{"id":413,"date":"2023-12-05T12:19:38","date_gmt":"2023-12-05T11:19:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=413"},"modified":"2023-12-28T13:39:12","modified_gmt":"2023-12-28T12:39:12","slug":"die-auswirkungen-von-transfeindlichkeit-auf-die-psychische-gesundheit-von-trans-personen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2023\/12\/05\/die-auswirkungen-von-transfeindlichkeit-auf-die-psychische-gesundheit-von-trans-personen\/","title":{"rendered":"Die Auswirkungen von Trans*feindlichkeit auf die psychische Gesundheit von trans* Personen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Elise Ferdoun Kedik (SoSe 2023)<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. <strong>Einleitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren r\u00fccken die Themen Geschlechtsidentit\u00e4t und -vielfalt verst\u00e4rkt in das \u00f6ffentliche Bewusstsein. In diesem Zusammenhang hat die Trans*-Community, bestehend aus Menschen, die nicht das Geschlecht sind, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden (Queer-Lexikon, 2023), zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Trotz dieser wachsenden Sichtbarkeit, viel Engagement und Aufkl\u00e4rungsarbeit sehen sich trans* Menschen oder Menschen, die als trans* wahrgenommen werden, immer noch mit Trans*feindlichkeit konfrontiert. Diese manifestiert sich in vielf\u00e4ltigen Formen, sei es in der medialen Berichtserstattung, in gesetzgeberischen Entscheidungen oder im Alltag der Individuen. Die Rechte und das Wohlbefinden von trans*-Personen sind grundlegende Menschenrechtsfragen. Trans*feindlichkeit widerspricht den Prinzipien der Gleichheit und Nichtdiskriminierung, die in vielen nationalen und internationalen Gesetzen verankert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Ausarbeitung des Referatsthemas \u201eTrans*feindlichkeit und die Realit\u00e4t der vielf\u00e4ltigen Diskriminierung\u201c im Seminar \u201eGender, Diversity, Gender Mainstreaming\u201c bin ich auf die verheerenden Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von trans* Menschen gesto\u00dfen. Nicht-Akzeptanz der Geschlechtsidentit\u00e4t, Stigmatisierung und Ablehnung scheinen zu einer relevanten psychischen Belastung beizutragen (Ott<em>,&nbsp;<\/em>Regli<em>, <\/em>Znoj, 2017).<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorliegende Hausarbeit besch\u00e4ftigt sich mit dem Thema Trans*feindlichkeit und die Auswirkungen dieser auf die mentale Gesundheit von trans* Menschen. Die Begriffserkl\u00e4rungen und das Minority Stress Modell liefern hierbei den theoretischen Rahmen, um die Ursachen und die Mechanismen hinter diesen Auswirkungen zu verstehen. Durch die Analyse von ausgew\u00e4hlten Studien und Forschungsarbeiten wird versucht die negativen Folgen auf die psychische Gesundheit zu beleuchten und notwendige Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung aufzuzeigen. Schlie\u00dflich werden m\u00f6gliche Ans\u00e4tze zur Bew\u00e4ltigung, Pr\u00e4vention und zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von trans* Personen diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. <strong>Theoretischer Hintergrund<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Um einen besseren Einblick in die Hausarbeit zu erlangen, werden im theoretischen Hintergrund die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis relevanten Begriffe Geschlechtsidentit\u00e4t, trans* und Trans*feindlichkeit erkl\u00e4rt. Im weiteren Verlauf wird eine Einf\u00fchrung in das Minority Stress Modell gegeben und seine Relevanz f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der psychischen Gesundheit von trans* Personen dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2.1 <strong>Begriffserkl\u00e4rungen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Geschlechtsidentit\u00e4t beschreibt die innere \u00dcberzeugung, einem Geschlecht anzugeh\u00f6ren (Lexikon der Psychologie, 2023). Man bekommt bei der Geburt ein Geschlecht zugeschrieben. Bis 2013 wurde im Geburten-Register anhand k\u00f6rperlicher Anzeichen zwischen \u201em\u00e4nnlich\u201c oder \u201eweiblich\u201c entschieden. Danach wurde vor allem f\u00fcr Neugeborene, die beide Merkmale der Geschlechter tragen, also \u201ezwischen-geschlechtliche\u201c Menschen, die Bezeichnung \u201ekeine Angabe\u201c