{"id":566,"date":"2026-07-01T10:50:47","date_gmt":"2026-07-01T08:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=566"},"modified":"2026-07-01T10:50:47","modified_gmt":"2026-07-01T08:50:47","slug":"beobachtungen-zu-weiblich-gelesenem-schmerz-am-beispiel-endometriose-im-gesundheitswesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2026\/07\/01\/beobachtungen-zu-weiblich-gelesenem-schmerz-am-beispiel-endometriose-im-gesundheitswesen\/","title":{"rendered":"Beobachtungen zu weiblich gelesenem Schmerz am Beispiel Endometriose im Gesundheitswesen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sophie Tannenberg (WiSe 2025-26)<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Einleitung <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">\u201eDas ist doch nichts weiter\u201c, \u201enimm einfach eine Ibu und dann geht das schon\u201c oder \u201eso schlimm ist es doch nicht\u201c sind Ausdr\u00fccke, die sich viele Personen mit Geb\u00e4rmutter mindestens ein Mal in ihrem Leben anh\u00f6ren m\u00fcssen. Gemeint sind hierbei nat\u00fcrlich die Menstruationsschmerzen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark auftreten. H\u00e4ufig wird versucht, einfach \u201edie Z\u00e4hne zusammenzubei\u00dfen\u201c und den Alltag weiter zu bestreiten, dann aber unter einem hohen Leidensdruck, den viele jedoch gut zu kaschieren wissen, denn: es wird nicht, und vor allem nicht gerne, dar\u00fcber gesprochen. Fr\u00fcher habe ich mich immer gesch\u00e4mt, wenn ich eine Binde aus meinem Schulrucksack nehmen musste. Ich habe sie schnell wie eine illegale Droge in meiner Hosentasche versteckt, damit niemand sieht, dass ich meine Periode habe, das Wort \u201ePeriode\u201c wurde allerh\u00f6chstens fl\u00fcsternd kommuniziert. Dieser weiblich gelesene Schmerz wird also oft versteckt und tabuisiert. Allerdings gibt es nicht den \u201eeinen\u201c Schmerz, sondern verschiedene Auspr\u00e4gungen und St\u00e4rken. Damit kann sogar mehr verbunden sein als nur die Menstruation. Laut Prof. Dr. Sylvia Mechsner erkranken jedes Jahr circa 52.000 weibliche gelesene Personen neu an Endometriose.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Damit ist jede zehnte Person mit Geb\u00e4rmutter betroffen.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Diese chronische Krankheit ist noch weitgehend unbekannt. Ich selbst erfuhr erst vor ein bis zwei Jahren davon, als eine Freundin begann, sehr stark darunter zu leiden. M\u00fcdigkeit, Kopfschmerz, ungew\u00f6hnlich heftige Unterleibschmerzen, Schw\u00e4chung der Gliedma\u00dfen und Schwindel, um nur ein paar ihrer Symptome zu nennen. Jedoch kann sie nicht behaupten, damit diagnostiziert worden zu sein, denn dies ist ein langwieriger und komplexer Prozess, dem sich nicht alle Betroffenen stellen. Somit kann von einer relativ gro\u00dfen Dunkelziffer ausgegangen werden, da viele Menschen, so wie auch ich, gar nicht von der Krankheit in Kenntnis gesetzt sind und somit wom\u00f6glich gar nicht wissen, dass sie darunter leiden. Zus\u00e4tzlich ist ein Gang zum*zur Gyn\u00e4kolog*in mit weiteren H\u00fcrden verbunden, denen sich Patient*innen stellen m\u00fcssen \u2013 vorausgesetzt, sie nehmen diese Behandlungen auf sich. So musste meine Freundin, die regelm\u00e4\u00dfig gezwungen ist, \u00c4rzt*innen aufzusuchen, schon zahlreiche schlechte Erfahrungen \u00fcber sich ergehen lassen: von unsensiblen Frauen\u00e4rzt*innen bis hin zu fragw\u00fcrdigen Schlussfolgerungen, woraufhin sie die Pille verschrieben bekam, da Hormone ihr als einzige M\u00f6glichkeit dargestellt wurden, die Krankheit zu therapieren. Allerdings ist sie auch auf viele verst\u00e4ndnisvolle \u00c4rzt*innen gesto\u00dfen, die sie beraten und in m\u00f6gliche Behandlungsoptionen eingef\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Hausarbeit setze ich mir das Ziel, die These: \u201eeine Normalisierung von weiblich gelesenem Schmerz zeigt sich in der medizinischen Behandlung von Betroffenen mit Endometriose\u201c n\u00e4her auszuleuchten. Dabei werde ich auf vorhandene Studien, Stimmen von Betroffenen sowie von medizinischem Personal eingehen. Es werden dabei H\u00fcrden von Betroffenen dieser Krankheit offengelegt, aber auch Schwierigkeiten, die seitens des Gesundheitssystems herrschen, wenn es um die Diagnose und Behandlung von Endometriose geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Anmerkung: Zum Unterstreichen des Genderaspekts nutze ich haupts\u00e4chlich die Bezeichnungen \u201eweiblich oder m\u00e4nnlich gelesen\u201c beziehungsweise \u201eMenschen mit oder ohne Geb\u00e4rmutter\u201c. Aus Gr\u00fcnden des Umfangs ist es mir nicht m\u00f6glich, alle weiteren Geschlechter und Geschlechtsauspr\u00e4gungen hinsichtlich jeglicher Aspekte zu betrachten. Jedoch ist wohl offensichtlich, dass beispielsweise Trans- oder Intermenschen zus\u00e4tzlich Diskriminierung und Pathologisierung im Gesundheitswesen erfahren m\u00fcssen.