{"id":440,"date":"2024-02-29T13:02:51","date_gmt":"2024-02-29T12:02:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=440"},"modified":"2024-02-29T13:02:51","modified_gmt":"2024-02-29T12:02:51","slug":"entwicklung-von-inter-rechten-in-der-medizinischen-gesetzgebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2024\/02\/29\/entwicklung-von-inter-rechten-in-der-medizinischen-gesetzgebung\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Inter*-Rechten in der medizinischen Gesetzgebung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mia Taheri (WiSe 2023\/24)<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\"><em>\u201cDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt\u201d<\/em>, so steht es im Grundgesetzbuch (BT, 2010, \u00a71, Abs. 1).<\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a>Dennoch gibt es viele Menschen, die immer noch f\u00fcr ihre W\u00fcrde und Rechte k\u00e4mpfen m\u00fcssen. So auch Inter* Menschen, die erst seit Ende des 20. Jahrhunderts mehr Aufmerksamkeit erlangt haben. Der erste \u00f6ffentliche Protest von Inter* Personen fand am 26. Oktober 1996 in Boston (USA) statt. Kritisiert wurden dort unter anderem die geschlechtsver\u00e4ndernden Eingriffe an Inter* Kindern, die selbst heute teilweise noch durchgef\u00fchrt werden (Regenbogenportal, o.D.). 2021 verabschiedete der Bundestag das \u201cGesetz zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung\u201d (Bundestag, o.D.). Dies ist der erste gesetzliche Versuch gewesen, Inter*-Rechte zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der vorliegenden Arbeit wird durch ausgew\u00e4hlte Aspekte der Verlauf von Inter*-Rechten im deutschen Gesundheitssystem behandelt. Dazu werden der \u201cZwitterparagraph\u201d (1794) und das \u201cGesetz zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung\u201d (2021) gegen\u00fcbergestellt, um den heutigen medizinischen und gesellschaftlichen Entwicklungsstand zu er\u00f6rtern.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><strong>Trigger und Content Warnung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden werden Zwangsoperationen, Beschreibung von medizinischen Eingriffen, sowie Aufz\u00e4hlungen von Begriffen wie Inters*x beim Zitieren und zur Erkl\u00e4rung von sensibler Sprache verwendet. Ebenso werden Organe und Anatomie ohne Zensur benannt. Des Weiteren wird der \u201cZwitterparagraph\u201d als historischer Begriff verwendet, der aus heutiger Sicht nicht mehr verwendet werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>2. Begriffserkl\u00e4rung &#8211; Was bedeutet Inter*?<\/h2>\n\n\n\n<p>Inter* sind Menschen, die nicht in das Konstrukt der Binarit\u00e4t passen. Sie haben k\u00f6rperliche Auspr\u00e4gungen, durch die sie nicht eindeutig zur weiblichen oder m\u00e4nnlichen Norm eingeordnet werden k\u00f6nnen. Es gibt mehrere Varianten der Geschlechtsentwicklung, sie k\u00f6nnen sowohl die Hormonproduktion oder die Geschlechtsorgane, als auch den Chromosomensatz betreffen (BMFSFJ,o. D.).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gegenbegriff zu Inter* ist Endo*. Sie machen den Hauptteil der Gesellschaft aus und lassen sich in die Kategorien \u201cweiblich\u201d und \u201cm\u00e4nnlich\u201d einordnen (FUMA, o.D.).