{"id":1250,"date":"2024-06-21T07:00:00","date_gmt":"2024-06-21T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1250"},"modified":"2025-01-23T10:28:32","modified_gmt":"2025-01-23T09:28:32","slug":"forschungspraktikum-an-der-national-taiwan-university","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2024\/06\/21\/forschungspraktikum-an-der-national-taiwan-university\/","title":{"rendered":"Forschungspraktikum an der National Taiwan University"},"content":{"rendered":"<p>Im Studium ins Ausland zugehen war mein Wunsch schon als ich den Bachelor angefangen habe. Da man f\u00fcr eine Labrotation in meinem Master nicht an der Fremd-Uni eingeschrieben sein muss, erleichterte das die spontanere Bewerbung auf einen Laboraustausch ohne jahrelangen Vorlauf. Ich habe mich f\u00fcr die National Taiwan University in Taipei entschieden, da ich noch nie in Asien war und ein Kommilitone dort schon im Nachbarslabor war und es ihm sehr gefallen hat. Sp\u00e4ter stellte sich heraus,<br \/>\ndass die NTU sogar die beste Uni Taiwans ist und dort mit einem staunenden \u201eooooooh!\u201c auf die Frage nach der Uni geantwortet wird.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich schrieb nun im Mai 2023 als erstes Professor Yang am College of Life Sciences an, den mein Kommilitone kannte und er sagte mir zu, ab Herbst 3 Monate Praktikum in einem seiner Labore machen zu k\u00f6nnen. Dann bewarb ich mich f\u00fcr ein PROMOS Stipendium f\u00fcr das zweite Halbjahr 2023, wof\u00fcr ich einige Unterlagen ben\u00f6tigte, die ich erst mit unterschriebenem Praktikumsantrag bek\u00e4me. Den Praktikumsantrag konnte ich aber erst unterschreiben lassen, wenn ich sicher ein Stipendium bekommen w\u00fcrde. Die B\u00fcrokratie war also etwas schwerg\u00e4ngig, aber da ich mich 4 Monate vor Abflug erst um den Platz gek\u00fcmmert hatte, war das verst\u00e4ndlich. Auf meine PROMOS Bewerbung schrieb mich die Erasmus+ weltweit Abteilung der FU Berlin an, ich k\u00f6nnte statt des PROMOS ein Erasmus+ weltweit Stipendium mit einer h\u00f6heren Summe erhalten. Die Zeitumstellung (+7 Stunden in der europ\u00e4ischen Winterzeit) und die Unsummen an Telefongeb\u00fchren machte es etwas schwieriger, Telefonate f\u00fcr fehlende Dokumente zu f\u00fchren. Den<br \/>\nWecker auf 3 Uhr nachts zu stellen und nach mehreren Versuchen endlich jemanden zu erwischen, der halbwegs englisch sprach, war keine Seltenheit.<\/p>\n<p>Nach einigen Verz\u00f6gerungen durch am Ende unben\u00f6tigte Dokumente flog ich nach Taipei und kam um 07:30 Uhr am n\u00e4chsten Tag in Taipei an. Ich musste eine Arrivalcard ausf\u00fcllen und da ich kein Visum hatte, ein geplantes Weiterflugdatum angeben. Daf\u00fcr hatte ich auch schon das Flugticket (nach Vietnam 2 Monate sp\u00e4ter), ich musste es aber nicht vorzeigen. Am Flughafenausgang sind einige St\u00e4nde von Telefonanbietern und Geldwechselstellen, ich habe am Geldautomaten schonmal 20.000 NTD<br \/>\nabgehoben (das Maximum) und mir eine Simkarte f\u00fcr 3 Tage und eine easycard f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel gekaftft. Google Translate hat sich schon am ersten Tag als Lebensretter bewiesen, da englisch in Taiwan noch etwas rar ist. Mit der MetroLine bin ich zur Taipei Main Station und von dort mit dem Bus ins Wohnheim gefahren. Es ist alles gut ausgeschildert (auch auf Englisch) und intuitiv, und die Fahrt in der Bahn wird mit einem tollen Ausblick auf ungew\u00f6hnliche und erfrischend tropische Vegetation vers\u00fc\u00dft. Um den richtigen Busabfahrtsort und auch Bus zu finden muss man allerdings schon sein Hirn benutzen, gl\u00fccklicherweise haben die Buslinien auch eine Nummer, denn die Zahlen sind in arabischen Ziffern geschrieben.