir uns nun (leider sehr heteronormativ) die heterosexuellen Beziehungen mit und ohne Kinder an, denn hier wird das Mental-Load-Ungleichgewicht besonders markant deutlich (was nicht hei\u00dft, dass es in anderen Beziehungsformen nicht auch auftreten kann und dort ebenfalls untersucht werden muss \u2013 Mental Load ist f\u00fcr sich genommen zuerst einmal nicht geschlechtsspezifisch).<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten wird die Erwerbsarbeit weitgehend noch immer den M\u00e4nnern zugeordnet. Alle Arbeit, die die sogenannte Reproduktion betrifft, wird den Frauen* \u00fcberlassen.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Obwohl die Bef\u00fcrwortung dieses Modells abnahm und -nimmt, stellt es sich in der Realit\u00e4t vielerorts noch ziemlich genau so dar.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Selbst, wenn Frauen* ebenfalls einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen, \u00e4ndert sich das Verh\u00e4ltnis in der Reproduktionsarbeit nicht.<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Allein hier m\u00fcssten schon alle Alarmglocken schrillen. Bereits 1989 ver\u00f6ffentlichte Arlie Hochschild eine Studie, die die schon im Vorhinein vermutete <em>Second Shift<\/em> der Frauen* nach der Lohnarbeit Zuhause best\u00e4tigte.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Regina Becker-Schmidt spricht von der <em>doppelten Vergesellschaftung<\/em> der Frau*, was bedeutet, dass sie sowohl erwerbstechnisch als auch auf Sorgearbeit bezogen ihre Arbeitskraft einsetzen muss.<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Entscheidend ist, dass es sich hierbei wohl kaum um eine individuelle Problematik handelt. Vielmehr spielt sich das Ganze auf gesellschaftlicher bzw. struktureller Ebene ab.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat sich in den letzten Jahren sicherlich einiges getan. Die Verteilung der Care-Arbeit wird zumindest zunehmend verhandelt, neue Vaterrollen werden definiert, M\u00e4nner sind zunehmend bereit, sich zu k\u00fcmmern. Und trotzdem: Laut dem Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend wenden Frauen* im Schnitt t\u00e4glich immer noch 52,4 Prozent mehr Zeit f\u00fcr Care-Arbeit auf. Haben sie Kinder, sind es ganze 83,8 Prozent mehr.<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Durch den Mental Load kommt au\u00dferdem die Komponente der Gedankenarbeit dazu, die auch in emanzipierten Haushalten oft nicht mitgedacht wird. In ihrer Studie zu diesem Thema von 2019 stellt Allison Daminger fest, dass immerhin die H\u00f6he der jeweiligen Gesamtarbeitsstunden von Eltern, wenn man Lohn- und Sorgearbeit jeweils aufrechnet, nicht mehr signifikant geschlechtsspezifisch ist.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Die Daten ihrer Studie legen aber nahe, dass die Erkl\u00e4rung hierf\u00fcr ist, dass die kognitive Arbeit, wie sie sie nennt, bisher in Studien nicht miteinbezogen wurde.<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Das zeigt, wie wichtig es ist, sich nun endlich damit zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bekannt wurde das Ph\u00e4nomen Mental Load durch Comics, wie den oben erw\u00e4hnten der Autorin Emma, sowie in Deutschland durch das Buch <em>Raus aus der Mental-Load-Falle<\/em> von Patricia Cammarata.<a id=\"_ftnref16\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> Zusammenfassend kann man Mental Load drei Eigenschaften beziehungsweise Mechanismen zuschreiben: Er ist erstens unsichtbar, weil er innerlich stattfindet und abstrakt ist, zweitens ist er zeitlich und r\u00e4umlich unbegrenzt, und drittens dauerhaft, da es um das (emotionale) sich K\u00fcmmern von nahen Menschen geht.