{"id":430,"date":"2024-01-23T13:29:08","date_gmt":"2024-01-23T12:29:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=430"},"modified":"2024-01-23T13:29:43","modified_gmt":"2024-01-23T12:29:43","slug":"frauen-in-konflikt-und-kriegssituationen-beitraege-herausforderungen-und-potentiale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2024\/01\/23\/frauen-in-konflikt-und-kriegssituationen-beitraege-herausforderungen-und-potentiale\/","title":{"rendered":"Frauen in Konflikt- und Kriegssituationen: Beitr\u00e4ge, Herausforderungen und Potentiale."},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anwendung auf das Beispiel Ruanda und den V\u00f6lkermord 1994<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Paula H\u00e4rtge (SoSe 2023) <\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einleitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><em>\u201eMan kommt nicht als Frau zur Welt, man wird zur Frau gemacht.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Mit diesen Worten beschreibt Simone de Beauvoir, dass das soziale Geschlecht ein Konstrukt ist, dem gesellschaftliche Ideale und \u00dcberzeugungen zugrunde liegen. Frauen weltweit versuchen, ihren Alltag innerhalb dieses Konstrukts zu gestalten und immer wieder gibt es Bestrebungen, das Konstrukt aufzul\u00f6sen. Doch auch 2023 zeigt der Global Gender Gap Report, dass die L\u00fccke zur Parit\u00e4t erst um 68,4% geschlossen ist und wenn sich der Fortschritt im aktuellen Tempo weiterentwickelt, wird die Welt erst in 131 Jahren parit\u00e4tisch sein.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">In Konflikt- und Kriegssituationen \u00e4ndern sich Lebensrealit\u00e4ten enorm, Normen und Werte verschieben sich. Dies wirkt sich auch auf die Alltagserfahrung von Frauen aus. Diskriminierung ihnen gegen\u00fcber verst\u00e4rkt sich, sie sind verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt und agieren dennoch sowohl als T\u00e4terinnen und Opfer. Anhand des V\u00f6lkermords in Ruanda, der sich 1994 ereignete und das Land in Schrecken zur\u00fccklie\u00df, wird in der folgenden Arbeit analysiert, wie Frauen Konfliktsituationen erleben und wie sich dies auf langfristige politische Entwicklungen auswirkt. Dem Konflikt wird besondere Bedeutung beigemessen, da das Land in den folgenden Jahren eine Vorbildfunktion hinsichtlich der Geschlechtergerechtigkeit einnahm.<\/p>\n\n\n\n<p>In der folgenden Arbeit geht es prim\u00e4r um Frauen, deren Rolle oft pauschalisiert betrachtet wird. Das Bewusstsein darum, dass Frauen keine homogene Gruppe sind, lag dieser Pauschalisierung stets zugrunde und wo m\u00f6glich wurden Konkretisierungen vorgenommen. F\u00fcr den V\u00f6lkermord in Ruanda existieren nahezu keine Daten zu der Rolle von INTA*-Personen, weshalb eine diesbez\u00fcgliche Einordnung ungenau und spekulativ w\u00e4re. Wann immer m\u00f6glich, wurde versucht, das Binarit\u00e4tsprinzip aufzubrechen und Daten abseits dieses Konstrukts zu verwenden. Der V\u00f6lkermord in Ruanda und geschlechtliche Gewalt in Kriegen allgemein sind sensible Themen, deren Lekt\u00fcre belastend sein kann. In dieser Arbeit werden explizit Handlungen geschlechtlicher Gewalt sowie Mord thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Definition gender<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Um verstehen zu k\u00f6nnen, inwiefern der Aspekt der Geschlechtsidentit\u00e4t Auswirkungen auf Konfliktsituationen hat, muss dieser vorerst definiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Basis dessen ist die Unterscheidung zwischen dem biologischen und dem sozialen Geschlecht. Als soziales Geschlecht bezeichnet man die \u201egesellschaftlich gepr\u00e4gte [\u2026] und individuell erlernte [\u2026] Geschlechterrolle. Diese Geschlechterrolle wird durch die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Organisation einer Gesellschaft und durch die in ihr geltenden rechtlichen und ethisch-religi\u00f6sen Normen und Werte bestimmt.\u201c<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Der Begriff des biologischen Geschlechts bezeichnet alle k\u00f6rperlichen, geschlechtsspezifischen Merkmale.<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Obwohl die beiden Begriffe des biologischen und sozialen Geschlechts eng miteinander zusammenh\u00e4ngen, sind sie doch voneinander unabh\u00e4ngig. Beide sind per definitionem nicht eindeutig und vor allem wandelbar. Geschlecht wird als Spektrum verstanden und das Prinzip der Binarit\u00e4t wird in aktuellen Betrachtungsweisen immer weiter abgelegt.<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Das Konzept gender ist ein hierarchisches und erzeugt Ungerechtigkeiten. Minderheiten sind so nicht nur jeden Tag verschiedensten Formen der Diskriminierung ausgesetzt, sondern auch expliziten Gefahren, wie zum Beispiel einem schlechteren Zugang zu gesundheitlicher Versorgung. Doch nicht nur der Zugang wird deutlich erschwert, auch Behandlungen sind oft gepr\u00e4gt von Fehldiagnosen oder dem Absprechen von Entscheidungskompetenzen.<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>gender und Konfliktbearbeitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Stereotypisierung des sozialen Geschlechts kann in allen Lebensbereichen wahrgenommen werden und dennoch l\u00e4sst sich dezidiert feststellen, wie sich diese Annahmen in gesellschaftlichen Krisen und Konflikten verh\u00e4rten. Moderne Kriegsf\u00fchrung l\u00e4sst die Grenzen zwischen der \u00f6ffentlichen und privaten Sph\u00e4re verschwimmen und die Fragestellungen der Sicherheitspolitik werden auf verschiedene Bereiche erweitert.