5. Gegenstand – Rimsky-Korskakovs sinfonische Dichtung Scheherazade


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Wie würden Sie diesen Gegenstand untersuchen?

Welche Themen, Theorien, Methoden, Begriffe fallen Ihnen dazu ein?

Schreiben Sie einen Beitrag von ca. 500 Wörtern, der von diesem Gegenstand inspiriert ist. Fassen Sie Ihren Beitrag als eine Art Abstract auf, in dem Ihre Idee zur Bearbeitung dieses Gegenstandes (oder eines Themas, das davon inspiriert ist) klar hervortritt. Recherchieren Sie durchaus Literatur und bringen Sie diese schon in Maßen ein.

Lassen Sie sich selbst vielleicht von Ihren Ideen überraschen und seien Sie nicht zu kritisch. Ihre ‚Umkreisungen‘ des Gegenstandes müssen nicht perfekt sein. Es geht darum, zu erkunden, was wie aus welchen Gegenständen herausgeholt werden kann, welche literatur-, kultur- oder sprachwissenschaftlichen (oder auch geschichts- und sozialwissenschaftlichen) Theorien sich zur Bearbeitung eignen, und was sich vielleicht auch nicht so einfach bearbeiten lässt. Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge.

Ein Gedanke zu „5. Gegenstand – Rimsky-Korskakovs sinfonische Dichtung Scheherazade“

  1. Mit ein bisschen Hintergrundwissen in Sachen klassischer Musik und russischer Komponisten, stelle ich mir hier die Frage, warum die ‚Gruppe der 5‘ (Mili Balakirew, Alexander Borodin, César Cui, Modest Mussorgski und Nikolai Rimski-Korsakow) so ‚besessen‘ von orientalischen Themen waren und diese so häufig in ihrer Musik verarbeiteten, sei es nun in Balakirews ‚Tamara‘, in Borodins ‚Prinz Igor‘ oder in Mussorgskis ‚Khovanshchina‘ mit dem Tanz der persischen Sklavinnen. Gleich daran schließt sich die Frage danach, was überhaupt ‚orientalisch‘ und ‚orientalistisch‘ sei, denn auch das Verarbeiten von Themen aus dem ‚Fernen Orient‘ (Ostasien) spielt in der Musikgeschichte eine Rolle.

    Orientalismus in der Musik kann sicher verschiedene Funktionen erfüllen: Zum Beispiel können Themen verarbeitet oder angegangen werden, die in der ‚eigenen Kultur‘ vielleicht eher ‚tabuisiert‘ werden; aber orientalische Themen können genauso gut als eine Art Maske fungieren, hinter der eigentlich hochbrisante politische Themen der Zeit/des Raums angesprochen werden.

    Ich frage mich, ob die Hinwendung zu ‚orientalischen‘ Themen nicht eine Reaktion auf den anhaltenden Wagnerismus des 19. Jahrhunderts war. Und in welchem Zusammenhang steht dies damit, dass dieselben Komponisten auch vermehrt Elemente der ’nationalen‘ oder ‚traditionellen‘ Folklore verarbeiteten?

    Interessant ist auch, dass ‚Orientalismus‘ schon fast als ein Charakteristikum der russischen Musik gilt, vor allem aus ‚nicht-russischer‘ Perspektive (und inwiefern kann man überhaupt von ‚der‘ russischen Musik als Ganzes sprechen?). Dies hängt vielleicht damit zusammen, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die russische Musik überhaupt in den Blickpunkt nicht-russischer Hörerschaft geriet, es vor allem Stücke mit ‚orientalischen‘ Themen waren, die zum Beispiel in Paris präsentiert wurden. Allerdings müssen die russischen Kompositionen an sich auch als ‚fremd‘ oder ‚anders‘ wahrgenommen worden sein, sodass sich hier fast schon ein doppelter ‚Orientalismus‘ zeigt.

    Begriffe, die bei der Bearbeitung eines solchen Gegenstandes eine Rolle spielen, sind Orientalismus, Folklore, Mythen, Kultur, Nation, Identität, oder othering.

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