<a id=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> Diese Charakteristika machen es nicht verwunderlich, dass Mental Load auch von den Leittragenden selbst oft nicht erkannt wird. Im Folgenden werden einige Einw\u00e4nde skizziert, die so oder so \u00e4hnlich erhoben werden, um der Bedeutung von Mental Load den Wind aus den Segeln zu nehmen oder, um Mental Load in eine Ecke vermeintlich unn\u00f6tiger feministischer Erfindungen zu stellen. Ich m\u00f6chte zeigen, wie die Argumente recht schnell entkr\u00e4ftet werden k\u00f6nnen. So soll auch das Konzept Mental Load noch klarer werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas bisschen Hausarbeit \u2013 M\u00fcll runterbringen dauert grad mal eine Minute! Und denken muss man da nun wirklich nicht.\u201c Zuerst also eine ganz klassische Aussage, die eine recht unreflektierte Sicht auf Care-Arbeit allgemein widerspiegelt. In der Summe sind es aber eben viel mehr Dinge als der M\u00fcll, kann man direkt erwidern. Und selbst an den muss man denken bzw. bemerken, dass der M\u00fclleimer voll ist und ihn dann auch wirklich leeren. Tats\u00e4chlich umfasst Care-Arbeit sehr viel mehr: Kindererziehung und die dazugeh\u00f6rigen Entscheidungen, alle Arbeiten im Haushalt wie Einkaufen, Kochen, Putzen, Aufr\u00e4umen, Waschen, um nur eine Auswahl zu nennen. Zus\u00e4tzlich, und genau da kommt Mental Load ins Spiel, geht es um die Gesamtorganisation und darum, den \u00dcberblick zu behalten, sowie die Bed\u00fcrfnisse aller abzudecken und f\u00fcr alle ein offenes Ohr zu haben. Nur ein Beispiel: Bei einem Termin bei dem:r Zahn\u00e4rzt:in geht es eben nicht nur um die Begleitung des Kindes dorthin, also den eigentlichen Vorgang. Tats\u00e4chlich beinhaltet ein solcher Termin das rechtzeitige Vereinbaren des Termins, wenn wieder eine Kontrolle ansteht. Es geht um die Absage des parallel stattfindenden Fu\u00dfballtrainings, darum, die Krankenkassenkarte mitzunehmen (und zu wissen, wo sie sich befindet) und das Kind und den Partner, der es begleiten soll, daran zu erinnern, dass der Termin morgen stattfindet und vorher die Z\u00e4hne geputzt werden m\u00fcssen. Von der emotionalen Begleitung des Kindes, die ein solches Vorhaben erforderlich machen kann, mal ganz zu schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daran l\u00e4sst sich schon erkennen: Dieser eine vermeintlich kleine Vorgang hat ganz sch\u00f6n viele Unteraufgaben und ist mit Sicherheit nicht der einzige, der bedacht werden muss. Die \u00dcberbelastung von Frauen*, die diese Arbeiten gr\u00f6\u00dftenteils alleine \u00fcbernehmen, kann gesundheitliche Auswirkungen haben. Physisch k\u00f6nnen sie Schlafprobleme, Kopf- oder R\u00fcckenschmerzen verursachen, psychisch zu Ersch\u00f6pfung, Depression und Angst f\u00fchren.<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Was der Aussage zum Thema M\u00fcll des Weiteren entnehmbar ist: Eine fehlende Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Aufgaben der Sorgearbeit. Wird hingegen anerkannt, was und wie viel da geleistet wird, steigt das Selbstwertgef\u00fchl, wodurch der Mental Load abnimmt.<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Und um diese Anerkennung zu erreichen, die ihnen eben meist nicht erwiesen wird, verausgaben M\u00fctter sich dann oft noch mehr.<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Dabei geht es ja nicht nur um individuelle Wertsch\u00e4tzung, sondern vielmehr um die gesellschaftliche Anerkennung der Leistung. Interessant ist in diesem Zusammenhang zudem, was Franziska Schutzbach in Bezug auf die Forschung von Lisbeth Bekkengen unter \u201eParadoxie der Anerkennung\u201c<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a> zusammenfasst: Beteiligen sich M\u00e4nner an Sorgearbeit, werden sie gelobt, bei Frauen* wird sie vorausgesetzt.