{"id":505,"date":"2025-05-26T11:54:09","date_gmt":"2025-05-26T09:54:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=505"},"modified":"2025-12-10T15:04:27","modified_gmt":"2025-12-10T14:04:27","slug":"wie-praegen-gesellschaftliche-normalitaetsvorstellungen-die-marginalisierung-von-menschen-mit-behinderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2025\/05\/26\/wie-praegen-gesellschaftliche-normalitaetsvorstellungen-die-marginalisierung-von-menschen-mit-behinderung\/","title":{"rendered":"Wie pr\u00e4gen gesellschaftliche Normalit\u00e4tsvorstellungen die Marginalisierung von Menschen mit Behinderung?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nele Becker (WiSe 2024\/25) <\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die gesellschaftliche Marginalisierung von Menschen mit Behinderungen ist tief in hegemonialen Normvorstellungen verankert und mit Klassismus verbunden. Diese Vorstellungen bestimmen nicht nur den Zugang zu Ressourcen und sozialen Teilhabem\u00f6glichkeiten, sondern auch die Wahrnehmung und Behandlung von Behinderung im \u00f6ffentlichen und privaten Raum. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Begriff der Normalit\u00e4t strukturell, kulturell und psychologisch geformt wird und auch aus Intersektionalit\u00e4tsperspektive Konsequenzen f\u00fcr Menschen mit Behinderungen hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Modelle von Behinderung<\/h2>\n\n\n\n<p>Innerhalb des letzten Jahrhunderts haben sich verschiedene Modelle entwickelt, welche erkl\u00e4ren sollen, wie Behinderung zu definieren ist und wie dementsprechend damit umgegangen werden soll. Im Folgenden sollen drei Modelle herausgestellt werden, welche sowohl die wissenschaftliche Forschung als auch den gesellschaftlichen Umgang besonders gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2.1 Medizinisches Modell<\/h3>\n\n\n\n<p>Das <em>medizinische Modell<\/em> oder auch das <em>individuelle Modell <\/em>von Behinderung entwickelte sich im 20. Jahrhundert und gilt nach wie vor als das hegemoniale Modell in der gesellschaftlichen Betrachtungsweise von Behinderung, wodurch es zentral f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der ableistischen Normalit\u00e4t ist (Hartwig, 2020). In diesem Modell wird Behinderung als eine individuelle Abweichung von einer gesellschaftlich konstruierten k\u00f6rperlichen, mentalen und kognitiven Norm gesehen, welche oft als ein \u201epers\u00f6nliches Ungl\u00fcck\u201c oder \u201etragisches Schicksal\u201c geframed wird. Dieses biophysische Verst\u00e4ndnis von Behinderung f\u00fchrt hingegen zu einer Naturalisierung von k\u00f6rperlicher Differenz und deren Pathologisierung und hat eine Defizitorientierung zur Folge (Hirschberg, 2022). Denn Behinderung wird hier als ein individuelles Problem angesehen, welches durch rehabilitative und therapeutische Ma\u00dfnahmen \u201egel\u00f6st\u201c werden soll. Hierbei ist die Dominanz und Orientierung an dem Wissen von medizinischen Expert*innen elementar, mit der gleichzeitigen Verlagerung der Verantwortung auf das Individuum mit Behinderung sich an gesellschaftliche Normen und Anforderungen anzupassen (Egen &amp; Waldhoff, 2023). Das medizinische Modell konstruiert somit eine hierarchische Ordnung von K\u00f6rpern, in welchem Menschen mit Behinderung und deren Lebensrealit\u00e4ten als defizit\u00e4r und \u201etherapiebed\u00fcrftig\u201c angesehen werden. Diese Sichtweise tr\u00e4gt zur Stigmatisierung bei und verst\u00e4rkt die gesellschaftliche Tendenz, Menschen mit Behinderung als au\u00dferhalb der \u201eNormalit\u00e4t\u201c zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2.2 Soziales Modell<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Behindertenorganisation Union of the Physically Impaired Against Segregation (UPIAS) entstand in den 1970er Jahren in Gro\u00dfbritannien der Grundstein des heutigen <em>sozialen Modells<\/em> von Behinderung. Diese Gruppe machte in ihrem Grundsatzpapier erstmals den Unterschied zwischen individueller Beeintr\u00e4chtigung (<em>impairment<\/em>) und der gesellschaftlich verursachten Behinderung (<em>disability<\/em>)(UPIAS, 1976).