<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Begriffserkl\u00e4rungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Eng verkn\u00fcpft ist die Bezeichnung des weiblich gelesenen Schmerzes mit dem des Gender Pain Gaps, welcher ein Ph\u00e4nomen in der medizinischen Behandlung darstellt, bei welchem Ungleichheiten bei eben dieser medizinischen Versorgung zwischen m\u00e4nnlich und weiblich gelesenen Personen herrschen. Zugrunde liegt hier unter anderem ein systematisches Untersch\u00e4tzen weiblich gelesener Menschen und deren Schmerzen.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Somit ist das Konzept des Gender Pain Gaps zentral f\u00fcr das Diskutieren der vorliegenden Problematik.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine geschlechterdifferenzierte Betrachtung ruft den Begriff der Female Specific Pains hervor. Laut der National Library of Medicine versteht man darunter genauer Geb\u00e4rmuttermyome, Menstruationsschmerzen im Allgemeinen, Schmerzen w\u00e4hrend der Schwangerschaft und der Geburt, Menopause und nat\u00fcrlich Endometriose. H\u00e4ufig fallen darunter aber auch mehr \u201eallt\u00e4gliche\u201c Schmerzen, die auf den ersten Blick keine geschlechterspezifische Veranlagung haben, etwa Kopfschmerzen, Migr\u00e4ne oder Muskelschmerzen.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Verbunden sind diese Begrifflichkeiten mit dem des Gender Exaggeration Bias, welcher sich auf die stereotypische Annahme bezieht, dass biologische Unterschiede von m\u00e4nnlich und weiblich gelesenen Personen eine Unterscheidung in ihrer Gef\u00fchlswahrnehmung zulassen. Somit wird oftmals angenommen, weiblich gelesene Menschen w\u00fcrden ihren Schmerz dramatisieren und eigentlich weniger empfinden, als sie aussagen.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Besonderes Augenmerk wird in dieser Ausarbeitung auf die Thematik der Endometriose gelegt. Diese ist eine chronische Erkrankung der Geb\u00e4rmutter, bei der Gewebe, das der Geb\u00e4rmutterschleimhaut \u00e4hnelt und auch Endometrium genannt wird, au\u00dferhalb der Geb\u00e4rmutter w\u00e4chst. Zysten und Entz\u00fcndungen k\u00f6nnen sich beispielsweise an den Eierst\u00f6cken, im Bauch- und Beckenraum, aber auch an der Lunge bilden. Theoretisch kann das Endometrium \u00fcberall im gesamten K\u00f6rper wachsen, das h\u00e4ufigste Vorkommen ist allerdings im Bauchraum. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zum Menstruationszyklus. Dabei wird die Geb\u00e4rmutterschleimhaut auf- und wieder abgebaut. So passiert das auch bei dem Endometrium, bei diesem kann aber die Blutung im Gegensatz zur Menstruation den K\u00f6rper nicht verlassen, woraufhin sich erst so genannte Endometrioseherde und schlie\u00dflich Endmoetriosezysten bilden. Die genauen Entstehungsursachen f\u00fcr Endometriose sind allerdings noch unbekannt. Die Symptome sind unterschiedlich und individuell, k\u00f6nnen lokal oder im gesamten K\u00f6rper auftreten \u2013 oder sich gar nicht \u00e4u\u00dfern. H\u00e4ufig sind jedoch starke Unterleibschmerzen w\u00e4hrend und unabh\u00e4ngig von der Menstruation gegeben, au\u00dferdem R\u00fccken- und Gliederschmerzen w\u00e4hrend der Periode, starke oder unregelm\u00e4\u00dfige Monatsblutung, Schmerzen w\u00e4hrend und nach dem Geschlechtsverkehr und Unfruchtbarkeit, um nur ein paar zu nennen. Damit einhergehend sind psychische Belastungen wie Depressionen, aber auch physische Lasten wie M\u00fcdigkeitserscheinungen oder eine erh\u00f6hte Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Infekte w\u00e4hrend der Menstruation.<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Analyse &amp; Argumentation<\/h2>\n\n\n\n<p>Allgemeine Beobachtungen lassen erkennen, dass aufgrund von jahrhundertealten Ansichten innerhalb der medizinischen Forschung der m\u00e4nnlich gelesene K\u00f6rper als \u201eGoldstandard\u201c betrachtet wurde und teilweise immer noch wird. Alles von dieser besagten Norm Abweichende galt als \u201eatypisch\u201c oder \u201eanormal\u201c.