{"id":479,"date":"2024-10-23T09:42:13","date_gmt":"2024-10-23T07:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=479"},"modified":"2024-10-23T09:44:23","modified_gmt":"2024-10-23T07:44:23","slug":"versaeumte-aufarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2024\/10\/23\/versaeumte-aufarbeitung\/","title":{"rendered":"Vers\u00e4umte Aufarbeitung?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Umgang westlicher Universit\u00e4ten mit ihrem kolonialen Erbe.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Cristina Serrano Quella (SoSe 2024) <\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einleitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Im Rahmen des Moduls \u201eGender und Diversity: Decolonize! Intersektionale Perspektiven auf lokale und globale Machtverh\u00e4ltnisse\u201c bei Liviana Bath habe ich mich das erste Mal in meinem Studium mit dem Thema Kolonialisierung und den daraus folgenden Problematiken, die bis heute noch sp\u00fcrbar und erkennbar sind, besch\u00e4ftigt. Dabei ist mir als Biochemie-Studentin erstmals aufgefallen, dass es kaum bis gar keine Ber\u00fchrungspunkte mit diesem Thema in meinem Studiengang gibt. Daraufhin setzte ich mich zuerst mit Institutionen, ber\u00fchmten Personen und Einrichtungen auseinander, die man als Biochemie-Student*in aus dem Studium kennt und mir fiel auf, wie wenig Informationen man zu historischen Verstrickungen findet. Und da stellte sich mir die Frage: Wieso gibt es keinen Ort f\u00fcr eine Art Sammlung solcher Informationen? Man k\u00f6nnte denken, dass eine Universit\u00e4t daf\u00fcr genau die richtige Plattform sein k\u00f6nnte und trotzdem findet man auch dort keine weiteren Angaben. Und so kam ich zu der Frage, wie gehen Universit\u00e4ten eigentlich mit ihrem eigenen kolonialen Erbe um? Damit m\u00f6chte ich diese Abschlussarbeit nutzen, um eine Einsicht in potenzielle Verstrickungen renommierter Universit\u00e4ten mit dem Kolonialismus zu geben. Dabei m\u00f6chte ich den Fokus nicht unbedingt auf das legen, was historisch passiert ist, sondern viel mehr einen Blick darauf werfen, wie verschiedene Universit\u00e4ten bisher ihre historische Rolle im Kolonialismus aufgearbeitet haben und weiterhin planen, dies zu tun. Denn das koloniale Erbe von Universit\u00e4ten zeigt sich in vielerlei Hinsichten und hat auch heute noch Auswirkungen auf alle mit der jeweiligen Universit\u00e4t involvierten Personen: in den Lehrpl\u00e4nen, an Denkm\u00e4lern und Geb\u00e4uden, sowie in der \u201eKultur\u201c, die an der Universit\u00e4t ausgelebt wird. Denn noch heute sind auch Ungleichheit und Machtstrukturen innerhalb akademischer Gemeinschaften aktuelle Themen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Internationale Beispiele<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2.1 Harvard University<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wohl eine der bekanntesten Universit\u00e4ten der Welt ist die Harvard University. Sie steht in Cambridge, Massachusetts, beherbergt mehr als 35.000 Student*innen und ist die \u00e4lteste Universit\u00e4t in den Vereinigten Staaten. <sup>[1]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Sklaverei war im kolonialen Massachusetts und an Harvard weit verbreitet. Zwischen 1636 und 1783 hielten Harvard-Mitarbeiter*innen mehr als 70 versklavte Menschen, die auch auf dem Campus arbeiteten und lebten. Die Universit\u00e4t profitierte stark von Spenden, die aus dem Sklavenhandel und der Ausbeutung versklavter Menschen stammten. Ein erheblicher Teil der Spenden im 19. Jahrhundert kam von wenigen Spender*innen, die ihr Verm\u00f6gen durch Sklaverei erworben hatten. Vom 19. bis ins 20. Jahrhundert f\u00f6rderten prominente Harvard-Professor*innen Rassentheorien und Eugenik, die auf rassistischen Hierarchien basierten und verheerende Folgen hatten. Artefakte dieser Forschungen findet man heute noch in den Sammlungen der Universit\u00e4t. So befinden sich in Harvards Museumssammlungen menschliche \u00dcberreste, darunter viele von indigenen Menschen und mindestens 15 von afrikanischer