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend also im medizinischen Modell Behinderung (<em>disability<\/em>) immer mit Beeintr\u00e4chtigung (<em>impairment<\/em>) gleichgesetzt wurde, wird bereits zum Entstehungszeitpunkt des sozialen Modells und im Zuge des Wissenschaftsbereichs der <em>Disability Studies<\/em> deutlich, dass Behinderung nicht ein Ergebnis einer medizinisch zu definierenden Pathologie, sondern ein Produkt von sozialen Ausschluss- und Unterdr\u00fcckungsverh\u00e4ltnissen ist (Waldschmidt, 2005). Demnach war dieses Modell bereichernd hinsichtlich des Verst\u00e4ndnisses von Kontextfaktoren. Ein pr\u00e4gnantes Beispiel f\u00fcr diese Perspektive ist die Tatsache, dass Kurzsichtigkeit in einer Gesellschaft mit Zugang zu Sehhilfen keine Behinderung darstellt, w\u00e4hrend sie in einem Umfeld ohne diese Hilfsmittel sehr wohl eine bedeutende Einschr\u00e4nkung der Teilhabe darstellen w\u00fcrde insbesondere auch dadurch, dass Infrastruktur auf sehende Menschen ausgerichtet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das soziale Modell fordert demnach eine Ver\u00e4nderung der gesellschaftlichen Strukturen (z.B. durch Leitsysteme, Rampen, Nachteilsausgleiche) die Menschen mit Behinderung ausschlie\u00dfen, anstatt den Fokus auf die \u201eHeilung\u201c der k\u00f6rperlichen oder mentalen Beeintr\u00e4chtigung zu legen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2.3 Kulturelles Modell<\/h3>\n\n\n\n<p>In den 1980ern entwickelte sich in den USA aus den Kultur-, Sprach- und Literaturwissenschaften als Erg\u00e4nzung zum sozialen Modell das <em>kulturelle Modell<\/em>, welches den Analysefokus auf das Zentrum der Gesellschaft und der oft nicht hinterfragten Normalit\u00e4t lenkt. Nach diesem Modell ist es fatal, Behinderung als ein \u201etragisches Schicksal\u201c zu verstehen wie nach dem medizinischen Modell, aber es reicht auch nicht, Behinderung lediglich als eine diskriminierte Randgruppenposition zu betrachten wie nach dem sozialen Modell. Nach dem kulturellen Modell ist Behinderung eine Form der Problematisierung von k\u00f6rperlicher Differenz (Waldschmidt, 2005). Ziel ist es, diese Prozesse, welche Behinderung als Differenzkategorie konstituieren zu re- und dekonstruieren (Behrisch, 2016). Hierf\u00fcr ist die Betrachtung des Normalit\u00e4tsbegriffs hinreichend.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2.3.1 Der Normalit\u00e4tsbegriff<\/h4>\n\n\n\n<p>Im modernen Zeitalter ist <em>Normalit\u00e4t<\/em> als eine Kategorie zu verstehen, welche sich durch statistische Durchschnittswerte und einen kontinuierlichen Vergleich einzelner Menschen zur Mitte der Gesellschaft konzipiert. Der Normalit\u00e4tsbegriff ist nicht nur ein abstraktes Konzept, sondern ein Werkzeug, das aktiv verwendet wird, um Gesellschaften zu strukturieren. Nach Stechow et al. (2019) zwingt die Vorstellung von Normalit\u00e4t zwar alle K\u00f6rper zur Anpassung, privilegiert und honoriert hierbei aber insbesondere K\u00f6rper, die sich normieren lassen oder solche, die bereits als \u201enormal\u201c in gesellschaftlichen Normalit\u00e4tsgrenzen anerkannt sind. Gerade die \u201enormalen\u201c K\u00f6rper