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> F\u00fcr die heutige Zeit bedeutet das, dass klinische Studien laut der \u00c4rztekammer Berlin weitestgehend an m\u00e4nnlich gelesenen Probant*innen durchgef\u00fchrt werden. Als Grund k\u00f6nnen daf\u00fcr die hormonellen Unterschiede zu weiblich gelesenen Personen angef\u00fchrt werden, da diese anders auf Medikamente reagieren k\u00f6nnen. Zwar erfolgte im Jahr 2003 die Gr\u00fcndung des Instituts f\u00fcr Geschlechterforschung in der Medizin an der Charit\u00e9 Berlin und geschlechterspezifische Lehrinhalte sind Teil des Studiums an der Charit\u00e9, jedoch kommen Geschlechterverschiedenheiten, zum Beispiel bei Krankheiten und Behandlungsweisen, nur in 70,4% aller Medizinischen Fakult\u00e4ten in Deutschland vor.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Andersherum bedeutet dies nat\u00fcrlich aber auch eine deutliche Benachteiligung m\u00e4nnlich gelesener Menschen, die wiederum erst sp\u00e4t mit stereotypisch \u201eweiblichen\u201c Krankheiten diagnostiziert werden, darunter z\u00e4hlen zum Beispiel unter anderem Depression, Brustkrebs oder Osteoporose.<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Aufgrund dieser langen Fokussierung auf den m\u00e4nnlich gelesenen K\u00f6rper ist es somit nicht verwunderlich, dass der weiblich gelesene K\u00f6rper und somit auch Female Specific Pains nicht ausreichend erforscht sein k\u00f6nnen. Der zentrale Begriff hierf\u00fcr ist der sogenannte Gender-Data-Gap.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Ein Fortschritt dieser Problematik zeigt sich jedoch in der sogenannten Gendermedizin, welche bem\u00fcht ist, Gender sowie Sex (Geschlecht) in der medizinischen Versorgung zu ber\u00fccksichtigen.<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz wird weiblich gelesener Schmerz oftmals als emotionales Konstrukt betrachtet. Gest\u00fctzt wird diese doch noch recht h\u00e4ufige Annahme durch das Vorurteil, Frauen seien hysterisch und emotional, w\u00fcrden \u00fcbertreiben und somit \u00fcber ihre Schmerzen in gewisser Weise l\u00fcgen.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Aus diesen Annahmen \u00fcber die \u201eirrationale\u201c Gef\u00fchlswelt von weiblich gelesenen Personen ergab sich eine Studie, die zeigte, dass Teilnehmer*innen von m\u00e4nnlich gelesenen Personen erwarten, weniger Schmerz zu artikulieren als sie tats\u00e4chlich f\u00fchlen und von weiblich gelesenen Personen, dass diese mehr Schmerz artikulieren als sie f\u00fchlen.<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Somit kann hier der sogenannte Gender-Pain Exaggeration Bias belegt werden. Dieser wiederum kann als Argument daf\u00fcr dienen, dass weiblich gelesene Personen mit Schmerzen, die auf Endometriose hindeuten, vom Personal im Gesundheitssystem weniger Beachtung finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem oben genannten Argument und dem Gender-Pain Exaggeration Bias ergibt sich zwangsl\u00e4ufig eine Verharmlosung weiblich gelesenen Schmerzes durch medizinisches Personal. Wie eingangs bereits erw\u00e4hnt, wird der Schmerz weiblich gelesener Personen im Gesundheitssystem h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt oder gar bel\u00e4chelt.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Die Folge daraus kann eine Fehldiagnose oder ein falsches oder unzureichendes Rezept sein, was bei den Patient*innen wiederum Frustration oder eine Akzeptanz ihrer Schmerzen ausl\u00f6st, welche schnell gef\u00e4hrlich werden kann. Ein allgemeineres Beispiel f\u00fcr die offensichtliche Unterscheidung und Benachteiligung weiblich gelesener Menschen im Gesundheitswesen ist die 29% l\u00e4ngere Wartezeit, die weiblich gelesene Patient*innen im Gegensatz zu m\u00e4nnlich gelesenen Patient*innen in der Notaufnahme mit Brustschmerzen haben. Die Behandlung dieser Personen fiel deutlich unzureichender aus.<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Speziell f\u00fcr von Endometriose Betroffene bedeutet dieses weniger ernst genommen werden, starke Unterleibschmerzen oftmals der Menstruation zugeschrieben zu bekommen. Eine britische Studie aus dem Jahr 2021 fand heraus, dass sich 84% der Teilnehmenden beziehungsweise Menschen aus ihrem Umfeld vom Personal des Gesundheitswesens nicht gesehen oder in ihren Anliegen geh\u00f6rt gef\u00fchlt haben. Das Augenmerk lag hier nicht spezifisch auf Endometriose, sondern ist eine allgemeine Feststellung. Jedoch wird in dieser Studie ein*e Teilnehmer*in zitiert, welche von einer Verharmlosung ihrer Schmerzen spricht, welche als \u201enormale Periodenschmerzen\u201c abgetan werden, sie w\u00fcrde \u00fcbertreiben und sich das Ausma\u00df der Schmerzen lediglich einbilden. Schlussendlich litt die Betroffene unter Endometriose.