eingef\u00fchrt. Viele Menschen fanden die neu eingef\u00fchrte Bezeichnung nicht passend und klagten deshalb. Das Verfassungs-Gericht beschloss daraufhin eine \u00c4nderung. Seit 2018 sind die zur Auswahl stehenden Geschlechter in Deutschland ,,weiblich\u2018\u2018, ,,m\u00e4nnlich\u2018\u2018 und \u201edivers\u201c (Personenstandsgesetz, 2023). ,,Divers\u201c beinhaltet mehrere Geschlechtsbezeichnungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Scheithauer &amp; Niebank (2022) werden im Kleinkindalter bedeutsame Erfahrungen gesammelt, die zu einer Unterscheidung zwischen ,,m\u00e4nnlich\u201c und ,,weiblich\u201c f\u00fchren. Des Weiteren beschreiben sie, dass man bei unter Zweij\u00e4hrigen schon eine Geschlechtssterotype-Aneignung beobachten kann. Damit ist gemeint, dass sie sozial geteilte Vorstellungen dar\u00fcber haben, welche Eigenschaften typisch ,,m\u00e4nnliche\u201c und ,,weibliche\u201c Personen haben. Das kann sich \u00e4u\u00dfern durch geschlechtstypisierte Kleidung, Spielzeuge oder Verhaltensweisen. Ungef\u00e4hr im Alter von zweieinhalb Jahren formt sich daraufhin die Geschlechtsidentit\u00e4t. Man kann sich ab diesem Alter einem Geschlecht zuschreiben, dass bei einem Gro\u00dfteil von Personen lebenslang erhalten bleibt (ebd., 2022).<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Menschen erleben eine Diskrepanz zwischen ihrem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht und ihrer eigenenGeschlechtsidentit\u00e4t. In der vorliegenden Hausarbeit liegt der Fokus auf trans* Menschen. Dabei ist zu erw\u00e4hnen, dass trans* nicht nur auf die bin\u00e4ren Geschlechter beschr\u00e4nkt ist, sondern auch das nichtbin\u00e4re Geschlecht beinhaltet (Queer-Lexikon, 2023).<\/p>\n\n\n\n<p>Transgeschlechtliche Menschen erleben durch das geschlechterbin\u00e4re Denkmuster vermehrt Diskriminierung (Vanagas &amp; Vanagas, 2023). Fr\u00fcher wurde daf\u00fcr der Begriff Transphobie eingef\u00fchrt. Allerdings definiert eine Phobie eine Angstst\u00f6rung, weshalb sich der Begriff ,,Trans*feindlichkeit\u2018\u2018 bew\u00e4hrte, der den diskriminierenden Charakter hervorhebt (ebd., 2023). Die Auswirkungen von Trans*feindlichkeit auf die psychische Gesundheit werden im Folgenden herausgearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel einer Einf\u00fchrung in das Minority Stress Modell besteht darin, die Bedeutung dieses Modells f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der psychischen Gesundheit von Menschen mit einer geschlechtlichen Vielfalt zu verdeutlichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2.2 <strong>Minority Stress Modell<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Minority Stress Modell (Meyer, 2003) bietet einen theoretischen Rahmen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Auswirkungen auf die mentale Gesundheit im Sinne von Minderheitenstress. Es wurde im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit von homosexuellen und bisexuellen Menschen entwickelt. Minderheitenstress bezeichnet das erhebliche Ausma\u00df an Stress, dem Mitglieder*innen stigmatisierter Minderheitengruppen (b) ausgesetzt sind. Es erkl\u00e4rt, dass Stigmatisierung, Vorurteile und Diskriminierung ein feindliches und stressiges soziales Umfeld schaffen, das psychische Gesundheitsprobleme verursacht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"616\" src=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/files\/2023\/12\/blog-1-1024x616.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-414\" srcset=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/files\/2023\/12\/blog-1-1024x616.png 1024w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/files\/2023\/12\/blog-1-300x181.png 300w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/files\/2023\/12\/blog-1-768x462.png 768w, https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/files\/2023\/12\/blog-1.png 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Abbildung 1<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Stress durch Minderheiten ist in die Umweltbedingungen (a) eingebettet, zu denen Vorteile und Nachteile im Zusammenhang mit Faktoren wie dem sozio\u00f6konomischen Status geh\u00f6ren k\u00f6nnen. K\u00e4stchen (a) und K\u00e4stchen (b) sind \u00fcberschneidend dargestellt, um deren enge Wechselwirkung