<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> So werden Themen wie Klimagerechtigkeit, Ressourcenschutz und soziale Gerechtigkeit als Teil einer funktionierenden Sicherheitsstrategie verstanden. Um diese Strategien koh\u00e4rent verfolgen zu k\u00f6nnen, spielen zunehmend auch nichtstaatliche und zivilgesellschaftliche Akteure eine gro\u00dfe Rolle, da sie eine andere Expertise einbringen k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>So sehr der Blickwinkel verschiedener Sicherheitsstrategien erweitert wird, noch ist die Realit\u00e4t der Kriegsf\u00fchrung eine andere. So zeigt sich weiterhin, dass Kriegssituationen bereits bestehende geschlechtliche Ungerechtigkeiten und Diskriminierung verst\u00e4rken. Zum Beispiel nimmt die h\u00e4usliche Gewalt zu, w\u00e4hrend Frauen gleichzeitig deutlich mehr Care-Arbeit \u00fcbernehmen. Trotzdem ist ihr Zugang zu humanit\u00e4ren Hilfen deutlich eingeschr\u00e4nkt.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> \u201eFl\u00fcchtende und Opfer sexualisierter Kriegsgewalt sind meist Frauen und Menschen der LGBTIQ+ Community. Transpersonen in Kriegssituationen werden meist nicht anerkannt und gesch\u00fctzt.\u201d<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Auch in Friedensprozessen werden Frauenrechte h\u00e4ufig als irrelevant abgetan und die von ihnen erlittene Gewalt wird nicht aufgearbeitet. T\u00e4ter*innen geschlechtsspezifischer Gewalt m\u00fcssen sich f\u00fcr ihre Taten meist nicht verantworten und haben so h\u00e4ufig auch keine Konsequenzen zu bef\u00fcrchten. Hinzu kommt, dass Frauen in Friedensprozesse selten aktiv einbezogen werden.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> \u201eIn Friedensabkommen wird die Frage der geschlechtsspezifischen Verfolgung und Gewalt meist ausgeklammert und bei der Umsetzung der Abkommen weitgehend ignoriert.\u201d<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ruanda und die Rolle von Frauen nach dem V\u00f6lkermord 1994<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Konflikt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Als in Ruanda 1994 circa 3,5 Millionen Menschen einem V\u00f6lkermord zum Opfer fielen, geschah dies nicht aus dem Nichts, sondern stellte die Eskalation eines langanhaltenden Konflikts dar. Der V\u00f6lkermord ereignete sich in knapp hundert Tagen zwischen April und Juli 1994 und traf vor allem Angeh\u00f6rige der Bev\u00f6lkerungsminderheit der Tutsi.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Der dem V\u00f6lkermord zugrunde liegende ethnische Konflikt reicht bis weit in die Kolonialzeit zur\u00fcck. Ruanda wurde von 1884 bis 1916 von Deutschland kolonialisiert, bis Belgien nach dem Ersten Weltkrieg die unterdr\u00fcckende Kolonialmacht wurde. Beide Staaten \u00fcbten eine rassistische Kolonialpolitik aus, welche die Tutsi-Minderheit als herrschende Klasse etablierte. Die Tutsi-Minderheit hatte sich als Krieger*innen und Viehz\u00fcchter*innen ausgezeichnet, w\u00e4hrend die Hutu, welche circa 90% der Bev\u00f6lkerung ausmachten, von der Landwirtschaft lebten. Die k\u00fcnstliche Hervorhebung der Tutsi erzeugte un\u00fcberbr\u00fcckbare soziale Spannungen.<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Vor 1884 gab es zwischen beiden Kulturen gemeinsame Traditionen und Verbindungen, die ein Gef\u00fchl der Zusammengeh\u00f6rigkeit erzeugten. Doch die Einf\u00fchrung sogenannter Personalpapiere, welche die Unterscheidung verschriftlichte, zerst\u00f6rte diese Bindungen nachhaltig.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Die bestehenden Machtverh\u00e4ltnisse \u00e4nderten sich 1959 durch Hutu-Aufst\u00e4nde, in Folge welcher tausende Tutsi aus Angst vor gewaltvollen Konsequenzen flohen. So hatte sich die Situation, als Ruanda 1962 unabh\u00e4ngig wurde, gewendet und eine autorit\u00e4re Hutu-Elite beherrschte das Land. Nicht alle Tutsi nahmen diese Machtumkehr stillschweigend hin und so formierte sich im burundischen Ausland ein Widerstand. 1972 kam es dort zu Massakern, bei welchen circa 300.000 Hutu starben. Als Folge davon kam es 1973 zu einem Milit\u00e4rputsch in Ruanda, bei dem Hutu Juv\u00e9nal Habyarimana an die Macht kam. Dies lie\u00df erst eine Hutu-Rachefeldzug vermuten, welcher entgegen aller Erwartungen jedoch ausblieb. Nach Dr\u00e4ngen aus dem Ausland versuchte der neue Machthaber ein Proporzsystem einzuf\u00fchren. Da die beiden Volksgruppen zu tief verfeindet waren, scheiterte der Versuch.<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tutsi-Widerstand organisierte sich fortlaufend im Ausland und im benachbarten Uganda gr\u00fcndete sich die \u201eFront Patriotique Rwandaise\u201c (FPR). Nach Ruanda kehrten sie 1990 als K\u00e4mpfer*innen zur\u00fcck, um gegen das Regime vorzugehen. Sie eroberten dabei weite Teile des Nordens und stie\u00dfen bis in die Landeshauptstadt vor. Unter ihnen befanden sich auch oppositionelle Hutu-K\u00e4mpfer*innen, was verdeutlicht, wie kompliziert die Situation und wie tief die Gr\u00e4ben zwischen den beiden V\u00f6lkern waren.<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> \u201eMit der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Arusha (Tansania) im August 1993 schien der B\u00fcrgerkrieg vorerst beendet. Das Abkommen sah unter anderem eine breit angelegte \u00dcbergangsregierung unter Einbeziehung der RPF sowie die Einf\u00fchrung eines Mehrparteiensystems vor.\u201d<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Daraufhin beschloss der Sicherheitsrat der UN die Resolution 872, um bei der Stabilisierung des Landes zu helfen. Diese Resolution erteilte jedoch keine Legitimation f\u00fcr ein milit\u00e4risches Eingreifen. Radikale Hutu akzeptierten diese Resolution aber nicht, sie radikalisierten sich stattdessen weiter und gr\u00fcndeten Milizen. Der Rassenhass wurde immer weiter angeheizt, insbesondere durch Radiosendungen, in denen die Tutsi-Minderheit diffamiert wurde. Doch auch \u00f6ffentliche Todeslisten f\u00fchrender Tutsi waren t\u00e4gliche Praxis der Diskriminierung.