<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Hier liegt also eindeutig wieder der Gender Pain Exaggeration Bias vor, da unter anderem angenommen wird, weiblich gelesene Menschen w\u00fcrden ihre Schmerzen \u201e\u00fcberdramatisieren\u201c. Eine weitere, gezielt auf Endometriose konzentrierte Umfrage zum Diagnoseverfahren aus Gro\u00dfbritannien, berichtet von 78% der Endometriosebetroffenen, welche von einem oder mehreren Vorf\u00e4llen berichten k\u00f6nnen, bei denen ihnen \u00c4rzt*innen sagten, sie w\u00fcrden \u201eviel L\u00e4rm um nichts\u201c machen oder \u00e4hnliches. Diese Prozentzahl hat sich seit 2020 erh\u00f6ht, damals waren es 69%.<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Zu den k\u00f6rperlichen Belastungen kommen h\u00e4ufig psychische Beschwerden, unter denen Betroffene von Endometriose leiden. Diese k\u00f6nnen verschiedene Urspr\u00fcnge haben, so beispielsweise allt\u00e4gliche Einschr\u00e4nkungen durch die k\u00f6rperlichen Schmerzen, durch welche sich die allgemeine Lebensqualit\u00e4t hinsichtlich Beruf, Privatleben und sozialer Teilhaber zusehends verschlechtern kann.<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Normalisierung weiblich gelesenen Schmerzes zeigt sich in der medizinischen Behandlung besonders im langwierigen Diagnoseverfahren von Endometriose. Eine Diagnose zur Endometriose betr\u00e4gt nicht selten sechs bis zehn Jahre.<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Oft l\u00f6st dieses lange Warten auf einen Termin oder ein Ergebnis psychischen Stress aus, der zu einer zus\u00e4tzlichen mentalen Belastung f\u00fchrt.<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Dieser lange Weg zu einer finalen Diagnose hat allerdings vielf\u00e4ltige Gr\u00fcnde, die nicht alle auf ein exklusives Gesundheitssystem zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. So zeichnet sich Endometriose durch ein uneindeutiges Krankheitsbild ab, welches viele verschiedenartige Symptome beinhaltet, welche bereits oben erw\u00e4hnt wurden. Dieses breite Spektrum an Symptomen l\u00e4sst keine schnelle und eindeutige Entscheidung zu, es m\u00fcssen mehrere verschiedenen Verfahren zum Tragen kommen, zum Beispiel Anamnesegespr\u00e4che, Tastuntersuchungen, Ultraschall oder eine Darmspiegelung. Daraus ergeben sich die jahrelangen G\u00e4nge zu \u00c4rzt*innen, die Betroffene unternehmen m\u00fcssen. Um eine vollst\u00e4ndige Diagnose zu erhalten, braucht es jedoch einen operativen Eingriff.<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Durch diesen k\u00f6nnen zentrale Endometrioseherde gezielt entfernt werden.<a href=\"#_ftn22\" id=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Eine eindeutige Diagnose ist von gro\u00dfer Bedeutung, da aufgrund dieser eine Therapie angepasst werden kann. Oftmals wird Endometriose durch Linderung der Symptome therapiert, am h\u00e4ufigsten sind hierbei Operationen und Hormonbehandlungen.<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner, Professorin f\u00fcr Endometrioseforschung an der Charit\u00e9 Berlin, legte in einem Interview offen, dass Frauen\u00e4rzt*innen keine spezielle Schulung in Bezug auf Schmerz-Anamnesen haben. Das bedeutet, dass Gyn\u00e4kolog*innen gezwungen sein k\u00f6nnen, eine schnelle L\u00f6sung zu finden, welche, wie bereits erw\u00e4hnt, h\u00e4ufig aus einer Hormontherapie besteht.<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Hier k\u00f6nnen allerdings weitere psychische Belastungen als Nebenwirkungen, beispielsweise durch das Einnehmen der Pille, entstehen und depressive Verstimmungen ausl\u00f6sen.<a href=\"#_ftn25\" id=\"_ftnref25\">[25]<\/a> Um eine differenzierte Entscheidung zu f\u00e4llen, welche Menstruationsschmerzen tats\u00e4chlich normal sind und welche nicht, muss ein ausf\u00fchrliches Anamnesegespr\u00e4ch stattfinden, auf welches Frauen\u00e4rzt*innen nicht ausreichend trainiert sind, da diese Schmerzen auch weiterhin ein nebens\u00e4chliches Thema selbst in der Ausbildung von medizinischem Personal zu sein scheinen.<a href=\"#_ftn26\" id=\"_ftnref26\">[26]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Eine zus\u00e4tzliche Schwierigkeit stellen \u00f6konomische M\u00e4ngel beziehungsweise Vorbehalte dar. Laut der Endometriose-Vereinigung wurde am 28.05.2025 eine Erh\u00f6hung der Forschungsgelder von 8,5 Millionen Euro verk\u00fcndet.<a href=\"#_ftn27\" id=\"_ftnref27\">[27]<\/a> Bis 2023 wurden nur 500 000 Euro in die Erforschung dieser Krankheit gesteckt, ab 2023 waren es dann 5 Millionen Euro.