Abstammung. Rassentrennung und Diskriminierung waren an Harvard bis ins 20. Jahrhundert hinein pr\u00e4sent. Dennoch trugen viele afroamerikanische Absolvent*innen ma\u00dfgeblich zum Kampf gegen Rassismus und zur F\u00f6rderung der Chancengleichheit bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Internet findet man neben den \u00fcblichen Internetseiten der Universit\u00e4t auch eine mit dem Titel \u201eHarvard &amp; the Legacy of Slavery\u201c, basierend auf einer Initiative, die 2019 von der Universit\u00e4t gestartet wurde und die f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis und Aufkl\u00e4rung zur Verstrickung der Harvard University und Sklaverei dienen soll. Hauptbestandteil der Internetseite ist dabei der \u201eReport of the Presidential Committee on Harvard &amp; the Legacy of Slavery\u201d, welcher in 10 Kapiteln aufgeteilt zahlreiche historische Informationen bereitstellt, aber auch die Folgen dieser Ereignisse beleuchtet. Zudem enth\u00e4lt der Report Empfehlungen des Komitees an den Pr\u00e4sidenten und Mitarbeitende der Harvard University, wie sie mit ihrem kolonialen Erbe umgehen sollten und welche Handlungen unternommen werden k\u00f6nnten, um dieses weiterhin aufzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pr\u00e4sident der Universit\u00e4t hat auf den Bericht hin 2022 ein Statement ver\u00f6ffentlicht, in dem er sich dem Komitee gegen\u00fcber f\u00fcr diesen Bericht dankbar erweist und zusagt, dass die Empfehlungen mithilfe eines 100 Millionen US-Dollar Fonds umgesetzt werden sollen.<sup>[2]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Ob diese in den letzten zwei Jahren tats\u00e4chlich schon umgesetzt wurden, konnte ich nicht genau herausfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren konnte ich auch ein Seminar der Harvard University finden mit dem Titel \u201eDecolonize Harvard?\u201c, welches Fragen zu Rassismus und Kolonialismus an der Universit\u00e4t adressieren soll. Dieses beinhaltet auch verschiedene Aktivit\u00e4ten wie \u201eDecolonize your syllabus\u201c, wobei besprochen wird wie ein dekolonisierter Stundenplan aussehen k\u00f6nnte.<sup>[3]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2.2 Yale University<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Yale University in Connecticut, in den Vereinigten Staaten, z\u00e4hlt ebenso zu einer der renommiertesten Universit\u00e4ten weltweit. Sie wurde 1701 gegr\u00fcndet und nach einem ihrer F\u00f6rderer, Elihu Yale, benannt.<sup>[4]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Im Februar 2024 entschuldigte sich die Yale University offiziell f\u00fcr die Verbindungen ihrer fr\u00fchen F\u00fchrer*innen und G\u00f6nner*innen zur Sklaverei. In Indien geriet dabei eben der Name des Mannes, nach dem die Universit\u00e4t benannt ist, in den Fokus. Elihu Yale war im 17. Jahrhundert Gouverneur der Britischen Ostindien-Kompanie in Madras und wurde durch eine Spende von etwa 1.162\u00a3 geehrt, indem die Universit\u00e4t nach ihm benannt wurde. Historiker haben jedoch enth\u00fcllt, dass Yale in den Sklavenhandel verwickelt war und davon erheblich profitierte. Er \u00fcberwachte als Gouverneur von Madras zahlreiche Sklavenverk\u00e4ufe und verdiente ein betr\u00e4chtliches Verm\u00f6gen aus dem Handel. Trotz der Entschuldigung der Universit\u00e4t gibt es jedoch keine Pl\u00e4ne, den Namen der Universit\u00e4t zu \u00e4ndern.<sup>[5]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich zur Harvard University findet man im Internet auch von der Yale University eine Seite mit dem Titel \u201eThe Yale &amp; Slavery Research Project\u201c, auf der vor allem die Geschichte der Universit\u00e4t und ihre Verstrickungen mit Sklaverei seit etwa dem 17. Jahrhundert dargestellt wird. Auch das \u201eUniversity Statement\u201c und die daraus folgenden Verpflichtungen, die sich die Universit\u00e4t vorgenommen hat, findet man auf dieser Internetseite.