<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Als konkreter Ausl\u00f6ser des V\u00f6lkermordes wird der Abschuss des Flugzeugs von Machthaber Habyarimana gewertet. Als direkte Konsequenz wurden bereits eine halbe Stunde sp\u00e4ter moderate Hutu-Politker*innen und zahlreiche Tutsi ermordet. Diese Mordserie nahm in den folgenden hundert Tagen Fahrt auf und die Weltbev\u00f6lkerung sah zwischen April und Juni 1994 zu, wie fast die gesamte Minderheit der Tutsi und zahlreiche gem\u00e4\u00dfigte Hutu ermordet wurden.<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Der Genozid endete, nachdem es der RFP gelang, ganz Ruanda zu erobern. Daraufhin wurde eine \u00dcbergangsregierung gegr\u00fcndet, ma\u00dfgeblich bestehend aus Bizimungu, einem Hutu, als Pr\u00e4sident und Paul Kagame, einem Tutsi und Anf\u00fchrer der RPF, als Vizepr\u00e4sident. <a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Land war zerr\u00fcttet und die Aufarbeitung des V\u00f6lkermordes dauert bis heute an. Da besonders Frauen von Gewalttaten betroffen waren, gr\u00fcndeten sich unterst\u00fctzende Netzwerke. Die Frauen bekommen dort Unterst\u00fctzung bei der Gesundheitsvorsorge, der Traumaverarbeitung und bei der Erfahrung aktueller sowie vergangener Gewalt.<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Geschlechtliche Gewalt w\u00e4hrend des V\u00f6lkermords<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der V\u00f6lkermord versetzte ein ganzes Land in Angst und Schrecken, die Einwohner*innen wurden Zeug*innen eines unvergleichlichen Blutbades. W\u00e4hrend ehemals Verb\u00fcndete zu Feind*innen wurden, f\u00fcrchteten Tutsi um ihr Leben. Doch gerade in den ersten Tagen der Gewalteskalation w\u00e4hnten sich viele Tutsi-Frauen in Sicherheit, da bei vergangenen Pogromen meist ausschlie\u00dflich Tutsi-M\u00e4nner angegriffen wurden. Diese falsche Einsch\u00e4tzung hatte verheerende Folgen, denn die Frauen entschieden sich sehr sp\u00e4t, ihre H\u00e4user zu verlassen.<a href=\"#_ftn22\" id=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Auf ihrer Flucht werden viele Tutsi-Frauen nach Ausweisdokumenten gefragt, deren Herausgabe sie meist kollektiv verweigern. Die dem zugrunde liegende Hoffnung, nicht als Tutsi identifiziert werden zu k\u00f6nnen, wird zuhauf durch eine stereotype Zuordnung aufgrund physiognomischer Merkmale zunichte gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>So m\u00fcssen tausende Frauen schwere Vergewaltigungen ertragen, bei denen die Penetration oftmals auch durch Gegenst\u00e4nde wie abgeschlagene Flaschen erfolgt. Die T\u00e4ter<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> lassen die Frauen schwer verletzt zur\u00fcck, nicht selten werden Genitalien verst\u00fcmmelt und Br\u00fcste oder Nasen abgeschnitten.<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von den direkten, schweren Verletzungen m\u00fcssen die circa 500.000 Opfer der Vergewaltigungen noch viele langfristige Sch\u00e4den erleiden. Viele von ihnen sind schwer traumatisiert, der Zugang zu psychologischer Hilfe wird ihnen jedoch auch nach 1994 oft verwehrt. Au\u00dferdem infizieren sich viele Frauen mit HIV. Die vielen Kinder, die aus den Vergewaltigungen hervorgingen, werden als \u201evergessene Opfer\u201d des V\u00f6lkermordes bezeichnet. Sie m\u00fcssen sich nicht nur der Stigmatisierung der Gesellschaft aussetzen, sondern haben oftmals ein sehr schwieriges Verh\u00e4ltnis zu ihren M\u00fcttern. Da sie in den meisten F\u00e4llen nach 1994 geboren sind, wird ihnen die staatliche Unterst\u00fctzung zur Verarbeitung des V\u00f6lkermordes nicht zuteil.<a href=\"#_ftn25\" id=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Frauen als T\u00e4ter*innen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Tutsi-Frauen Opfer unvorstellbarer Verbrechen wurden, beteiligten sich auch tausende Frauen als T\u00e4terinnen am V\u00f6lkermord. Zwar gibt es keine Zahlen daf\u00fcr, wie viele Frauen Gewaltverbrechen aus\u00fcbten, doch der Anteil der weiblich Inhaftierten belief sich auf circa 6%. Die Dunkelziffer an Frauen, die nicht nur direkte k\u00f6rperliche Gewalt aus\u00fcbten, sondern auch Verstecke verrieten oder zum Morden aufhetzten, ist vermutlich deutlich h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die Anzahl der T\u00e4terinnen in verschiedenen Berichten stark variiert, wird meist deutlich: Der Gro\u00dfteil aller T\u00e4terinnen nahm eine f\u00fchrende oder Machtposition innerhalb der ruandischen Gesellschaft ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die von den Frauen ver\u00fcbten Taten stehen im Widerspruch zu g\u00e4ngigen feministischen Theorien, die Frauen eine gewaltfreie Neigung zuschreiben. Es wurde also versucht, verschiedene Handlungsmotivationen der Frauen auszumachen. Die Antworten scheinen alle eindimensional und nicht alle Faktoren beachtend. So wird einigen T\u00e4terinnen ihr Frau-Sein abgesprochen, w\u00e4hrend andere Erkl\u00e4rungen die T\u00e4terinnen als Ungeheuer bezeichnen. Dabei wird sich darauf berufen, dass Frauen, die gegen Stereotype verstie\u00dfen, keine richtigen Frauen sein k\u00f6nnten, weshalb sie Ungeheuer sein m\u00fcssten. Au\u00dferdem ist oft die Sprache von m\u00e4nnlicher Einflussnahme, welche die Frauen zu T\u00e4terinnen mache.