<a href=\"#_ftn28\" id=\"_ftnref28\">[28]<\/a> Diese Entwicklungen zeigen, dass sich die Thematik allm\u00e4hlich Geh\u00f6r verschafft und Anklang auch in der Politik findet, allerdings wird dadurch ebenfalls deutlich, dass die Krankheit eben unter anderem aus finanziellen Gr\u00fcnden bislang gro\u00dffl\u00e4chig unerforscht blieb beziehungsweise nicht gen\u00fcgend untersucht wurde. Die n\u00f6tigen finanziellen Mittel waren einfach nicht ausreichend gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die langwierigen Therapien erzwingen au\u00dferdem hohe Kosten f\u00fcr das Gesundheitssystem.<a href=\"#_ftn29\" id=\"_ftnref29\">[29]<\/a> So betragen die direkten sowie indirekten Kosten der Behandlung von Endometriose 4.137.992 Euro,<a href=\"#_ftn30\" id=\"_ftnref30\">[30]<\/a> wobei sich die direkten Kosten auf ambulante und station\u00e4re \u00e4rztliche Pflege sowie den Medikamentenverbrauch beziehen. Bei diesen direkten Kosten ergibt sich der Gro\u00dfteil, n\u00e4mlich 31%, aus der station\u00e4ren Behandlung (zumindest im Jahr 2017, aus welchem diese Arbeit und somit die Quelle stammt). Am eindr\u00fccklichsten stechen hier die Zahlen der indirekten Kosten heraus, in denen Arbeitsausfall, Erwerbsminderung und Arbeitszeitreduzierung die Unterteilungen bilden. Der Arbeitsausfall mit 2.766 Euro stellt dabei den gr\u00f6\u00dften Anteil dar. Dieses Beispiel demonstriert einmal mehr die allt\u00e4glichen und sozialen Einschr\u00e4nkungen, denen sich Betroffene mit Endometriose ausgesetzt sehen. Diese k\u00f6nnen bis hin zu einer tempor\u00e4ren Unf\u00e4higkeit, den eigenen Beruf auszu\u00fcben, reichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Fazit und Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass weiblich gelesener Schmerz immer weiter ins Licht der Beachtung der Gesellschaft r\u00fcckt, diese Entwicklung allerdings immer noch sehr langsam vonstatten geht. Die Recherche und Erstellung dieser Arbeit haben deutlich gemacht, dass die These \u201eeine Normalisierung von weiblich gelesenem Schmerz zeigt sich in der medizinischen Behandlung von Betroffenen mit Endometriose\u201c kein Schwarz-Wei\u00df-Denken erlaubt, da diese Problemstellung sehr vielschichtig ist und dieser viele Argumente zugrunde liegen. Allen voran der Gender Pain Gap, der als grundlegendes Problem anzuerkennen ist. Viele Studien zeigen klar, dass weiblich gelesener Schmerz in der Gesellschaft und somit auch im medizinischen Bereich oftmals nicht ernst genommen oder gar verharmlost wird. Jedoch wird der Gender Pain Gap bereits teilweise bek\u00e4mpft. So zum Beispiel durch schrittweises Aufbrechen bisheriger Muster und Anschauungen. Der gendermedizinische Ansatz findet zwar immer noch einen recht kleinen Platz im Medizinstudium, allerdings fordern beispielsweise die \u00c4rztekammer Berlin eine feste Verankerung von Gendermedizin im Studium. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der nicht untersch\u00e4tzt werden sollte, ist die Finanzierung von Forschungen. Hier wird seit einigen Jahren die Endometrioseforschung durch erh\u00f6hte Forschungsinvestitionen, aktuell in H\u00f6he von 8,5 Millionen Euro<a href=\"#_ftn31\" id=\"_ftnref31\">[31]<\/a>, vorangetrieben. Doch zeigen die bisherigen Erkenntnisse, vor allem was die Entstehung und zielf\u00fchrende Bek\u00e4mpfung der Krankheit angeht, dass diese noch unzureichend erforscht ist und der Behandlung hohe Kosten zugrunde liegen. Prof. Dr. Mechsner des Endometriosezentrums der Charit\u00e9 Berlin pl\u00e4diert f\u00fcr mehr Gr\u00fcndungen solcher Zentren als spezielle Orte, an denen Patient*innen ohne Vorurteile behandelt werden k\u00f6nnen und eine Tabuisierung der Thematik ausgeschlossen ist. Dies k\u00f6nnte zu einer erh\u00f6hten Sichtbarkeit und mehr Respekt bez\u00fcglich weiblich gelesenen Schmerzes f\u00fchren. Dass die Krankheit ernster genommen werden muss, hat sich w\u00e4hrend der Recherche immer wieder ergeben. Besonders das medizinische Personal sollte dahingehend ausf\u00fchrlicher geschult werden, das Gesundheitssystem durch eine bessere Finanzierung versuchen, gr\u00f6\u00dfere Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Gyn\u00e4kolog*innen einzur\u00e4umen, um Betroffenen einen langen und kraftzehrenden Leidensweg zu ersparen oder diesen zumindest zu vereinfachen. Im Hinblick auf meine anfangs herrschende Unwissenheit w\u00e4re ein sinnvoller Schritt, die Krankheit Endometriose in der Gesellschaft sichtbarer zu machen und \u00fcber die Thematik aufzukl\u00e4ren. Es sollte die M\u00f6glichkeit geben, sich dar\u00fcber zu informieren und zu ermutigen, sich der Tabuisierung und den Vorurteilen entgegenzustellen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Literaturverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00c4rztekammer Berlin. (06. M\u00e4rz, 2025). Gendermedizin im Medizinstudium verankern! [Pressemeldung]. <a href=\"https:\/\/www.aekb.de\/aktuelles\/detail\/gendermedizin-im-medizinstudium-verankern\">https:\/\/www.aekb.de\/aktuelles\/detail\/gendermedizin-im-medizinstudium-verankern<\/a>. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Basiswissen Endometriose. Hg. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. 2020. <a href=\"https:\/\/www.uniklinik-duesseldorf.de\/fileadmin\/Fuer-Patienten-und-Besucher\/Kliniken-Zentren-Institute\/Kliniken\/Klinik_fuer_Frauenheilkunde_und_Geburtshilfe\/Unsere%20Zentren\/Endometriose\/Homepage_Neu\/EVD_Broschuere_Basiswissen_Endometriose_Webseite.pdf\">https:\/\/www.uniklinik-duesseldorf.de\/fileadmin\/Fuer-Patienten-und-Besucher\/Kliniken-Zentren-Institute\/Kliniken\/Klinik_fuer_Frauenheilkunde_und_Geburtshilfe\/Unsere%20Zentren\/Endometriose\/Homepage_Neu\/EVD_Broschuere_Basiswissen_Endometriose_Webseite.pdf<\/a>. Stand: 27.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Department for Health and Social Care: Call for evidence outcome: results oft he \u201awomen\u2019s Health \u2013 Let\u2019s talk about it\u2018 survey. 2021, 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDismisses, ignored and belittled\u201c in: The long road to endometriosois diagnosis in the UK. M\u00e4rz 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Endometriose-Forschung. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. <a href=\"https:\/\/www.endometriose-vereinigung.de\/endometriose-forschung\/\">https:\/\/www.endometriose-vereinigung.de\/endometriose-forschung\/<\/a>. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>5 Millionen f\u00fcr Endometriose-Forschung. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. <a href=\"https:\/\/www.endometriose-vereinigung.de\/blog\/5-millionen-fuer-endometrioseforschung\/\">https:\/\/www.endometriose-vereinigung.de\/blog\/5-millionen-fuer-endometrioseforschung\/<\/a>. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Erbas, Deniz. Volkswirtschaftliche Bedeutung. in: Dissertation: Die ambulante Behandlung von Endometriosepatientinnen unter klinischen und gesundheits\u00f6konomischen Aspekten in einer Einzelpraxis f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe, 27. 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Gao X et al. Economic burden of endometriosis. Fertil Steril. 2006. 86(6):1561-72.<\/p>\n\n\n\n<p>Gender Pain Gap: Warum weibliche und m\u00e4nnliche Schmerzen nicht gleichbehandelt werden. Medi-Kariere. 2026. <a href=\"https:\/\/www.medi-karriere.de\/magazin\/gender-pain-gap\/\">https:\/\/www.medi-karriere.de\/magazin\/gender-pain-gap\/<\/a>. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Laughey et al. In: Pain in women: bridging the gender pain gap, National Center for Biotechnology Information. 2025. <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC12094398\/\">https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC12094398\/<\/a>. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Lloyd et al. Women exaggerate, men downplay: Gendered endorsement of emotionale dramatization stereotypes contributes to gender bias in pain expectations. Hg. Department Of Health &amp; Human Sercives USA. 2023. <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC10688448\/\">https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC10688448\/<\/a>. Stand: 24.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Marts, Sherry a. u. Keitt, Sarah. \u201ePrinciples of Sex-based Differences in Physiology: Foreword: a historical overview of advocacy for research in sex based biology\u201c, in: Advances in Molecular and Cell Biology. 2004. &nbsp;34, 1-333.<\/p>\n\n\n\n<p>Meier zu Biesen, Caroline: Abstract zu: Endo-Werden und -Nicht-Werden Eine geschlechtersensible Perspektive auf das Leben mit Endometriose. in: Curare Gender und Medizin. 47. Ausgabe. 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Oertelt-Prigione, Sabine. \u201eDie Entstehung der geschlechtersensiblen Medizin \u2013 von der Frauengesundheitsbewegung zum Gender-Data-Gap\u201c in: Geschlechtersensible Medizin. Bundesstiftung Gleichstellung. 