aufzuzeigen. Der Minderheitenstatus f\u00fchrt zu einer pers\u00f6nlichen Identifikation mit dem eigenen Minderheitenstatus (e). Im dargestellten Stressprozess spielen auch die Merkmale der Minderheitenidentit\u00e4t (h) eine unterschiedliche Rolle. Sie k\u00f6nnen verst\u00e4rkend oder abschw\u00e4chend auf die psychische Gesundheit auswirken, z.B. je nach individueller Valenz. Das Modell beleuchtet verschiedene Stressprozesse, einschlie\u00dflich der Erfahrung von Vorurteilen, der Erwartung von Ablehnung, das Verbergen der eigenen Identit\u00e4t, die internalisierte Diskriminierung und Bew\u00e4ltigungsmechanismen auf sozialer und individueller Ebene (h) (ebd., 2003).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Modell teilt separate, aber miteinander verkn\u00fcpfte Aspekte von Erfahrungen in allgemeine Stressoren (c), wie Arbeitsplatzverlust oder Tod eines nahestehenden Menschen, in distalen Stress (d) und in proximalen Stress (f) ein. Distaler Stress ist externer Stress, der sich aus Diskriminierung, Unterdr\u00fcckung und Gewalt ergibt, wie Trans*feindlichkeit. Proximaler Stress ist interner Stress, der mit selbstkritischen \u00dcberzeugungen zusammenh\u00e4ngt, die sich auf die psychische Gesundheit auswirken (i) k\u00f6nnen. Auch diese K\u00e4stchen sind anliegend dargestellt, um ihre Abh\u00e4ngigkeit dazustellen (ebd., 2003).<\/p>\n\n\n\n<p>Trans* Menschen erleben diese vorher aufgez\u00e4hlten Punkte und sind Teil einer marginalisierten Gruppe, wodurch das Modell f\u00fcr die Beschreibung der Auswirkungen auf die mentale Gesundheit genutzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden wird darauf eingegangen welche m\u00f6glichen Ursachen existieren, die zur Entstehung von Trans*feindlichkeit beitragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. <strong>Ursachen von Trans*feindlichkeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>46 Prozent von 20.271 befragten Lesben, Schwulen, Bi* und Trans* Menschen (LSBT) in Deutschland geben Diskriminierungserfahrungen an (FRA \u2013 European Union Agency for Fundamental Rights, 2013). Dabei findet die Ausgrenzung in der \u00d6ffentlichkeit, der Freizeit und am Arbeitsplatz statt. (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 2016)<\/p>\n\n\n\n<p>Politische Einstellungen k\u00f6nnen eine Ursache hierf\u00fcr sein: linkseingestellt Menschen stehen LSBT-Menschen eher positiv gegen\u00fcber als Menschen, die sich politisch eher mittig oder recht einordnen (Klocke, 2017). Ebenfalls scheint die religi\u00f6se beziehungsweise kulturelle Herkunft eine Rolle f\u00fcr das Auftreten feindlicher Einstellungen zu sein (ebd., 2017). Menschen mit Migrationshintergrund scheinen negativer eingestellt zu sein als Menschen ohne Migrationshintergrund, wobei zu erw\u00e4hnen ist, dass in vielen Studien unterschiedliche Herkunftsl\u00e4nder zusammengefasst wurden. Vor allem zeigen Menschen mit Hintergrund aus islamischen L\u00e4ndern und teilweise aus ehemalige UdSSR- Staaten diese negativen Einstellungen. (ebd., 2017)<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen neigen dazu, zu kategorisieren, wodurch Stereotypen entstehen und suggeriert werden (Vanagas &amp; Vanagas, 2023). ,,[\u2026] Die vorgegebenen gesellschaftlich anerkannten Kategorien \u2013 im Falle des Geschlechts die Kategorien m\u00e4nnlich\/weiblich \u2013 [sind] an gesellschaftliche Erwartungen gebunden wurden, die bei Erf\u00fcllung Anerkennung und Inklusion bedeuteten und bei Nicht-Erf\u00fcllung in der Regel zu Missachtung und Exklusion f\u00fchrten [\u2026]\u2018\u2018 (ebd., 2023, S.318). Auch stehen in diesem Zusammenhang Unsicherheiten, da durch trans* Identit\u00e4ten die soziale Rollenvorstellung von M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit hinterfragt wird (Friedrich, 2023). Somit sind soziale Privilegien und Rechte nicht am biologischen Geschlecht festzumachen (ebd., 2023).