<a href=\"#_ftn26\" id=\"_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Es kann also keine alleinige Handlungsmotivation festgestellt werden. \u201cSowohl der Versuch, [das] Verhalten [der Frauen] zu entschuldigen, als auch, es als Bruch der \u00fcblichen Geschlechterrollen zu verurteilen, f\u00fchrt zu einem stereotypen Frauenbild und wird der Vielschichtigkeit, in der Frauen Gewalt erfahren und aus\u00fcben, nicht gerecht.\u201d<a href=\"#_ftn27\" id=\"_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>UN Sicherheitsresolution 1325<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der V\u00f6lkermord in Ruanda hinterlie\u00df viele Frauen mit schweren Traumata, deren Folgen weitreichend sind. Dennoch gibt es in der feministischen Forschung immer wieder Stimmen, welche die zeitlich folgenden progressiven Entwicklungen direkt mit dem V\u00f6lkermord verbinden. Denn erstmals erkannte die Weltbev\u00f6lkerung geschlechtsspezifische Gewalt als ein Kernelement der Kriegsf\u00fchrung gegen\u00fcber der Zivilgesellschaft an. So wurden auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking Frauen in bewaffneten Konflikten zum zentralen Thema gemacht. Anschlie\u00dfend forderte der UN-Botschafter Anwarul Chowdhury aus Bangladesch, dass sich auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit dem Thema auseinandersetzen m\u00fcsse. Eine Resolution des Sicherheitsrats ist vor allem deswegen entscheidend, da sie v\u00f6lkerrechtlich bindend ist. Auf den Vorschlag Chowdhurrys hin formulierten mehrere NGOs und Kanada einen Gesetzesentwurf, der nach intensiver Lobbyarbeit schlie\u00dflich abgestimmt wurde. Seit dem 31. Oktober 2000 sind somit die Rechte von Frauen explizit niedergeschrieben und rechtlich bindend.<a href=\"#_ftn28\" id=\"_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWesentliche Elemente der Resolution 1325 sind der besondere Schutz von Frauen und M\u00e4dchen in Kriegsgebieten sowie die St\u00e4rkung der Teilhabe von Frauen an politischen Prozessen und Institutionen bei der Bew\u00e4ltigung und Verh\u00fctung von Konflikten.\u201d<a href=\"#_ftn29\" id=\"_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> Dabei wird anerkannt, dass Frauen in Konflikten nicht nur Opfer sind, sondern sie auch einen aktiven Beitrag in friedensschaffenden Prozessen leisten.<a href=\"#_ftn30\" id=\"_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Frauenrechte in Ruanda heute<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zwei Jahrzehnte nach dem V\u00f6lkermord wurde Ruanda h\u00e4ufig als sehr fortschrittliches Land hinsichtlich der Gleichberechtigung bezeichnet und verdiente sich Beinamen wie \u201cParadies f\u00fcr Frauen\u201d. Das lag vor allem an der 2005 gesetzlich eingef\u00fchrten Quotenregelung, die Frauen mehr F\u00fchrungspositionen erm\u00f6glichen sollte. Diese erwies sich als erfolgreich und so waren 2019 61,3% des Parlaments weiblich besetzt. Insbesondere zivilgesellschaftliche Akteure (vor allem Menschenrechtsorganisationen) kritisierten jedoch die vermeintliche Progressivit\u00e4t des Landes und taten sie als reine Symbolpolitik ab.<a href=\"#_ftn31\" id=\"_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a> Der gr\u00f6\u00dfte Kritikpunkt ist dabei die Diskrepanz zwischen \u00f6ffentlicher und privater Rolle der Frau. W\u00e4hrend Frauen in \u00f6ffentlichen Positionen nicht nur repr\u00e4sentative Macht haben, sind im h\u00e4uslichen Umfeld patriarchale Strukturen fest verankert. Es wird als gegeben vorausgesetzt, dass Frauen die Care-Arbeit erledigen, w\u00e4hrend M\u00e4nner als unbestrittenes Familienoberhaupt angesehen werden.<a href=\"#_ftn32\" id=\"_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> Im j\u00fcngsten Global Gender Gap Report (2023) zeigt sich zudem, dass das Land auf dem Weg zur Parit\u00e4t R\u00fcckschritte macht. W\u00e4hrend Ruanda im Vorjahr noch Platz 6 der 146 bewerteten L\u00e4nder belegte, liegt es 2023 nur noch auf Platz 12. Begr\u00fcndet ist dieser R\u00fcckschritt vor allem in der Covid-Pandemie und ihren wirtschaftlichen sowie sozialen Auswirkungen.<a href=\"#_ftn33\" id=\"_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> Der Sustainable Development Report postuliert bei SDG 5<a href=\"#_ftn34\" id=\"_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>, dass bei diesem Ziel weiterhin signifikante Herausforderungen best\u00fcnden, der Wert verbessere sich jedoch.<a href=\"#_ftn35\" id=\"_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Fazit<\/strong><strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Frauen werden zu Frauen<a href=\"#_ftn36\" id=\"_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> gemacht, auch und gerade in Konflikt- und Kriegssituationen. Diese stellen Frauen vor besondere Herausforderungen. Abgesehen von im Krieg \u00fcblichen Gefahren, sind Frauen starker Diskriminierung ausgesetzt. Meist haben Frauen auch abseits von Krisensituationen eine niedrige soziale Stellung, weshalb sie die Auswirkungen von Kriegen in besonderer H\u00e4rte erleben m\u00fcssen. Bereits g\u00e4ngige und veraltete Rollenbilder werden verst\u00e4rkt gelebt und Frauen m\u00fcssen sich diesen unterordnen. Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr Frauen stellt geschlechtliche Gewalt dar. Frauen erfahren nicht nur massive k\u00f6rperliche Verletzungen, sondern werden auch psychisch erniedrigt. Der Einsatz geschlechtlicher Gewalt erfolgt oft systematisch und die betroffenen Frauen haben kaum Widerstandsm\u00f6glichkeiten.