<\/p>\n\n\n\n<p>In der deutschen Sprache gibt es mehrere Bezeichnungen f\u00fcr Inter* Menschen, darunter jedoch auch viele Begriffe, die beleidigend sein k\u00f6nnen. \u201cZwitter\u201d ist eine \u00e4ltere medizinische Bezeichnung, die vermieden werden sollte, da sie als Beleidigung genutzt wird (OII Deutschland, 2015, S. 19). Zwei weitere veraltete Begriffe sind \u201cHermaphrodit\u201d und \u201cPseudo-Hermaphrodit\u201d, die fr\u00fcher in der Medizin gebraucht wurden, jedoch auch Pathologisierungen darstellen. (Ebd. S. 13) Auch der Begriff \u201cIntersex\u201d, der zurzeit noch am h\u00e4ufigsten verwendet wird, sollte vermieden werden. Denn hierbei handelt es sich um eine missverst\u00e4ndliche Fehl\u00fcbersetzung vom Englischen \u201cintersex\u201d (Ebd. S. 14). Die korrekte \u00dcbersetzung w\u00e4re \u201cintergeschlecht\u201d. Diese in der Community entstandene Bezeichnung ist einwandfrei und kann in einem sensiblen Sprachgebrauch verwendet werden. Inter* ist eine weitere Bezeichnung, die genutzt werden sollte. Sie steht f\u00fcr die Selbstbestimmung von Inter* Menschen, die sich trotz st\u00e4ndiger Pathologisierung f\u00fcr ihre Rechte einsetzen. Ebenso stellt das Asterisk die Vielf\u00e4ltigkeit an M\u00f6glichkeiten Inter* zu sein, sowie jegliche Selbstbezeichnungen dar (Ebd. S. 15).<\/p>\n\n\n\n<p>Nur weil eine Person Inter* ist, hei\u00dft das jedoch nicht, dass deren Geschlechtsidentit\u00e4t auch Inter* ist. Es gibt auch Inter*, die sich trans* oder cis* identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wichtigste Kriterium ist jedoch die Selbstbezeichnung der jeweiligen Personen. Da dies letztendlich eine pers\u00f6nliche Entscheidung ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>3. Medizinische Behandlung von Inter*<\/h2>\n\n\n\n<p>Intergeschlechtlichkeit galt sehr lange als Krankheit, Syndrom oder St\u00f6rung. Seit den 1960er Jahren wurden international immer mehr geschlechtsver\u00e4ndernde Operationen durchgef\u00fchrt. Diese Geschlechtszuweisungen wurden meistens ohne die Zustimmung der Inter* Personen durchgef\u00fchrt (FUMA, o.D.). 2012 erkl\u00e4rte der Deutsche Ethikrat die geschlechtsver\u00e4ndernden Operationen in Deutschland als Eingriff in das Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit (Gesundheitsstadt Berlin, 2015).<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2019 kann aufgrund einer \u00c4nderung im Personenstandsgesetz ein Kind auch als \u201cdivers\u201d oder ohne Geschlechtsangabe in das Geburtenregister eingetragen werden (LSVD, o.D.). Trotz des vermeintlichen gesellschaftlichen und medizinischen Umschwungs hat sich die Anzahl der geschlechtsver\u00e4ndernden Operationen von 2005-2016 nicht bemerkbar verringert (Hoenes, Januschke, Kl\u00f6ppel 2019, S. 20).<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Veranschaulichung, dass viele dieser medizinischen Vorg\u00e4nge menschenrechtsverletzend sind, werden nun ohne Zensur verschiedene medizinische Abl\u00e4ufe geschildert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die angewandten Verfahren mit Patient*innen, deren Geschlecht nicht eindeutig in die zwei Geschlechternormen hineinpasst, hatten zwei bestimmte Kriterien. Entweder wenn die Klitoris zu \u00fcberdurchschnittlich gro\u00df war, um als Frau akzeptiert zu werden. Oder falls der Penis zu klein war, um als Mann akzeptiert zu werden. Weiterhin gab es eine Empfehlung, die Genitalien in solch einem Fall bestenfalls vor dem Abschluss des 18. Lebensmonats zu verdeutlichen. Au\u00dferdem wurde den Sorgeberechtigten zumeist empfohlen, den Patient*innen nichts \u00fcber die Eingriffe und Operationen zu erz\u00e4hlen, um die Entwicklung der Psychosexualit\u00e4t nicht negativ zu beeinflussen. Die letztere Empfehlung ist jedoch seit mehreren Jahren, aufgrund von Inter* Protesten, nicht mehr aktuell (Vo\u00df, 2012, S.45-47).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Prozess sowie die Folgen der geschlechtsver\u00e4ndernden Operationen sind traumatisierend und schmerzhaft. Bei einer feminisierenden Operation wird die Klitoris beschnitten, was zu einem Verlust der Empfindsamkeit f\u00fchren kann. Ebenso wird gegebenenfalls eine k\u00fcnstliche Vagina durch mehrfache Dehnung f\u00fcr die sp\u00e4tere Penetration durchgef\u00fchrt. Solch eine Behandlung, die laut Erfahrungsberichten einer Misshandlung gleicht, ist meistens medizinisch v\u00f6llig irrelevant (Ebd., S. 59-60).