{"id":569,"date":"2026-07-01T10:56:59","date_gmt":"2026-07-01T08:56:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=569"},"modified":"2026-07-01T10:56:59","modified_gmt":"2026-07-01T08:56:59","slug":"hegemoniale-maennlichkeit-und-depression-eine-vergleichende-analyse-heterosexueller-und-nicht-heterosexueller-maenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/2026\/07\/01\/hegemoniale-maennlichkeit-und-depression-eine-vergleichende-analyse-heterosexueller-und-nicht-heterosexueller-maenner\/","title":{"rendered":"Hegemoniale M\u00e4nnlichkeit und Depression: Eine vergleichende Analyse heterosexueller und nicht-heterosexueller M\u00e4nner"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dunja Bogdanovska (WiSe 2025-26)<\/h2>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Depression z\u00e4hlt weltweit zu den dr\u00e4ngendsten Problemen der \u00f6ffentlichen Gesundheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sie eine der Hauptursachen f\u00fcr Behinderungen und betrifft Millionen von Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Regionen. Sie ist mit funktionellen Einschr\u00e4nkungen, Suizidgefahr und hohen sozialen und wirtschaftlichen Kosten verbunden.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Trotz der hohen Pr\u00e4valenz von Depression bei M\u00e4nnern zeigen Studien, dass sie im Vergleich zu Frauen seltener Hilfe suchen. M\u00e4nner meiden h\u00e4ufiger professionelle Hilfe, verz\u00f6gern die Behandlung oder begehen Suizid.<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Paradoxon, dass M\u00e4nner zwar niedrigere Depressionsraten, aber h\u00f6here Suizidraten aufweisen, zieht erhebliche wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein h\u00e4ufig genutzter theoretischer Rahmen zum Verst\u00e4ndnis der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Umgang mit psychischer Gesundheit ist das Konzept der hegemonialen M\u00e4nnlichkeit. Urspr\u00fcnglich von R. W. Connell entwickelt und sp\u00e4ter gemeinsam mit Messerschmidt weiter ausgearbeitet, beschreibt hegemoniale M\u00e4nnlichkeit die gesellschaftlich dominante Form von M\u00e4nnlichkeit, die die strukturelle Vorherrschaft von M\u00e4nnern \u00fcber Frauen sowie \u00fcber andere, untergeordnete Formen von M\u00e4nnlichkeit legitimiert.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Diese Form von M\u00e4nnlichkeit wird h\u00e4ufig mit Eigenschaften wie H\u00e4rte, Kontrolle, Dominanz und emotionaler Zur\u00fcckhaltung assoziiert.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Diese Normen beeinflussen wie M\u00e4nner mit seelischer Belastung umgehen.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nnlichkeit ist jedoch nicht einheitlich. Bestimmte Gruppen von M\u00e4nnern, wie beispielsweise nicht-heterosexuelle M\u00e4nner, erleben dominante M\u00e4nnlichkeitsnormen auf andere Weise und entwickeln unterschiedliche Strategien im Umgang mit deren Annahme oder Ablehnung, da ihre Sexualit\u00e4t bereits als Abweichung von diesen Normen gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Angeh\u00f6rige einer Minderheit sind sie zus\u00e4tzlichen Stressoren ausgesetzt, die negative Erfahrungen verst\u00e4rken und das Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen erh\u00f6hen.<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Daraus ergibt sich eine zentrale Fragestellung: Wie beeinflusst hegemoniale M\u00e4nnlichkeit den Umgang heterosexueller und nicht-heterosexueller M\u00e4nner mit Depression auf unterschiedliche Weise?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Arbeit argumentiert, dass hegemoniale M\u00e4nnlichkeit bei heterosexuellen M\u00e4nnern emotionalen Ausdruck entmutigt, indem sie psychische Belastungen mit Schw\u00e4che gleichsetzt, w\u00e4hrend nicht-heterosexuelle M\u00e4nner mit einer komplexeren Dynamik konfrontiert sind. Sie sind zugleich durch m\u00e4nnliche Normen eingeschr\u00e4nkt und gleichzeitig von ihnen ausgeschlossen, was zu unterschiedlichen Formen des Erlebens und Bew\u00e4ltigens von Depression f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Zwecke dieser Arbeit beziehe ich mich ausschlie\u00dflich auf die Dimension sexueller Orientierung innerhalb sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Andere Aspekte wie Geschlechtsidentit\u00e4t, Geschlechtsausdruck oder nicht-bin\u00e4re Identit\u00e4ten werden nicht behandelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.