<a href=\"#_ftn22\" id=\"_ftnref22\">[22]<\/a> All das darf aber nat\u00fcrlich nicht zu der irrigen Annahme f\u00fchren, dass mit ein bisschen Klatschen alles erledigt w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFrauen* k\u00f6nnen das doch auch besser mit dem K\u00fcmmern um alle, liegt irgendwie in ihrer Natur.\u201c\u2013 darauf l\u00e4sst sich einfach und klar antworten: Nein. <em>Doing gender<\/em> wird nun wirklich lang genug diskutiert, sodass ein solches Argument eigentlich nicht mehr existieren d\u00fcrfte. Statt Genetik geht es um Sozialisation. Den Menschen wird \u00fcberall und vom ersten Atemzug an vermittelt, wie eine gute Mutter zu sein hat, und durch die st\u00e4ndige Pr\u00e4senz dieses Bildes wird es Gesellschaft und Individuum eingebrannt.<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Haben Frauen* einen Job, so stehen sie im Generalverdacht, die Familie zu vernachl\u00e4ssigen, k\u00fcmmern sie sich nur um die Familie, leisten sie angeblich nicht genug. Au\u00dferdem fl\u00fcstert ihr gesamtes Umfeld ihnen konstant ins Ohr, dass sie emotionaler seien, mehr Empathie h\u00e4tten \u2013 klar, dass man dann denkt, dass man dieser Erwartung entsprechen muss. Auch die Erziehung ist weit davon entfernt, geschlechtsneutral zu sein und sieht f\u00fcr kleine M\u00e4dchen* Puppen, um die man sich zu k\u00fcmmern hat, vor. Aus Sicht der Rollentheorie \u00fcbernehmen in heterosexuellen Paaren, die Kinder erwarten, M\u00fctter und V\u00e4ter diejenigen Rollen, die ihnen vorgelebt wurden, mit allen Normen, Werten und Erwartungen.<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Es gibt wahrlich nicht viele F\u00e4lle, in denen diese nicht dem Klischee entsprachen. Und auf die Person, die weniger Lohnarbeit leistet, um mehr Sorgearbeit zu \u00fcbernehmen, f\u00e4llt meist auch der Mental Load zur\u00fcck.<a href=\"#_ftn25\" id=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Das muss nicht die Frau* sein, ist aber bekannterma\u00dfen in der Regel die Frau*. Und nat\u00fcrlich, wenn Frauen* dann alle diese Aufgaben \u00fcbernehmen und quasi in sie hineinwachsen, selbstverst\u00e4ndlich werden sie dann auch besser darin sein als Menschen, die dies viel weniger tun. Es geht also um \u00dcbung und nicht um naturgegebene F\u00e4higkeiten. Und zwar sowohl beim Windeln wechseln oder Kinder ern\u00e4hren als auch dabei, die Gesamtverantwortung in einer Familie zu \u00fcbernehmen. In ihrem Beruf k\u00f6nnen M\u00e4nner das ja \u00fcbrigens auch meistens mit dieser Verantwortung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlles, was mir meine Frau* auftr\u00e4gt, erledige ich zuverl\u00e4ssig! Wir teilen uns das gerecht auf.\u201c Und genau hier liegt der springende Punkt, warum das hier keine faire Arbeitsteilung ist: Weil nicht beide gleicherma\u00dfen die Verantwortung tragen, und der Mann oft nur Auftr\u00e4ge, an die die Frau* denken muss, erf\u00fcllt \u2013 das hei\u00dft der Mental Load bleibt ungeteilt. Frauen* bleiben die Manager:innen, die durch ihre Position dauerhaft mit der inneren To-Do-Liste konfrontiert sind.<a href=\"#_ftn26\" id=\"_ftnref26\">[26]<\/a> Aus der Aussage l\u00e4sst sich herauslesen, dass eine Auftragserteilung erwartet wird, und zu erledigende Vorg\u00e4nge von selbst gegebenenfalls nicht erkannt oder erledigt werden. Das zementiert die Gesamtverantwortung der Frau* und wenn sie dann, wie Emma in ihrem Comic schreibt und zeichnet, auch noch einen gro\u00dfen Teil der Anforderungen selbst absolvieren soll, \u00fcbernimmt sie insgesamt \u00be der Arbeit.