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Vorgang ist die Entnahme der Keimdr\u00fcsen (Gonaden). Folgen sind Unfruchtbarkeit, ein schwerer Hormonmangel, welcher eine lebenslange Hormontherapie mit sich zieht, sowie psychische und physische Nebeneffekte (Ebd. S. 59-60). Bei dieser Operation wurde zumeist angegeben, dass die Keimdr\u00fcsen m\u00f6glicherweise Krebs verursachen k\u00f6nnten. Wobei dies medizinisch umstritten ist, da das Vorkommen dieser Entwicklung viel zu unerforscht ist. Und selbst bei einem erh\u00f6hten Risiko, blieben die Folgen der Operation (Ebd. S. 47).<\/p>\n\n\n\n<p>Wie irrelevant die Gesundheit der Patient*innen bei der Wahl der Operationen ist, wird deutlich gemacht. Denn technisch ist die feminisierende Operation deutlich leichter (Ebd. S. 47). So ergeben medizinische Sch\u00e4tzungen, dass sich in 90 Prozent der F\u00e4lle f\u00fcr eine <em>feminisierende <\/em>Operation entschieden wurde (Ebd. S. 45).<\/p>\n\n\n\n<p>Der historische Ursprung der geschlechtsver\u00e4ndernden Operationen, der sich aus den 1950er Jahren ergibt, ist wie hier die psychische Entwicklung, die als bedroht angesehen wurde. Jedoch waren die Bedenken zu dieser Zeit noch die Bef\u00fcrchtung von homosexuellen Auspr\u00e4gungen (Ebd. S. 13).<\/p>\n\n\n\n<p>Hieraus wird deutlich, dass in den meisten F\u00e4llen von Eingriffen und Operationen an Inter* Personen, deren Angleichung zu einer der Geschlechternormen eine sehr hohe Priorit\u00e4t hatte und die medizinische Relevanz komplett in den Hintergrund r\u00fcckte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>4. Vorstellung des \u201cZwitterparagraphens\u201d<\/h2>\n\n\n\n<p>In der Fr\u00fchen Neuzeit galten zwei verschiedene Ansichten zur Intergeschlechtlichkeit. Die hippokratisch-galenische Lehre, welche sich im \u201cZwitterparagraphen\u201d widerspiegelt und die aristotelische Lehre, welche die Existenz von Intergeschlechtlichkeit nicht anerkannte. Der &#8222;Zwitterparagraph&#8220; beweist jedoch keine vollkommene Akzeptanz der hippokratisch-galenischen Lehre in der Gesellschaft. Beide Ansichten standen zu dieser Zeit in Diskussion.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hippokratisch-galenische Lehre stellt den Mann als vollkommenen Menschen dar und die Frau unvollkommenen Mann. Intergeschlechtliche Menschen hingegen waren keines von beidem (Kl\u00f6ppel, 2010, S.143-144).<\/p>\n\n\n\n<p>In der aristotelischen Lehre existiert Intergeschlechtlichkeit als solches nicht. Es gibt lediglich <em>missgebildete M\u00e4nner<\/em> und <em>missgebildete Frauen<\/em>, die durch ein \u201c\u00dcberma\u00df an Materie\u201d bestimmte Exzesse gebildet haben (Kl\u00f6ppel, 2010, S. 145).<\/p>\n\n\n\n<p>Der sogenannte \u201cZwitterpragraph\u201d war Teil des Allgemeines Landrecht f\u00fcr die Preu\u00dfischen Staaten (ALR, 1794). Er bestimmte das Vorgehen bei der Geburt einer Inter* Person, hier als <em>Zw*tter<\/em> bezeichnet. Es galt, dass wenn ein Neugeborenes ein uneindeutiges Geschlecht hat, die Eltern bestimmen sollten, wie das Kind aufgezogen wird. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres stehe es der besagten Person frei, deren Geschlecht zu w\u00e4hlen (ALR, 1794, <em>Personenrecht der Zwitter<\/em>, \u00a719-20). Ganz so frei schien die Entscheidung jedoch nicht zu sein, da jederzeit durch Untersuchung von <em>Sachverst\u00e4ndigen<\/em> das Geschlecht als ein anderes beurteilt werden konnte (ALR, 1794, <em>Personenrecht der Zwitter,<\/em> \u00a722-23). Die hier genannten <em>Sachverst\u00e4ndigen <\/em>waren vermutlich medizinisches Personal.