<a href=\"#_ftn37\" id=\"_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere nach Kriseneskalationen muss das Augenmerk in friedensf\u00f6rdernden Prozessen auch auf der Geschlechtergerechtigkeit liegen. Ruanda kann hier als Positivbeispiel dienen: Trotz der unvergleichbaren Gewalt, der Frauen ausgesetzt waren, nahm das Land eine Vorreiterrolle hinsichtlich der Geschlechtergerechtigkeit ein und konnte schnell enorme Fortschritte verzeichnen. Auch Jahrzehnte nach dem V\u00f6lkermord gibt es politische Programme, die dem Erreichen der Geschlechtergerechtigkeit dienen. Dennoch muss an dieser Stelle auch betont werden, dass in Ruanda allen positiven Entwicklungen zum Trotz auch Jahre nach dem V\u00f6lkermord noch ungerechte Gesellschaftsverh\u00e4ltnisse herrschen, in denen geschlechtliche Diskriminierung Gang und G\u00e4be ist. Menschenrechtsorganisationen berichten regelm\u00e4\u00dfig von Menschenrechtsverletzungen. So l\u00e4sst sich zwar sagen, dass Frauenquoten und weibliche politische Teilhabe das politische Geschehen ma\u00dfgeblich \u00e4ndern &#8211; doch um Geschlechtergerechtigkeit tats\u00e4chlich zu erreichen, m\u00fcssen auch gesellschaftliche Strukturen gewandelt und Stereotype aufgebrochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Frauen werden in Kriegen zu Frauen gemacht. Neben besonderen Gefahren bedeutet das auch, dass Frauen friedensf\u00f6rdernde Prozesse ansto\u00dfen und insbesondere nach Krisensituationen zur Erstellung rechtlicher Leitlinien beitragen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Internetquellen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Hrsg.: World Economic Forum, Global Gender Gap Report. 2023,&nbsp; S. 5 <a href=\"https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_GGGR_2023.pdf\">https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_GGGR_2023.pdf<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Arne Wiechman: gender. In: Lexikon der Entwicklungspolitik, o.A. <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/service\/lexikon\/gender-14414\">https:\/\/www.bmz.de\/de\/service\/lexikon\/gender-14414<\/a> (letzter Zugriff: 28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Dagmar Richter:&nbsp; Gender in Bildungsthemen, 19.03.2015 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/lernen\/politische-bildung\/193100\/gender\/\">https:\/\/www.bpb.de\/lernen\/politische-bildung\/193100\/gender\/<\/a> (letzter Zugriff: 28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Ina-Marie Blomeyer, Geschlechtsidentit\u00e4t und Geschlechtsausdruck. In Regenbogenportal, o.A.<a href=\"https:\/\/www.regenbogenportal.de\/informationen\/geschlechtsidentitaet-und-ausdruck\">Geschlechtsidentit\u00e4t und Geschlechtsausdruck (regenbogenportal.de)<\/a> (letzter Zugriff: 28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;o.A.: gender and health, in: Overview, o.A. <a href=\"https:\/\/www.who.int\/health-topics\/gender#tab=tab_1\">Gender (who.int)<\/a> (letzter Zugriff: 28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Robin Fai\u00dft (CARE Deutschland), Marieke Fr\u00f6hlich (Internationale Frauenliga f\u00fcr Frieden und Freiheit), Dr. Ines Kappert (Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-B\u00f6llStiftung: Ann\u00e4herung an eine feministische Au\u00dfenpolitik Deutschlands. 2022 <a href=\"https:\/\/www.frauenrat.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/E-Paper-Feministische-Aussenpolitik-FINAL-Netzwerk-1325.pdf\">https:\/\/www.frauenrat.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/E-Paper-Feministische-Aussenpolitik-FINAL-Netzwerk-1325.pdf<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Victoria Scheyer und Simone Wisotzki: Feministische Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung. 2022 <a href=\"https:\/\/blog.prif.org\/2022\/05\/17\/feministische-perspektiven-in-der-friedens-und-konfliktforschung\/\">Feministische Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung &#8211; PRIF BLOG<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Hrsg.: Amnesty International: GEWALT GEGEN FRAUEN IN UND NACH BEWAFFNETEN KONFLIKTEN. o.A <a href=\"https:\/\/www.amnesty.ch\/de\/themen\/frauenrechte\/gewalt-gegen-frauen-im-krieg\/gewalt-gegen-frauen-nach-dem-krieg\">Frauenrechte: Gewalt gegen Frauen in und nach bewaffneten Konflikten \u2014 amnesty.ch<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Christian Wagner, Hrsg.:Ausw\u00e4rtiges Amt: Ohne Frauen kein Frieden: Agenda \u201cFrauen, Frieden und Sicherheit. 2022 <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/menschenrechte\/05-frauen\/frauen-konfliktpraevention\/209848\">Ohne Frauen kein Frieden: Agenda \u201eFrauen, Frieden und Sicherheit\u201c &#8211; Ausw\u00e4rtiges Amt (auswaertiges-amt.de)<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Thorsten Schilling, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda. 2020 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/307318\/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda\/\">Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda | Hintergrund aktuell | bpb.de<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Eva de Vries: Ruandas \u201cvergessene Opfer\u201d. 2011 <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ruanda-die-vergessenen-opfer-des-genozids\/a-40043748\">Ruandas &#8222;vergessene Opfer&#8220; \u2013 DW \u2013 10.08.2017<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Nicole Hog: Frauen im V\u00f6lkermord in Ruanda: M\u00fctter oder Monster?. 2011 <a href=\"https:\/\/boell.org\/de\/2011\/06\/30\/frauen-im-voelkermord-ruanda-muetter-oder-monster\">Frauen im V\u00f6lkermord in Ruanda: M\u00fctter oder Monster? | Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung (boell.org)<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Bettina Metz, Hrsg.: UN Women: Die Resolution 1325 mit der Agenda \u201eFrauen, Frieden Und Sicherheit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;2021 <a href=\"https:\/\/unwomen.de\/die-resolution-1325-mit-der-agenda-frauen-frieden-und-sicherheit\/\">Die Resolution 1325 mit der Agenda \u201eFrauen, Frieden Und Sicherheit\u201c &#8211; !UN Women Deutschland<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Antonio Cascais: Ruanda: Ein Paradies f\u00fcr Frauen?.