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ursachen f\u00fcr trans*feindliche Einstellungen sind vielf\u00e4ltig und das Thema r\u00fcckt zunehmend in den Fokus, weshalb die Forschung in diese Richtung weiterhin voranschreitet. Im Folgenden sind die Auswirkungen von Trans*feindlichkeit auf die psychische Gesundheit dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. <strong>Auswirkungen von Transfeindlichkeit auf die psychische Gesundheit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Minority Stress Modell spielen die verschiedenen Arten von Stress eine entscheidende Rolle, um die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit gegen\u00fcber marginalisierten Gruppen zu verstehen. Im Folgendem wird anhand von Ergebnissen und Erkenntnissen aus verschiedenen Studien und Forschungsarbeiten dargestellt, inwiefern Trans*feindlichkeit negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Trans*feindlichkeit l\u00e4sst sich nicht klar einordnen. Klassisch k\u00f6nnte man sagen, dass es sich um eine Diskriminierungsform handelt und somit als distaler Stress beschrieben wird. Dieser hat jedoch auch Einfluss auf proximalen Stress.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Studie von Timmins, Rimes &amp; Rahman (2017) wurden direkte und indirekte Zusammenh\u00e4nge zwischen Stressoren der Minderheit und psychischer Belastung an einer gro\u00dfen und geographisch vielf\u00e4ltigen Stichprobe (N= 1207) untersucht. Die Erwartung der Ablehnung, die Selbststigmatisierung und die Vorurteilserlebnisse waren alle mit psychischer Belastung verbunden. Die Beziehungen wurden teilweise durch das Gr\u00fcbeln erkl\u00e4rt und zeigte 54,5 Prozent der Varianz der psychischen Belastung und 29,3 Prozent des Gr\u00fcbelns. Die Ergebnisse verdeutlichen die starke Beziehung zwischen den Minderheitsstressoren und psychischen Belastungen von trans* Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Untersuchung zum Wohlbefinden von trans* Menschen (N= 90) in der Schweiz veranschaulicht Befragungen zu erlebter Nicht-Akzeptanz der Geschlechtsidentit\u00e4t, internalisierter Trans*feindlichkeit, Lebenszufriedenheit und psychischer Belastung (Ott,&nbsp;Regli &amp; Znoj, 2017). Die Auswertung zeigt eine hohe Pr\u00e4valenz an psychischer Belastung und eine starke negative Korrelation zwischen Minderheitenstress und Wohlbefinden. Internalisierte Trans*feindlichkeit vermittelt einen Zusammenhang zwischen Nicht-Akzeptanz der Geschlechtsidentit\u00e4t und dem Wohlbefinden. Diese Ergebnisse st\u00fctzen das Minority Stress Modell.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Studie zum Thema Genderidentit\u00e4t und sexuelle Orientierung untersucht Opfer in einer Stichprobe von 641 Menschen, die Gewaltverbrechen erlebt haben und eine medizinische Notfallbehandlung in einem \u00f6ffentlichen Krankenhaus in Anspruch nehmen mussten (Cramer, McNiel, Holley, Shumway &amp; Boccellari, 2012). Die Ergebnisse verdeutlichen, dass lesbische, schwule, bi* und trans* (LSBT) Menschen mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit Opfer sexueller \u00dcbergriffe wurden. Au\u00dferdem leiden LSBT-Menschen signifikant mehr unter akutem Stress und allgemeinen \u00c4ngsten (ebd., 2012). Au\u00dferdem machen die Forschenden (2012) die Beobachtung, dass die Genderidentit\u00e4t der Opfer den Zusammenhang zwischen Art der Gewalt und dem Auftreten von Paniksymptomen und den Zusammenhang zwischen Traumageschichte und allgemeinen Angstsymptomen moderiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Studie (Jefferson, Neilands &amp; Sevelius, 2013) aus diesem Bereich stellt dar, inwieweit der Zusammenhang besteht zwischen trans* Frauen of Colour, die von vielf\u00e4ltiger Diskriminierung betroffen sind, und Depressionen. In dem einfachen logistischen Regressionsmodell mit Exposition gegen\u00fcber trans*feindlichen Ereignissen an ein Depressionssymptom-Ergebnis angepasst, bedeutet jede Einheit Anstieg der Exposition trans*feindlichen Ereignissen eine um 3 Prozent erh\u00f6hte Wahrscheinlichkeit Depressionssymptome zu erleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu einem signifikanten Ergebnis kommt auch die Online-Umfrage von 2003 mit einer Stichprobe von 1093 trans* Teilnehmenden. Eine hohe Pr\u00e4valenz von klinischen Depressionen (44,1 %), Angstzust\u00e4nden (33,2 %) und Somatisierung (27,5 %) werden dokumentiert. Des Weiteren zeigt sich, dass soziale Stigmatisierung in einem positiven Zusammenhang mit psychischer Belastung steht (ebd., 2003).