<a href=\"#_ftn27\" id=\"_ftnref27\">[27]<\/a> Problematisch ist au\u00dferdem, dass Paare, die sich die Sorgearbeit vermeintlich gerecht aufteilen und auch sehr explizit und \u00fcberzeugt die Gleichberechtigung verfolgen, auf diese Weise manchmal sogar die kognitive Mehrarbeit der Frauen* verschleiern.<a href=\"#_ftn28\" id=\"_ftnref28\">[28]<\/a> Es klingt absurd, und doch ist dieser Punkt sehr einleuchtend: Nur weil man an die Gleichstellung aller Menschen als Ideal glaubt, hei\u00dft das nicht, dass man nicht auch in einer Welt sozialisiert wurde, die einem etwas anderes unterjubeln will. Und deshalb ist es zentral, sich konstant zu fragen, ob man die Werte, die man vertritt, auch wirklich so lebt. Daf\u00fcr muss nicht zuletzt das Selbstbild immer und immer wieder mit der gelebten Praxis abgeglichen werden. Die Faktenlage zeigt, dass das notwendig ist: Partner:innen, die sich beide k\u00fcmmern und Sorgearbeit \u00fcbernehmen, teilen sich noch lange nicht den Mental Load.<a href=\"#_ftn29\" id=\"_ftnref29\">[29]<\/a> Interessant ist auch, dass Entscheidungen trotzdem fast immer unter der gleichen Beteiligung beider gef\u00e4llt werden, das liegt laut Studie daran, dass diese mit Geltungsbewusstsein und Ansehen assoziiert werden.<a href=\"#_ftn30\" id=\"_ftnref30\">[30]<\/a> Wer aber tendenziell die Vorarbeit f\u00fcr die Entscheidung auf sich nimmt, kann man sich denken.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUm die Kinder k\u00fcmmere ich mich wirklich sehr viel. Das ist auch Mental Load nach einem langen Arbeitstag!\u201c Auch wenn das nicht als Mental Load bezeichnet werden kann, ist das an sich ein guter Anfang. Dennoch erweist sich die Angelegenheit als \u00e4hnlich wie oben: Sich um Nachwuchs zu k\u00fcmmern bedeutet nicht, die Absolution erteilt zu bekommen, sich auch in anderen Care-Arbeits-Bereichen einzubringen. Denn oft verschiebt sich in einer solchen Konstellation die Verantwortlichkeit nur. \u00dcber Haushaltsaufgaben, die Frauen* in der Folge der abgegebenen Kinderbetreuung zu einem noch gr\u00f6\u00dferen Teil \u00fcbernehmen, wird nicht mal mehr verhandelt \u2013 was wiederum die Belastung der Frauen* abermals unsichtbarer macht.<a href=\"#_ftn31\" id=\"_ftnref31\">[31]<\/a> Dar\u00fcber hinaus kriegen V\u00e4ter dann meist die Sahneh\u00e4ubchen der Zeit mit den Kindern ab, wie zum Beispiel Ausfl\u00fcge.<a href=\"#_ftn32\" id=\"_ftnref32\">[32]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie wollen ja auch alles managen und selbst machen, meine Hilfe wird gar nicht angenommen!\u201c V\u00e4ter haben also in diesem Argument aufgrund der angeblich gluckenhaften Mutter gar keine M\u00f6glichkeit, sich einzubringen, auch wenn sie es wollen. Hier kommt der Begriff <em>maternal gatekeeping<\/em> ins Spiel, der klassischerweise so viel bedeutet wie die m\u00fctterliche Bef\u00e4higung dazu, die v\u00e4terliche Besch\u00e4ftigung mit den Kindern zu beschneiden.<a href=\"#_ftn33\" id=\"_ftnref33\">[33]<\/a> Ohne nun genauer auf den Begriff eingehen zu k\u00f6nnen, da dies den Rahmen hier sprengen w\u00fcrde, klingt er doch recht gegens\u00e4tzlich zum Konzept von Mental Load. Dass es dieses Ph\u00e4nomen geben mag, dass M\u00fctter die Hilfe von V\u00e4tern abweisen, mag sein, aber es kann f\u00e4lschlicherweise nat\u00fcrlich auch missbraucht werden, indem man so die m\u00e4nnliche Nicht-Beteiligung an Care-Arbeit rechtfertigt. Und <em>maternal gatekeeping<\/em> ignoriert zudem komplett den bereits erw\u00e4hnten Einfluss von Sozialisation und Erwartung an die Frauen*. Auch Franziska Schutzbach entkr\u00e4ftigt dieses Begr\u00fcndungsmuster recht b\u00fcndig, indem sie auf Patricia Cammarata verweist: Einerseits, sagt sie, wird nicht erledigte Sorgearbeit auf die Frauen* zur\u00fcckgef\u00fchrt \u2013 und nicht auf die M\u00e4nner.