{"id":1114,"date":"2024-02-27T17:12:32","date_gmt":"2024-02-27T16:12:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1114"},"modified":"2024-02-27T17:13:31","modified_gmt":"2024-02-27T16:13:31","slug":"praktisches-jahr-in-luxemburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2024\/02\/27\/praktisches-jahr-in-luxemburg\/","title":{"rendered":"Praktisches Jahr in Luxemburg"},"content":{"rendered":"<p>Wie kommst du eigentlich auf Luxemburg?- Diese Frage wurde mir seitens meiner Familie, Freunde aber auch von meinen Arbeitskolleg*innen im Land selbst gestellt, als ich meinen chirurgischen Teil des praktischen Jahres im Centre Hospiatlier de Luxembourg, Lehrkrankenhaus des Saarlandes, absolvierte.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nGanz einfach: Ich hatte zuvor noch nie etwas mit Luxemburg zu tun gehabt und wollte das kleinste Nachbarland gerne kennenlernen. Luxemburg ist eines der internationalsten und fortschrittlichsten L\u00e4nder, die Menschen sind sehr freundlich und der Lebensstandard ist sehr hoch. Auf der anderen Seite sind eine kostenlose Unterkunft, kostenloses Mittagessen der kostenlose Transport im gesamten Land ausschlaggebende Punkte, dieses Land in Erw\u00e4gung zu ziehen. Au\u00dferdem sollen durch den neues Gesetztesbeschluss bald PJler*innen bezahlt werden.<\/p>\n<p>Mit dem Zug angereist, konnte ich bereits unkompliziert am Sonntag vorher die Unterkunft beziehen. Auf Station angekommen, wurde ich mit der Multilingualit\u00e4t positiv \u00fcberrascht: So kann es vorkommen, dass in einer Visite sowohl deutsch, englisch, franz\u00f6sisch, luxemburgisch als auch portugiesisch (hier leben viele Portugiesen) gesprochen wird, wobei das nur die Hauptsprachen sind. Man kommt gut aus, wenn man zumindest deutsch oder franz\u00f6sisch + englisch spricht.<\/p>\n<p>Der Alltag in der Chirurgie f\u00fchrte mich \u00fcber 3 Stationen: Traumatologie, Allgemeinchirurgie und Neurochirurgie. In der Traumatologie durfte ich mich bereits sehr schnell einwaschen. Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren Aufgaben wie Haken halten und N\u00e4hen dazu, aber ich durfte auch mal mehr assistieren, wie Schrauben eindrehen. Generell hat man abseits des OPs nicht viele Studierender zu tun: Blutentnahmen und periphere Venenzug\u00e4nge legen sind alles pflegerische Aufgaben. Man kann sich allerdings (so viel man m\u00f6chte) sehr gut beim Briefschreiben integrieren, Konsile schreiben sowie im Gipssaal aushelfen. In der Allgemeinchirugie hat man als PJler*in nicht sehr viel zu tun, da die freundlichen, vorrangig italienischen Kolleg*innen das deutsche Ausbildungssystem nicht kennen. Auf Nachfragen durfte ich zumindest bei kleineren Eingriffen wie Portimplantationen assistieren. In der Neurochirurgie hatte ich die l\u00e4ngste Zeit verbracht und durfte sehr viel selbstst\u00e4ndig machen. Das Team ist wie auf allen Stationen super nett. Im OP durfte ich eigentlich immer assistieren, was weit \u00fcber das klassische Hakenhalten hinausging. Auf Station war mein absolutes Highlight, Lumbalpunktionen durchzuf\u00fchren, aber auch die Cerebralgef\u00e4\u00dfe zu dopplern. Auch in der Sprechstunde konnte ich gut mithelfen, d.h. untersuchen, Briefe und Befunde mitschreiben sowie \u00fcbersetzen konnte.<br \/>\nMir hat es im Allgemeinen sehr gut gefallen: Die Assistenz\u00e4rt*innen sind eigentlich alle super nett und man lernt sie \u00fcber den professionellen Tellerrand auch in der Unterkunft kennen. Ich hatte angefangen mit dem Praktikum franz\u00f6sisch zu sprechen (nach 6 Monaten vorher \u00fcben mit Lernplattformen). Zum Schluss habe ich dann auch franz\u00f6sisch- deutsch\/englisch \u00fcbersetzt. Auch ein bisschen luxemburgisch konnte ich aus dem Praktikum mitnehmen.<\/p>\n<p>Das Land an sich ist wundersch\u00f6n: Gerade f\u00fcr Outdoorbegeisterte gibt es sehr viel zu entdecken: Sei es zu Fu\u00df im M\u00fcllerthal, zu Rad \u00fcber die zahlreichen Pistes cyclables oder eben zum Klettern. Alles hier ist nat\u00fcrlich kleiner, trotzdem findet man (bis auf Drogeriem\u00e4rkte) alles, was man braucht. Ich kann nur empfehlen auch neben der Stadt andere Teile Luxemburgs zu besuchen wie Esche an der Alzette, Diekirch oder Echternach.<\/p>\n<p>Da die Nachbarl\u00e4nder nicht weit sind, kann man auch getrost einen Tagestripp nach Belgien machen oder am Wochenende mit dem TGV in 2h in Paris sein. Die Stadt an sich hat super viel zu bieten und ist kulinarisch ein Kaleidoskop der Internationalit\u00e4t.<br \/>\nDie Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise hoch. D.h. man kann sich eine Unterkunft nicht als Studierende(r) kaum leisten. Deshalb war ich froh, im Wohnheim unterkommen zu d\u00fcrfen. Ich w\u00fcrde jedem ein Praktikum im CHL empfehlen, der offen f\u00fcr neue Erfahrungen ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<br \/>\n<\/strong>Bewerbung ca. 9 Monate vorher \u00fcber die Uniklinik des Saarlandes. Das CHL ist Lehrkrankenhaus und wird somit anerkannt. Der Rest wird \u00fcber den PJ-Koordinator im CHL abgestimmt.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<br \/>\n<\/strong>Ich hatte mir zuvor das PJ Ranking des Krankenhauses angeschaut.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<br \/>\n<\/strong>Da die Unterk\u00fcnfte sehr begrenzt sind vom Krankenhaus, sollte man mit Best\u00e4tigung \u00fcber ein Praktikum am CHL nach der Unterkunft beim PJ-Koordinator nachfragen.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<br \/>\n<\/strong>Die Unfallversicherung stellt das Krankenhaus. Um die Kranken- und Haftpflichtversicherung habe ich mich selbstst\u00e4ndig gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Sonstiges<br \/>\n<\/strong>Man erh\u00e4lt einen Badge, mit dem man in alle wichtigen R\u00e4ume (OP\u2026), Zugang zur Unterkunft hat. Au\u00dferdem wird dort das Mittagessen drauf geladen.<\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<br \/>\n<\/strong>Eduroam\/ CHL-wlan<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kommst du eigentlich auf Luxemburg?- Diese Frage wurde mir seitens meiner Familie, Freunde aber auch von meinen Arbeitskolleg*innen im Land selbst gestellt, als ich meinen chirurgischen Teil des praktischen Jahres im Centre Hospiatlier de Luxembourg, Lehrkrankenhaus des Saarlandes, absolvierte.<\/p>\n","protected":false},"author":3982,"featured_media":1115,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[486393],"tags":[1163,1072],"class_list":["post-1114","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-praktikum-europa","tag-luxemburg","tag-medizin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3982"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1114"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1114\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1116,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1114\/revisions\/1116"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}