<\/p>\n<p>Der Wohnheimplatz hat keine Einrichtung; Matratze und Bettzeug, Lampen, Stecker etc holt man sich am besten am ersten Tag einfach bei Ikea, wenn man es sofort m\u00f6chte (dadurch umgeht man auch den Jetlag, wenn man dann erst abends schlafen geht, hehe). Ansonsten gibt es jedes Semester Haushaltsaufl\u00f6sungen von den Student:innen, die wieder gehen, die dann ihre Sachen in den Whatsappgruppen verkaufen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag bin ich direkt in die Uni gegangen und habe Professor Yang und die Assistenzprofessorin Nina Cheng getroffen, in deren Arbeitsgruppe \u201eBiochemisty\u201c ich mein Praktikum gemacht habe. Der NTU Campus ist wundervoll gr\u00fcn, sehr gro\u00df, und es gibt mehrere Mensen (auch<br \/>\nvegetarische Buffets). Das Labor war tats\u00e4chlich im \u00e4ltesten Geb\u00e4ude des Campus, und wird in der kommenden Zeit renoviert. Viele R\u00e4ume und auch Ger\u00e4te waren alt und verstaubt, es sind Spinnenweben in jeder Ecke. Fast alle Ger\u00e4te sind von den bekannten eing\u00e4ngigen Herstellern wie Thermo Fischer, beckmann, eppendorf etc., es ist also keine Umgew\u00f6hnung n\u00f6tig. Das Biochemistry Department im f\u00fcnften Stock hat mehrere Arbeitsgruppen mit je einem Labor, dort arbeiten meistens 4- 6 Studierende, 1-2 Masteranden und 2-3 Doktoranden, wie auch in Europa \u00fcblich. Alle im Labor waren wirklich lieb, ich habe eine Doktorandin als Supervisorin bekommen (sie konnte leider nicht so gut englisch) und sie und die zweite Doktorandin (die sehr gut englisch konnte) haben sich gut um mich gek\u00fcmmert, wir sind anfangs immer zusammen Mittagessen holen gegangen und auch mal Hot Pot essen.<\/p>\n<p>Essen bestellen auf den Day und Night Markets kann anfangs schon etwas einsch\u00fcchternd sein.<br \/>\nOft muss man einfach auf die Bilder deuten und sagen \u201edas da\u201c, sonst bekommt man das Falsche. In 99 % der F\u00e4lle sind die Leute super hilfsbereit und warten auch geduldig, bis man etwas gefunden hat, oder laufen bei Wegbeschreibungen einfach mit zum Ziel. Einmal habe ich mein Kopq\u00f6rer-case am Vortag im Bus liegen lassen und als ich dem Busfahrer mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen (und Google Translate) erkl\u00e4rt habe, was passiert ist, hat er mich mit dem Bus ins Depot gefahren, wo die Fundsachen lagen. Dort habe ich<br \/>\ndas Case wiederbekommen und auf dem Fu\u00dfweg zur\u00fcck hat mich ein anderer Busfahrer eingesammelt und bis vor das Wohnheim gefahren.<\/p>\n<p>In meiner Zeit im Labor habe ich einiges Wissen aus der Molekularbiologie wieder aufgefrischt und viele neue Methoden im Umgang mit Arabidopsis thaliana gelernt. Bevor ich meine eigenen Projekte begann, unterst\u00fctzte ich die ersten Wochen meine Supervisorin, die mir alles Neue zeigte. Nach zwei Monaten war ich sogar so im Thema und meiner Arbeit, dass ich einige Male samstags um zwei Uhr nachts f\u00fcr mehrere Stunden ins Labor ging, um Experimente fortzuf\u00fchren (die teilweise zeitsensitiv waren).<br \/>\nViele Student:innen, die ich kennengelernt habe, hatten einen Chinesischkurs und beklagten sich \u00fcber den gro\u00dfen zeitlichen Aufwand, den man daf\u00fcr aufbringen muss. Da ich nicht an der Uni direkt eingeschrieben war, konnte ich keinen Kurs umsonst in der Uni machen und habe mich auf Duolingo und Instagram beschr\u00e4nkt, was auch gut funktioniert hat.<br \/>\nW\u00e4re ich l\u00e4nger geblieben, w\u00e4re ein Kurs aber sinnvoll gewesen.