<a href=\"#_ftn34\" id=\"_ftnref34\">[34]<\/a> Statistisch viel bedeutsamer als das <em>maternal gatekeeping<\/em> sei aber die geringe Anstrengung von M\u00e4nnern, sich f\u00fcr Haushaltsdinge verantwortlich zu f\u00fchlen. <a href=\"#_ftn35\" id=\"_ftnref35\">[35]<\/a> Das wiederum hat nat\u00fcrlich auch mit dem Abgeben von jahrtausendealten Privilegien zu tun. Und seine Privilegien abgeben muss man eben wirklich wollen und setzt voraus, sich dieser und der damit verbundenen Machtungleichgewichte schmerzlich bewusst zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann das Konzept Mental Load nun weitergedacht werden, in die allt\u00e4glichen \u00dcberlegungen eingebettet werden und was ist der gr\u00f6\u00dfere Rahmen, in dem das Thema betrachtet werden muss? Zun\u00e4chst ist es wichtig, Care-Arbeit und damit auch den Mental Load intersektional zu denken. Strukturelle Diskriminierung spielt hier eine entscheidende Rolle \u2013 wird man marginalisiert, wird selbstverst\u00e4ndlich auch die emotionale Last h\u00f6her.<a href=\"#_ftn36\" id=\"_ftnref36\">[36]<\/a> Um Care-Arbeit outzusourcen, damit Frauen* eben nicht \u00fcberlastet sind, werden migrantisierte Frauen* daf\u00fcr geringf\u00fcgig entlohnt eingestellt.<a href=\"#_ftn37\" id=\"_ftnref37\">[37]<\/a> Care-Ketten wie diese reproduzieren nicht nur transnationale Ungleichheiten, sie verursachen logischerweise ebenfalls einen gro\u00dfen Mental Load f\u00fcr die Betroffenen, die die kognitive Arbeit f\u00fcr eine andere Familie erledigen und sich nicht um ihre gegebenenfalls eigene k\u00fcmmern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Praxistauglich gemacht hat Patricia Cammarata das Thema Mental Load, indem sie konkrete Tipps gibt: Man sollte ganz genau aufdr\u00f6seln, welche Unterpunkte einzelne Aufgaben beinhalten.<a href=\"#_ftn38\" id=\"_ftnref38\">[38]<\/a> Darauf aufbauend k\u00f6nnen ganzheitliche Aufgabenbereiche verteilt werden, f\u00fcr die komplett nur die jeweilige Person verantwortlich ist, inklusive des Mental Loads.<a href=\"#_ftn39\" id=\"_ftnref39\">[39]<\/a> Helfen k\u00f6nnen dabei die Tests der Initiative Equal Care Day, um herauszufinden, wer bisher wie viel Arbeit \u00fcbernimmt.<a href=\"#_ftn40\" id=\"_ftnref40\">[40]<\/a> Schaut man auf eine gr\u00f6\u00dfere Ebene, so wird leider auch klar: das Problem ist systemimmanent, denn nur aufgrund von unbezahlter Sorgearbeit kann der Kapitalismus bestehen. Ein Wandel des wirtschaftlichen Systems und eine ganz grundlegende Macht- und Ressourcenumverteilung sind aus aktueller feministischer Perspektive unabdingbar.<a href=\"#_ftn41\" id=\"_ftnref41\">[41]<\/a> Dazu m\u00f6chte ich kurz die konkrete Idee der Soziologin Frigga Haug erw\u00e4hnen. Sie stellte 2008 ihre <em>Vier-in-eine-Perspektive<\/em> vor, die die Sinnhaftigkeit der gro\u00dfen Bedeutung, die der Erwerbsarbeit in unserer jetzigen Zeit zukommt, hinterfragt.<a href=\"#_ftn42\" id=\"_ftnref42\">[42]<\/a> Sie schl\u00e4gt vor: Von den 16 Stunden, die Menschen am Tag circa wach sind, sollen je vier f\u00fcr Lohn-, Care-, kulturelle Selbstverwirklichung und politisches Engagement zur Verf\u00fcgung stehen.