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Erkl\u00e4rungsmodell von Pl\u00f6derl (2016) legt viele Studien dar, die ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr das Auftreten von psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit lesbischen, schwulen, bi*, trans* und inter* Menschen sehen. Dabei arbeitet er heraus, dass die Datenlage f\u00fcr die Gruppe der trans* Menschen noch nicht ausreichend ist. Die Ergebnisse lassen jedoch auf ein erh\u00f6htes Risiko schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufbauend auf diesen Informationen gibt es Pr\u00e4ventions- und Interventionsstrategien, die vor allem den negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit abschw\u00e4chen oder verhindern k\u00f6nnen. Diese werden im Folgenden dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. <strong>Pr\u00e4ventions- und Interventionsstrategien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Strategie ist es, die Sichtbarkeit von trans* Menschen grundlegend zu erh\u00f6hen (Klocke, 2017). Der sogenannte Mere exposure-Effekt, den man auch aus dem Bereich der Werbung kennt, kann dazu f\u00fchren, dass sich Einstellungen \u00e4ndern. Es wird positiver auf vertraute Personen reagiert. Aufbau von Vertrautheit durch das Kennenlernen von trans* Pers\u00f6nlichkeiten kann deshalb ein wichtiger Schritt sein (ebd., 2017). Umsetzen kann man das durch Aufkl\u00e4rungsprojekte, Aufkl\u00e4rungsarbeit und Kontaktinterventionen, die vor allem von Autorit\u00e4ten oder Institutionen gest\u00fctzt werden (Allport, Clark &amp; Pettigrew, 1954).<\/p>\n\n\n\n<p>Um trans*feindliche Angriffe von vornherein abzuwenden, k\u00f6nnen gesch\u00fctzte R\u00e4ume erschaffen und genutzt werden, in denen die Identit\u00e4t selbstverst\u00e4ndlich akzeptiert wird (Franzen, 2011). Auch die Einf\u00fchrung von einem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie am 17. Mai 2009 f\u00fchrt zu mehr Sichtbarkeit. Und auch Demonstrationen wie der transgeniale CSD in Berlin sind Wege, um Unsicherheit und Unsichtbarkeit abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit ist, sich \u00fcber einen respektvollen zwischenmenschlichen Umgang mit trans*Personen zu informieren (Kailey, 2013). Man kann verschiedenste Literatur nutzen, die f\u00fcr unpassende Fragen sensibilisiert und Unwissende darauf hinweist, welche Bed\u00fcrfnisse die trans* Community hat. Bespiele hierf\u00fcr sind, nicht nach Operationen, Geschlecht oder Erfahrungen \u00fcber Ausgrenzung zu fragen, Personen nicht ungewollt zu outen und die korrekten Pronomen und Namen zu verwenden (ebd.,2013).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch institutionell ist es wichtig f\u00fcr trans* Menschen eine Gesetzesgrundlage zu schaffen, wobei eine Reform zum Transsexuellengesetz (TSG) auf den Weg gebrachten werden soll. 2011 wurde vom Bundesverfassungsgericht beschlossen, dass das Gesetz verfassungswidrig ist. Aktuell stehen diese Reform und neue Gesetzesentw\u00fcrfe in Diskussion.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls von gro\u00dfer Bedeutung sind p\u00e4dagogische Einrichtungen, wie Schulen, um aufzukl\u00e4ren, die Lebenswirklichkeit von trans* Menschen in Schulb\u00fcchern darzustellen und das Thema Genderidentit\u00e4t im Allgemeinen einen Raum zu geben, um Vorurteile fr\u00fchzeitig abzubauen, aber auch positive Erfahrungen zu schaffen (Krell, 2019).<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorangegangenen Strategien zur Pr\u00e4vention und Intervention zielen vor allem auf den Abbau von Vorurteilen ab und auf den Schutz vor Trans*feindlichkeit. Haben Menschen diese feindlichen Erlebnisse in ihrem Leben durchgemacht, ist es wichtig, auch hier Schutz und Hilfe anzubieten, um die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit einzud\u00e4mmen. Allerdings haben viele trans* Menschen Vorbehalte gegen eine psychotherapeutische Behandlung, da sie auch immer noch von der Krankenkasse in Deutschland gefordert wird, um eine geschlechtsangleichende Behandlung zu \u00fcbernehmen. Auch wird in Therapien eher gepr\u00fcft und versucht umzustimmen, da fr\u00fcher das Trans*-Sein als psychische St\u00f6rung eingeordnet wurde. Dabei sollte die Entscheidung zu einer psychotherapeutischen Behandlung individuell getroffen werden und nicht als Grundlage f\u00fcr die Auslebung einer eigenen Identit\u00e4t genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die trans* Community stellt ebenso eine gro\u00dfe Ressource f\u00fcr die mentale Gesundheit da, worauf in der