{"id":1193,"date":"2024-06-05T07:00:29","date_gmt":"2024-06-05T05:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1193"},"modified":"2025-01-23T10:32:21","modified_gmt":"2025-01-23T09:32:21","slug":"1193","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2024\/06\/05\/1193\/","title":{"rendered":"Praktisches Jahr am Krankenhaus St. Louis in Paris"},"content":{"rendered":"<p>Nach meinem Erasmus+ in Paris im Jahre 2021 war f\u00fcr mich klar, dass ich in diese Stadt zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Im Rahmen des praktischen letzten Jahres meines Medizinstudiums hatte ich die M\u00f6glichkeit, 4 Monate im Bereich der Inneren Medizin in Paris arbeiten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDie Bewerbung lief informell ab, ich wusste \u00fcber Bekannte, dass das Krankenhaus St. Louis internationale Studenten f\u00fcr Praktika nahm, die Bewerbung erfolgte dann \u00fcber das zust\u00e4ndige Sekretariat.<br \/>\nMein Alltag auf Station unterschied sich in einigen Punkten bez\u00fcglich der Aufgabenverteilung in deutschen Krankenh\u00e4usern: In Deutschland wird oft von PJlern erwartet, dass man sich um die Blutentnahmen k\u00fcmmert, in Frankreich ist dies eine Aufgabe der Krankenschwestern und Pfleger. Man kann aber auch gerne fragen, ob diesbez\u00fcglich Hilfe gebraucht wird, wenn man \u00dcbungsbedarf hat. Der Tag beginnt meistens mit den \u201etransmission\u201c also der \u00dcbergabe, in der die Nachtschicht \u00fcber die Patienten berichtet. Dann sind jeweils ein Studierender (Externe), ein Assistenzarzt (Interne) und ein Oberarzt (CCA) f\u00fcr einen Abschnitt der Station verantwortlich. Es wird allgemein viel erkl\u00e4rt und man darf gerne auch eigene Patienten betreuen, Eigeninitiative was k\u00f6rperliche Untersuchung und Dokumentation angeht wird sehr gerne gesehen.<\/p>\n<p>Jeden Donnerstagvormittag gab es einen Vortrag zu unterschiedlichen Themenbereichen der Inneren Medizin \u2013 oft mit einem Fokus auf Rheumatologie, welche in Frankreich einen gro\u00dfen Teil des Fachbereichs Innere Medizin ausmacht. Insgesamt war die Stimmung im Team sehr gut, die Studierenden in Frankreich sind ein essenzieller Teil des Teams in Krankenh\u00e4usern und das merkt man sehr am Umgang miteinander. Es ist auch nicht selten, dass man sich am Freitag auch noch auf ein Glas zum Feierabend trifft \u2013 das habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Gute Franz\u00f6sischkenntnisse sind aber auf jeden Fall wichtig \u2013 es gibt viele medizinische Abk\u00fcrzungen und gerade f\u00fcr den Patientenkontakt macht das Sprachniveau definitiv einen Unterschied.<\/p>\n<p>Was die Wohnungssuche angeht: Ich hatte Gl\u00fcck und habe \u00fcber Facebook etwas gefunden. Allerdings war das ein Gl\u00fccksgriff und die Mieten sind wirklich oft sehr teuer. F\u00fcr jemanden zum ersten Mal in Paris kann ich die Cit\u00e9 \u2013 Universitaire nur empfehlen, man muss sich nur rechtzeitig um die Bewerbung k\u00fcmmern (ca. ein Jahr im Voraus). Die Zimmer sind bezahlbar, es gibt viele Events und es ist eine super M\u00f6glichkeit, neue Leute kennenzulernen.<\/p>\n<p>Zu Paris an sich \u2013 die Stadt hat ihren Ruf aus gutem Grund. Gerade was Kultur angeht, gibt es unfassbar viele Angebote, f\u00fcr Menschen unter 26 sind viele Museen und Veranstaltungen gratis. Und selbst wenn man kein Kunstfan ist, in Paris ist f\u00fcr jeden etwas dabei: Konzerte, Jazz Bars, zahlreiche Parks oder einfach ein Glas Wein auf der Terrasse und Leute beobachten (Ich empfehle daf\u00fcr die Rue de la Roquette).<br \/>\nAlles in allem kann ich jedem einen Aufenthalt hier empfehlen \u2013 Paris l\u00e4sst auch den gr\u00f6\u00dften Zyniker nicht kalt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach meinem Erasmus+ in Paris im Jahre 2021 war f\u00fcr mich klar, dass ich in diese Stadt zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. 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