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem wurde eine \u201ewalking-tour\u201c entwickelt, welche besondere Personen, Orte und Momente der historischen Verstrickung der Universit\u00e4t mit Sklaverei hervorheben soll und auf Smartphones heruntergeladen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zum vorherigen Beispiel kann man auf der Internetseite der Yale University allerdings einsehen, inwieweit die Verpflichtungen, die sie sich vorgenommen haben, bereits umgesetzt wurden bzw. in Planung stehen, in den kommenden Jahren umgesetzt zu werden.<sup>[6]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2.3 Princeton University<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Sich in die Liste von renommierten Universit\u00e4ten einreihend ist auch die Princeton University in New Jersey in den Vereinigten Staaten. Gegr\u00fcndet wurde diese im Jahr 1746 und auch sie weist in der Vergangenheit Verkn\u00fcpfungen mit, unter anderem, Sklaverei auf.<sup>[7]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten neun Pr\u00e4sidenten der Universit\u00e4t besa\u00dfen alle Sklaven, 1766 fand ein Sklavenverkauf auf dem Campus statt und versklavte Menschen lebten bis etwa 1822 im Pr\u00e4sidentenhaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie bei den beiden Universit\u00e4ten zuvor gibt es auch von der Princeton University ein Projekt, welches die Verstrickung in die Sklaverei untersuchen soll. Das Princeton &amp; Slavery Project untersucht die Verstrickung der Universit\u00e4t in die Institution der Sklaverei. Es erforscht die Sklavenhalterpraktiken der fr\u00fchen Treuh\u00e4nder und Fakult\u00e4tsmitglieder Princetons, betrachtet die Auswirkungen von Spenden, die aus den Profiten von Sklavenarbeit stammen, und beleuchtet die allgemeine Kultur der Sklaverei im Bundesstaat New Jersey, der die Sklaverei erst 1865 vollst\u00e4ndig abschaffte. Was die Princeton University auf ihrer Internetseite besonders gut gemacht hat, ist eine sehr ausf\u00fchrliche und einfach einzusehende Liste an Quellen anzugeben, auf denen die Informationen basieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls beachtlich ist bei dem Projekt, dass es sich hierbei nicht um eine Initiative handelt, die von einer Kommission der Universit\u00e4t selbst gegr\u00fcndet wurde, sondern, dass es sich zuvor um einen Kurs f\u00fcr Studierende gehandelt hat, der immer weitergewachsen ist. <sup>[8]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Internetseite wird auch angesprochen, was bereits im Rahmen der Aufarbeitung geschehen ist, aber weitere konkrete Ziele und wie bzw. wann diese umgesetzt werden, sind nicht zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Deutsche Beispiele<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3.1 Universit\u00e4t Hamburg<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auch die Universit\u00e4t Hamburg, die 1909 gegr\u00fcndet wurde, hat historische Verwurzelungen mit dem Kolonialismus. Das Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t wurde urspr\u00fcnglich als Kolonialinstitut 1911 errichtet und diente der kolonialen Bildung, die auch nach der Umwandlung in eine Universit\u00e4t 1919 weitgehend beibehalten wurde. Das Kolonialinstitut trug durch seine Lehrinhalte und Forschungen zur Effizienz der kolonialen Unterdr\u00fcckung bei. Rassistische Vorstellungen und Praktiken wurden auch nach der Umwandlung des Instituts weitergef\u00fchrt. Die Universit\u00e4t stand bis in die NS-Zeit in enger Verbindung mit kolonialen und rassistischen Ideologien, und auch nach dem Zweiten Weltkrieg waren koloniale Denkm\u00e4ler pr\u00e4sent, die erst durch studentischen Widerstand in den 1960er Jahren entfernt wurden.&nbsp;Viele der urspr\u00fcnglichen Studieng\u00e4nge, wie Afrikanistik und Orientalistik, existieren noch heute und spiegeln die koloniale Vergangenheit wider. Diese Spuren des Kolonialismus sind auch im Campus sichtbar, beispielsweise durch die nach Kolonialakteur*innen benannten Stra\u00dfen und das Hauptgeb\u00e4ude, dessen Bau durch koloniale Gelder finanziert wurde.