{"id":563,"date":"2026-07-01T10:41:27","date_gmt":"2026-07-01T08:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=563"},"modified":"2026-07-01T19:13:53","modified_gmt":"2026-07-01T17:13:53","slug":"frauenkrankheiten-die-rechtfertigung-von-wissensluecken-und-trivialisierung-von-leid-am-beispiel-von-endometriose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2026\/07\/01\/frauenkrankheiten-die-rechtfertigung-von-wissensluecken-und-trivialisierung-von-leid-am-beispiel-von-endometriose\/","title":{"rendered":"\u201eFrauenkrankheiten\u201c: Die Rechtfertigung von Wissensl\u00fccken und Trivialisierung von Leid am Beispiel von Endometriose"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nadja Isabel D\u00f6rner (WiSe 2025-26)<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.&nbsp; Endometriose und die <em>Gender Data Gap<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Laut der <em>World Health Organisation<\/em><a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><em><sup><strong><sup>[1]<\/sup><\/strong><\/sup><\/em><\/a> (n.d.) definiert sich Endometriose durch das pathologische Wachsen von Geb\u00e4rmutterschleimhaut-\u00e4hnlichem Gewebe an jeglichen anderen Orten im K\u00f6rper. Weltweit sind nach Sch\u00e4tzungen der WHO rund 10% aller menstruierenden Personen<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> \u2013 etwa 190 Millionen \u2013 betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufige Symptome sind etwa chronische Schmerzen, starke Blutungen w\u00e4hrend der Periode und M\u00fcdigkeit. In Wechselwirkung mit physischen Beschwerden sind auch psychologische und soziale Beeintr\u00e4chtigungen typisch: Die WHO z\u00e4hlt mitunter auf ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Depressionen und Angstst\u00f6rungen sowie soziale Isolation auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Forschungsteam um As-Sanie (2019) weist darauf hin, dass rund 95% aller Betroffenen mindestens eine komorbide somatische Krankheit wie ME\/CFS oder psychische St\u00f6rung wie eine Angstst\u00f6rung haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Konsequenz des Zusammenspiels aus Pr\u00e4valenz und ausgepr\u00e4gten Einflusses auf die Lebensqualit\u00e4t von Endometriose ist ein objektiv negativer \u00f6konomischer Effekt (WHO, n.d.). Meiner pers\u00f6nlichen Schlussfolgerung nach handelt es sich aus diesen Gr\u00fcnden um eine ernstzunehmende Krankheit, deren Erforschung von gesamtgesellschaftlichem Interesse und Nutzen w\u00e4ren. Jedoch klingt bereits auf der offiziellen Website der WHO ein dazu im Kontrast stehendes Ausma\u00df an Nicht-Wissen von \u00c4tiologie bis zu effektiver Behandlung an: <em>\u201eThe causes of endometriosis are unknown. [\u2026]<\/em><em> There are no existing treatments that definitively cure the disease\u201c<\/em> (Paragraph 3; Paragraph 5).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bericht der Zeitschrift <em>The Cardiffian<\/em> (2025) thematisiert in einem Artikel zum <em>EndoMarch<\/em> \u2013 einer j\u00e4hrlichen Demonstration mit dem Ziel, Aufmerksamkeit auf Endometriose zu lenken \u2013 die von Endometriose-Patient*innen empfundene Unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit dieser Wissensl\u00fccken. Teilnehmerin der Demonstration und Mitglied des walisischen Parlaments Jenny Rathbone beschreibt die aktuelle Situation als inakzeptabel. Es sei ihrer Meinung nach notwendig, die Regierung aktiv unter Druck zu setzen, die Versorgungslage zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der auch im Artikel gemachte Vergleich zwischen der Erforschung von Endometriose und m\u00e4nnlicher Kahlk\u00f6pfigkeit ist im Internet weit verbreitet. Es gibt regelm\u00e4\u00dfig <em>Posts<\/em> in verschiedenen sozialen Medien mit Tausenden von <em>Likes<\/em> <a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>, die damit Defizite unter anderem in der Endometriose-Forschung ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Erkl\u00e4rung dieser Defizite kann mitunter das Konstrukt der <em>Gender Data Gap <\/em>herangezogen werden, welches die <em>Bundesstiftung Gleichstellung<\/em> (n.d.) als <em>\u201e[\u2026] L\u00fccke im Wissen zur geschlechterspezifischen Wirksamkeit von Medikamenten und Behandlung von Krankheiten [\u2026]\u201c<\/em> (Paragraph 6) definiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Darauf basierend wird sich diese Hausarbeit zun\u00e4chst mit der systematischen Unterforschung von Endometriose und den zugrundeliegenden Faktoren auseinandersetzen. Sich an den Begriffen \u201eFrauenkrankheit\u201c und <em>undone science<\/em> orientierend werde ich den geschichtlichen Hintergrund und m\u00f6gliche Einflussfaktoren thematisieren. Darauf folgt meine kurze pers\u00f6nliche Kritik am aktuellen Fokus der Endometriose-Forschung am Beispiel von zwei in den 2010ern ver\u00f6ffentlichten Studien. Anschlie\u00dfend werde ich unter den Leit-Themen Ignoranz und Trivialisierung auf Basis von mehreren Studien zu Erfahrungsberichten von Endometriose-Patient*innen auf Diagnoseverz\u00f6gerungen, den Mangel an Behandlungsm\u00f6glichkeiten und m\u00f6gliche Auswirkungen auf die mentale Gesundheit eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuletzt folgt eine kurze Reflexion vom Einfluss patriarchaler Strukturen auf Gesundheit, spezifisch in Bezug auf Menstruations-Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt sind alle teilnehmenden Personen in den verwendeten Studien dem Anschein nach cis-Frauen, oder identifizierten sich zum Zeitpunkt der Durchf\u00fchrung zumindest als solche. Die offizielle WHO-Website weist darauf hin, dass auch trans* M\u00e4nner und nicht-bin\u00e4re Personen an Endometriose erkranken k\u00f6nnen, verwendet jedoch im weiteren Verlauf mehrmals \u201eFrauen\u201c als Austauschwort f\u00fcr Patient*innen oder Betroffene. Nicht nur ist der Artikel damit in sich inkonsistent, sondern auch dieser einmaligen Anmerkung unterliegt eine bin\u00e4re Sicht des biologischen Geschlechts, was inter* Personen weiterhin von der Konversation ausschlie\u00dft. Vor diesem Hintergrund werde ich geschlechtsneutrale Begriffe verwenden, au\u00dfer in direktem Bezug auf Zitate von Studienteilnehmerinnen, die in den jeweiligen Studien als weiblich erfasst wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.&nbsp; \u201eFrauenkrankheiten\u201c und das Ph\u00e4nomen der ungeschehenen Wissenschaft<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Online-Website des Duden (n.d.) definiert Patriarchat im soziologischen Kontext als <em>\u201eGesellschaftsordnung, bei der der Mann eine bevorzugte Stellung in Staat und Familie innehat und bei der in Erbfolge und sozialer Stellung die m\u00e4nnliche Linie ausschlaggebend ist\u201c<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Umkehrschluss folgt daraus in patriarchalen Gesellschaften die systematische Unterordnung jeglicher Personen, die nicht-m\u00e4nnlich sind beziehungsweise wahrgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.1.&nbsp; Ein Einblick in die Geschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>In einem wissenschaftlichen Artikel schreibt Nicky Hudson (2021) die erste Verwendung des Begriffs \u201eEndometriose\u201c dem Gyn\u00e4kologen John Sampson zu, der 1921 erstmals eine Theorie \u00fcber \u00c4tiologie und biologischen Verlauf der Krankheit aufstellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings existierten Beschreibungen \u00e4hnlicher Symptombilder bereits davor: Die fr\u00fchsten heute bekannten stammen aus der Antike (Hudson, 2021). Historisch k\u00f6nnen diese Symptom-Cluster mit seit <em>ICD-11<\/em> offiziell nicht mehr verwendeten und nicht empirisch belegten Diagnose der Hysterie in Zusammenhang gestellt werden. Beispielsweise werden Betroffene als psychisch instabil und nicht in der Lage, patriarchale Ideale zu erf\u00fcllen, dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hudson (2021) stellt die Hypothese auf, dass die somatische Krankheit Endometriose eventuell fl\u00e4chendeckend falsch als psychische St\u00f6rung, die ausschlie\u00dflich Frauen betreffen kann, diagnostiziert wurde. Auch heute berichten Endometriose-Patient*innen davon, in \u00e4rztlicher Behandlung gesagt zu bekommen, ihre Symptome seien \u201enur im Kopf\u201c (Petterson &amp; Berter\u00f6, 2020).