&nbsp; in: Deutsche Welle Politik, 2019. <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ruanda-ein-paradies-f%C3%BCr-frauen\/a-47794689\">Ruanda: Ein Paradies f\u00fcr Frauen? \u2013 DW \u2013 07.03.2019<\/a>&nbsp; (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Marlene Eichhorn: RUANDA ALS VORBILD? WIE FREI IST DIE FRAU WIRKLICH?. In Zeitgeist.de, 2022. <a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/prj\/zei\/de\/fem\/22714921.html\">Ruanda als Vorbild? Wie frei ist die Frau wirklilch? &#8211; Zeitgeister &#8211; Internationale Perspektiven aus Kultur und Gesellschaft &#8211; Goethe-Institut<\/a>&nbsp; (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Jeffrey D. Sachs, Guillaume Lafortune, Grayson Fuller and Eamon Drumm: SUSTAINABLE DEVELOPMENT REPORT 2023 Implementing the SDG Stimulus Includes the SDG Index and Dashboards: 2023, S. 4 <a href=\"https:\/\/dashboards.sdgindex.org\/profiles\/rwanda\">Sustainable Development Report 2023 (sdgindex.org)<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Arn Sauer, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Geschlecht, biologisches, 2018 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/gender-diversitaet\/geschlechtliche-vielfalt-trans\/500924\/geschlecht-biologisches\/\">Geschlecht, biologisches | Geschlechtliche Vielfalt &#8211; trans* | bpb.de<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>D\u00f6rte Hinrichs: Der lange Weg zur Vers\u00f6hnung. 2020 <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruanda-nach-dem-voelkermord-der-lange-weg-zur-versoehnung-100.html\">Ruanda nach dem V\u00f6lkermord &#8211; Der lange Weg zur Vers\u00f6hnung (deutschlandfunk.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Hrsg.: Deutscher Bundestag: Entstehung und Entwicklung des Genozids in Ruanda 1994 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Rolle der internationalen Gemeinschaft vor dem Hintergrund der Nicht-Intervention. 2007 <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/414630\/362cbc411de2b6127babe102503fd96d\/wd-2-029-07-pdf-data.pdf\">wd-2-029-07-pdf-data.pdf (bundestag.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p>Anne-Sophie Friedel: Editorial, Moderne Kriegf\u00fchrung, in: ZEITSCHRIFT DER BUNDESZENTRALE F\u00dcR POLITISCHE BILDUNG. 35\u201336\/2016. S. 3 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/232975\/moderne-kriegfuehrung\/\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/232975\/moderne-kriegfuehrung\/<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><strong>Literaturquellen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Hrsg.: UN Women and CARE International: RAPID GENDER ANALYSIS OF UKRAINE. o.A., 2022, S.7<\/p>\n\n\n\n<p>Karen Kr\u00fcger: Die Vergewaltigung von Tutsi-Frauen im rwandischen Genozid 1994. In: Feministische Studien, Band 22, 2004, S. 282<\/p>\n\n\n\n<p>Jens Martens und Wolfgang Obenland: Globale Zukunftsziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung. 2017, S. 7<\/p>\n\n\n\n<p>Jana Arloth Frauke und Lisa Seidensticker, Hrsg.: Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte: Frauen als Akteurinnen in Friedensprozessen. Berlin, 2011, S.10<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> vgl. Hrsg.: World Economic Forum, Global Gender Gap Report. 2023,&nbsp; S. 5 <a href=\"https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_GGGR_2023.pdf\">https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_GGGR_2023.pdf<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Arne Wiechman: gender. In: Lexikon der Entwicklungspolitik, o.A. <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/service\/lexikon\/gender-14414\">https:\/\/www.bmz.de\/de\/service\/lexikon\/gender-14414<\/a> (28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> vgl. Arn Sauer, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Geschlecht, biologisches, 2018 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/gender-diversitaet\/geschlechtliche-vielfalt-trans\/500924\/geschlecht-biologisches\/\">Geschlecht, biologisches | Geschlechtliche Vielfalt &#8211; trans* | bpb.de<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> vgl. Dagmar Richter:&nbsp; Gender in Bildungsthemen, 19.03.2015 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/lernen\/politische-bildung\/193100\/gender\/\">https:\/\/www.bpb.de\/lernen\/politische-bildung\/193100\/gender\/<\/a> (letzter Zugriff: 28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> vgl. o.A.: gender and health, in: Overview, o.A. <a href=\"https:\/\/www.who.int\/health-topics\/gender#tab=tab_1\">Gender (who.int)<\/a> (letzter Zugriff: 28.07.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> vgl.Anne-Sophie Friedel: Editorial, Moderne Kriegf\u00fchrung, in: ZEITSCHRIFT DER BUNDESZENTRALE F\u00dcR POLITISCHE BILDUNG. 35\u201336\/2016. S. 3 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/232975\/moderne-kriegfuehrung\/\">https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/232975\/moderne-kriegfuehrung\/<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> vgl. Robin Fai\u00dft (CARE Deutschland), Marieke Fr\u00f6hlich (Internationale Frauenliga f\u00fcr Frieden und Freiheit), Dr. Ines Kappert (Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-B\u00f6llStiftung: Ann\u00e4herung an eine feministische Au\u00dfenpolitik Deutschlands. 