<sup>[9]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Was es mit dem Kolonialinstitut auf sich hat, kann man auf der Internetseite des Universit\u00e4t Hamburg einsehen. <sup>[10]<\/sup> Weiterhin findet man auf der Internetseite einen Blog mit dem Titel \u201eHamburgs (post-)koloniales Erbe\u201c mit zahlreichen Informationen, Terminen und Veranstaltungen. Dabei wird nicht spezifisch nur die historische Verstrickung der Universit\u00e4t Hamburg mit dem Kolonialismus behandelt, sondern soll allgemein Hamburgs koloniales Erbe aufgearbeitet werden. Weiterhin wurde vom entsprechenden Projektverbund eine App f\u00fcr mobile Ger\u00e4te entwickelt, die sich vor allem auf Rundg\u00e4nge durch die Stadt konzentriert.<sup>[11]<\/sup><sup><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3.2 Freie Universit\u00e4t Berlin<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Freie Universit\u00e4t Berlin wurde 1948 gegr\u00fcndet und beherbergt mehr als 35.000 Studierende. <sup>[12] <\/sup>Und auch wenn es nicht direkt mit dem kolonialen Erbe der Freien Universit\u00e4t Berlin im Zusammenhang steht, stand das Pr\u00fcfungsb\u00fcro der Universit\u00e4t bereits dieses Jahr schon im Fokus. Dieses liegt in der Iltisstra\u00dfe in Berlin, welche nicht, wie man vermuten k\u00f6nnte, nach dem gleichnamigen Tier benannt ist, sondern nach einem deutschen Kanonenboot.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit der Lansstra\u00dfe, benannt nach dem Kommandanten der Iltis, und der Takustra\u00dfe, die ihren Namen von der chinesischen Festung erhielt, welche beim Boxeraufstand 1900 beschossen wurde, erinnern diese kolonialen Stra\u00dfennamen noch heute an die historischen Ereignisse. Im Juni dieses Jahres wurde eine Umbenennung der Stra\u00dfen abgelehnt.<sup>[13] [14]<\/sup> Eine \u00f6ffentliche Aufarbeitung der kolonialistisch historischen Verstrickungen in Form eines Blogs, einer Internetseite oder \u00e4hnliches, konnte ich bisher noch nicht finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im letzten Jahr stand ebenfalls ein anderes Geb\u00e4ude der Freien Universit\u00e4t in den Schlagzeilen, doch nicht wegen der Benennung der Stra\u00dfe, in der es steht. Es handelt sich um das ehemalige Kaiser-Wilhelm-Institut in der Ihnenstra\u00dfe 22 in Berlin-Dahlem. Das Institut widmete sich von 1927 bis 1945 der Anthropologie, menschlichen Erblehre und Eugenik. So wurde es zu einem f\u00fchrenden Zentrum f\u00fcr Humangenetik und der \u201eRassenlehre\u201c, in dem die Wissenschaftler\/innen versuchten, Krankheiten, Verhalten und sogenannte \u201eRassenmerkmale\u201c als erblich nachzuweisen. Das Institut spielte eine zentrale Rolle in der Legitimation eugenischer Ma\u00dfnahmen und forschte auch an den K\u00f6rpern von Opfern nationalsozialistischer Vernichtungslager. In direkter N\u00e4he zum Standort des ehemaligen Instituts wurden im letzten Jahr, unter anderem, menschliche Knochen entdeckt, die wom\u00f6glich zu diesen Opfern geh\u00f6ren. <sup>[1<\/sup><em><sup>5] <\/sup><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Internetseite der Freien Universit\u00e4t Berlin findet man einen Beitrag zum Projekt \u201eGeschichte der Ihnenstra\u00dfe 22\u201c. Das Projekt soll der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den Ereignissen an diesem Ort und ihren Folgen dienen und im Herbst dieses Jahres installiert und er\u00f6ffnet werden. <sup>[1<\/sup><em><sup>6]<\/sup><\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3.3 Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen wurde 1734 im heutigen Niedersachsen gegr\u00fcndet und z\u00e4hlte in dieser Zeit zu den gr\u00f6\u00dferen Universit\u00e4ten Europas. <sup>[17] <\/sup>Einige Wissenschaftler*innen an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen unterst\u00fctzten durch ihre Forschungen und das Produzieren von Wissen die koloniale Herrschaft. Viele Forscher wie der Botaniker Albert Peter oder der Astronom Otto Tetens reisten in die Kolonien, wo sie bedeutende Entdeckungen machten, die ihre Disziplinen pr\u00e4gten. Einige blieben in G\u00f6ttingen und trugen durch die Auswertung von kolonialem Material zur Forschung bei. Ihre Karrieren wurden durch