&nbsp; Depression und Stigmatisierung<\/h2>\n\n\n\n<p>Depression wird klinisch als affektive St\u00f6rung definiert, die durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessen- und Freudverlust, Hoffnungslosigkeit, Ver\u00e4nderungen von Schlaf und Appetit sowie eine beeintr\u00e4chtigte Funktionsf\u00e4higkeit gekennzeichnet ist. Zu den spezifischen Kriterien f\u00fcr Depression geh\u00f6ren das Vorliegen von Symptomen \u00fcber einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen, erhebliches Leiden und eine Beeintr\u00e4chtigung der Funktionsf\u00e4higkeit.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Abgesehen von ihrer klinischen Definition wird die Depression auch durch ihre kulturellen Bedeutungen gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Stigmatisierung spielt eine gro\u00dfe Rolle in der Wahrnehmung psychischer Erkrankungen. Sie wird definiert als tiefe soziale Missbilligung und Ausgrenzung aufgrund einer Andersartigkeit, wie beispielsweise einer psychischen Erkrankung. Menschen mit Depression sind nicht nur mit Stigmatisierung durch ihr Umfeld, sondern auch mit Selbststigmatisierung konfrontiert. \u00d6ffentliche Stigmatisierung bezeichnet Diskriminierung und negative Stereotypen gegen\u00fcber Menschen mit Depression, wie etwa die Annahme, sie seien schwach, instabil oder unf\u00e4hig. Selbststigmatisierung entsteht, wenn Betroffene diese \u00e4u\u00dferen Vorstellungen verinnerlichen, was zu einem negativen Selbstbild und Schamgef\u00fchlen f\u00fchrt. Dies ist besonders sch\u00e4dlich, da Menschen mit Depression ohnehin schon mit Selbstzweifeln zu k\u00e4mpfen haben, die durch die zus\u00e4tzliche Stigmatisierung noch verst\u00e4rkt werden.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bei M\u00e4nnern ist das Stigmatisierung rund um Depression oft mit Geschlechternormen verkn\u00fcpft, die emotionale Verletzlichkeit mit Schw\u00e4che gleichsetzen. Sie interpretieren ihre Symptome m\u00f6glicherweise nicht als Anzeichen einer behandlungsbed\u00fcrftigen psychischen Erkrankung, sondern als pers\u00f6nliches Versagen als M\u00e4nner. Diese Wahrnehmung verst\u00e4rkt die Selbststigmatisierung und die Vermeidung professioneller Hilfe. Daher ist Stigmatisierung nicht nur eine \u00e4u\u00dfere, sondern auch eine psychologische Barriere, die eng mit M\u00e4nnlichkeitsidealen verkn\u00fcpft ist.<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.&nbsp; Hegemoniale M\u00e4nnlichkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Konzept der hegemonialen M\u00e4nnlichkeit wurde von R. W. Connell entwickelt, um die kulturell dominante Form von M\u00e4nnlichkeit zu beschreiben, die hypermaskuline Eigenschaften privilegiert und Weiblichkeit sowie alternative M\u00e4nnlichkeitsformen unterordnet. Hegemoniale M\u00e4nnlichkeit ist nicht zwingend die am weitesten verbreitete Form, sondern jene, die gesellschaftlich am meisten anerkannt und institutionell gest\u00fctzt wird.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Kernmerkmalen hegemonialer M\u00e4nnlichkeit z\u00e4hlen emotionale Zur\u00fcckhaltung, Dominanz, Stoizismus, Selbstst\u00e4ndigkeit, Heterosexualit\u00e4t sowie die Ablehnung von M\u00e4nnlichkeitsbildern, die diesen Idealen nicht entsprechen. Von M\u00e4nnern wird erwartet, dass sie ihre Probleme allein bew\u00e4ltigen und Verletzlichkeit unterdr\u00fccken, um sich nicht selbst zu entmannen. Sie werden so sozialisiert, dass sie diese Normen als Richtlinien betrachten, denen sie folgen m\u00fcssen, um \u201eechte M\u00e4nner\u201c zu sein. Jegliche Sentimentalit\u00e4t disqualifiziert sie somit von der m\u00e4nnlichen Erfahrung. Daher gilt emotionaler Ausdruck, insbesondere von Traurigkeit oder Angst, der als weibliche Eigenschaft angesehen wird, als unvereinbar mit \u201eechter M\u00e4nnlichkeit\u201c.