2024. <a href=\"https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/wissen\/themenfelder\/geschlechtersensible-medizin\/#entstehung-der-geschlechtersensiblen-medizin\">https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/wissen\/themenfelder\/geschlechtersensible-medizin\/#entstehung-der-geschlechtersensiblen-medizin<\/a>. Stand: 24.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Oertelt-Prigione, Sabine. \u201eDefinitionen \u2013 geschlechtersensible Medizin, Gendermedizin, Frauengesundheit oder doch etwas anderes?\u201c Bundesstiftung Gleichstellung. 2024. <a href=\"https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/wissen\/themenfelder\/geschlechtersensible-medizin\/#entstehung-der-geschlechtersensiblen-medizin\">https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/wissen\/themenfelder\/geschlechtersensible-medizin\/#entstehung-der-geschlechtersensiblen-medizin<\/a>. Stand: 24.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Paganini et al. Women exaggerate, men downplay: Gendered endorsement of emotionale dramatization stereotypes contributes to gender bias in pain expectations. Hg. Department Of Health &amp; Human Sercives USA. 2023. <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC10688448\/\">https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC10688448\/<\/a>. Stand: 24.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Priess, Sabine. Das kommt schon an Geburtsschmerzen heran. rbb24. <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2024\/03\/endometriose-zentrum-charite-berlin-sylvia-mechsner-interview.html\">https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2024\/03\/endometriose-zentrum-charite-berlin-sylvia-mechsner-interview.html<\/a>. 10. M\u00e4rz 2024. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Pronina, I., 6 Rule, N.O. Including bias modulates sensitivity to nonverbal cues of other\u2019s pain. European Journal of Pain. 2014. 18(10), 1452-1457.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00e4fer, S. D. &amp; Kiesel, L. Diagnostik und Therapie der Endometriose nach der S2k-<\/p>\n\n\n\n<p>Leitlinie. Der Gyn\u00e4kologe. 2018. 51 (1), 49\u201360.<\/p>\n\n\n\n<p>Serbent, Ulrike in: Endometriose: Die unsichtbare Krankheit. AOK Presse und Politik. 29.07.2024. <a href=\"https:\/\/www.aok.de\/pp\/gg\/versorgung\/interview-endometriose-mechsner-charite\/\">https:\/\/www.aok.de\/pp\/gg\/versorgung\/interview-endometriose-mechsner-charite\/<\/a>. Stand: 23.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Sex and Race Differences in the Evaluation and Treatment of Young Adults Presenting to the Emergency Department With Chest Pain. In: Journal of the American Heart Assosiation. Band 11, Nummer 10. 2022. <a href=\"https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/JAHA.121.024199?url_ver=Z39.88-2003&amp;rfr_id=ori:rid:crossref.org&amp;rfr_dat=cr_pub%20%200pubmed\">https:\/\/www.ahajournals.org\/doi\/10.1161\/JAHA.121.024199?url_ver=Z39.88-2003&amp;rfr_id=ori:rid:crossref.org&amp;rfr_dat=cr_pub%20%200pubmed<\/a>. Stand: 25.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>The LanCet. Endometriosis: Addressing the roots of slow progress. Band 404, Ausgabe 10460:1279. 2024. <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(24)02179-2\/fulltext\">https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(24)02179-2\/fulltext<\/a>. Stand: 22.02.26.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Korff M, Simon G. The relationship between pain and depression. Br J Psychiatry Suppl. (30):101-8. PMID: 8864155. Juni 1996.<\/p>\n\n\n\n<p>Wischmann, T. Psychologische Aspekte bei Endometriose und Kinderwunsch \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>einige kritische Anmerkungen. Geburtshilfe und Frauenheilkunde. 2008. 68 (3), 231\u2013235.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Serbent, Ulrike. Endometriose: Die unsichtbare Krankheit. AOK, Presse und Politik.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> The LanCet. Endometriosis: Addressing the Roots of slow Progress.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Gender Pain Gap: Warum weibliche und m\u00e4nnliche Schmerzen nicht gleichbehandelt werden. Medi-Karriere.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Laughey et al. In: Pain in women: bridging the gender pain gap. National Center for Biotechnology Information.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Paganini et al. Women exaggerate, men downplay.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Basiswissen Endometriose. Hg. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Marts, Sherry a. u. Keitt, Sarah (2004). \u201ePrinciples of Sex-based Differences in Physiology\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00c4rztekammer Berlin. (06. M\u00e4rz, 2025). Gendermedizin im Medizinstudium verankern! [Pressemeldung].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a>ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Oertelt-Prigione, Sabine. \u201eDie Entstehung der geschlechtersensiblen Medizin \u2013 von der Frauengesundheitsbewegung zum Gender-Data-Gap\u201c. Bundesstiftung Gleichstellung.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Oertelt-Prigione, Sabine. \u201eDefinitionen \u2013 geschlechtersensible Medizin, Gendermedizin, Frauengesundheit oder doch etwas anderes?\u201c Bundesstiftung Gleichstellung.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a>Lloyd et al. Women exaggerate, men downplay. Hg. Department Of Health &amp; Human Sercives USA.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a>Paganini et al. \u201eStudy 1: Discussion\u201c. In: Women exaggerate, men downplay. Hg. Department Of Health &amp; Human Sercives USA.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a>Pronina, I., 6 Rule, N.O. (2014). Including bias modulates sensitivity to nonverbal cues of other\u2019s pain. European Journal of Pain.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Sex and Race Differences in the Evaluation and Treatment of Young Adults Presenting to the Emergency Department With Chest Pain. In: Journal of the American Heart Assosiation.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a>Department for Health and Social Care: Call for evidence outcome: results oft he \u201awomen\u2019s Health \u2013 Let\u2019s talk about it\u2018 survey.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> \u201eDismisses, ignored and belittled\u201c in: The long road to endometriosois diagnosis in the UK.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a>von Korff, M. &amp; Simon, G. The relationship between pain and depression. British Journal of Psychiatry.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Meier zu Biesen, Caroline: Endo-Werden und -Nicht-Werden Eine geschlechtersensible Perspektive auf das Leben mit Endometriose. in: Curare Gender und Medizin.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a>Wischmann, T. Psychologische Aspekte bei Endometriose und Kinderwunsch \u2013 einige kritische Anmerkungen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Basiswissen Endometriose. Hg. Endemetriose-Vereinigung Deutschland e.V. 2024.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> Erbas, Deniz. Operative Therapie. in: Dissertation: Die ambulante Behandlung von Endometriosepatientinnen unter klinischen und gesundheits\u00f6konomischen Aspekten in einer Einzelpraxis f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\">[23]<\/a> Serbent, Ulrike in: Endometriose: Die unsichtbare Krankheit. AOK Presse und Politik.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\">[24]<\/a> Priess, Sabine. Das kommt schon an Geburtsschmerzen heran. rbb24.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\">[25]<\/a>Sch\u00e4fer, S. D. &amp; Kiesel, L. Diagnostik und Therapie der Endometriose nach der S2k-Leitlinie. Der Gyn\u00e4kologe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" id=\"_ftn26\">[26]<\/a> Priess, Sabine. Das kommt schon an Geburtsschmerzen heran.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" id=\"_ftn27\">[27]<\/a>Endometriose-Forschung. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" id=\"_ftn28\">[28]<\/a>5 Millionen f\u00fcr Endometriose-Forschung. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" id=\"_ftn29\">[29]<\/a> Gao X et al. Economic burden of endometriosis. Fertil Steril.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" id=\"_ftn30\">[30]<\/a>Erbas, Deniz. Volkswirtschaftliche Bedeutung. in: Dissertation: Die ambulante Behandlung von Endometriosepatientinnen unter klinischen und gesundheits\u00f6konomischen Aspekten in einer Einzelpraxis f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" id=\"_ftn31\">[31]<\/a> Endometriose-Forschung. Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Sophie Tannenberg, <em>Beobachtungen zu weiblich gelesenem Schmerz am Beispiel Endometriose im Gesundheitswesen<\/em>, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 01.07.2026, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=566\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=566<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sophie Tannenberg (WiSe 2025-26) 1. 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