Kolonialismus gef\u00f6rdert, und ihre Arbeit trug zur Legitimierung und Ausweitung kolonialer Strukturen bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch an Frauen in den deutschen Kolonien wurde geforscht, insbesondere bei den Reisen von Otto Tetens und Alfred Leber. Diese Forschungen waren stark von rassistischen und sexistischen Stereotypen gepr\u00e4gt. Fotografien und Untersuchungen stellten Frauen als exotische, sexualisierte Objekte dar und ignorierten ihre tats\u00e4chlichen Lebensumst\u00e4nde. Es wurde \u201ewissenschaftliche\u201c Forschung und Untersuchungen an Frauen zur Erh\u00f6hung der Geburtenrate in den Kolonien betrieben, die die koloniale Herrschaft und die deutsche Geschlechterideologie st\u00fctzen sollte. Diese Arbeiten hatten langfristig Einfluss auf die westliche Wahrnehmung dieser Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesen Ereignissen und noch vielen weiteren historischen Verstrickungen der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen und dem Kolonialismus findet man eine Internetseite mit dem Titel \u201eUniversit\u00e4t und Kolonialismus. Das Beispiel G\u00f6ttingen\u201c. Die Internetseite entstand aus einem Seminar der Universit\u00e4t heraus und soll insbesondere der Aufarbeitung von Zusammenh\u00e4ngen zwischen Wissenschaft und Kolonialismus dienen. <sup>[18]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3.4 Universit\u00e4t T\u00fcbingen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1477 wurde die Eberhard-Karls-Universit\u00e4t T\u00fcbingen im heutigen Baden-W\u00fcrttemberg gegr\u00fcndet und z\u00e4hlt zu einer der \u00e4ltesten Universit\u00e4ten Europas. <sup>[19] <\/sup>Im Kaiserreich waren deutsche Universit\u00e4ten, darunter auch T\u00fcbingen, stark in die koloniale Forschung eingebunden. Dabei dienten Wissenschaften, wie Ethnologie, Kolonialgeographie und Tropenmedizin, der Legitimation und praktischen Umsetzung kolonialer Herrschaft. W\u00e4hrend der deutschen Kolonialzeit war die Tropenmedizin eng mit der Kolonialmedizin verbunden, die vor allem der medizinischen Versorgung europ\u00e4ischer Kolonisator*innen diente. Das Deutsche Institut f\u00fcr \u00c4rztliche Mission spielte dabei eine zentrale Rolle, da es Missions\u00e4rzt*innen ausbildete und eng mit der Universit\u00e4t T\u00fcbingen kooperierte. An der Universit\u00e4t T\u00fcbingen gab es eine zunehmende Ausdifferenzierung dieser Disziplinen, die sich auch in der Wahl der Rektor*innen widerspiegelte, von denen einige eine koloniale Vergangenheit hatten. Mit dem Nationalsozialismus erlebte die Universit\u00e4t eine Gleichschaltung, die zur F\u00f6rderung von Disziplinen f\u00fchrte, die im Einklang mit der Ideologie standen, wie Rassenkunde und Kolonialpolitik. Ab 1910, unter der Leitung von Carl Uhlig, verst\u00e4rkte sich der koloniale Fokus, und das Institut wurde ein Zentrum f\u00fcr kolonialgeographische und auslandsdeutsche Forschung, auch w\u00e4hrend der NS-Zeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklungen endeten jedoch mit der nahenden Niederlage im Zweiten Weltkrieg. <sup>[20]<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Internetseite der Universit\u00e4t T\u00fcbingen findet man im Fachbereich Wirtschaftsgeographie einige Informationen zu der Rolle der Universit\u00e4t in der Kolonialzeit und auch danach noch. Der Beitrag umfasst dabei nicht nur die Universit\u00e4t, sondern auch die Stadt T\u00fcbingen selbst.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Fazit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Abschlussarbeit beleuchtet die komplexen und oftmals problematischen historischen Verstrickungen von Universit\u00e4ten mit dem Kolonialismus, insbesondere im Hinblick auf die Aufarbeitung dieser Vergangenheit. Er zeigt auf, dass renommierte Universit\u00e4ten weltweit alle in unterschiedlichem Ma\u00dfe von kolonialer Ausbeutung profitierten und zur Aufrechterhaltung kolonialer Strukturen beitrugen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Harvard und Yale ist die Verbindung zur Sklaverei besonders