<\/p>\n<p>Da ich meist mehr als 40 Stunden pro Woche im Labor war, habe ich erst nicht viel von Taiwan gesehen, sondern war eher in Taipei unterwegs. Es gibt \u00fcberall U-Bikes, die man mit seiner Metrokarte easycard leihen kann. Dazu braucht man die App U-Bikes 2 (nicht 1) aus dem App store und eine taiwanesische Telefonnummer. Einfach alles best\u00e4tigen, auch die insurance (man zahlt nichts), sonst kann man nicht fahren. Die easycard ist einfach ein Chip auf der Karte, der Studiausweis der NTU hat auch einen, man kann den Ausweis also als easycard nutzen. Auf die easycard kann man Geld laden und sie f\u00fcr die \u00d6ffis benutzen als auch in den convenience stores bezahlen. Man kann auch den T-Pass darauf laden, der 1200 NTD f\u00fcr 30 Tage kostet. Wenn man mehr als zweimal pro Tag oder l\u00e4ngere Strecken \u00d6ffis f\u00e4hrt, oder gerne Fahrrad f\u00e4hrt, lohnt sich der T-Pass. Damit sind die UBikes die ersten 30 Minuten gratis.<br \/>\nAu\u00dferdem sind einige Ausflugsziele um Taipei herum kostenlos zu erreichen (mit Bus oder Bahn). Man kann sich auch ein Fahrrad kaufen, es gibt immer wieder Fahrradversteigerungen (klapprige \u00e4ltere R\u00e4der f\u00fcr 20-50\u20ac, aber funktionieren) auf dem NTU Campus. Wenn man ein eigenes Fahrrad hat, muss man das aber am Campus (wei\u00df nicht genau, wo) anmelden und man bekommt einen Zettel. Den h\u00e4ngt man an sein Rad und dann darf man es auch auf dem Campus an den Fahrradst\u00e4ndern abstellen. Ohne diese Anmeldung riskiert man, dass das Rad abgeschleppt und wieder versteigert wird.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><br \/>\n<strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nEs gibt jedes Semester eine neue Whatsappgruppe f\u00fcr internationale Studis in Taipei, die ist meist so 500-1000 Leute gro\u00df. Da sind auch Tutoren und Taiwanes:innen drin, die bei allen Fragen helfen.<br \/>\nVor dem Flug informieren, ob man ein Weiterflugticket bei der Einreise ben\u00f6tigt (kommt auf das Visum an). Der Health Check f\u00fcr die Uni kann auf dem Campus gemacht werden, dort ist das Health Center. Keine tierischen Produkte mit ins Land nehmen (zumindest Fleisch, eine Packung K\u00e4se ist<br \/>\nglaub ich ok), man riskiert sonst eine Geldstrafe.<br \/>\nF\u00fcr die Uni dort braucht man einen Health Check (Vordrucke sind auf deren Uniwebseite, oder schreibt an das Office of International affairs), dazu geh\u00f6rt auch ein Brust-R\u00f6ntgenbild, um Tuberkulose auszuschlie\u00dfen. Das macht man am besten in Deutschland schon, die \u00c4rzte hier kennen<br \/>\ndas Prozedere\u00a0 schon f\u00fcr Auslandssemester.<br \/>\nWer einen F\u00fchrerschein hat, kann f\u00fcr etwa 15 \u20ac in Deutschland einen international drivers license erwerben, dann ist es einfacher, in Taiwan (oder beim Reisen) Autos oder Roller zu mieten.<\/p>\n<p><strong>Beantragung Visum<\/strong><br \/>\nIch habe mich in anderen Erfahrungsberichten, auf der Bundesministeriumswebseite und durch Mailverkehr mit dem Bundesministerium erkundigt und beschlossen, kein Visum zu beantragen. Der deutsche Pass beinhaltet 90 Tage visafreie Einreise in Taiwan, die immer erneuert werden, wenn man 24 Stunden in ein anderes Land reist. Ein kleiner Wochenendausflug nach Vietnam zum Beispiel.<br \/>\nVorsicht jedoch \u2013 manchmal muss man bei der Einreise in ein visafreies Land schon ein Weiterflugticket mit Datum innerhalb der n\u00e4chsten 90 Tage vorweisen. Wenn man das noch nicht planen will, gibt es Webseiten, die f\u00fcr ca. 10 Euro ein \u201eFake-Flugticket\u201c erstellen. Dann kann man einreisen und entspannt buchen, wenn man wei\u00df, wann und wo es hingehen soll.