k\u00f6nnen in ableistischen Regimen anders handlungsf\u00e4hig werden und sind anderen Spielarten von Zwang ausgesetzt als die als \u201eanormal\u201c markierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Foucault wird Normalit\u00e4t durch und in Diskursen konstruiert und durch <em>Verfahren der Disziplinarmacht<\/em>, wie Vergleich, Differenzierung, Hierarchisierung, Homogenisierung und Ausschlie\u00dfung manifestiert. Diese lassen sich auch auf das Konstrukt der Behinderung \u00fcbertragen: um Menschen eine Behinderung attestieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen laufend K\u00f6rper <em>verglichen<\/em> werden (z.B. Intelligenztests), anschlie\u00dfend werden sie <em>differenziert<\/em> in unterschiedliche Arten der Leistungs- und Erwerbsminderung, F\u00f6rder-, Hilfs- und Pflegebed\u00fcrftigkeit und daraufhin <em>hierarchisiert<\/em> (z.B. im sozialrechtlich festgelegtem Grad der Behinderung (GdB)) und in Gruppen <em>homogenisiert<\/em> (z.B. Behinderung hinsichtlich k\u00f6rperlicher, seelischer, kognitiver Art), um dann mit <em>Ausschlie\u00dfungsma\u00dfnahmen<\/em> (z.B. F\u00f6rderschulen, Werkst\u00e4tten) zu reagieren. Mit Foucault wird demzufolge die Perspektive verdeutlicht, dass behinderte K\u00f6rper disziplinierte und normierte K\u00f6rper und Regimen der \u00dcberwachung und Normalisierung ausgesetzt sind, mit dem Ziel, diese K\u00f6rper an eine nicht-behinderte Ordnung anzupassen (Waldschmidt, 2008). Diese Normalit\u00e4tskonstruktionen sind jedoch nicht isoliert zu betrachten, sondern in gesellschaftlichen Machtverh\u00e4ltnissen eingebettet, die auch andere Differenzkategorien wie Klasse, Gender oder Herkunft strukturieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Intersektionalit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch gesellschaftliche Machtverh\u00e4ltnisse ist Behinderung auch mit anderen Diversit\u00e4tsmerkmalen und den damit oft einhergehenden Diskriminierungserfahrungen verwoben. Eine \u00dcberschneidung, die bei Behinderung h\u00e4ufig zu Tage tritt, ist die mit <em>Klassenzugeh\u00f6rigkeit<\/em> und\/oder <em>Klassenherkunft<\/em>, welche mit dem Begriff <em>Klassismus<\/em> betitelt werden kann. Doch warum gibt es insbesondere bei diesen Diversit\u00e4tsmerkmalen \u00dcberschneidungen? Dies liegt insbesondere am Kapitalismus. Denn hier treten Menschen auf dem Arbeitsmarkt in einen Wettbewerb und konkurrieren um Stellen, bei welchen jeweils die \u201eam besten passenden\u201c Personen bevorzugt werden. Nach dem Gedanken von Unternehmer*innen und dem kapitalismus- und neoliberalorientierten System sind es demnach \u201efunktions- und arbeitsf\u00e4hige B\u00fcrger*innen\u201c (Maskos, 2015, S.6), die als produktiv, leistungsstark und damit als \u201ewertvoll\u201c angesehen werden. Behinderung wird demnach nicht nur durch die verschiedenen Modelle von Behinderung verhandelt, sondern auch durch die Struktur der Wirtschaftsweise. Der Mensch wird somit in ein System gezwungen, in dem sein Wert prim\u00e4r \u00fcber seine \u00f6konomische N\u00fctzlichkeit definiert wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.1 Erwerbsarbeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Arbeitsmarkt ist ein Faktor bei dem deutlich wird, dass Menschen mit Behinderung systematisch ausgeschlossen oder in prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse gezwungen werden. 