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.2.&nbsp; Die aktive Produktion von Forschungsl\u00fccken<\/h2>\n\n\n\n<p>In demselben Paper erkl\u00e4rt Nicky Hudson (2021): <em>\u201e[Illnesses] common to women are systematically ignored or misattributed as evidence of mental illness, deviant behavior or a lack of self-care\u201c<\/em> (S.22).<\/p>\n\n\n\n<p>Endometriose ist eine der somatischen Krankheiten, bei denen dieses nachweislich falsche Verst\u00e4ndnis der \u00c4tiologie eingesetzt wird um deren Unterforschung zu rechtfertigen. Werden Ursachen vermeintlich klar kausal auf Psyche und Verhalten der Erkrankten zur\u00fcckgeleitet, so wird die weitere Erforschung dadurch als unn\u00f6tig und unwichtig dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzend dient auch die Etikettierung mit dem in diesem Kontext negativ konnotierten Begriff \u201eFrauenkrankheit\u201c. Im Zusammenhang mit der <em>Gender Data Gap<\/em>, welche indirekt auf die Ansicht des cis-m\u00e4nnlichen K\u00f6rpers als Standard hinweist, werden davon abweichende K\u00f6rper und damit in Verbindung stehende Symptome, Krankheitsverl\u00e4ufe und gesamte Krankheiten in den Hintergrund gestellt. Ebenfalls relevant in diesem Kontext ist Intersektionalit\u00e4t, da diese Standardisierung von bestimmten K\u00f6rpern auf mehreren Ebenen von soziodemografischen Merkmalen stattfindet. Das Akronym <em>WEIRD<\/em> \u2013 kurz f\u00fcr <em>White, Educated, Indurstrialized, Rich, Democratic<\/em> \u2013 beschreibt die bis heute anhaltende Selektivit\u00e4t vieler Stichproben von medizinischen und psychologischen Studien (Henrich et al., 2010).<\/p>\n\n\n\n<p>Hudson (2021) beschreibt sogenannte \u201eundone science\u201c als mehr als nur das passive Vorhandensein von Nicht-Wissen: es g\u00e4be eine aktive Entscheidung, L\u00fccken in einem Forschungsfeld zu akzeptieren. Endometriose beispielsweise werde als mysteri\u00f6s dargestellt und deshalb die Annahme getroffen, die Krankheit besser zu verstehen sei nicht m\u00f6glich. Bereits auf rein deskriptiver Ebene wird bei der Klassifikation verschiedener Unterformen von konkreten Aussagen abgesehen: <em>\u201eThe scientific concensus is that there is no consensus\u201c <\/em>(S.24).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Konsequenz ist die chronische Unterfinanzierung von Endometriose-Forschung. In den USA beispielsweise war Endometriose am unteren Ende der insgesamt 285 Krankheiten, f\u00fcr die der Staat 2018 F\u00f6rdergelder verlieh (As-Sanie et al., 2019, S.91).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.3.&nbsp; Die Zentrierung von cis-M\u00e4nnern in der Endometriose-Forschung<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund der mangelhaften Finanzierung und den L\u00fccken im Verst\u00e4ndnis von \u00c4tiologie bis zu Behandlung von Endometriose fielen mir Studien wie die von Vercellini et al. (2013) \u2013 mittlerweile revidiert \u2013 \u00fcber den Einfluss von Endometriose auf von M\u00e4nnern wahrgenommene Attraktivit\u00e4t oder die von Culley et al. (2017) \u00fcber die negativen mentalen Konsequenzen der Krankheit f\u00fcr m\u00e4nnliche Partner von Patient*innen besonders auf. Meiner Auffassung nach stellen cis-M\u00e4nner und deren Erfahrungen in den Fokus einer Erkrankung, die sie nur indirekt betrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe durchaus die Wichtigkeit der Erforschung der Belastung, die Krankheiten auch f\u00fcr Angeh\u00f6rige sein k\u00f6nnen. Allerdings gibt es meiner pers\u00f6nlichen Meinung nach auch potentielle Probleme mit Zitaten wie: <em>\u201e[Male] partners and their needs appear to be marginalized at several levels: healthcare, information, and support, within relationships and within wider society and social life\u201c <\/em>(Culley et al., 2017, S.1672).