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rechte von Inter* Menschen waren bei dem \u201cZwitterparagraphen\u201d weniger von Relevanz. Die Nachfrage nach solch einem Gesetz kam vielmehr daher, dass der damalige Zweck der Ehe, welcher die Fortpflanzung war, bewahrt werden sollte. (Schwenger, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1900 schwang die rechtliche Meinung mit dem B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch zur aristotelischen Lehre, die die Existenz von Inter* verleugnete (BGB, 1888, S.26). Dennoch wurden Inter* trotz der Gesetzes\u00e4nderung immer \u00f6fter als Personen und weniger als Forschungsobjekte angesehen (Schwenger, 2009).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>5. Vorstellung des neuen Gesetzes<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts geraten Inter* Menschen und ihre Rechte immer mehr ins Interesse der \u00d6ffentlichkeit. Jahrelang wurden nun von Inter* Verb\u00e4nden Ver\u00e4nderungen in den medizinischen Richtlinien gefordert, die die menschenrechtswidrigen Operationen an Inter* verbieten. L\u00e4nger als 200 Jahre nach dem &#8222;Zwitterparagraph&#8220; setzte 2021 das \u201cGesetz zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung\u201c in Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das neue Gesetz verbietet kosmetische Behandlungen an nicht einwilligungsf\u00e4higen Inter* Personen. Sowohl das Durchf\u00fchren als auch die Einwilligung zu so einem Eingriff ist nicht erlaubt (\u00a71631e, 2021, Artikel 1, Absatz 1). Die Eltern des Kindes sind ausschlie\u00dflich dazu bef\u00e4higt, f\u00fcr ihr Kind zu entscheiden, wenn der Eingriff nicht auf eine Selbstbestimmung des Kindes warten kann (Ebd., Artikel 1, Absatz 2).<\/p>\n\n\n\n<p>Falls es zu solch einem Fall kommt, wird die Genehmigung des Familiengerichts ben\u00f6tigt. Zur Beantragung m\u00fcssen die Eltern eine den Eingriff bef\u00fcrwortende Stellungnahme der interdisziplin\u00e4ren Kommission vorlegen. Diese Kommission entscheidet dann, ob ein Eingriff im Wohl des Kindes w\u00e4re (Ebd., Artikel 1, Absatz 3). Die Mitglieder der&nbsp; interdisziplin\u00e4ren Kommission m\u00fcssen alle Erfahrung im Umgang mit Varianten der Geschlechtsentwicklung haben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ebenso m\u00fcssen folgende Personen angeh\u00f6rt werden: Psycholog*in\/Psychiater*in, Ethiker*in, Jugend- oder Kindermediziner*in, eine neutrale \u00e4rztliche Person und der*die zust\u00e4ndige \u00c4rzt*in. Ebenso kann auf Wunsch der Eltern eine beratende Inter* Person hinzugezogen werden (Ebd., Artikel 1, Absatz 4).<\/p>\n\n\n\n<p>Falls sich die Kommission f\u00fcr eine Bef\u00fcrwortung des Eingriffes entscheidet, m\u00fcssen gewisse Informationen dokumentiert werden: Die Namen und Bef\u00e4higungen der Mitglieder, Kindesalter und Variante der Geschlechtsentwicklung, Name des Eingriffes sowie medizinische Begr\u00fcndung, Grund f\u00fcr Bef\u00fcrwortung des Eingriffes in Hinblick auf die Risiken der Durchf\u00fchrung und was die Risiken bei einer Verschiebung w\u00e4ren, sind von Relevanz. Ebenso ob und wer sich mit den Eltern unterhalten hat, ob die Eltern und das Kind \u00fcber den Umgang mit der spezifischen Variante aufgekl\u00e4rt wurden und durch welches Mitglied der Kommission dies geschah, ob die Beratung einer Inter* Person stattfand, inwiefern das Kind sich eine Meinung \u00fcber den Eingriff bilden kann und falls ja, ob es diesen bef\u00fcrwortet und ob die beratende Inter* Person den Eingriff unterst\u00fctzt (Ebd., Artikel 1, Absatz 5)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Kind in einer lebensbedrohlichen Lage ist oder eine Gefahr f\u00fcr die Gesundheit besteht, kann die Kommission \u00fcbergangen werden (Ebd., Artikel 1, Absatz 3).