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\nIch habe dem Abteilungsleiter des College of Life Sciences Dr. Yang eine Mail geschrieben und gefragt, ob ich im Herbst 2023 ein dreimona&amp;ges Praktikum in seiner Abteilung machen k\u00f6nne.<br \/>\nNachdem wir grob besprochen hanen, welche Projekte ich dort machen k\u00f6nnte, habe ich f\u00fcr die Pr\u00fcfungskommission der FU Berlin den Antrag auf ein benotetes Forschungsmodul erstellt und mich damit auf das Stipendium beworben (das Anfangsdatum einfach auf ein ungef\u00e4hres gelegt, weil ich<br \/>\nnicht wusste, wie lange das mit dem Stipendium dauert und welchen Flug ich buchen werde).<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nMein Professor dort wollte, dass ich einen Platz in einem der Studierendenwohnheime und einen Studierendenausweis der NTU bekomme. Dazu bewarb ich mich als \u201eResearch Visiting Student\u201c f\u00fcr<br \/>\n90-180 Tage an der NTU, was 30.000 New Taiwan Dollar (etwa 870 Euro) kostete. Ich habe f\u00fcr die Zeit des Praktikums einen Platz in einem Viererzimmer im Yuantong Wohnheim der NTU bekommen, das leider etwas au\u00dferhalb lag, aber wie alle Wohnheime dort etwa 120 Euro pro<br \/>\nMonat kostet. Strom muss man extra zahlen, das sind aber je nach Nutzung (vor allem der Klimaanlage) zwischen 10-30 Euro im Monat. In diesem Viererzimmer hatte jeder ein Hochbett und darunter einen kleinen<br \/>\nSchreibtisch mit Schrank. Das Bad befand sich im Zimmer in einem extra Raum (ohne T\u00fcr), die Toilette darin war nur durch eine T\u00fcr vom Bad getrennt, die nicht an den Boden bzw die Decke reichte. Mit der Sauberkeit der Mitbewohner:innen muss man wie \u00fcberall Gl\u00fcck haben. Die Wohnheime sind alle \u00e4hnlich aufgebaut, es gibt f\u00fcr Studenten, die dort ein ganzes Semester oder l\u00e4nger studieren auch die M\u00f6glichkeit, direkt auf dem<br \/>\nCampus einen Platz in einem Wohnheim zu bekommen.<br \/>\nBei Ankunft an der NTU sollte man den Preis f\u00fcr den vollen Zeitraum zahlen, den man im Wohnheim wohnt. Nach Besichtigung des Zimmers entschloss ich mich, dort erstmal nur einen Monat zu bleiben und mir dann etwas niveauvolleres zu suchen. Der Wohnungsmarkt ist \u00e4hnlich zu<br \/>\nDeutschland, durchschninlich zahlt man 400-500 Euro im Monat f\u00fcr ein WG-Zimmer, mehr f\u00fcr ein Studio. Man findet Wohnungsangebote unter taipeihouse.net, auf facebook Gruppen, in studentischen Whatsappgruppen und ein paar anderen Webseiten.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nDer Einfachheit halber habe ich die DAAD Auslandsversicherung Tarif 729 gew\u00e4hlt. Dort sind Kranken-, Auslands- und Unfallversicherung enthalten.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nIn Asien sind Gl\u00fccksspiele und Geld ein gro\u00dfes Ding. Bei der Einreise in Taiwan kann man bei einer Lonerie f\u00fcr internationale Reisende mitmachen und Geld gewinnen, googlet einfach mal danach.<br \/>\nMan bekommt auch bei allen Sachen, die man kauft, einen Beleg mit 2 QR Codes und einer Zahl darauf. Alle 2 Monate werden unter allen diesen Belegen wieder Geldgewinner ausgew\u00e4hlt, am besten nach \u201ereceipt lonery Taiwan\u201c googlen.<\/p>\n<p><em><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><\/em><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><br \/>\nAm Flughafenausgang gibt es mehrere St\u00e4nde von Telefonanbietern. Mobile Daten sind sehr viel g\u00fcnstiger als in Europa und es gibt auch \u00fcberall Empfang. Das \u00c4quivalent zu Telekom ist Chunghwa Telecom, blau-gr\u00fcnes rundes Symbol. Ich habe mir am Flughafen eine 3-Tages-Simkarte geholt, und dann in den n\u00e4chsten Tagen einen Chunghwa Laden in der Stadt besucht. Es gibt dort n\u00e4mlich f\u00fcr Studenten g\u00fcnstigere Tarife, zB unlimited Data f\u00fcr verschiedene Zeitr\u00e4ume. Ich habe 60 Tage f\u00fcr 1200 NTD (etwa 35 Euro) gehabt, ohne Visum kann man nicht mehr als 60 Tage kaufen. Nach den 60 Tagen hab ich einfach wieder dasselbe neu gekauft, die Nummer und Simkarte kann man behalten.