310.000 Menschen mit Behinderung werden derzeit in deutschen Werkst\u00e4tten f\u00fcr Menschen mit Behinderung besch\u00e4ftigt (BAG WfBM, 2024). Werkst\u00e4tten dienen formal dazu, Menschen mit Behinderungen auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten, doch in der Praxis spiegeln sie h\u00e4ufig ein ausbeuterisches System wider. Die Besch\u00e4ftigten in Werkst\u00e4tten arbeiten oft unter Bedingungen, die sie stark benachteiligen: sie erhalten f\u00fcr ihre Arbeit meist keinen Mindestlohn, sondern lediglich ein sogenanntes monatliches Arbeitsentgelt von ca. 200\u20ac bei einer 40-Stundenwoche (ca. 1,35\u20ac\/h). Da dies weit unterhalb der existenzsichernden L\u00f6hne liegt, erhalten die Besch\u00e4ftigten zus\u00e4tzlich Sozialleistungen, wodurch sie dann auf ein monatliches Gehalt von maximal 920\u20ac gelangen, aber auch in einer abh\u00e4ngigen Position bleiben (Institut f\u00fcr Sozialforschung und Gesellschaftspolitik &amp; Institut f\u00fcr angewandte Sozialwissenschaft, 2023). Daf\u00fcr, dass Werkst\u00e4tten Menschen f\u00fcr den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten sollen, ist die Vermittlungsquote von ca. 0,35% als klare Zielverfehlung einzusch\u00e4tzen (Engels et al., 2023). Zudem sind die Besch\u00e4ftigten hierbei keine Arbeitnehmer*innen sondern Rehabilitand*innen, weswegen ihnen Arbeitnehmer*innenrechte wie z.B. Streikrecht fehlen oder das Recht auf Mindestlohn verwehrt werden (Die Neue Norm, 2024). Diese systematische Abwertung ihrer Arbeitskraft und ihres Beitrags zur Gesellschaft zeigt, wie der Kapitalismus Menschen mit Behinderungen nicht nur \u00f6konomisch ausbeutet, sondern auch ihre Position als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft in Frage stellt. Es wird ein Narrativ geschaffen, das ihre vermeintlich geringere Produktivit\u00e4t ins Zentrum stellt, anstatt die Strukturen so zu \u00e4ndern, dass sie als gleichwertige Akteur*innen in den Arbeitsmarkt integriert werden k\u00f6nnen. Allerdings gestaltet sich die Einstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt auch als schwierig. Zwar m\u00fcssen Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden mindestes eine Person mit Behinderung einstellen, wenn diese keine Ausgleichszahlung leisten wollen, allerdings ist diese Zahlung meistens \u00f6konomisch g\u00fcnstiger als inklusivere Arbeitsm\u00f6glichkeiten zu schaffen, weswegen zweidrittel aller Unternehmen in Deutschland diese Quote nicht erf\u00fcllen (Aktion Mensch e.V., 2024). Au\u00dferdem haben Unternehmen zudem die M\u00f6glichkeit die zu besetzenden Arbeitsstellen an die beschriebenen Werkst\u00e4tten f\u00fcr Menschen mit Behinderung auszulagern. Der&nbsp;Staat fordert offiziell Inklusion&nbsp;gem\u00e4\u00df der UN-BRK, f\u00f6rdert aber gleichzeitig ein System, das Menschen mit Behinderung in Werkst\u00e4tten h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Dies zeigt, dass durch die Subventionen der Werkst\u00e4tten durch den Staat die \u00f6konomische Ungleichheit perpetuiert wird und Menschen mit Behinderung wirtschaftlich benachteiligt werden, was ihre Zugeh\u00f6rigkeit zu den unteren sozialen Klassen verst\u00e4rkt, Aufstiegschancen erschwert und ihre \u00f6konomische Abh\u00e4ngigkeit zementiert. Dem Kapitalismus ist die Abwertung von Menschen mit Behinderung durch seine Verwertungslogik demnach systemimmanent (Solbrig, 2022).