<\/p>\n\n\n\n<p>Falls die Eltern den Eingriff in ihrer Stellungnahme nicht bef\u00fcrworten oder etwas anderes gegen die Genehmigung spricht, er\u00f6rtert das Gericht den Grund mit den Beteiligten. Die Eltern werden auf Beratungsm\u00f6glichkeiten hingewiesen. Gegebenenfalls kann die Beratung \u00fcber den Umgang mit Varianten der Geschlechtsentwicklung angeordnet werden (Ebd., Artikel 3, Absatz 2).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Patientenakte muss bei einem Eingriff bis zum 48. Lebensjahr der Inter* Person aufgehoben werden (Ebd., Artikel 1, Absatz 6). Dies gilt auch f\u00fcr Eingriffe, die vor der Verabschiedung des Gesetzes stattfanden (Ebd. Artikel 2).<\/p>\n\n\n\n<p>Zur \u00dcberpr\u00fcfung der Wirksamkeit sollen die Regelungen durch die Bundesregierung innerhalb von f\u00fcnf Jahren \u00fcberpr\u00fcft werden (Ebd., Artikel 6).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausarbeitung dieses Gesetzes war ein langwieriger Prozess, der noch immer nicht ganz beendet ist. Schon nach dem ersten Gesetzesentwurf aus Februar 2020 kritisierten mehrere Inter* Verb\u00e4nde sowie das Bundesministerium der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz die Ausf\u00fchrungen. Nach einer \u00dcberarbeitung ver\u00f6ffentlichte die Bundesregierung im September 2020 einen neuen Gesetzesentwurf, welcher erneut kritisiert wurde. Sowohl die uneindeutige Verwendung von Begriffen, die Umgehungsm\u00f6glichkeiten, die fehlende Dokumentationspflicht, als auch ein fehlendes Zentralregister wurden bem\u00e4ngelt, von der Bundesregierung jedoch nicht ausreichend verbessert. Im M\u00e4rz 2021 setzte das Gesetz ein, jedoch ohne gen\u00fcgend Verbesserungen vorgenommen zu haben (Lesben- und Schwulenverband, o.D.).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>6. Fortschritt &#8211; vom \u201cZwitterparagraphen\u201d zum neuen Gesetz<\/h2>\n\n\n\n<p>Werden diese beiden Gesetze in den Vergleich gesetzt, lassen sich erhebliche Fortschritte kenntlich machen. Unter der Betrachtung des Zeitalters und des damaligen gesellschaftlichen Fortschrittes kann von einem grundlegenden Unterschied im Ursprung der Gesetze ausgegangen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201cZwitterparagraphen\u201d stand aufgrund von Unsicherheiten in der Gesellschaft. Es wurde sich in der Medizin zwar sehr um Kriterien f\u00fcr eine klare Diagnose bem\u00fcht, doch mit dem Stand der derzeitigen Medizin war dies nicht m\u00f6glich. Dennoch verlangten akademische \u00c4rzte \u00dcberpr\u00fcfungen \u00fcber den Geschlechterstatus in Verbindung mit der Ehetauglichkeit. Denn falls eine Inter* Person mit einer Person gleichen Geschlechts verheiratet werden w\u00fcrde, br\u00e4chte dies die sexuelle Norm durcheinander und die Fortpflanzung als Ehezweck w\u00e4re bedroht gewesen (Schwenger, 2009).<\/p>\n\n\n\n<p>Das neue Gesetz hingegen wurde verfasst um Inter*-Rechte auszuarbeiten. Es soll kosmetische Operationen verhindern und Inter* sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz diesem grundlegenden Unterschied zeigt der &#8222;Zwitterparagraph&#8220;&nbsp; erste Schritte zur Selbstbestimmung. Der \u201cZwitterparagraph\u201d bem\u00e4chtigt eine Inter* Person ihre Geschlechtsidentit\u00e4t nach dem 18. Lebensjahr selbst zu bestimmen. Die Durchsetzbarkeit war wahrscheinlich schwierig bis gar nicht m\u00f6glich, der Paragraph h\u00e4tte jedoch auch einfach weggelassen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso beruhen beide Gesetze auf der gleichen Problematik: Eine Gesellschaft, die nur wei\u00df wie sie innerhalb der konstruierten Geschlechternormen denken und handeln soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist sowohl der gesetzliche als auch der soziale Fortschritt in Deutschlands Gesellschaft deutlich zu erkennen: Die \u00c4nderung im Personenstandsgesetz, sowie das neue