<\/p>\n\n\n\n<p>An Endometriose Erkrankte leben t\u00e4glich mit somatischen und psychischen Beschwerden, die auch heute nicht immer mit der n\u00f6tigen Ernsthaftigkeit behandelt werden. Davon zu sprechen, dass cis-M\u00e4nner bei einer Krankheit, die sie nicht selbst haben nicht genug zentriert werden, erscheint mir pers\u00f6nlich als Symptom einer Gesellschaft, in der m\u00e4nnliche \u00dcberordnung Standard ist und eine Abweichung der Priorisierung von M\u00e4nnern von diesen als belastend und unfair wahrgenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt bessere Diagnostik- und Behandlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Personen mit Endometriose, die physisch und mental t\u00e4glich an dieser Krankheit leiden, zu entwickeln, werden die Erkrankten meiner Meinung nach teilweise auf ihre Funktionen in einer patriarchalen Gesellschaft reduziert: Das Eingehen einer heterosexuellen Beziehung und die damit verbundene unbezahlte Care-Arbeit. Ich bekam das Gef\u00fchl, dass diese Studien Endometriose eher im Kontext der potenziellen Gef\u00e4hrdung der Erf\u00fcllung von patriarchalen Idealen und Rollenbildern Wichtigkeit zusprachen. Auch wenn dies nicht die Intention der Forschenden widerspiegelt, weist es dennoch meiner Meinung nach auf ein tiefer verankertes gesellschaftliches Problem hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem stellte ich w\u00e4hrend meiner Recherche fest, dass der Einbezug gelebter Erfahrungen von Endometriose-Patient*innen in qualitativen Studien wie etwa der von Grogan et al. (2018) als besonders wichtig und in der Vergangenheit nicht immer gegeben dargestellt wurde. Es erschien mir, als w\u00e4re die Kluft zwischen Forschung und Lebensalltag ein weiteres Ph\u00e4nomen einer patriarchalen Gesellschaft: Es wird mehr Forschung \u00fcber Erkrankte als mit ihnen betrieben. Meiner<\/p>\n\n\n\n<p>Meinung nach k\u00f6nnte hier auch eine Verbindung dazu bestehen, dass Patient*innen die Glaubhaftigkeit ihrer eigenen Erfahrungen von historisch m\u00e4nnlich dominierten Forschungskreisen abgesprochen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.&nbsp; Ignoranz und Trivialisierung in Diagnostik und Behandlung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.1.&nbsp; Diagnostik<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine an Endometriose erkrankte Studienteilnehmerin namens Olena berichtet: <em>\u201eIt\u2019s going to sound insane but first feeling was relief! That after 10 years I was not \u201aimagining\u2018 this pain! Then fear, then anger as to why it took so long to get diagnosed\u201c<\/em> (Grogan et al., 2018, S.1370).<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem Gef\u00fchl der Erleichterung handelt es sich um keinen Einzelfall, wie eine Meta-Analyse best\u00e4tigt (Pettersson &amp; Berter\u00f6, 2020).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie von As-Sanie et al. (2019) thematisiert das Fehlen fl\u00e4chendeckend eingesetzter, nicht oder weniger invasiver Methoden zur Endometriose-Diagnose, welches laut der Forschenden vor allem bei jungen Patient*innen von Seiten der Behandelnden, Eltern und auch Betroffenen selbst zu Z\u00f6gern und damit einer Versp\u00e4tung in der Diagnostizierung f\u00fchren k\u00f6nne. Au\u00dferdem wurden f\u00fcr aktuelle invasive Diagnose-Ma\u00dfe in neueren Studien niedrige Zusammenh\u00e4nge mit SymptomSchwere und Einfluss auf die Lebensqualit\u00e4t gefunden. W\u00e4hrend also nach einer laparoskopischen Operation, bei der pathologisches Gewebe gefunden und entfernt wird (WHO, n.d.), eine kategoriale Aussage zur Diagnose gemacht werden kann, k\u00f6nnen