<a href=\"#_ftn43\" id=\"_ftnref43\">[43]<\/a> Wie diese vision\u00e4re Utopie umgesetzt werden k\u00f6nnte, sei dahingestellt, aber eines steht fest: Ein Umdenken in Bezug auf die Lohnarbeit brauchen wir jedenfalls, wenn wir Care-Arbeit mehr Anerkennung verschaffen und gerechter verteilen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese genauere Betrachtung von Mental Load hat gezeigt, dass er kein sinnfreies Konzept sein kann, um die Gleichstellung der Geschlechter in Sachen Care-Arbeit zu fokussieren \u2013 im Gegenteil: Durch seine Unsichtbarkeit ist das Ph\u00e4nomen zwar schwer erkennbar, spiegelt aber sehr klar unsere Sozialisation wider, nach der Frauen* sich wie Projektleiterinnen um Kinder, Haushalt und Emotionen zu k\u00fcmmern haben. Das muss sich \u00e4ndern, indem wir versuchen, den Mental Load sichtbar zu machen, ihn produktiv zu nutzen und so Frauen* zu entlasten. Es lohnt sich anhand des Begriffs f\u00fcr eine wirklich faire Aufteilung von Sorgearbeit zu k\u00e4mpfen, um so auch unseren eigenen Kindern ein anderes Modell vorzuleben und dabei aufzuh\u00f6ren, uns selbst auszubeuten. Das w\u00e4re zumindest ein kleiner Schritt in Richtung der Abschaffung des Patriarchats. Doch die abschlie\u00dfende Beobachtung, dass gef\u00fchlt circa 99% der Literatur \u00fcber Mental Load von Frauen* geschrieben wurde (als nat\u00fcrlich nicht repr\u00e4sentativer, kleiner Anhaltspunkt kann zumindest das Literaturverzeichnis dieses Essays gelten), zeigt das unb\u00e4ndige (wissenschaftliche) Interesse der m\u00e4nnlichen Seite, die Dinge wirklich anzugehen. Eines steht fest: Es bleibt noch viel zu tun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h2>\n\n\n\n<p>Becker-Schmidt, Regina: Doppelte Vergesellschaftung von Frauen: Divergenzen und Br\u00fcckenschl\u00e4ge zwischen Privat- und Erwerbsleben. In: Becker, Ruth\/Kortendiek<strong>,<\/strong> Beate (Hrsg.) (2010): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. 3. erw. und durchges. Aufl., Wiesbaden: VS, Verl. f\u00fcr Sozialwissenschaften, 65-74.<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fccker, Teresa: Ist es radikal, sich die Gedankenarbeit zu teilen? In: S\u00fcddeutsche Zeitung Magazin vom 08.12.2020. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/freie-radikale\/mental-load-teilen-teresa-buecker-89594\">https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/freie-radikale\/mental-load-teilen-teresa-buecker-89594<\/a>, zuletzt aufgerufen am 09.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/gleichstellung\/gender-care-gap\/indikator-fuer-die-gleichstellung\/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294\">https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/gleichstellung\/gender-care-gap\/indikator-fuer-die-gleichstellung\/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294<\/a>, zuletzt aufgerufen am 14.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p>Daminger, Allison: The Cognitive Dimension of Household Labor. In: American Sociological Reciew (2019), Vol. 84(4). Los Angeles, USA: Sage Publications, 609-633.<\/p>\n\n\n\n<p>Dean,Liz\/Churchill, Brendan\/Rupanner, Leah: The mental Load. Building a deeper theoretical understanding on how cognitive and emotional labor over<em>load<\/em> women and mothers. In: <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/journals\/ccwf20\">,<\/a> Vol. 25, (2022), online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/epdf\/10.1080\/13668803.2021.2002813\">https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/epdf\/10.1080\/13668803.2021.2002813<\/a>, zuletzt aufgerufen am 09.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p>Emma (2018): The mental Load. A feminist comic. New York\/Oakland\/London: Seven Stories Press. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/english.emmaclit.com\/2017\/05\/20\/you-shouldve-asked\/\">https:\/\/english.emmaclit.com\/2017\/05\/20\/you-shouldve-asked\/<\/a>, zuletzt aufgerufen am 09.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.equalcareday.de\/mental-load\/\">https:\/\/www.equalcareday.de\/mental-load\/<\/a>, zuletzt aufgerufen am 14.