deutlich, wobei beide Universit\u00e4ten Schritte unternommen haben, um ihre koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten. Initiativen wie das \u201eHarvard &amp; the Legacy of Slavery\u201c-Projekt und das \u201eYale &amp; Slavery Research Project\u201c sind Beispiele f\u00fcr den Versuch, diese historischen Verstrickungen transparent zu machen und Empfehlungen f\u00fcr den Umgang mit diesem Erbe zu entwickeln. Im Gegensatz dazu wirkt die Yale University in ihrer Vorgehensweise zwar \u00e4hnlich engagiert, doch bleibt die Diskussion um die tats\u00e4chliche Umsetzung und die Namensgebung der Universit\u00e4t weiterhin sensibel und umstritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sieht einen allgemeinen Trend, bei dem diese weltweit bekannten und renommierten Universit\u00e4ten aus den Vereinigten Staaten eine umfangreiche Arbeit hinsichtlich der Aufarbeitung ihres kolonialen Erbes geleistet haben. Es war nicht schwer direkt von den Universit\u00e4ten diese Informationen zu finden und die Internetseiten sind sehr ausf\u00fchrlich und umfassend.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland weisen die Beispiele der Universit\u00e4t Hamburg, Freie Universit\u00e4t Berlin, Universit\u00e4t G\u00f6ttingen und Universit\u00e4t T\u00fcbingen auf eine lange und tief verwurzelte Verbindung zum Kolonialismus hin, die sich sowohl in der historischen Forschung als auch in der akademischen Kultur dieser Universit\u00e4ten manifestiert. W\u00e4hrend einige dieser Institutionen, wie die Universit\u00e4t Hamburg, durch \u00f6ffentliche Initiativen und digitale Plattformen versuchen, ihre koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten, ist die Auseinandersetzung mit diesem Erbe in anderen F\u00e4llen, wie an der Freien Universit\u00e4t Berlin, weniger transparent und teils noch stark umstritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend muss gesagt werden, dass es sich hierbei um ausgew\u00e4hlte Beispiele handelt. Im europ\u00e4ischen Kontext haben auch weitere Universit\u00e4ten wie Universit\u00e4t Antwerpen, Universit\u00e4t Amsterdam, Cambridge University und auch Oxford University auf ihren Internetseiten Informationen zu ihrem kolonialen Erbe.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie man einen \u00e4hnlichen Trend innerhalb der Universit\u00e4ten der Vereinigten Staaten erkennt, sieht man einen gro\u00dfen Unterschied zwischen dem, was deutsche Universit\u00e4ten bisher aufgearbeitet haben und was die amerikanischen Universit\u00e4ten an Informationen bieten. Dabei muss man allerdings den Gr\u00fcndungszeitpunkt und weitere Umst\u00e4nde in den jeweiligen L\u00e4ndern ber\u00fccksichtigen. So sind die meisten der bekannten amerikanischen Universit\u00e4ten sehr fr\u00fch gegr\u00fcndet worden und haben eine viel tiefere Verstrickung in die Kolonialzeit als viele der deutschen Universit\u00e4ten. Deshalb gilt es zu hinterfragen, ob es bei vielen der deutschen (und europ\u00e4ischen) Universit\u00e4ten verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Informationen gibt, weil sie diese bisher nicht aufgearbeitet haben oder weil es nicht viel aufzuarbeiten gibt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich von den meisten europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten eher entt\u00e4uscht war bei der Suche nach Informationen zu ihrem kolonialen Erbe und es teilweise recht schwierig war, \u00fcberhaupt etwas zu den historischen Rollen der Universit\u00e4ten zu finden. Ich denke insbesondere Universit\u00e4ten bieten eine gute Plattform um sich der historischen Verstrickung bewusst zu werden und diese weiterhin aufzuarbeiten und zu teilen. Sei es als vorgeschriebene Kurse f\u00fcr jeden Studiengang, Aufkl\u00e4rung \u00fcber soziale Medien und digitale Plattformen oder \u00f6ffentliche Projekte und Initiativen. Ich finde, dass auch insbesondere in naturwissenschaftlichen Studieng\u00e4ngen Themen wie Kolonialisierung und die daraus entstanden Folgen mehr thematisiert und eingebunden werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Quellen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>[1] Wikipedia-Autoren. (2003a, Juni 20).