Fragen zu tats\u00e4chlichen Auswirkungen der Krankheit auf einer dimensionalen Ebene nicht unbedingt beantwortet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt weitere Barrieren in der Diagnostik. Geschriebene Berichte von Patient*innen aus einer in Gro\u00dfbritannien durchgef\u00fchrten Online-Studie von Grogan et al. (2018) enthalten Beschreibungen vom Diagnose-Prozess als Kampf, verbunden mit mehrmaligem Aufsuchen von Gesundheitsdienstleister*innen und Beharrlichkeit, teils \u00fcber mehrere Jahre. Eine teilnehmende Person schreibt retrospektiv \u00fcber die mentalen Auswirkungen:<em> \u201e[I] had lost faith in health professionals and felt \u201alet down\u2018 by the health care system in general\u201c <\/em>(Grogan et al., 2018, S.1369). Eine Meta-Analyse von Pettersson und Berter\u00f6 (2020) kompilierte wiederkehrende Themen bei den Erfahrungen von Endometriose-Patient*innen mit dem Gesundheitssystem und fand mehrere Einflussfaktoren auf die Diagnose-Verz\u00f6gerung: Neben zu wenig Wissen von Seiten der Behandelnden wird ebenso die Normalisierung von erfahrenen Beschwerden erw\u00e4hnt. Chronische Schmerzen wurden als nicht-pathologisches Nebenprodukt von Menstruation etikettiert \u2013 den Erkrankten wurde vorgeworfen, diese \u201enormalen\u201c Schmerzen einfach nicht aushalten zu k\u00f6nnen \u2013 und weitere begleitende Symptome nicht beachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Faktor k\u00f6nnte die sogenannte <em>Menstruations-Etiquette <\/em>sein. Kate Seear (2009) stellt die Theorie auf, dass menstruierende Personen aufgrund von bereits erfahrenen oder bef\u00fcrchteten Sanktionen im Privat- und Berufsleben, zum Beispiel Ausgrenzung oder Kritik, Menstruationsprobleme gar nicht erst ansprechen w\u00fcrden. Das Ansehen von Menstruation als \u201e<em>highly stigmatising event\u201c<\/em> (Seear, 2009, S.1226) k\u00f6nnte meiner Schlussfolgerung nach potentiell an Endometriose erkrankte Personen auf einen unbestimmten Zeitraum von Gesundheitsdienstleister*innen fernhalten. Die Diagnose-Verz\u00f6gerung w\u00fcrde damit bereits vor dem ersten Besuch einer \u00e4rztlichen Praxis beginnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3.2.&nbsp; Behandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Aufgrund des fehlenden Wissens um die \u00c4tiologie von Endometriose liegt der Behandlungs-Fokus auf der Verminderung der k\u00f6rperlichen Symptom-Beschwerden, wobei beide der g\u00e4ngigsten spezifischen Interventionen schwerwiegende Nachteile haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem Forschungsteam um As-Sanie (2019) m\u00fcssen sich Erkrankte bei hormonellen Therapien zwischen Schmerzlinderung und einer Schwangerschaft entscheiden. Eine laparoskopische Operation zur Entfernung von pathologischem Gewebe garantiert keine Verbesserung der Symptome und kann ein Rezidiv nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wegen der Barrieren zur Diagnose werden viele Patient*innen, wie eine Meta-Analyse von Pettersson &amp; Berter\u00f6 (2020) zeigt, zuerst oder nur \u00fcber unspezifische Behandlungsm\u00f6glichkeiten informiert, zum Beispiel Sport oder Schmerzmittel (NSAR wie Ibuprofen). Die beiden Forschenden heben ebenfalls hervor, dass einige \u00c4rzt*innen eine Schwangerschaft vorschlugen, was nicht nur eine tempor\u00e4re \u201eL\u00f6sung\u201c darstellt, sondern in einigen F\u00e4llen in Widerspruch mit den aktuellen Lebensumst\u00e4nden der Betroffenen stand, von denen einige unfruchtbar waren oder keinen Kinderwunsch hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund dieser als mangelhaft oder insensitiv wahrgenommenen professionellen Beratung und Unterst\u00fctzung beschrieben mehrere Teilnehmende in einer Studie von Grogan et al. (2018), sie h\u00e4tten selbst \u2013 vor allem \u00fcber das Internet \u2013 Endometriose-Expertise erlangen m\u00fcssen. Jedoch w\u00e4re der Versuch, Erfahrungsberichte anderer Personen mit \u00e4hnlichen Symptomen einzubringen, auf genervte Reaktionen von Gesundheitsdienstleister*innen gesto\u00dfen (Pettersson &amp; Berter\u00f6, 2020).