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.2 Bildungswesen<\/h3>\n\n\n\n<p>Um auf den Arbeitsmarkt zu gelangen, m\u00fcssen Qualifikationen wie z.B. ein Schulabschluss vorliegen. Doch auch wenn Deutschland sich 2009 im Zuge der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet hat, Segregation auch im Schulwesen abzuschaffen, stellte das Deutsche Institut f\u00fcr Menschenrechte (2023) fest, dass keine Transformation zu einem inklusiven Schulsystem stattfindet. Tats\u00e4chlich ist jede zehnte allgemeinbildende Schule in Deutschland eine F\u00f6rderschule. Und nach wie vor werden mehr als die H\u00e4lfte aller Kinder und Jugendlichen mit Behinderung dort unterrichtet und 72,7% von ihnen verlassen die F\u00f6rderschule ohne Schulabschluss (Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte, 2023). Die Exklusionskette von Menschen mit Behinderung beginnt demnach bereits in der Schule, was bereits hier zu unfairen Startvoraussetzungen f\u00fchrt und wird durch einen ableistischen und segregierten Arbeitsmarkt inklusive \u201eSondereinrichtungen\u201c fortgef\u00fchrt, wodurch ein \u201eKlassenaufstieg\u201c bei durchschnittlich verdienenden Eltern eher negativiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich konnte herausgestellt werden, dass 73% aller Lehrkr\u00e4fte an inklusiveren Schulen \u00fcberzeugt sind, dass Kinder mit Behinderungen oder mit sogenannten \u201esonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf\u201c bevorzugt an einer F\u00f6rderschule unterreichtet werden sollten (Robert Bosch Stiftung, 2023). Hierbei spielen einerseits logistische Rahmenbedingungen eine Rolle wie z.B., dass nur jede zehnte Lehrkraft im Studium auf inklusiven Unterricht vorbereitet wurde. Aber auch implizite ableistische Annahmen, die intrapsychisch formuliert werden, k\u00f6nnen eine Rolle dabei spielen, warum Inklusion sowohl im Bildungswesen als auch auf dem Arbeitsmarkt bewusst nicht gewollt ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Psychoanalytische \u00dcberlegungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Laut Statistischem Bundesamt (2024) sind lediglich 3% der Behinderungen in Deutschland angeboren und die restlichen 97% erworbene Behinderungen (91% aufgrund einer Erkrankung, 1% Unf\u00e4lle, 5% Sonstige). Die Konfrontation mit Behinderung kann bei Menschen ohne Behinderung tiefsitzende \u00c4ngste hervorrufen, weswegen die Psyche daraufhin h\u00e4ufig mit <em>Abwehrmechanismen<\/em> reagiert (Richarz, 2003). Abwehrmechanismen sind meist unbewusste Vorg\u00e4nge der Psyche, welche dazu dienen, innerseelische als auch zwischenmenschliche Konflikte zu regulieren, um das seelische Gleichgewicht zu bewahren und Entlastung zu schaffen. Dabei sind sie nicht per se als pathologisch zu werten. Ein beispielhafter Abwehrmechanismus in diesem Zusammenhang w\u00e4re die Spaltung, welcher eine Reaktionsweise darstellt, um mit widerspr\u00fcchlichen Gef\u00fchlen als auch starken Bef\u00fcrchtungen zurecht zu kommen. Hierbei wird ein Merkmal in zwei klar voneinander getrennte diametral gegen\u00fcberstehende Pole (z.B. Behinderung oder nicht-Behinderung) aufgeteilt, bei welchem ein Pol als erstrebenswert gilt, w\u00e4hrend der andere entwertet werden muss. Der Vorteil, den sich die Psyche hierbei verspricht, ist, dass die Welt als ein sicherer Ort erscheint und es vor den Gef\u00fchlen der \u00dcberw\u00e4ltigung und Angst sch\u00fctzt (Richarz, 2003). Doch welche Bedrohung erlebt die Psyche als so stark, dass sie beim Thema Behinderung auf Spaltung zur\u00fcckgreift? Um dies zu verstehen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die dahinterliegenden \u00c4ngste.