&nbsp;<em>Harvard University<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harvard_University\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harvard_University<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[2] <em>Harvard &amp; the Legacy of Slavery | Radcliffe Institute for Advanced Study at Harvard University<\/em>. (o.&nbsp;D.). Radcliffe Institute For Advanced Study At Harvard University. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/legacyofslavery.harvard.edu\/\">https:\/\/legacyofslavery.harvard.edu\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[3] <em>Decolonize Harvard?<\/em>&nbsp;(o.&nbsp;D.). Derek Bok Center, Harvard University. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/bokcenter.harvard.edu\/decolonize-harvard\">https:\/\/bokcenter.harvard.edu\/decolonize-harvard<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[4] Wikipedia-Autoren. (2004b, M\u00e4rz 14).&nbsp;<em>Yale University<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yale_University\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yale_University<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[5] Pandey, B. G. (2024, 13. M\u00e4rz).&nbsp;<em>Elihu Yale: The cruel and greedy Yale benefactor who traded in Indian slaves<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-asia-india-68444807\">https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-asia-india-68444807<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[6] <em>Our Forward-Looking commitment | The Yale &amp; Slavery Research Project<\/em>. (o.&nbsp;D.). Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/yaleandslavery.yale.edu\/our-forward-looking-commitment\">https:\/\/yaleandslavery.yale.edu\/our-forward-looking-commitment<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[7] Wikipedia-Autoren. (2004a, Februar 15).&nbsp;<em>Princeton University<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Princeton_University\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Princeton_University<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[8] <em>Project history<\/em>. (o.&nbsp;D.). Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/slavery.princeton.edu\/about\/project-history\">https:\/\/slavery.princeton.edu\/about\/project-history<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[9] De Lisboa, A. B. \/. E. \/. M. (o.&nbsp;D.-a).&nbsp;<em>Vom Kolonialinstitut zur Universit\u00e4t | ReMapping Memories Lisboa<\/em>. ReMapping Memories Lisboa. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.re-mapping.eu\/de\/erinnerungsorte\/vom-kolonialinstitut-zur-universitat\">https:\/\/www.re-mapping.eu\/de\/erinnerungsorte\/vom-kolonialinstitut-zur-universitat<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[10] De Lisboa, A. B. \/. E. \/. M. (o.&nbsp;D.).&nbsp;<em>Vom Kolonialinstitut zur Universit\u00e4t | ReMapping Memories Lisboa<\/em>. ReMapping Memories Lisboa. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.re-mapping.eu\/de\/erinnerungsorte\/vom-kolonialinstitut-zur-universitat\">https:\/\/www.re-mapping.eu\/de\/erinnerungsorte\/vom-kolonialinstitut-zur-universitat<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[11] <em>App: Koloniale Orte (iOS\/Android) \u2013 Hamburgs (post-)koloniales Erbe<\/em>. (o.&nbsp;D.). Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/kolonialismus.blogs.uni-hamburg.de\/app-koloniale-orte-ios-android\/\">https:\/\/kolonialismus.blogs.uni-hamburg.de\/app-koloniale-orte-ios-android\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[12] Wikipedia-Autoren. (2002, 17. Dezember).&nbsp;<em>Freie Universit\u00e4t Berlin<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Universit%C3%A4t_Berlin\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Universit%C3%A4t_Berlin<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[13] Buchholz, B. (2024, 22. Juni). Berliner Lokalparlament lehnt Umbenennung ab: Iltis-, Taku- und Lansstra\u00dfe behalten ihre kolonialen Namen.