{"id":1005,"date":"2023-11-23T10:46:33","date_gmt":"2023-11-23T09:46:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1005"},"modified":"2024-02-22T12:43:58","modified_gmt":"2024-02-22T11:43:58","slug":"praktikum-in-einem-krankenhaus-auf-guadeloupe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2023\/11\/23\/praktikum-in-einem-krankenhaus-auf-guadeloupe-2\/","title":{"rendered":"Praktikum in einem Krankenhaus auf Guadeloupe"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe mich spontan \u2013 ca. 2 Monate vor Beginn des Praktikums &#8211; dazu entschlossen, die 2. H\u00e4lfte meines letzten Tertials auf Guadeloupe in der Unfallchirurgie zu verbringen, nachdem mir diese Station als sehr freundlich und entspannt bzw. die Insel als wundersch\u00f6ner Ort empfohlen wurden.<br \/>\nDie Kontaktaufnahme erfolgte per Mail: das Praktikum an sich wurde mir sofort zugesagt (formloses Anschreiben, Lebenslauf) und nach mehreren Versuchen \/ Erinnerungsmails bekam ich schlie\u00dflich ein unterschriebenes Learning Agreement.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Meine Unterkunft habe ich \u00fcber Airbnb gebucht, allerdings w\u00e4ren Leboncoin, etc. g\u00fcnstigere Alternativen. Die meisten andern Praktikant:innnen, mit denen ich gesprochen habe, haben \u2013 wie ich \u2013 in Le Gosier gewohnt, da Pointe \u00e0 Pitre, wo auch das Krankenhaus liegt, einen schlechten Ruf genie\u00dft. Im Nachhinein w\u00fcrde ich doch empfehlen, nach Pointe \u00e0 Pitre zu gehen, weil es deutlich n\u00e4her zum Krankenhaus liegt (ca. 2 min mit dem Auto) und die Staus morgens die normalerweise 20-min\u00fctige Fahrt von Gosier aus schnell auf eine Stunde verl\u00e4ngern k\u00f6nnen. Au\u00dferdem habe ich (als Mann) keine schlechten Erfahrungen hinsichtlich Kriminalit\u00e4t\/\u00dcbergriffigkeit gemacht und stattdessen die Bar-\/Kultur-\/Restaurantangebote der gr\u00f6\u00dferen Stadt genossen.<br \/>\nUm sich frei auf Guadeloupe bewegen zu k\u00f6nnen braucht man auf jeden Fall ein Auto. Zwar gibt es Busse und auch eine Station vor dem Krankenhaus, aber um sich die Insel gut anschauen zu k\u00f6nnen, braucht man definitiv einen Wagen. Ich hatte vorher auch \u00fcberlegt, einen Roller zu mieten \u2013 das w\u00fcrde ich aufgrund der Verkehrssituation und den teilweise aus dem nichts beginnenden Starkregenf\u00e4llen allerdings nicht empfehlen. Mein Auto habe ich \u00fcber Rent\u00eeles gebucht. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Autopreise auch \u00fcber die franz\u00f6sischen Vergleichswebsites zu suchen. Dadurch habe ich f\u00fcr 2 Monate knapp 600 \u20ac gezahlt (anstatt des Doppelten bei den internationalen Websites).<br \/>\nDer Stationsalltag sah wie folgt aus: 7:30 Uhr Morgenbesprechung, danach Aufteilen auf Sprechstunden \/ Ambulanzen \/ Station \/ OP (wichtig: es gibt keine OTAs und es ist Aufgabe der Assistenz, das Besteck etc. anzureichen, also vor dem 1. Mal im OP die Vokabeln durchschauen, oder erstmal zuschauen). Ich konnte mich durchgehen selbst organisieren und entscheiden, wo ich am liebsten zuschauen m\u00f6chte. Je nach den franz\u00f6sischen Semesterzeiten gab es immer wieder Gruppen franz\u00f6sischer Medizinstudent:innen im 4. Jahr auf der Station. In diesen Zeiten habe ich mich meistens einem Studenten\/einer Studentin angeschlossen und wir haben zu 2. geholfen. Allerdings war es auch kein Problem, mit recht wenig Franz\u00f6sischkenntnissen allein zu Recht zu kommen. Das \u00e4rztliche Team war durchweg sehr freundlich und interessiert und ist auf Vorlieben\/W\u00fcnsche zum Ablauf des Praktikums eingegangen. Bis auf wenige Male, wenn das \u00e4rztliche Team stark unterbesetzt war und wirklich jemand zur Assistenz im OP gebraucht wurde, konnte ich ziemlich fr\u00fch nach Hause gehen.