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00c4ngste von nichtbehinderten Menschen k\u00f6nnten z.B. darum kreisen, dass der K\u00f6rper oder die Seele irgendwann nicht mehr Mittel zum Zweck sind, in einer Gesellschaft die v.a. auf neoliberalen Kapitalismus setzt, bei dem der \u201eWert\u201c eines (nicht-kapitalbesitzenden) Menschen von dessen Arbeitskraft und -f\u00e4higkeit abh\u00e4ngig gemacht wird. Was damit einhergeht ist auch die Angst, dass der eigene K\u00f6rper oder die Seele einem selbst Grenzen setzt bzw. Schmerzen bereitet oder im K\u00f6rper und der Seele Prozesse ablaufen, welche sich trotz aller Bem\u00fchungen nicht beherrschen lassen. Diese Angst \u00fcber fehlende Handlungsf\u00e4higkeit geht wiederum mit Angst vor Abh\u00e4ngigkeit von Anderen einher (Langnickel &amp; Link, 2019; Sch\u00f6nwiese, 2003). Dies kann zur Folge haben, dass auf individueller Ebene Gef\u00fchle des Ausgeliefertseins, der Ohnmacht und Hilflosigkeit entstehen aufgrund der Angst vor dem Unkontrollierbaren, vor der eigenen Begrenztheit im Handeln und der Konfrontation mit der als Bedrohung wahrgenommen eigenen Verletzlichkeit und Sterblichkeit (Egen &amp; Waldhoff, 2023). Um all diese \u00c4ngste nicht zulassen zu m\u00fcssen, wird also auf Spaltung gesetzt, welche auf Dauer aber immer mehr Aufwand bedarf und die dahinterliegenden \u00c4ngste nicht verschwinden l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Spaltung geht deswegen h\u00e4ufig mit Rationalisierungen einher. Dies ist ein Abwehrmechanismus, den die Psyche verwendet, um einem vordergr\u00fcndig \u201esinnvolle\u201c Erkl\u00e4rungen und Begr\u00fcndungen aufzutischen, warum in diesem Fall Menschen mit Behinderungen abgewertet oder ferngehalten werden m\u00fcssen und Inklusion auf allen Ebenen verhindert werden muss. Da Inklusion die Grenzen verwischen w\u00fcrde und die Konfrontation mit \u00c4ngsten schafft, weswegen dann z.B. \u00f6ffentliche R\u00e4ume, Schulen oder Arbeitspl\u00e4tze so geschaffen werden, dass die Wahrscheinlichkeit der Begegnung sinkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei der Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Behinderung hat sich gezeigt, dass insbesondere das medizinische Modell ableistische hegemoniale Normalit\u00e4tsvorstellungen gepr\u00e4gt hat. Umso bereichernder ist es daher, dass in Behindertenorganisationen und den Disability Studies nach neuen Wegen gesucht wurde, die Konstruktion von (Nicht-)Behinderung und die dahinterstehenden Machtstrukturen zu verstehen, welche Behinderung zu einem Produkt sozialer, kultureller und politischer Prozesse macht. Denn durch institutionelle, strukturelle und psychologische Prozesse werden Normalit\u00e4tsgrenzen gezogen, die bestimmte K\u00f6rper und Lebensrealit\u00e4ten ausschlie\u00dfen und eine hegemoniale Ordnung der Norm stabilisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine intersektionale Betrachtung macht zudem deutlich, dass Behinderung in kapitalistischen Gesellschaften h\u00e4ufig mit anderen Differenzkategorien wie Klasse verwoben ist. Die \u00f6konomische Abwertung von Menschen mit Behinderung ist nicht zuf\u00e4llig, sondern systemimmanent. Die Analyse verdeutlicht daher, dass eine inklusive Gesellschaft nicht allein durch den Abbau physischer Barrieren erreicht werden kann, sondern eine tiefgreifende Kritik an den bestehenden Machtverh\u00e4ltnissen und den dahinterliegenden Normalit\u00e4tsvorstellungen erfordert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p>Aktion Mensch e.V. (2024).&nbsp;<em>Inklusionsbarometer Arbeit 2024<\/em>. <a href=\"https:\/\/www.aktion-mensch.de\/inklusion\/arbeit\/zahlen-daten-fakten\">https:\/\/www.aktion-mensch.de\/inklusion\/arbeit\/zahlen-daten-fakten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Behrisch, B. (2016). Anerkennung von Menschen mit Behinderung als Thema von Diversity. In P. Genkova &amp; T. Ringeisen (Eds.), <em>Handbuch Diversity Kompetenz: Band 2: Gegenstandsbereiche<\/em> (pp. 437-448). Springer Fachmedien Wiesbaden. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-08853-8_34\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-08853-8_34<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bundesarbeitsgemeinschaft Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen e.V. (2024).