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.gender-mediathek.de\/de\/care-arbeit\">https:\/\/www.gender-mediathek.de\/de\/care-arbeit<\/a>, zuletzt aufgerufen am 14.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p>Land, Louise: \u201eMental Load ist unsichtbar, kann aber krank machen\u201c. Interview mit Simone Frohwein und Elke H\u00fcttenrauch. In S\u00fcddeutsche Zeitung Magazin vom 31.01.2023. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/gesundheit\/mental-load-stress-belastung-burn-out-muetter-frauen-92354\">https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/gesundheit\/mental-load-stress-belastung-burn-out-muetter-frauen-92354<\/a>, zuletzt aufgerufen am 09.03.2023.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange, Bianca\/Ohlbrecht, Heike: Parenthood in a crisis 2.0. Motherhood in the Tension Between Homeschooling and Home Office. A Comparison After 1 Year of Pandemic. In: International Dialogues on Education Journal, 8(1\/2), 36\u201350 (2022). Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.53308\/ide.v8i1\/2.252\">https:\/\/doi.org\/10.53308\/ide.v8i1\/2.252<\/a>, zuletzt aufgerufen am 09.03.2022.<\/p>\n\n\n\n<p>Lutz, Helma\/Benazha, Aranka Vanessa: Transnationale soziale Ungleichheiten. Migrantische Care- und Haushaltsarbeit. In: Biele Mefebue, Astrid\/B\u00fchrmann, Andrea D.\/ Grenz, Sabine (Hrsg.) (2022): Handbuch Intersektionalit\u00e4tsforschung, Wiesbaden: Springer VS, 289-302.<\/p>\n\n\n\n<p>Notz, Gisela: Arbeit. Hausarbeit, Ehrenamt, Erwerbsarbeit. In: Becker, Ruth\/Kortendiek, Beate (Hrsg.) (2010): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. 3. erw. und durchges. Aufl., Wiesbaden: VS, Verl. f\u00fcr Sozialwissenschaften, 480-488.<\/p>\n\n\n\n<p>Puhlman, Daniel J.\/Pasley, Kay: Rethinking Maternal Gatekeeping. In: Journal of family theory &amp; review (2013), Vol.5 (3). Hoboken, USA: Wiley, 176-193.<\/p>\n\n\n\n<p>Schrammel, Barbara: Mental-Load. Ein psychodramatischer Blick auf die ungleiche Verteilung der Care-Arbeit. In Psychodrama Soziom (2022) 21, 369-379.<\/p>\n\n\n\n<p>Schutzbach, Franziska (2021): Die Ersch\u00f6pfung der Frauen. Wider die weibliche Verf\u00fcgbarkeit. M\u00fcnchen: Droemer, 239-267.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Emma 2018, https:\/\/english.emmaclit.com\/2017\/05\/20\/you-shouldve-asked.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> https:\/\/equalcareday.de\/mental-load\/.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. Lange\/Ohlbrecht 2022, 45.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Frohwein in Land 2023, <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/gesundheit\/mental-load-stress-belastung-burn-out-muetter-frauen-92354\">https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/gesundheit\/mental-load-stress-belastung-burn-out-muetter-frauen-92354<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Notz 2010, 480-481.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. ebd., 481.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl. Schutzbach 2021, 245.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Becker-Schmidt 2010, 66.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/gleichstellung\/gender-care-gap\/indikator-fuer-die-gleichstellung\/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294\">https:\/\/www.bmfsfj.de\/bmfsfj\/themen\/gleichstellung\/gender-care-gap\/indikator-fuer-die-gleichstellung\/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. Daminger 2019, 628.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. H\u00fcttenrauch in Land 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Dean\/Churchill\/Rupanner 2022, 20-22.