<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Umgang mit Symptomen verwenden Patient*innen im Alltag verschiedene Bew\u00e4ltigungsstrategien, wie eine Studie von Grogan, Turley und Cole (2018) zeigt. Ein Beispiel ist <em>self-pacing<\/em>: Das Vermeiden von sozialen Aktivit\u00e4ten im Privat- und Berufsleben zur Konservierung von Energie. Auswirkungen beinhalten unter anderem das Verlieren von interpersonellen Beziehungen und Gef\u00fchle von Schuld und Isolation.<\/p>\n\n\n\n<p>Studien-Teilnehmende berichteten, ihre Beschwerden im Privat- sowie Berufsleben zu verbergen. Sie beschrieben Sorge, die eventuell von \u00e4rztlichem Personal bereits erfahrene Trivialisierung von anderen Personen widergespiegelt zu bekommen und nicht mit Verst\u00e4ndnis oder Empathie behandelt zu werden (Grogan et al., 2018; Pettersson &amp; Berter\u00f6, 2020).<\/p>\n\n\n\n<p>Auf solchen Wegen kann Endometriose auch die mentale Gesundheit beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">4.&nbsp; Patriarchale Strukturen und Menstruations-Gesundheit<\/h1>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Recherche f\u00fcr diese Arbeit habe ich meine eigene festsitzende patriarchale Konditionierung gesp\u00fcrt. <em>Menstruations-Etiquette<\/em>, Angst vor sozialen Sanktionen und dem nicht ernst genommen werden und Erleichterung beim Erhalten einer Diagnose \u2013 denn immerhin war es eben nicht nur \u201ein meinem Kopf\u201c. Das alles sind mir bekannte Ph\u00e4nomene, auch wenn ich ihnen vorher keine Namen geben konnte und mir wenige Gedanken \u00fcber deren Zusammenh\u00e4nge im Rahmen einer patriarchalen Gesellschaft gemacht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Gedanken zu Scham als patriarchales Machtinstrument von Zayane Heitz (2025) haben mich nachhaltig beeinflusst: Ich m\u00f6chte nicht mehr zu einem System beitragen, welches meine kontinuierliche Leistung annimmt und sich Scham zum Instrument macht, um mich nach im Kern unerreichbaren Idealen streben zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein System, welches beispielsweise bei Dysmenorrh\u00f6 \u201eFunktionieren\u201c \u00fcber das Wohlbefinden von Betroffenen stellt. Auch ich habe vielfach meine Schmerzen wegen bef\u00fcrchteten sozialen Sanktionen mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen und nicht-verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln selbst behandelt und nicht dar\u00fcber gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfahrungsberichte von Endometriose-Patient*innen haben mich traurig f\u00fcr die Betroffenen und w\u00fctend auf das patriarchale Gesundheits-System. Aber gleichzeitig habe ich zum Beispiel in Online-Foren<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\"><em><sup><strong><sup>[4]<\/sup><\/strong><\/sup><\/em><\/a> die Solidarit\u00e4t zwischen Erkrankten gesp\u00fcrt; ich habe den Mut und die unb\u00e4ndige Kraft, trotz aller dieser Barrieren eine angemessene Diagnose und Behandlung zu verlangen, gesehen. Im Angesicht dessen f\u00fchle ich mich inspiriert, selbst meinen Teil im Kampf um die Verbesserung der Forschungs- und Versorgungslage beizutragen, sei es durch Recherche oder das offene Sprechen \u00fcber Menstruations-Irregularit\u00e4ten oder -Schmerzen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">5.&nbsp; Literaturverzeichnis<\/h1>\n\n\n\n<p>As-Sanie, S., \u2026, &amp; Nebel, R.A. (2019). Assessing research gaps and unmet needs in endometriosis. <em>American Journal of Obstetrics &amp; Gynecology, <\/em>86-94, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ajog.2019.02.033\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ajog.2019.02.033<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Culley, L., Law, C., Hudson, N., Mitchell, H., Denny, E., &amp; Raine-Fenning, N. (2017). A qualitative study on the impact of endometriosis on male partners. <em>Human Reproduction, 32<\/em>(8), 1667-1673. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/humrep\/dex221\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/humrep\/dex221<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Duden. <em>Patriarchat. <\/em>Retrieved on January 30, 2026, from <a href=\"https:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Patriarchat\">https:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Patriarchat<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Grogan, S., Turley, E., &amp; Cole, J. (2018). \u2018So many women suffer in silence\u2019: a thematic analysis of women\u2019s written accounts of coping with endometriosis. <em>Psychology &amp; Health, 33<\/em>(11), 13641378, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/08870446.2018.1496252\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/08870446.2018.1496252<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Heitz, Z. (2025, April 2). \u201c<em>Wie kann ich nur?\u201d Scham als unsichtbare Gewalt. <\/em>theartofintervention. <a href=\"https:\/\/artofintervention.ch\/wie-kann-ich-nur-scham-als-unsichtbare-gewalt\/\">https:\/\/artofintervention.ch\/wie-kann-ich-nur-scham-als-unsichtbare-gewalt\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Henrich, J., Heine, S.J., &amp; Norenzayan, A. (2010). The weirdest people in the world? <em>Behavioral and Brain Sciences, 33<\/em>, S.61-135, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1017\/S0140525X0999152X\">https:\/\/doi.org\/10.1017\/S0140525X0999152X<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Hudson, N. (2021). The missed disease? Endometriosis as an example of \u2018undone science\u2019. <em>Reproductive BioMedicine and Society Online, 14<\/em>, 20-27. <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC8517707\/\">https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC8517707\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Overweg, C. &amp; Weiland, A. <em>Gender Health Gap. <\/em>Bundesstiftung Gleichstellung. Retrieved January 23, 2026, from <a href=\"https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/gleichstellungsindikatoren-und-gender-gaps-wiekoennen-wir-gleichstellung-messen\/gender-health-gap\/\">https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/gleichstellungsindikatoren-und-gender-gaps-wiekoennen-wir-gleichstellung-messen\/gender-health-gap\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Petterson, A., &amp; Berter\u00f6, C.M. (2020). How Women with Endometriosis Experience Health Care Encounters. <em>Women\u2019s Health Reports, 1<\/em>(1), 529-542. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1089\/whr.2020.0099.\">https:\/\/doi.org\/10.1089\/whr.2020.0099<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ratcliffe, G. (2025, March 25). \u2018<em>More research into male baldness than incurable endometriosis\u2019 despite 10 years of Endomarch.<\/em> The Cardiffian.&nbsp; <a href=\"https:\/\/cardiffjournalism.co.uk\/thecardiffian\/2025\/03\/25\/more-research-into-male-baldnessthan-incurable-endometriosis-despite-10-years-of-endomarch\/\">https:\/\/cardiffjournalism.co.uk\/thecardiffian\/2025\/03\/25\/more-research-into-male-baldnessthan-incurable-endometriosis-despite-10-years-of-endomarch\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Reddit. <em>r\/endometriosis.