<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Normen spiegeln sich auch im Gesundheitsverhalten wider. Studien zeigen, dass eine starke Orientierung an traditionellen M\u00e4nnlichkeitsnormen mit geringerer Inanspruchnahme von Hilfe und einem erh\u00f6hten Risiko sch\u00e4dlicher Bew\u00e4ltigungsstrategien, etwa Substanzmissbrauch, einhergeht.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Depression, als Krankheit, die Gef\u00fchle der Hilflosigkeit hervorruft, widerspricht direkt der Vorstellung, dass M\u00e4nner stets stark und souver\u00e4n sein m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Infolgedessen ignorieren M\u00e4nner, die sich stark mit hegemonialen M\u00e4nnlichkeitsnormen identifizieren, oft ihre Symptome oder bem\u00fchen sich nach Kr\u00e4ften, sie zu verbergen.<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.\u00a0 Minority-Stress-Theorie<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Minority-Stress-Theorie bietet eine zus\u00e4tzliche Perspektive auf den Umgang nicht-heterosexueller M\u00e4nner mit Depression. Sie wurde vom Psychologen I. H. Meyer entwickelt und besagt, dass Angeh\u00f6rige stigmatisierter sozialer Gruppen chronischem Stress ausgesetzt sind, der aus Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung und Vorurteilen resultiert.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr nicht-heterosexuelle M\u00e4nner umfasst dies \u00e4u\u00dfere Stressoren wie Bel\u00e4stigung, Gewalt und strukturelle Diskriminierung sowie innere Stressoren wie internalisierte Homophobie, Unterdr\u00fcckung der eigenen sexuellen Identit\u00e4t oder Angst vor Zur\u00fcckweisung. Die kumulative Wirkung dieser Belastungen erh\u00f6ht langfristig die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr psychische Erkrankungen, einschlie\u00dflich Depression.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4.&nbsp; Vergleich<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4.1 Heterosexuelle M\u00e4nner und hegemoniale M\u00e4nnlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr heterosexuelle M\u00e4nner stellt hegemoniale M\u00e4nnlichkeit oft ein normatives Ideal dar, dem sie nacheifern sollen. Die Unterdr\u00fcckung von Gef\u00fchlen wird zu einer Schl\u00fcsselstrategie, um glaubw\u00fcrdige M\u00e4nnlichkeit aufrechtzuerhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Da depressive Symptome den Erwartungen an Stoizismus direkt widersprechen, versuchen viele M\u00e4nner, ihre Symptome so umzudeuten, dass ihr m\u00e4nnliches Image gewahrt bleibt. Anstatt ihre Traurigkeit anzuerkennen und auszudr\u00fccken, externalisieren sie ihre Gef\u00fchle in Form von Wutausbr\u00fcchen oder \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Arbeit. Obwohl ihnen diese Verhaltensweisen erm\u00f6glichen, ihr Bild von H\u00e4rte und Kontrolle aufrechtzuerhalten, k\u00f6nnen sie Diagnose und Behandlung erheblich verz\u00f6gern. Auch die Vermeidung professioneller Hilfe dient dem Erhalt hegemonialer M\u00e4nnlichkeit. Therapie wird mitunter als Eingest\u00e4ndnis von Schw\u00e4che und mangelnder Selbstst\u00e4ndigkeit wahrgenommen. Die Angst vor sozialer Bewertung f\u00fchrt zu einer geringeren Nutzung psychotherapeutischer Angebote.<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus haben heterosexuelle M\u00e4nner in ihrem Umfeld m\u00f6glicherweise weniger Gelegenheiten, sich offen verletzlich zu zeigen, da M\u00e4nner h\u00e4ufig davon abgehalten werden, intime Freundschaften untereinander zu pflegen, da dies ihre sexuelle Orientierung in Frage stellen w\u00fcrde. Dies bedeutet, dass M\u00e4nner weniger R\u00e4ume haben, in denen sie sich wohlf\u00fchlen und ihre Probleme \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen, was zu Isolation f\u00fchrt, die depressive Symptome verst\u00e4rkt.