2022 <a href=\"https:\/\/www.frauenrat.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/E-Paper-Feministische-Aussenpolitik-FINAL-Netzwerk-1325.pdf\">https:\/\/www.frauenrat.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/E-Paper-Feministische-Aussenpolitik-FINAL-Netzwerk-1325.pdf<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> vgl.Hrsg.: UN Women and CARE International: RAPID GENDER ANALYSIS OF UKRAINE. o.A., 2022, S.7<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Victoria Scheyer und Simone Wisotzki: Feministische Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung. 2022 <a href=\"https:\/\/blog.prif.org\/2022\/05\/17\/feministische-perspektiven-in-der-friedens-und-konfliktforschung\/\">Feministische Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung &#8211; PRIF BLOG<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> vgl. Hrsg.: Amnesty International: GEWALT GEGEN FRAUEN IN UND NACH BEWAFFNETEN KONFLIKTEN. o.A <a href=\"https:\/\/www.amnesty.ch\/de\/themen\/frauenrechte\/gewalt-gegen-frauen-im-krieg\/gewalt-gegen-frauen-nach-dem-krieg\">Frauenrechte: Gewalt gegen Frauen in und nach bewaffneten Konflikten \u2014 amnesty.ch<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Hrsg.: Amnesty International: GEWALT GEGEN FRAUEN IN UND NACH BEWAFFNETEN KONFLIKTEN. o.A. <a href=\"https:\/\/www.amnesty.ch\/de\/themen\/frauenrechte\/gewalt-gegen-frauen-im-krieg\/gewalt-gegen-frauen-nach-dem-krieg\">https:\/\/www.amnesty.ch\/de\/themen\/frauenrechte\/gewalt-gegen-frauen-im-krieg\/gewalt-gegen-frauen-nach-dem-krieg<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> vgl. Thorsten Schilling, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda. 2020 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/307318\/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda\/\">Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda | Hintergrund aktuell | bpb.de<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> vgl.Hrsg.: Deutscher Bundestag: Entstehung und Entwicklung des Genozids in Ruanda 1994 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Rolle der internationalen Gemeinschaft vor dem Hintergrund der Nicht-Intervention. 2007 <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/414630\/362cbc411de2b6127babe102503fd96d\/wd-2-029-07-pdf-data.pdf\">wd-2-029-07-pdf-data.pdf (bundestag.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> vgl. Thorsten Schilling, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda. 2020 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/307318\/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda\/\">Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda | Hintergrund aktuell | bpb.de<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> vgl.Hrsg.: Deutscher Bundestag: Entstehung und Entwicklung des Genozids in Ruanda 1994 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Rolle der internationalen Gemeinschaft vor dem Hintergrund der Nicht-Intervention. 2007 <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/414630\/362cbc411de2b6127babe102503fd96d\/wd-2-029-07-pdf-data.pdf\">wd-2-029-07-pdf-data.pdf (bundestag.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> vgl. vgl.Hrsg.: Deutscher Bundestag: Entstehung und Entwicklung des Genozids in Ruanda 1994 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Rolle der internationalen Gemeinschaft vor dem Hintergrund der Nicht-Intervention. 2007 <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/414630\/362cbc411de2b6127babe102503fd96d\/wd-2-029-07-pdf-data.pdf\">wd-2-029-07-pdf-data.pdf (bundestag.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Thorsten Schilling, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda. 2020 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/307318\/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda\/\">Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda | Hintergrund aktuell | bpb.de<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>vgl.Hrsg.: Deutscher Bundestag: Entstehung und Entwicklung des Genozids in Ruanda 1994 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Rolle der internationalen Gemeinschaft vor dem Hintergrund der Nicht-Intervention. 2007 <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/414630\/362cbc411de2b6127babe102503fd96d\/wd-2-029-07-pdf-data.pdf\">wd-2-029-07-pdf-data.pdf (bundestag.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>vgl.Hrsg.: Deutscher Bundestag: Entstehung und Entwicklung des Genozids in Ruanda 1994 unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Rolle der internationalen Gemeinschaft vor dem Hintergrund der Nicht-Intervention. 2007 <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/414630\/362cbc411de2b6127babe102503fd96d\/wd-2-029-07-pdf-data.pdf\">wd-2-029-07-pdf-data.pdf (bundestag.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> vgl. Thorsten Schilling, Hrsg.: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung: Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda. 2020 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/307318\/gedenken-an-den-voelkermord-in-ruanda\/\">Gedenken an den V\u00f6lkermord in Ruanda | Hintergrund aktuell | bpb.de<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> vgl. &nbsp;D\u00f6rte Hinrichs: Der lange Weg zur Vers\u00f6hnung. 2020 <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruanda-nach-dem-voelkermord-der-lange-weg-zur-versoehnung-100.html\">Ruanda nach dem V\u00f6lkermord &#8211; Der lange Weg zur Vers\u00f6hnung (deutschlandfunk.de)<\/a> (letzter Zugriff: 03.