<\/em> Retrieved February 28, 2026, from <a href=\"https:\/\/www.reddit.com\/r\/endometriosis\/\">https:\/\/www.reddit.com\/r\/endometriosis\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Seear, K. (2009). The etiquette of endometriosis: Stigmatisation, menstrual concealment and the diagnostic delay. <em>Social Science &amp; Medicine, 69<\/em>, 1220-1227, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.socscimed.2009.07.023\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.socscimed.2009.07.023<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Vercellini, P., Buggio, L., Somigliana, E., Barbara, G., Vigan\u00f2, P., &amp; Fedele, L. (2013). Attractiveness of women with rectovaginal endometriosis: a case-control study. <em>Fertility and<\/em> <em>Sterility, 99<\/em>(1), <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1016\/j.fertnstert.2012.08.039\">http:\/\/dx.doi.org\/10.1016\/j.fertnstert.2012.08.039<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>World Health Organization. <em>Endometriosis. <\/em>Retrieved January 23, 2026, from https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/endometriosis. X. <em>Posts.<\/em> Retrieved February 28, 2026, from&nbsp; https:\/\/x.com\/robpatt___\/status\/1997559665648148929?s=20 ; https:\/\/x.com\/cessonmute\/status\/2018113648162693464?s=20<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Im Folgenden als WHO abgek\u00fcrzt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Auf der Website der WHO ist hier ausschlie\u00dflich von Frauen die Rede, jedoch wird im weiteren Verlauf darauf hingewiesen, dass auch trans-m\u00e4nnliche und nicht-bin\u00e4re \u2013 sprich bei der Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesene \u2013 Personen von Endometriose betroffen sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Beispiele: <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?page_id=564\" data-type=\"page\" data-id=\"564\">https:\/\/x.com\/robpatt___\/status\/1997559665648148929?s=20 ; https:\/\/x.com\/cessonmute\/status\/2018113648162693464?s=20<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Zum Beispiel <em>r\/endometriosis <\/em>auf <em>Reddit<\/em>: <a href=\"https:\/\/www.reddit.com\/r\/endometriosis\/\">https:\/\/www.reddit.com\/r\/endometriosis\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Nadja Isabel D\u00f6rner, <em>\u201eFrauenkrankheiten\u201c: Die Rechtfertigung von Wissensl\u00fccken und Trivialisierung von Leid am Beispiel von Endometriose<\/em>, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 01.07.2026, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2026\/07\/01\/frauenkrankheiten-die-rechtfertigung-von-wissenslucken-und-trivialisierung-von-leid-am-beispiel-von-endometriose\/\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2026\/07\/01\/frauenkrankheiten-die-rechtfertigung-von-wissenslucken-und-trivialisierung-von-leid-am-beispiel-von-endometriose\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nadja Isabel D\u00f6rner (WiSe 2025-26) 1.&nbsp; Endometriose und die Gender Data Gap Laut der World Health Organisation[1] (n.d.) definiert sich Endometriose durch das pathologische Wachsen von Geb\u00e4rmutterschleimhaut-\u00e4hnlichem Gewebe an jeglichen anderen Orten im K\u00f6rper. Weltweit sind nach Sch\u00e4tzungen der WHO rund 10% aller menstruierenden Personen[2] \u2013 etwa 190 Millionen \u2013 betroffen. H\u00e4ufige Symptome sind etwa &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2026\/07\/01\/frauenkrankheiten-die-rechtfertigung-von-wissensluecken-und-trivialisierung-von-leid-am-beispiel-von-endometriose\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e\u201eFrauenkrankheiten\u201c: Die Rechtfertigung von Wissensl\u00fccken und Trivialisierung von Leid am Beispiel von Endometriose\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2643,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[327720],"tags":[457805,457806,62750],"class_list":["post-563","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-essay","tag-endometriose","tag-gender-data-gap","tag-gesundheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2643"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=563"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/563\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":575,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/563\/revisions\/575"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}