Inter* Gesetz sind trotz der kritisierbaren Punkte ein gro\u00dfer Erfolg in Bezug auf Inter*-Rechte. Ebenso ist das Ansehen von Inter* in der Gesellschaft deutlich gestiegen, welches die Grundsteine f\u00fcr die medizinischen und rechtlichen Erfolge \u00fcberhaupt erst gelegt hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>7. Forderungen der Inter* Community<\/h2>\n\n\n\n<p>Das neue Inter* Gesetz weist eine Reihe von L\u00fccken und Verbesserungsm\u00f6glichkeiten auf. Kritisiert wird unter anderem die Bezeichnung \u201cVarianten der Geschlechtsentwicklung\u201d, die aus der Medizin kommt. Definitionen von medizinischen Begriffen lassen sich auch neu definieren, sodass die enge Anlehnung die G\u00fcltigkeit des Gesetzes gef\u00e4hrdet (im.e.v., o.D.). Ebenso werden Ma\u00dfnahmen zur Verhinderung einer Umgehung des Gesetzes verlangt, da dies eine effektive Strafverfolgung sonst erschwert. Eine weitere Erg\u00e4nzung w\u00e4re die verpflichtende Beratung durch qualifizierte Peer-Berater*innen. Des Weiteren wird die Einrichtung eines zentralen Melderegisters, sowie eine ausgiebige Melde- und Dokumentationspflicht gefordert, f\u00fcr einen verst\u00e4ndlichen Behandlungsverlauf und eine effektive Strafverfolgung (lsvd, o.D.), ein Verbot f\u00fcr eine Umgehung im Ausland. Sowie eine Verl\u00e4ngerung der Verj\u00e4hrungsfrist f\u00fcr K\u00f6rperverletzung, die momentan 5, bzw. 10 Jahre bei schwerer K\u00f6rperverletzung betr\u00e4gt. Die Kosten f\u00fcr die medizinische Versorgung sollen von Krankenkassen \u00fcbernommen werden. Au\u00dferdem wird eine medizinische Versorgung von allen Opfern von Eingriffen der letzten 50 Jahre gefordert, sowie M\u00f6glichkeiten zur gesundheitlichen Rehabilitation. Ebenso wird mehr Aus- und Weiterbildung medizinischen Personals verlangt (lsvd, o.D.).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4nderungen der Bundesregierung sind wahrscheinlich bis 2026 zu erwarten, da die in \u00a71631e Artikel 6 genannte \u00dcberpr\u00fcfung des Gesetzes innerhalb von f\u00fcnf Jahren des Inkrafttretens stattfinden soll.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a>8. Schluss \/ Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Das heutige Inter* Gesetz bildet einen deutlichen Unterschied zum damaligen \u201cZwitterparagraphen\u201d. Inter* habe in der Gesellschaft und in der Medizin Anerkennung erlangt. Die gesetzliche Anfertigung von Inter*-Rechten ist, obwohl das Gesetz noch nicht zufriedenstellend ist, ein wichtiger Meilenstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Vergleich wird jedoch auch deutlich, dass unsere Gesellschaft sich nicht in allen Punkten weiterentwickelt hat. Probleme, die damals herrschten, sind auch heute noch nicht vollends gel\u00f6st. Das Aufwachsen von Kindern au\u00dferhalb der Geschlechternormen ist gesellschaftlich immer noch nicht normalisiert. Der Umschwung fing jedoch auch erst vor ungef\u00e4hr 30 Jahren an.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg zu einer gesellschaftlichen Besserung kann jedoch mit weiteren Forschungen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, sowie Aktivismus und eine Weiterentwicklung der Inter* Gesetze erreicht werden. So wird die Gesellschaft sicherlich in ein paar Jahren schon weitere Fortschritte zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>BT = <em>Deutscher Bundestag &#8211; i. Die Grundrechte<\/em> (2010, 9. Februar), Deutscher Bundestag. Letzter Aufruf: 20.01.24, <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/gg\/grundrechte\">https:\/\/www.bundestag.de\/gg\/grundrechte<\/a><\/li><li>Regenbogenportal = <em>Regenbogenportal.de &#8211; Intersex Awareness Day<\/em>, (o.D.) Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Letzter Aufruf: 20.01.24, <a href=\"https:\/\/www.regenbogenportal.de\/aktuelles\/welttage-kalender\/26-10-intersex-awareness-day\">https:\/\/www.regenbogenportal.de\/aktuelles\/welttage-kalender\/26-10-intersex-awareness-day<\/a><\/li><li>Bundestag = <em>Schutz von Kindern vor geschlechtsangleichenden Operationen beschlossen,<\/em> (o.D.), Bundestag. Letzter Aufruf: 21.01.24, <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2021\/kw02-pa-recht-selbstbestimmung-814994\">https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2021\/kw02-pa-recht-selbstbestimmung-814994<\/a><\/li><li>ALR = <em>Allgemeines Landrecht f\u00fcr die Preu\u00dfischen Staaten<\/em> (1794), opiniorius.de \u2013 Die freie juristische Bibliothek. Letzter Aufruf: 21.01.24, <a href=\"https:\/\/opinioiuris.de\/quelle\/1622\">https:\/\/opinioiuris.de\/quelle\/1622<\/a><\/li><li>Vo\u00df =<em> Intersexualit\u00e4t &#8211; Intersex. Eine Intervention<\/em> (2012) UNRAST-Verlag, M\u00fcnster, Heinz-J\u00fcrgen Vo\u00df, ISBN 987-3-89771-119-8<\/li><li>\u00a7 1631e = <em>Gesetz zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung<\/em> (12. Mai 2021), Bundestag <a href=\"https:\/\/www.bmj.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Gesetzgebung\/BGBl\/Bgbl_Varianten_der_Geschlechtsentwicklung.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\">https:\/\/www.bmj.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Gesetzgebung\/BGBl\/Bgbl_Varianten_der_Geschlechtsentwicklung.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3<\/a><\/li><li>BMFSFJ =<em> Regenbogenportal.de &#8211; Inter* &#8211; was?<\/em>, (o.D.) Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Letzter Aufruf: 19.01.24, <a href=\"https:\/\/www.regenbogenportal.de\/infoartikel\/inter-was\">https:\/\/www.regenbogenportal.de\/infoartikel\/inter-was<\/a><\/li><li>Fuma =<em> #Inter*<\/em>, (o.D.), FUMA Fachstelle Gender &amp; Diversit\u00e4t NRW. Letzter Aufruf: 16.01.24, <a href=\"https:\/\/www.gender-nrw.de\/inter\/\">https:\/\/www.gender-nrw.de\/inter\/<\/a><\/li><li>OII Deutschland = <em>Inter &amp; Sprache &#8211; Von \u201cAngeboren\u201d bis \u201cZwitter\u201d<\/em>, (Dezember 2015), Das TransInterQueer-Projekt \u00bbAntidiskriminierungsarbeit &amp; Empowerment f\u00fcr Inter*\u00ab In Kooperation mit IVIM \/ OII Deutschland, Dr. Dan Christian Ghattas, Ins A Kromminga, Ev Blaine Matthigack, Es Thoralf Mosel und weitere Inter*, die nicht namentlich genannt werden m\u00f6chten. Letzter Aufruf: 18.01.24,\u00a0 <a href=\"https:\/\/oiigermany.org\/wp-content\/uploads\/InterUndSprache_A_Z.pdf\">https:\/\/oiigermany.org\/wp-content\/uploads\/InterUndSprache_A_Z.pdf<\/a><\/li><li>\u00a0Gesundheitsstadt Berlin = <em>Studie zur Intersexualit\u00e4t: Wenn das Neugeborene weder M\u00e4dchen noch Junge ist<\/em>, (Februar 2015), Gesundheitsstadt Berlin, Beatrice Hamberger. Letzter Aufruf: 19.01.24, <a href=\"https:\/\/archiv.gesundheitsstadt-berlin.de\/studie-zur-intersexualitaet-wenn-das-neugeborene-weder-maedchen-noch-junge-ist-5687\/\">https:\/\/archiv.gesundheitsstadt-berlin.de\/studie-zur-intersexualitaet-wenn-das-neugeborene-weder-maedchen-noch-junge-ist-5687\/<\/a><\/li><li>\u00a0LSVD = Ratgeber: \u00c4nderung des Geschlechtseintrags nach \u00a745B Personenstandsgesetz (PSTG), (o.D.), Lesben- und Schwulenverband. Letzter Aufruf: 19.01.24, <a href=\"https:\/\/www.lsvd.de\/de\/ct\/1361-Ratgeber-Aenderung-des-Geschlechtseintrags-nach-45b-Personenstandsgesetz-PStG#:~:text=3%20Personenstands%2DGesetz%20(PStG),der%20Regel%20also%20die%20Eltern\">https:\/\/www.lsvd.de\/de\/ct\/1361-Ratgeber-Aenderung-des-Geschlechtseintrags-nach-45b-Personenstandsgesetz-PStG#:~:text=3%20Personenstands%2DGesetz%20(PStG),der%20Regel%20also%20die%20Eltern<\/a><\/li><li>\u00a0Hoenes, Januschke, Kl\u00f6ppel = H\u00e4ufigkeit normangleichender Operationen \u201cuneindeutiger\u201d Genitalien im Kindesalter. Follow Up-Studie (2019), Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, Josch Hoenes, Eugen Januschke, Ulrike Kl\u00f6ppel Letzter Aufruf: 19.01.24 <a href=\"https:\/\/www.bmfsfj.de\/resource\/blob\/136860\/54ea839a1a2894a58ba75db04c7be43b\/studie-zu-normangleichenden-operations-ambiguous-genitalia-in-childhood-data.pdf\">https:\/\/www.bmfsfj.de\/resource\/blob\/136860\/54ea839a1a2894a58ba75db04c7be43b\/studie-zu-normangleichenden-operations-ambiguous-genitalia-in-childhood-data.pdf<\/a><\/li><li>\u00a0Kl\u00f6ppel = XX0XY ungel\u00f6st: Hermaphroditismus, Sex und Gender in der deutschen Medizin. Eine historische Studie zur Intersexualit\u00e4t (2010), Bielefeld: transcript Verlag, Ulrike Kl\u00f6ppel. Letzter Aufruf: 21.01.24, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783839413432\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783839413432  <\/a><\/li><li>\u00a0BGB = <em>Motive zu dem Entwurf eines B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches f\u00fcr das Deutsche Reich. Band 1. Allgemeiner Teil. Amtliche Ausgabe. <\/em>(1888) Google Buchsuche. Letzter Aufruf: 21.01.24, <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/motivezudementw01germgoog\/page\/n32\/mode\/1up?view=theater\">https:\/\/archive.org\/details\/motivezudementw01germgoog\/page\/n32\/mode\/1up?view=theater<\/a><\/li><li>\u00a0Lesben- und Schwulenverband = <em>Schutz intergeschlechtlicher Kinder vor medizinischen Eingriffen &#8211; Das neue OP-Verbot f\u00fcr Kinder mit Varianten der Geschlechtsentwicklung<\/em> (o.D.), Lesben- und Schwulenverband. Letzter Aufruf: 25.01.24, <a href=\"https:\/\/www.lsvd.de\/de\/ct\/5449-Schutz-intergeschlechtlicher-Kinder-vor-medizinischen-Eingriffen\">https:\/\/www.lsvd.de\/de\/ct\/5449-Schutz-intergeschlechtlicher-Kinder-vor-medizinischen-Eingriffen<\/a><\/li><li>\u00a0Schwenger =<em> \u201cSag es keinem anderen\u201d<\/em> (2009), Deutschlandfunk Kultur, Kirstine Schwenger. Letzter Aufruf: 21.02.24, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sag-es-keinem-anderen-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sag-es-keinem-anderen-100.html<\/a><\/li><li>\u00a0im.e.v. = <em>Stellungnahme: Gesetz zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung<\/em> (o.D.), Intergeschlechtliche Menschen e.V. Letzter Aufruf: 26.01.24, <a href=\"https:\/\/im-ev.de\/stellungnahme-gesetz-zum-schutz-von-kindern-mit-varianten-der-geschlechtsentwicklung\/\">https:\/\/im-ev.de\/stellungnahme-gesetz-zum-schutz-von-kindern-mit-varianten-der-geschlechtsentwicklung\/<\/a><\/li><li>\u00a0lsvd = <em>Schutz intergeschlechtlicher Kinder vor medizinischen Eingriffen &#8211; Das neue OP-Verbot f\u00fcr Kinder mit Varianten der Geschlechtsentwicklung<\/em> (o.D.), Lesben- und Schwulenverband. Letzter Aufruf: 26.01.24, <a href=\"https:\/\/www.lsvd.de\/de\/ct\/5449-Schutz-intergeschlechtlicher-Kinder-vor-medizinischen-Eingriffen\">https:\/\/www.lsvd.de\/de\/ct\/5449-Schutz-intergeschlechtlicher-Kinder-vor-medizinischen-Eingriffen<\/a><\/li><\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Mia Taheri, <em>Entwicklung von Inter*-Rechten in der medizinischen Gesetzgebung<\/em>, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin,29.02.2024,<a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=440\"> https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=440<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mia Taheri (WiSe 2023\/24) 1. Einleitung \u201cDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt\u201d, so steht es im Grundgesetzbuch (BT, 2010, \u00a71, Abs. 1). Dennoch gibt es viele Menschen, die immer noch f\u00fcr ihre W\u00fcrde und Rechte k\u00e4mpfen m\u00fcssen. 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