&nbsp;<em>Tagesspiegel<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bezirke\/berliner-lokalparlament-lehnt-umbenennung-ab-iltis-taku-und-lansstrasse-behalten-ihre-kolonialen-namen-11874776.html#:~:text=Die%20Iltisstra%C3%9Fe%20wird%20weiter%20nach,Fr%C3%BChsommer%20des%20Jahres%201900%20beschoss\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bezirke\/berliner-lokalparlament-lehnt-umbenennung-ab-iltis-taku-und-lansstrasse-behalten-ihre-kolonialen-namen-11874776.html#:~:text=Die%20Iltisstra%C3%9Fe%20wird%20weiter%20nach,Fr%C3%BChsommer%20des%20Jahres%201900%20beschoss<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>[14] Schleiermacher, U. (2022, 19. Juli).&nbsp;<em>Stra\u00dfenumbenennung an der FU Berlin: Koloniale Kanonenkugel zum Uni-Start<\/em>. TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/taz.de\/Strassenumbenennung-an-der-FU-Berlin\/!5868729\/\">https:\/\/taz.de\/Strassenumbenennung-an-der-FU-Berlin\/!5868729\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[15]<em> Auf FU-Gel\u00e4nde gefundene menschliche \u00dcberreste werden beigesetzt<\/em>. (o.&nbsp;D.). Rbb24 Website. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2023\/03\/berlin-fu-campus-knochen-fund-bestattung-eugenik-opfer.html\">https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2023\/03\/berlin-fu-campus-knochen-fund-bestattung-eugenik-opfer.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[16] <em>Projekt\u202f\u00bbGeschichte der Ihnestrasse 22\u00ab<\/em>. (o.&nbsp;D.). Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/polwiss\/gesch-ihne22\/index.html\">https:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/polwiss\/gesch-ihne22\/index.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[17] Wikipedia-Autoren. (2003a, September 2).&nbsp;<em>Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg-August-Universit%C3%A4t_G%C3%B6ttingen\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg-August-Universit%C3%A4t_G%C3%B6ttingen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[18] Kolonial, G. (o.&nbsp;D.).&nbsp;<em>Aktuelles<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/goettingenkolonial.uni-goettingen.de\/index.php\/aktuelles\">https:\/\/goettingenkolonial.uni-goettingen.de\/index.php\/aktuelles<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[19] Wikipedia-Autoren. (2003b, November 4).&nbsp;<em>Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen<\/em>. Abgerufen am 18. August 2024, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eberhard_Karls_Universit%C3%A4t_T%C3%BCbingen\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eberhard_Karls_Universit%C3%A4t_T%C3%BCbingen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[20]<em> Tropenmedizin in T\u00fcbingen | Universit\u00e4t T\u00fcbingen<\/em>. (2022, 12. Juli). Abgerufen am 18. August 2024, von\u00a0<a href=\"https:\/\/uni-tuebingen.de\/fakultaeten\/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet\/fachbereiche\/geowissenschaften\/arbeitsgruppen\/geographie\/forschungsbereich\/wirtschaftsgeographie\/arbeitsgruppe\/kolonialismus-in-tuebingen\/tropenmedizin-in-tuebingen\/\">https:\/\/uni-tuebingen.de\/fakultaeten\/mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet\/fachbereiche\/geowissenschaften\/arbeitsgruppen\/geographie\/forschungsbereich\/wirtschaftsgeographie\/arbeitsgruppe\/kolonialismus-in-tuebingen\/tropenmedizin-in-tuebingen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Cristina Serrano Quella, <em>Vers\u00e4umte Aufarbeitung? Der Umgang westlicher Universit\u00e4ten mit ihrem kolonialen Erbe<\/em>,  in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 23.10.2024, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=479\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=479<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Umgang westlicher Universit\u00e4ten mit ihrem kolonialen Erbe. Cristina Serrano Quella (SoSe 2024) Einleitung Im Rahmen des Moduls \u201eGender und Diversity: Decolonize! 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