<br \/>\nWLAN gibt es auch fast \u00fcberall gratis, auch im Wohnheim und in der Uni nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><br \/>\nHabe ich nicht gemacht, ist aber sinnvoll zum Miete bezahlen (wenn man privat was sucht, wobei viele Vermieter auch Bargeld wollen) oder Auto mieten etc. Geht anscheinend relativ einfach, man braucht aber eine ARC Card. Das wird aber alles erkl\u00e4rt und man kann auch Kommilitonen oder die<br \/>\nUni fragen.<\/p>\n<p><em><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/em><br \/>\n<strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>\nGibt es ausreichend, sogar einen Berlin-style gay-friendly Technoclub (pawnshop, auf resident advisor oder instagram steht die Adresse) und einige weitere (studios, grey area), aber das ist der beste. In den Studi-Whatsappgruppen gibt es auch immer Aktionen und man findet sich zusammen.<br \/>\nDer Maji Square zum Beispiel ist ein gr\u00f6\u00dferer Bereich mit mehreren Bars und Pop-Song-Clubs, wo immer viel los ist.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nEs gibt zum CSD pride parades in den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten wie Taipei und Kaohsiung, Taiwan ist ein demokratisches und fortschrinliches Land. &lt;3<br \/>\nIn den Drogerien (watsons, poya = wie dm und Rossmann) gibt es alles, was es in Deutschland auch gibt, wenn nicht sogar mehr (asiatische Skincare), man muss nichts mitnehmen. Es gibt aber kein elmex gelee und auch nicht wirklich Haarprodukte f\u00fcr Locken.<br \/>\nFriseure sind ziemlich g\u00fcnstig, also wartet mit Haarschneiden oder F\u00e4rben bis ihr in Asien seid, hehe.<\/p>\n<p>Im Wohnheimszimmer war es etwas dreckig und ich wollte zum Putzen einen guten Lappen haben.<br \/>\nEs gibt dort keine Schwammt\u00fccher (musste erst googlen wie die hei\u00dfen, haha). Habe mir von neu nach Taipei kommenden Studis dann welche mitbringen lassen.<br \/>\nSecond Hand shopping macht noch richtig Spa\u00df dort, es gibt ziemlich coole Teile, zum Beispiel in der japanischen Kene \u201e2nd street\u201c. Viel Spa\u00df beim St\u00f6bern!<br \/>\nDie K\u00fcche in Taiwan hat mich etwas negativ \u00fcberrascht, es ist sehr fleischlastig (vor allem auf den nightmarkets, passt auf mit fritierten Dingen) und es gibt viel Glibberiges, und man m\u00f6chte den originalen Geschmack der Zutaten schmecken. Das bedeutet, es ist viel ungew\u00fcrzt und f\u00fcr Europ\u00e4er vielleicht etwas flau. Bei happycow.net z.B. gibt es Listen mit vegetarischen Restaurants.<\/p>\n<p>In Taiwangibt man kein Trinkgeld.<br \/>\nLeitungswasser sollte man vor dem Trinken kochen (man f\u00e4llt aber nicht tot um wenn man es doch mal trinkt). Es gibt Fitnessstudios (das an der NTU ist am g\u00fcnstigsten), bei externen Gyms sollte man jemanden mit einem g\u00fcnstigen Vertrag finden, und diesen Vertrag dann im Gym vorzeigen \u201eso<br \/>\neinen Vertrag will ich\u201c, anscheinend verkaufen die sonst jedem etwas anderes.<br \/>\nGute Pizza gibt\u2019s bei Gusto Pizza. Ich habe in keiner Wohnung, in der ich war (auch bei Freunden),einen Ofen gesehen, das gibt\u2019s wohl einfach nicht in Taiwan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Studium ins Ausland zugehen war mein Wunsch schon als ich den Bachelor angefangen habe. 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