Hausarbeit aufgrund von Limitationen nicht weiter eingegangen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6. <strong>Zusammenfassung\/Diskussion<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend kann bez\u00fcglich der in der Hausarbeit gewonnenen Erkenntnisse gesagt werden, dass obwohl ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen bei trans* Personen zum Teil auf Geschlechtsdysphorie zur\u00fcckzuf\u00fchren sein kann (Leiden, das aus der Inkongruenz zwischen dem zugewiesenen und dem erlebten Geschlecht), trans* Personen einem sozialen Umfeld mit Vorurteilen gegen trans* und soziale Stigmatisierung, bekannt als Trans*feindlichkeit, ausgeliefert sind (Norton &amp; Herek, 2013).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wohlbefinden spielt eine entscheidende Rolle bei der psychischen Gesundheit jedes Individuums. Trans* Menschen haben mit einer Vielzahl von Belastungen zu k\u00e4mpfen, die das Wohlbefinden beeintr\u00e4chtigen und somit auch ihre mentale Gesundheit. Dazu geh\u00f6ren soziale Stigmatisierung, Diskriminierung, Vorurteile, Gewalt und Trans*feindlichkeit, die diese Probleme erheblich versch\u00e4rfen. Die permanente Angst vor Diskriminierung und Gewalt, die viele trans* Personen begleitet, belastet ihre psychische Gesundheit. Depressionen, Angstzust\u00e4nde, Suizidalit\u00e4t, posttraumatische Belastungsst\u00f6rungen und Selbstverletzung sind einige der Auswirkungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das in der Literatur gefundene Minority Stress Modell lie\u00df sich anhand der vorgestellten Studien belegen und stellt eine wichtige Grundlage da, um zu verstehen, wie es durch t\u00e4glich erlebten Stress zu psychischen Belastungen bei trans* Menschen kommen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist unerl\u00e4sslich, trans* Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zu unterst\u00fctzen, Trans*feindlichkeit zu bek\u00e4mpfen und f\u00fcr betroffene Menschen einzustehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7. <strong>Res\u00fcmee<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In meiner zuk\u00fcnftigen Arbeit als Psychotherapeutin m\u00f6chte ich besonders auf die Bed\u00fcrfnisse von trans* Menschen achten. Es ist besorgniserregend, was Menschen erleben m\u00fcssen, die sich nicht ihrem zugewiesenen Geschlecht zugeh\u00f6rig f\u00fchlen. Ich denke, dass es eine sehr wichtige Aufgabe ist, die Psychotherapie hier weiter auszubauen und auf das Individuum anzupassen. Das sehe ich auch in meiner aktuellen Besch\u00e4ftigung speziell mit suchterkrankten Menschen. Sie erleben soziale Stigmatisierung durch ihre Erkrankung und bei einer anderen Geschlechtsidentit\u00e4t zus\u00e4tzliche Diskriminierung, was zum Teil ihre Grunderkrankung beeinflussen kann. In diesem Bereich ist die Forschung noch ganz am Anfang und ich denke, dass vor allem Mehrfachdiskriminierung zunehmend einen Bereich in der psychologischen Forschung einnehmen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren braucht es mehr Strategien, um Trans*feindlichkeit zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch habe ich in meiner Literaturrecherche gesehen, dass die Forschung im Bereich der Genderidentit\u00e4t weiter ausgebaut werden sollte, auch da das Thema zunehmend an Relevanz gewinnt und mehr Menschen zu ihrer Geschlechteridentit\u00e4t stehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Allport, G. W., Clark, K., &amp; Pettigr ew, T. (1954). The nature of prejudice.<\/p>\n\n\n\n<p>Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2016): Diskriminierungserfahrungen in Deutschland: Erste Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Erhebung und einer Betroffenenbefragung. Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>Bockting, W. O., Miner, M. H., Swinburne Romine, R. E., Hamilton, A., &amp; Coleman, E. (2013). Stigma, mental health, and resilience in an online sample of the US transgender population.&nbsp;<em>American journal of public health<\/em>,&nbsp;<em>103<\/em>(5), 943-951.<\/p>\n\n\n\n<p>Cramer, R. J., McNiel, D. E., Holley, S. R., Shumway, M., &amp; Boccellari, A. (2012). Mental health in violent crime victims: Does sexual orientation matter?\u00a0<em>Law and Human Behavior, 36<\/em>(2), 87\u201395.