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jahresbericht der BAG WfBM 2023.<\/em>Abgerufen am 21. Februar 2025, von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bagwfbm.de\/category\/104\">https:\/\/www.bagwfbm.de\/category\/104<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte. (2023).&nbsp;<em>Parallelbericht an den UN-Ausschuss f\u00fcr die<\/em> <em>Rechte von Menschen mit Behinderungen zum 2.\/3. Staatenpr\u00fcfverfahren<\/em> <em>Deutschlands<\/em>.&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/publikationen\/detail\/parallelbericht-an-den-un-ausschuss-fuer-die-rechte-von-menschen-mit-behinderungen-zum-23-staatenpruefverfahren-deutschlands\">https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/publikationen\/detail\/parallelbericht-an-den-un-ausschuss-fuer-die-rechte-von-menschen-mit-behinderungen-zum-23-staatenpruefverfahren-deutschlands<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Neue Norm. (2024).&nbsp;<em>Acht Punkte: Kritik an Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte<\/em> <em>Menschen<\/em>.&nbsp;<a href=\"https:\/\/dieneuenorm.de\/arbeit\/acht-punkte-kritik-an-werkstaetten-fuer-behinderte-menschen\/\">https:\/\/dieneuenorm.de\/arbeit\/acht-punkte-kritik-an-werkstaetten-fuer-behinderte-menschen\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dobusch, L., &amp; Wechuli, Y. (2022). Disability Studies. In A. M. Biele Mefebue, A. D. B\u00fchrmann, S. Grenz, B. En, &amp; K. J\u00e4ntschi (Hrsg.),&nbsp;<em>Handbuch Intersektionalit\u00e4tsforschung<\/em>&nbsp;(S. 51-64). Springer Fachmedien Wiesbaden.&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-26292-1\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-26292-1<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Egen, C., &amp; Waldhoff, H.-P. (2023). Modelle von Behinderung und historische Entwicklungslinien von Behinderungsprozessen. Ein prozesssoziologischer Versuch. <em>Zeitschrift f\u00fcr Soziologie<\/em>,<em> 52<\/em>(2), 191-212.<\/p>\n\n\n\n<p>Engels, D., Deremetz, A., Sch\u00fctz, H., Eibelsh\u00e4user, S., Pracht, A., Welti, F., &amp; Drygalski, C. v. (2023). Studie zu einem transparenten, nachhaltigen und zukunftsf\u00e4higen Entgeltsystem f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt: Abschlussbericht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hartwig, S. (2020). <em>Behinderung: Kulturwissenschaftliches Handbuch<\/em> (1st Aufl 2020 edition ed.). J.B. Metzler.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirschberg, M. (2022). Modelle von Behinderung in den Disability Studies. In <em>Handbuch Disability Studies<\/em> (pp. 93-108). Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Institut f\u00fcr Sozialforschung und Gesellschaftspolitik &amp; Institut f\u00fcr angewandte Sozialwissenschaft (2023). <em>BMAS &#8211; Studie zu einem transparenten, nachhaltigen und zukunftsf\u00e4higen Entgeltsystem f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Abschlussbericht<\/em>. Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales <a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Forschungsberichte\/fb626-entgeltsystem-wfbm.html&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\">https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/Forschungsberichte\/fb626-entgeltsystem-wfbm.html&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Langnickel, R., &amp; Link, P.-C. (2019). Strukturale Psychoanalyse und Inklusion: Zur Frage der Inkludierbarkeit eines gespaltenen Subjekts. <em>Inklusion im Spannungsfeld von Normalit\u00e4t und Diversit\u00e4t<\/em>, 83-90.