<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Daher beeinflusst die hegemoniale M\u00e4nnlichkeit Depression bei heterosexuellen M\u00e4nnern vor allem durch verinnerlichte Erwartungen an Stoizismus und Unabh\u00e4ngigkeit, die die Anerkennung emotionalen Schmerzes und die Inanspruchnahme formeller Hilfe verhindern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4.2 Nicht-heterosexuelle M\u00e4nner und hegemoniale M\u00e4nnlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht-heterosexuelle M\u00e4nner befinden sich in einer komplexeren Position. Einerseits unterliegen sie als M\u00e4nner hegemonialen Normen, andererseits werden sie aufgrund ihrer Sexualit\u00e4t von diesen ausgeschlossen. Da hegemoniale M\u00e4nnlichkeit eng mit Heterosexualit\u00e4t verbunden ist, gilt nicht-heterosexuelle Orientierung als abweichend. Somit w\u00e4ren sie einem doppelten Stigma ausgesetzt: einem Stigma aufgrund einer psychischen Erkrankung und einem Stigma aufgrund ihrer nicht-heterosexuellen Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Minority Stress erh\u00f6ht das Depressionsrisiko deutlich. Diskriminierung, Zur\u00fcckweisung und internalisierte Homophobie erzeugen chronische Belastung und Isolation.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne sind nicht-heterosexuelle M\u00e4nner Stressfaktoren ausgesetzt, denen heterosexuelle M\u00e4nner nicht ausgesetzt sind.<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ist das Verh\u00e4ltnis nicht-heterosexueller M\u00e4nner zur hegemonialen M\u00e4nnlichkeit nicht einheitlich und kann sich auf vielf\u00e4ltige Weise \u00e4u\u00dfern. Da sie von den dominanten M\u00e4nnlichkeitsidealen ohnehin ausgeschlossen sind, versp\u00fcren manche nicht-heterosexuelle M\u00e4nner m\u00f6glicherweise keinen Druck, sich Normen anzupassen, die von M\u00e4nnern st\u00e4ndige St\u00e4rke und Stoizismus fordern. Dies erm\u00f6glicht die Entwicklung offener und verletzlichkeitsfreundlicher Formen von M\u00e4nnlichkeit.<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits verinnerlichen viele nicht-heterosexuelle M\u00e4nner nach wie vor traditionelle M\u00e4nnlichkeitsnormen und sch\u00e4men sich f\u00fcr ihre sexuelle Orientierung sowie f\u00fcr ihre psychischen Erkrankungen. Der Druck, ihre M\u00e4nnlichkeit beweisen zu m\u00fcssen, wird durch ihre Queerness noch verst\u00e4rkt. Die Tatsache, dass ein wesentlicher Teil ihrer Identit\u00e4t \u2013 ihre Sexualit\u00e4t \u2013 bereits als unm\u00e4nnlich gilt, f\u00fchrt dazu, dass sie noch mehr Energie in die Verbergung ihrer Identit\u00e4t und die Anpassung an das traditionelle Bild eines Mannes investieren m\u00fcssen. Dieser Wunsch, als \u201eechter Mann\u201c wahrgenommen zu werden, stellt eine zus\u00e4tzliche Belastung f\u00fcr ihr psychisches Wohlbefinden dar.<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Rasse, Klasse und andere sich \u00fcberschneidende Identit\u00e4ten diese Problematik verkomplizieren, da verschiedene Kulturgruppen unterschiedliche Werte in Bezug auf M\u00e4nnlichkeit haben und aufgrund ihres Minderheitenstatus unterschiedlich stark von Marginalisierung betroffen sind.<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Anders als heterosexuelle M\u00e4nner, deren Haupthindernis die Anpassung an m\u00e4nnliche Normen ist, erleben nicht-heterosexuelle M\u00e4nner sowohl Ausgrenzung als auch das Streben nach hegemonialer M\u00e4nnlichkeit. Diese ambivalente Situation pr\u00e4gt unterschiedliche Bew\u00e4ltigungsstrategien f\u00fcr Depression, darunter eine erh\u00f6hte Verletzlichkeit und in manchen F\u00e4llen eine gr\u00f6\u00dfere Offenheit f\u00fcr professionelle Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Ausma\u00df des Leids, dem die jeweiligen Gruppen ausgesetzt sind, sondern in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen sie sich befinden und die ma\u00dfgeblich den Umgang mit diesem Leid beeinflussen. Die Vermeidungstaktik heterosexueller M\u00e4nner ist prim\u00e4r durch die Konformit\u00e4t mit dominanten Idealen bedingt, w\u00e4hrend die Erfahrungen nicht-heterosexuelle M\u00e4nner durch eine Kombination aus Ausgrenzung von diesen Idealen und Belastungen aufgrund ihres Minderheitenstatus gepr\u00e4gt sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5.