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Vgl. Frohwein\/H\u00fcttenrauch in Land 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. Frohwein in Land 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Vgl. B\u00fccker 2020, <a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/freie-radikale\/mental-load-teilen-teresa-buecker-89594\">https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/freie-radikale\/mental-load-teilen-teresa-buecker-89594<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Schutzbach 2021, 249.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\">[23]<\/a> Vgl. H\u00fcttenreich in Land 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Schrammel 2022, 372-373.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\">[25]<\/a> Vgl. ebd., 373.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" id=\"_ftn26\">[26]<\/a> Vgl. Schutzbach 2021, 246.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" id=\"_ftn27\">[27]<\/a> Emma 2018.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" id=\"_ftn28\">[28]<\/a> Vgl. Schutzbach 2021, 250-252.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" id=\"_ftn29\">[29]<\/a> Vgl. Daminger 2019, 609.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" id=\"_ftn30\">[30]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" id=\"_ftn31\">[31]<\/a>&nbsp; Vgl. Schutzbach 2021, 249-250.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\" id=\"_ftn32\">[32]<\/a> Vgl. Schutzbach 2021, 250.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\" id=\"_ftn33\">[33]<\/a> Vgl. Puhlman\/Parsle 2013, 176. Die Autor:innen weiten in ihrem Artikel den Begriff allerdings aus und wollen ihn neu konzeptualisieren, das w\u00fcrde hier aber zu weit vom Thema wegf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\" id=\"_ftn34\">[34]<\/a> Vgl. Schutzbach 2021, 252-253.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref35\" id=\"_ftn35\">[35]<\/a> Vgl. ebd., 253.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref36\" id=\"_ftn36\">[36]<\/a> Vgl. https:\/\/www.gender-mediathek.de\/de\/care-arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref37\" id=\"_ftn37\">[37]<\/a> Vgl. Lutz 2022, 293-294.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref38\" id=\"_ftn38\">[38]<\/a> Vgl. Schutzbach 2022, 253-254.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref39\" id=\"_ftn39\">[39]<\/a> Vgl. H\u00fcttenrauch in Land 2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref40\" id=\"_ftn40\">[40]<\/a> Vgl. https:\/\/equalcareday.de\/mental-load\/.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref41\" id=\"_ftn41\">[41]<\/a> Vgl. Schutzbach 2021, 259.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref42\" id=\"_ftn42\">[42]<\/a> Vgl. ebd., 261.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn43\" href=\"#_ftnref43\">[43]<\/a> Vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Eva Schie\u00dfl, M<em>ental Load \u2013 feministischer Kampfbegriff oder fruchtbares Konzept, um Geschlechtergerechtigkeit neu zu denken?<\/em> in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 16.05.2023, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/mental-load-feministischer-kampfbegriff-oder-fruchtbares-konzept-um-geschlechtergerechtigkeit-neu-zu-denken\/\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/mental-load-feministischer-kampfbegrif<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eva Schie\u00dfl (WiSe 2022\/23) \u201eYou should\u00b4ve asked!\u201c[1] \u2013 sagt der Familienvater zur Familienmutter im gleichnamigen Comic der feministischen Bloggerin und Comicautorin Emma in der englischen \u00dcbersetzung des franz\u00f6sischen Originals. \u201eI would\u00b4ve helped!\u201c[2], schiebt er hinterher. 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