<br \/>\nDie dadurch entstehende Freizeit kann man auf Guadeloupe sehr einfach genie\u00dfen. Ich habe mir ziemlich am Anfang ein Surfboard (via leboncoin) gekauft und bin damit oft nach Anse Bertrand \/ Le Helleux gefahren. Au\u00dferdem kann man auf diversen Routen (oder abseits der Routen) durch den Regendwald auf Basse Terre wandern. Besonders sch\u00f6n fande ich dabei den 3i\u00e9me Chute de Gabet und die Rivi\u00e8re Moustique. An den Wochenenden finden oft Parties in Clubs oder privat organisiert statt. Hier lohnt es sich, auf Instagram nach Veranstaltungen zu suchen. Aber auch die Locals (mehr als die \u00c4rzte und \u00c4rztinnen vom Festland auf Station) sind sehr kontaktfreudig und an neuen Bekanntschaften interessiert. Das hei\u00dft sobald man ein paar erste Kontakte gekn\u00fcpft hat, wird man automatisch in die Wochenendpl\u00e4ne etc. miteinbezogen (zumindest hatte ich dieses Gl\u00fcck, habe \u00c4hnliches aber auch von Freund:innen und Bekannten geh\u00f6rt).<br \/>\nZusammenfassend kann ich allen ein Praktikum auf Guadeloupe empfehlen, die gerne in der Natur sind und bereit sind, sich auf neue kulturelle Kontexte einzustellen. Grundkenntnisse auf Franz\u00f6sisch sind allerdings unabdingbar. Ich habe mein Schulfranz\u00f6sisch nur ein bisschen aufgebessert und mich dadurch vor allem anfangs sehr \u00fcberfordert gef\u00fchlt. Es hilft sicher ungemein, wenn man von Anfang an in der Lage ist, einigerma\u00dfen fl\u00fcssig \u00fcber allt\u00e4gliche Themen zu reden. Das medizinische Fachvokabular kommt dann von allein.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><\/p>\n<p><em>Vorbereitung<\/em><br \/>\nFranz\u00f6sisch, am besten fl\u00fcssig in Alltagsthemen<br \/>\nAuto (Rent\u00eeles)<\/p>\n<p><em>Beantragung Visum<\/em><\/p>\n<p>Nicht n\u00f6tig, Teil der EU<\/p>\n<p><em>Praktikumssuche<\/em><br \/>\nFormloses Anschreiben + Lebenslauf<\/p>\n<p><em>Wohnungssuche<\/em><br \/>\nbei mir Airbnb, alternativ leboncoin<\/p>\n<p><em>Versicherung<\/em><br \/>\nDeutsche \u00c4rztefinanz<\/p>\n<p><em>Sonstiges<\/em><br \/>\nKeine OTAs im OP, als Assistenz sollte man die Begriffe der Instrumente schnell parat haben<\/p>\n<p><strong><em>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Telefon-\/Internetanschluss<\/em><br \/>\nBei meiner Unterkunft inklusive<\/p>\n<p><em>Sonstiges<\/em><br \/>\nAbschlie\u00dfende Formalit\u00e4ten \u00fcber das Sekretariat der Medizinuni<\/p>\n<p><em><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/em><br \/>\nAm besten auf Instagram nach Veranstaltungen suchen \/ Kolleg:innen \/ Bekanntschaften fragen<\/p>\n<p><em>Sonstiges<\/em><br \/>\nSurfen v.a. Le Helleux, zum Wandern eigentlich alles auf Basse Terre + die Mangroven im Norden von Grande Terre<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mich spontan \u2013 ca. 2 Monate vor Beginn des Praktikums &#8211; dazu entschlossen, die 2. H\u00e4lfte meines letzten Tertials auf Guadeloupe in der Unfallchirurgie zu verbringen, nachdem mir diese Station als sehr freundlich und entspannt bzw. die Insel als wundersch\u00f6ner Ort empfohlen wurden. 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