&nbsp; Diskussion<\/h2>\n\n\n\n<p>Hegemoniale M\u00e4nnlichkeit scheint allen M\u00e4nnern zu schaden, indem sie psychische Erkrankungen als Schw\u00e4che darstellt und Verletzlichkeit sowie die Suche nach Hilfe unterbindet. Das stoische Ideal schafft ein Umfeld, in dem das Eingest\u00e4ndnis von Problemen ein pers\u00f6nliches Versagen in der eigenen sozialen Rolle bedeutet. In diesem Sinne stellt hegemoniale M\u00e4nnlichkeit einen Risikofaktor f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einfluss von Stigmatisierung variiert jedoch je nach sexueller Orientierung. Sie verst\u00e4rkt oft Konformit\u00e4t und hemmt die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, w\u00e4hrend sie nicht-heterosexuelle M\u00e4nner benachteiligt und zus\u00e4tzliche Stigmatisierung und Minderheitenstress verursacht. Heterosexuelle M\u00e4nner k\u00e4mpfen vor allem mit Selbststigmatisierung aufgrund von Schw\u00e4che\u00e4ngsten. Nicht-heterosexuelle M\u00e4nner k\u00e4mpfen mit Selbststigmatisierung, die oft mit internalisierter Homophobie zusammenh\u00e4ngt, sowie mit \u00f6ffentlicher Stigmatisierung aufgrund struktureller Diskriminierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesundheitssysteme selbst k\u00f6nnen hegemoniale Normen stillschweigend verst\u00e4rken. Kampagnen zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber psychische Gesundheit stellen h\u00e4ufig professionelle Hilfe in den Vordergrund, ignorieren aber bewusst sch\u00e4dliche Verhaltensweisen bei M\u00e4nnern, die auf Selbststigmatisierung und der Anpassung an Geschlechternormen beruhen.<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wirksame Pr\u00e4ventions- und Behandlungsstrategien sollten daher direkt auf Probleme im Zusammenhang mit M\u00e4nnlichkeit eingehen. Kampagnen im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit sollten die Gleichsetzung von Verletzlichkeit mit Schw\u00e4che hinterfragen und alternative M\u00e4nnlichkeitsbilder gleicherma\u00dfen unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr heterosexuelle M\u00e4nner k\u00f6nnte eine Therapie, die Verletzlichkeit als Zeichen von St\u00e4rke und Selbstbestimmung normalisiert, Barrieren abbauen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr nicht-heterosexuelle M\u00e4nner sollte die Behandlung den zus\u00e4tzlichen Minderheitenstress durch die F\u00f6rderung inklusiver Richtlinien, LGBTQ-freundlicher psychologischer Beratungsangebote und Antidiskriminierungsrichtlinien ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Untersuchung von Depression aus der Perspektive hegemonialer M\u00e4nnlichkeit zeigt, dass die psychische Gesundheit von M\u00e4nnern untrennbar mit umfassenderen Systemen geschlechtsspezifischer Machtverh\u00e4ltnisse verbunden ist. Dominante M\u00e4nnlichkeitsideale diktieren nicht nur, welche Eigenschaften M\u00e4nner haben sollten, sondern auch, wie Depression bei M\u00e4nnern zum Ausdruck kommen und wahrgenommen werden. F\u00fcr heterosexuelle M\u00e4nner stellen hegemoniale Ideale einen verinnerlichten Standard dar, den sie an sich selbst und anderen M\u00e4nnern messen. Die Best\u00e4tigung, die sie f\u00fcr die Einhaltung dieser Normen erhalten, kann emotionale Verletzlichkeit als soziales Risiko erscheinen lassen. Daher wird stilles Leiden als Preis f\u00fcr die Aufrechterhaltung der m\u00e4nnlichen Fassade angesehen, und Depression werden als nicht Bestandteil akzeptierter M\u00e4nnlichkeitsbilder betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Perspektive nicht-heterosexueller M\u00e4nner offenbart eine weitere Ebene: Hegemoniale M\u00e4nnlichkeit marginalisiert sie gleichzeitig und \u00fcbt Konformit\u00e4tsdruck aus. Ihre Erfahrungen zeigen, dass M\u00e4nnlichkeit nicht nur von denen gest\u00e4rkt wird, die sie verk\u00f6rpern, sondern auch von denen, die au\u00dferhalb dieser Vorstellung stehen. Manche M\u00e4nner begegnen dieser Marginalisierung, indem sie sich selbst noch mehr unter Druck setzen, der dominanten Form von M\u00e4nnlichkeit zu entsprechen, was ihrem psychischen Wohlbefinden schadet. Andere hingegen pflegen alternative Formen von M\u00e4nnlichkeit, die die Unterst\u00fctzung der queeren Community und eine positive Einstellung zur Therapie einschlie\u00dfen. Dies verdeutlicht, dass M\u00e4nnlichkeit weder festgelegt noch einheitlich ist, genauso wenig wie der Umgang von M\u00e4nnern mit Depression.