\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/psycnet.apa.org\/doi\/10.1037\/h0093954\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1037\/h0093954 <\/a><a href=\"\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Claudia Krell:\u00a0<em>\u201eSchule ist nochmal eine ganz andere Sache\u201c<\/em>. In:\u00a0<em>Gender \u2013 Wissen \u2013 Vermittlung: Geschlechterwissen im Kontext von Bildungsinstitutionen und sozialen Bewegungen<\/em>. Springer Fachmedien, Wiesbaden 22019,\u00a0ISBN978-3-658-27700-0,\u00a0S.\u00a0169\u2013192,\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Digital_Object_Identifier\">doi<\/a>:<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-27700-0_10\">10.1007\/978-3-658-27700-0_10<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>FRA \u2013 European Union Agency for Fundamental Rights (2013): European Union lesbian, gay, bisexual and transgender survey: Results at a glance. (978-92-9239-173-7). Luxembourg: Publications Office of the European Union. Verf\u00fcgbar unter<a href=\"https:\/\/fra.europa.eu\/sites\/default\/files\/eu-lgbt-survey-results-at-a-glance_en.pdf.\"> https:\/\/fra.europa.eu\/sites\/default\/files\/eu-lgbt-survey-results-at-a-glance_en.pdf. <\/a>Abgerufen am 15.09.2023<\/p>\n\n\n\n<p>Florian Friedrich (2023). <em>Trans*Phobie \/ Trans*Negativit\u00e4t &#8211; Gewalt gegen trans*Menschen<\/em>. Abgerufen am 15.09.2023 von <a href=\"https:\/\/www.psychotherapie-salzburg.de\/transphobie-trans-negativitaet-und-gewalt-gegen-trans-menschen-teil-1\">https:\/\/www.psychotherapie-salzburg.de\/transphobie-trans-negativitaet-und-gewalt-gegen-trans-menschen-teil-1<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/psychologie\/geschlechtsidentitaet\/5801\">https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/psychologie\/geschlechtsidentitaet\/5801 <\/a>Abgerufen am 13.09.2023 Stichwort: Geschlechtsidentit\u00e4t<\/p>\n\n\n\n<p>Jannik Franzen (2011). <em>Transphobie in LSBTI-Kontexten.<\/em>&nbsp;In: LesMigraS \u2013 Antigewalt- und Antidiskriminierungsbereich der Lesbenberatung Berlin e.&nbsp;V. (Hrsg.):&nbsp;<em>Empowerment in Bezug auf Rassismus und Transphobie in LSBTI-Kontexten: Verbindungen sprechen.<\/em>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jefferson, K.,\u00a0B. Neilands, T<a href=\"https:\/\/www.emerald.com\/insight\/search?q=Torsten%20B.%20Neilands\">.<\/a>\u00a0and\u00a0Sevelius, J.\u00a0(2013), &#8222;Transgender women of color: discrimination and depression symptoms&#8220;,\u00a0<em>Ethnicity and Inequalities in Health and Social Care<\/em>, Vol. 6 No. 4, pp. 121-136.\u00a0<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1108\/EIHSC-08-2013-0013\">https:\/\/doi.org\/10.1108\/EIHSC-08-2013-0013 <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Klocke, U. (2017). Homo-und Transfeindlichkeit in Deutschland: Erscheinungsformen, Ursachen und Interventionsm\u00f6glichkeiten.&nbsp;<em>Wer will die hier schon haben<\/em>, 291-308.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Matt Kailey:&nbsp;<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20130329021210\/http:\/tranifesto.com\/transgender-faqs-and-info\/ten-things-not-to-say-to-a-trans-person\/\"><em>Ten Things Not to Say to a Trans Person.<\/em><\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Web-Archivierung#Begrifflichkeiten\">Memento<\/a>&nbsp;vom 29. M\u00e4rz 2013 im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internet_Archive\"><em>Internet Archive<\/em><\/a>) In:&nbsp;<em>Tranifesto.<\/em>&nbsp; (englisch).<\/p>\n\n\n\n<p>Matt Kailey:&nbsp;<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20130316090016\/http:\/tranifesto.com\/transgender-faqs-and-info\/trans-etiquette-for-non-trans-people\/\"><em>Trans Etiquette for Non-Trans People.<\/em><\/a>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Web-Archivierung#Begrifflichkeiten\">Memento<\/a>&nbsp;vom 16. M\u00e4rz 2013 im&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internet_Archive\"><em>Internet Archive<\/em><\/a>) In:&nbsp;<em>Tranifesto.<\/em>&nbsp;(englisch).<\/p>\n\n\n\n<p>Meyer, I. H. (2003). Prejudice, social stress, and mental health in lesbian, gay, and bisexual populations: Conceptual issues and research evidence.\u00a0<em>Psychological Bulletin, 129<\/em>(5), 674\u2013697. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1037\/0033-2909.129.5.674\u00a0\">https:\/\/doi.org\/10.1037\/0033-2909.129.5.674\u00a0<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Norton, A. T., &amp; Herek, G. M. (2013). Heterosexuals\u2019 attitudes toward transgender people: Findings from a national probability sample of US adults.&nbsp;<em>Sex roles<\/em>,&nbsp;<em>68<\/em>, 738-753.<\/p>\n\n\n\n<p>Ott, A., Regli, D., &amp; Znoj, H. (2017). Minorit\u00e4tenstress und soziale Unterst\u00fctzung: Eine Online-Untersuchung zum Wohlbefinden von Trans* Personen in der Schweiz.&nbsp;<em>Zeitschrift f\u00fcr Sexualforschung<\/em>,&nbsp;<em>30<\/em>(02), 138-160.<\/p>\n\n\n\n<p>Personenstandsgesetz, Bundesgesetz, Bundesrepublik Deutschland, Inkrafttreten der letzten \u00c4nderung: 21.07.2023<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6derl, M. (2016). LSBTI und psychische Gesundheit: Fakten und Erkl\u00e4rungsmodelle.\u00a0<em>Psychotherapie-Wissenschaft<\/em>,\u00a0<em>6<\/em>(2), 140\u2013151. Abgerufen am 13.09.2023 von <a href=\"https:\/\/psychotherapie-wissenschaft.info\/article\/view\/257\">https:\/\/psychotherapie-wissenschaft.info\/article\/view\/257<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Queer-lexikon.net Abgerufen am 15.09.2023 Stichwort: trans*<\/p>\n\n\n\n<p>Scheithauer, H., &amp; Niebank, K. (Hrsg.). (2022) Entwicklungspsychologie. Entwicklungswissenschaft des Kindes-und Jugendalters. Neuropsychologische, genetische und psychosoziale Aspekte der Entwicklung. In Entwicklung von Pers\u00f6nlichkeit, Selbst und Identit\u00e4t Pearson. Kap.8<\/p>\n\n\n\n<p>Timmins, L., Rimes, K. A., &amp; Rahman, Q. (2017). Minority stressors and psychological distress in transgender individuals.\u00a0<em>Psychology of Sexual Orientation and Gender Diversity, 4<\/em>(3), 328\u2013340. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1037\/sd0000237\">https:\/\/doi.org\/10.1037\/sd0000237 <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Transsexuellengesetz \u2013 TSG) vom 10. September 1980 (BGBl.&nbsp;I&nbsp;S.&nbsp;1654)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vanagas, Annette and Vanagas, Waldemar.\u00a0<em>Das Selbstbestimmungsgesetz: \u00dcber die Diskurse um Transgeschlechtlichkeit und Identit\u00e4tspolitik<\/em>, Bielefeld: transcript Verlag, 2023., Transnegativit\u00e4t und Transfeindlichkeit im Kontext der Diskurse, Kap.4.5 <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783839467190\u00a0\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783839467190\u00a0<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Elise Ferdoun Kedik, <em>Die Auswirkungen von Trans*feindlichkeit auf die psychische Gesundheit von trans* Personen<\/em>, , in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 05.12.2023,<a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=413\"> https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=413<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elise Ferdoun Kedik (SoSe 2023) 1. Einleitung In den letzten Jahren r\u00fccken die Themen Geschlechtsidentit\u00e4t und -vielfalt verst\u00e4rkt in das \u00f6ffentliche Bewusstsein. In diesem Zusammenhang hat die Trans*-Community, bestehend aus Menschen, die nicht das Geschlecht sind, dem sie bei der Geburt zugewiesen wurden (Queer-Lexikon, 2023), zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Trotz dieser wachsenden Sichtbarkeit, viel Engagement und &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2023\/12\/05\/die-auswirkungen-von-transfeindlichkeit-auf-die-psychische-gesundheit-von-trans-personen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie Auswirkungen von Trans*feindlichkeit auf die psychische Gesundheit von trans* Personen\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2643,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[327720],"tags":[449604,62750,449605],"class_list":["post-413","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-essay","tag-geschlechtsidentitaet","tag-gesundheit","tag-transpersonen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2643"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=413"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/413\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":415,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/413\/revisions\/415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}