<\/p>\n\n\n\n<p>Maskos, R. (2015). Ableism und das Ideal des autonomen F\u00e4hig-Seins in der kapitalistischen Gesellschaft. <em>Zeitschrift f\u00fcr Inklusion<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Robert Bosch Stiftung. (2023).&nbsp;<em>Das Deutsche Schulbarometer: Aktuelle Herausforderungen<\/em> <em>aus Sicht der Lehrkr\u00e4fte. Ergebnisse einer Befragung von Lehrkr\u00e4ften allgemein- und<\/em> <em>berufsbildender Schulen<\/em>. <a href=\"https:\/\/www.boschstiftung.de\/sites\/default\/files\/publications\/pdf\/2023-11\/Schulbarometer_Lehrkraefte_2023_FACTSHEET.pdf\">https:\/\/www.boschstiftung.de\/sites\/default\/files\/publications\/pdf\/2023-11\/Schulbarometer_Lehrkraefte_2023_FACTSHEET.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6nwiese, V. (2003). Angstabwehr und die Produktion von Behinderung. <em>Gisela Hermes &amp; Swantje K\u00f6bsell (Hg.), Disability Studies in Deutschland\u2013Behinderung neu Denken. Dokumentation der Sommeruni, Kassel: bifos Schriftenreihe. S<\/em>, 175-181.<\/p>\n\n\n\n<p>Statistisches Bundesamt. (2024, 19. Juli).&nbsp;<em>7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in<\/em> <em>Deutschland.&nbsp;<\/em>Destatis. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/07\/PD24_281_227.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/07\/PD24_281_227.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Stechow, E. v., Hackstein, P., M\u00fcller, K., Esefeld, M., &amp; Klocke, B. (2019). <em>Inklusion im Spannungsfeld von Normalit\u00e4t und Diversit\u00e4t: Band I: Grundfragen der Bildung und Erziehung<\/em>. Verlag Julius Klinkhardt.<\/p>\n\n\n\n<p>Steven Solbrig. (2022).&nbsp;<em>Wo wir stehen: Behinderung im Fokus<\/em>. Diversity Arts Culture.&nbsp;<a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/magazin\/wo-wir-stehen-behinderung-im-fokus\">https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/magazin\/wo-wir-stehen-behinderung-im-fokus<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>UPIAS [Union of the Physically Impaired Against Segregation] &amp; The Disability Alliance. (1976). <em>Fundamental principles of disability<\/em>. UPIAS.<\/p>\n\n\n\n<p>Waldschmidt, A. (2005). Disability Studies: Individuelles, soziales und\/oder kulturelles Modell von Behinderung? <em>Psychologie und Gesellschaftskritik<\/em>,<em> 29<\/em>(1), 9-31.<\/p>\n\n\n\n<p>Waldschmidt, A. (2008). \u201aWir Normalen\u2018 \u2013 \u201aDie Behinderten\u2018? Erving Goffman meets Michel Foucault. In: Rehberg, Karl-Siegbert (Hrsg.). Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungen des 33. Kongresses der deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie in Kassel 2006. Frankfurt am Main (Campus). S. 1-11.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Nele Becker, <em>Wie pr\u00e4gen gesellschaftliche Normalit\u00e4tsvorstellungen die Marginalisierung von Menschen mit Behinderung?<\/em>  in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 26.05.2025, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=505\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=505<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nele Becker (WiSe 2024\/25) 1. Einleitung Die gesellschaftliche Marginalisierung von Menschen mit Behinderungen ist tief in hegemonialen Normvorstellungen verankert und mit Klassismus verbunden. Diese Vorstellungen bestimmen nicht nur den Zugang zu Ressourcen und sozialen Teilhabem\u00f6glichkeiten, sondern auch die Wahrnehmung und Behandlung von Behinderung im \u00f6ffentlichen und privaten Raum. 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