<\/p>\n\n\n\n<p>Um weitreichende Ver\u00e4nderungen zu erzielen, reicht es nicht aus, die individuelle Inanspruchnahme von Hilfe zu f\u00f6rdern. Vielmehr muss ein kultureller Wandel in der Wahrnehmung von Verletzlichkeit und Emotionalit\u00e4t im Zusammenhang mit M\u00e4nnlichkeit bewirkt werden. Wenn die Verbindung zwischen Emotionen und Schw\u00e4che aufgehoben und verschiedene Ausdrucksformen von M\u00e4nnlichkeit akzeptiert werden, kann Depression fr\u00fcher und offener behandelt werden. Letztlich erfordert die Transformation m\u00e4nnlicher Normen nicht die Abwertung von M\u00e4nnern, sondern die Erweiterung des Spektrums an Ausdrucksm\u00f6glichkeiten, die M\u00e4nner haben k\u00f6nnen, ohne dabei tabuisiert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literaturverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p>Carbonaro, William. &#8222;Deep Secrets: Boys\u2019 Friendships and the Crisis of Connection.&#8220; (2014): 1485-1487.<\/p>\n\n\n\n<p>Connell, Robert W., and James W. Messerschmidt. &#8222;Hegemonic masculinity: Rethinking the concept.&#8220;&nbsp;<em>Gender &amp; society<\/em>&nbsp;19, no. 6 (2005): 829-859.<\/p>\n\n\n\n<p>Courtenay, Will H. &#8222;Constructions of masculinity and their influence on men&#8217;s well-being: a theory of gender and health.&#8220;&nbsp;<em>Social science &amp; medicine<\/em>&nbsp;50, no. 10 (2000): 1385-1401.<\/p>\n\n\n\n<p>Latalova, Klara, Dana Kamaradova, and Jan Prasko. &#8222;Perspectives on perceived stigma and self-stigma in adult male patients with depression.&#8220;&nbsp;<em>Neuropsychiatric disease and treatment<\/em>&nbsp;(2014): 1399-1405.<\/p>\n\n\n\n<p>Levant, Ronald F., K. Bryant Smalley, Maryse Aupont, A. Tanner House, Katherine Richmond, and Delilah Noronha. &#8222;Initial validation of the male role norms inventory-revised (MRNI-R).&#8220;&nbsp;<em>The Journal of men\u2019s Studies<\/em>&nbsp;15, no. 1 (2007): 83-100.<\/p>\n\n\n\n<p>Mahalik, James R., and Aaron B. Rochlen. &#8222;Men\u2019s likely responses to clinical depression: What are they and do masculinity norms predict them?.&#8220;&nbsp;<em>Sex roles<\/em>&nbsp;55, no. 9 (2006): 659-667.<\/p>\n\n\n\n<p>Meyer, Ilan H. &#8222;Minority stress and mental health in gay men.&#8220;\u00a0<em>Journal of health and social behavior<\/em>\u00a0(1995): 38-56.<\/p>\n\n\n\n<p>National Institute of Mental Health, \u201cMajor Depression,\u201d <em>Health Statistics<\/em>, accessed February 23, 2026, <a href=\"https:\/\/www.nimh.nih.gov\/health\/statistics\/major-depression?utm_source=chatgpt.com\">https:\/\/www.nimh.nih.gov\/health\/statistics\/major-depression<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wilson, Bianca DM, Gary W. Harper, Marco A. Hidalgo, Omar B. Jamil, Rodrigo Sebasti\u00e1n Torres, M. Isabel Fernandez, and Adolescent Medicine Trials Network for HIV\/AIDS Interventions. &#8222;Negotiating dominant masculinity ideology: Strategies used by gay, bisexual and questioning male adolescents.&#8220;&nbsp;<em>American journal of community psychology<\/em>&nbsp;45, no. 1 (2010): 169-185.<\/p>\n\n\n\n<p>World Health Organization. \u201cDepression.\u201d Fact sheet. accessed February 23, 2026. <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/depression\">https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/depression<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> World Health Organization. \u201cDepression.