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Hier muss betont werden, dass diese Fehleinsch\u00e4tzung keine Korrelation zur Verantwortung f\u00fcr alle folgenden Taten hat. Was den Tutsi-Frauen angetan wurde, ist unabh\u00e4ngig ihrer Handlungen zu bewerten und zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Das generische Maskulinum wird hier bewusst verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> vgl. Karen Kr\u00fcger: Die Vergewaltigung von Tutsi-Frauen im rwandischen Genozid 1994. In: Feministische Studien, Band 22, 2004, S. 282<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> vgl. Eva de Vries: Ruandas \u201cvergessene Opfer\u201d. 2011 <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ruanda-die-vergessenen-opfer-des-genozids\/a-40043748\">Ruandas &#8222;vergessene Opfer&#8220; \u2013 DW \u2013 10.08.2017<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" id=\"_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> vgl. Nicole Hog: Frauen im V\u00f6lkermord in Ruanda: M\u00fctter oder Monster?. 2011 <a href=\"https:\/\/boell.org\/de\/2011\/06\/30\/frauen-im-voelkermord-ruanda-muetter-oder-monster\">Frauen im V\u00f6lkermord in Ruanda: M\u00fctter oder Monster? | Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung (boell.org)<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" id=\"_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" id=\"_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a> vgl. Bettina Metz, Hrsg.: UN Women: Die Resolution 1325 mit der Agenda \u201eFrauen, Frieden Und Sicherheit\u201c,<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;2021 <a href=\"https:\/\/unwomen.de\/die-resolution-1325-mit-der-agenda-frauen-frieden-und-sicherheit\/\">Die Resolution 1325 mit der Agenda \u201eFrauen, Frieden Und Sicherheit\u201c &#8211; !UN Women Deutschland<\/a> (02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" id=\"_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> ebd<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" id=\"_ftn30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>vgl. ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" id=\"_ftn31\"><sup>[31]<\/sup><\/a> vgl. Antonio Cascais: Ruanda: Ein Paradies f\u00fcr Frauen?.&nbsp; in: Deutsche Welle Politik, 2019. <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ruanda-ein-paradies-f%C3%BCr-frauen\/a-47794689\">Ruanda: Ein Paradies f\u00fcr Frauen? \u2013 DW \u2013 07.03.2019<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\" id=\"_ftn32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> vgl. Marlene Eichhorn: RUANDA ALS VORBILD? WIE FREI IST DIE FRAU WIRKLICH?. In Zeitgeist.de, 2022. <a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/prj\/zei\/de\/fem\/22714921.html\">Ruanda als Vorbild? Wie frei ist die Frau wirklilch? &#8211; Zeitgeister &#8211; Internationale Perspektiven aus Kultur und Gesellschaft &#8211; Goethe-Institut<\/a>&nbsp; (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\" id=\"_ftn33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> vgl. Hrsg.: World Economic Forum, Global Gender Gap Report, 2023,&nbsp; S. 11 <a href=\"https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_GGGR_2023.pdf\">https:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_GGGR_2023.pdf<\/a> (letzter Zugriff: 02.08.2023)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\" id=\"_ftn34\"><sup>[34]<\/sup><\/a> Die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) sind Teil der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Diese Agenda bildet den Rahmen f\u00fcr Umwelt- und Entwicklungspolitik weltweit. Ziel 5 der Agenda ist das Erreichen der Geschlechtergerechtigkeit. (vgl. Jens Martens und Wolfgang Obenland: Globale Zukunftsziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung. 2017, S. 7)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref35\" id=\"_ftn35\"><sup>[35]<\/sup><\/a> vgl. Jeffrey D. Sachs, Guillaume Lafortune, Grayson Fuller and Eamon Drumm: SUSTAINABLE DEVELOPMENT REPORT 2023 Implementing the SDG Stimulus Includes the SDG Index and Dashboards: 2023, S. 4 <a href=\"https:\/\/dashboards.sdgindex.org\/profiles\/rwanda\">Sustainable Development Report 2023 (sdgindex.org)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref36\" id=\"_ftn36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> Auch in Kriegen sind Frauen keine homogene Gruppe. Die der Aussage zugrunde liegende These geht davon aus, dass Frauen anders an und in Kriegen leiden als M\u00e4nner.&nbsp; (vgl. Jana Arloth und Frauke Lisa Seidensticker, Hrsg.:&nbsp; Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte: Frauen als Akteurinnen in Friedensprozessen. Berlin, 2011, S.10)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref37\" id=\"_ftn37\"><sup>[37]<\/sup><\/a> vgl. Jana Arloth Frauke und Lisa Seidensticker, Hrsg.: Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte: Frauen als Akteurinnen in Friedensprozessen. Berlin, 2011, S.10<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Paula H\u00e4rtge, <em>Frauen in Konflikt- und Kriegssituationen: Beitr\u00e4ge, Herausforderungen und Potentiale<\/em>, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 23.01.2024, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=430\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=430<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anwendung auf das Beispiel Ruanda und den V\u00f6lkermord 1994 Paula H\u00e4rtge (SoSe 2023) Einleitung \u201eMan kommt nicht als Frau zur Welt, man wird zur Frau gemacht.\u201d Mit diesen Worten beschreibt Simone de Beauvoir, dass das soziale Geschlecht ein Konstrukt ist, dem gesellschaftliche Ideale und \u00dcberzeugungen zugrunde liegen. 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