\u201d Fact sheet. Accessed February 23, 2026. <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/depression\">https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/depression<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Mahalik, James R., and Aaron B. Rochlen. &#8222;Men\u2019s likely responses to clinical depression: What are they and do masculinity norms predict them?.&#8220;&nbsp;<em>Sex roles<\/em>&nbsp;55, no. 9 (2006). S. &nbsp;660.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Connell, Robert W., and James W. Messerschmidt. &#8222;Hegemonic masculinity: Rethinking the concept.&#8220;&nbsp;<em>Gender &amp; society<\/em>&nbsp;19, no. 6 (2005): S. 832.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Courtenay, Will H. &#8222;Constructions of masculinity and their influence on men&#8217;s well-being: a theory of gender and health.&#8220;&nbsp;<em>Social science &amp; medicine<\/em>&nbsp;50, no. 10 (2000): S. 1389.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Connell and Messerschmidt 2005, S. 834.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Meyer, Ilan H. &#8222;Minority stress and mental health in gay men.&#8220;\u00a0<em>Journal of health and social behavior<\/em>\u00a0(1995): S. 38-39.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> National Institute of Mental Health, \u201cMajor Depression,\u201d <em>Health Statistics<\/em>, accessed February 23, 2026, <a href=\"https:\/\/www.nimh.nih.gov\/health\/statistics\/major-depression?utm_source=chatgpt.com\">https:\/\/www.nimh.nih.gov\/health\/statistics\/major-depression<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Latalova et al. 2014, S.1399<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Mahalik and Rochlen 2006, S. 660.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Connell and Messerschmidt 2005, S. 832<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Levant, Ronald F., K. Bryant Smalley, Maryse Aupont, A. Tanner House, Katherine Richmond, and Delilah Noronha. &#8222;Initial validation of the male role norms inventory-revised (MRNI-R).&#8220;&nbsp;<em>The Journal of men\u2019s Studies<\/em>&nbsp;15, no. 1 (2007): S. 84.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Mahalik and Rochlen 2006, S. 665.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a>Courtenay<\/a> 2014, S. 1389.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Meyer 1995, S. 39-41.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Courtenay 2014, S.1389.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> Carbonaro, William. &#8222;Deep Secrets: Boys\u2019 Friendships and the Crisis of Connection.&#8220; (2014): 1485-1486.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Meyer 1995, S. 40-41<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Wilson, Bianca DM, Gary W. Harper, Marco A. Hidalgo, Omar B. Jamil, Rodrigo Sebasti\u00e1n Torres, M. Isabel Fernandez, and Adolescent Medicine Trials Network for HIV\/AIDS Interventions. &#8222;Negotiating dominant masculinity ideology: Strategies used by gay, bisexual and questioning male adolescents.&#8220;&nbsp;<em>American journal of community psychology<\/em>&nbsp;45, no. 1 (2010): S. 181.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Courtenay, 2014, S. 1391.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Meyer 1995, S. 40.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Courtenay 2014, S. 1394.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p>Quelle: Dunja Bogdanovska, <em>Hegemoniale M\u00e4nnlichkeit und Depression: Eine vergleichende Analyse heterosexueller und nicht-heterosexueller M\u00e4nner<\/em>, in: Blog ABV Gender- und Diversitykompetenz FU Berlin, 01.07.2026, <a href=\"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=569\">https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/abv-gender-diversity\/?p=569<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dunja Bogdanovska (WiSe 2025-26) Einleitung Depression z\u00e4hlt weltweit zu den dr\u00e4ngendsten Problemen der \u00f6ffentlichen Gesundheit. 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