{"id":1344,"date":"2024-08-23T07:00:57","date_gmt":"2024-08-23T05:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1344"},"modified":"2025-09-01T13:05:40","modified_gmt":"2025-09-01T11:05:40","slug":"forschen-am-institute-for-research-in-biomedicine-in-barcelona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2024\/08\/23\/forschen-am-institute-for-research-in-biomedicine-in-barcelona\/","title":{"rendered":"Forschen am Institute for Research in Biomedicine in Barcelona"},"content":{"rendered":"<p>Die Vorbereitung auf mein Erasmus-Praktikum in Barcelona begann mit Informationsveranstaltungen an meiner Universit\u00e4t und einem Gespr\u00e4ch mit dem Erasmus-Koordinator meines Fachbereichs. Etwa sechs Monate vor meinem geplanten Aufenthalt begann ich mit der Suche nach einer passenden Arbeitsgruppe (\u00fcber Google). Schnell fand ich eine vielversprechende M\u00f6glichkeit am Institute for research in biomedicine (IRB) und bewarb mich erfolgreich f\u00fcr ein dreimonatiges Praktikum.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Wohnungssuche gestaltete sich schwierig aufgrund der hohen Mieten und fragw\u00fcrdigen Vermittlungspraktiken. Sogar Hausbesetzungen sind in den St\u00e4dten Spaniens ein gro\u00dfes Problem aufgrund der hohen Mieten. Die Vermieter bzw. Vermittler verlangen Geld im Voraus zu zahlen, obwohl man nicht wei\u00df, ob die Wohnung wirklich existiert, da man diese ja vorher meist noch nicht besichtigen kann (durch die Distanz). Unter anderem wollte mir jemand eine Wohnung in Mataro vermitteln \u2013 ein Ort 35 km von Barcelona entfernt. Letztendlich entschied ich mich f\u00fcr ein bezahlbares Airbnb, da ich mir dort sicherer sein konnte. Von anderen Studierenden aus dem Ausland habe ich auch erfahren, dass sie sich zu Beginn ein rentables Airbnb bezogen haben und sich dann erst vor Ort nach anderen Wohnm\u00f6glichkeiten umgesehen haben, um m\u00f6gliche Betrugsf\u00e4llen zu umgehen.<\/p>\n<p>Das \u00f6ffentliche Verkehrsnetz in Barcelona ist ausgezeichnet. Ein Monatsticket f\u00fcr die Zona A kostete nur 20\u20ac und erm\u00f6glichte mir eine bequeme Fortbewegung in der Stadt. Trotzdem kann dazu gesagt werden, dass das Innere der Stadt, aber auch sehr gut zu Fu\u00df erkundet werden kann. Barcelona verf\u00fcgt \u00fcber sehr viele enge Gassen und niedliche, kleine Gesch\u00e4fte zum St\u00f6bern. Aber auch die Verf\u00fcgbarkeit von mietbaren Fahrr\u00e4dern ist m\u00f6glich, weil die Stadt sehr gut daf\u00fcr ausgelegt ist. Vor Ort ben\u00f6tigte ich auch kein extra Bankkonto, da Kartenzahlung weit verbreitet war. Da die Stadt jedoch sehr beliebt ist (mit dem meisten Touristen auf Platz 3 in Europa), muss man \u00fcberall sehr vor Diebst\u00e4hlen und Betr\u00fcgern in Acht nehmen, was sehr anstrengend werden kann.<\/p>\n<p>Zu dem bietet Barcelona eine Vielzahl von Freizeitm\u00f6glichkeiten, von Caf\u00e9s und Restaurants bis hin zu Wanderungen in den nahegelegenen Bergen. Mir haben vor allem der Kaffee und die Pattiserien sehr gut gefallen. In den Restaurants und Bars wird bis sp\u00e4t abends drau\u00dfen gesessen. Von den Bergen nahe der Stadt hat man einen wundersch\u00f6nen Ausblick und von denen man einmalige Sonnenunterg\u00e4nge beobachten kann. Man hat eine Menge an kulturellen M\u00f6glichkeiten, wie Ausstellungen, Museen, Comedy und Theater. Die Stadt bietet in dieser Hinsicht echt viel, weshalb man nie gelangweilt ist. Leider ist der Strand tags\u00fcber, vor allem wenn es warm ist, sehr \u00fcberlaufen, aber man kommt mit der Bahn schnell nach Badalona oder Sitges, wo man das Meer in Ruhe genie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Zu dem kann man unter anderem mit der Bahn auch sehr gut nahegelegene Ausflugsziele wie Montserrat, ein Benediktinerm\u00f6nch-R\u00fcckzugsort in den Bergen zu dem gut wandern kann, oder Sitges, eine kleine malerische Stadt mit vielen s\u00fc\u00dfen H\u00e4usern, die auch sehr vom katalanischen Modernisme gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Das IRB ist ein sehr gutes Institut, was ich nur empfehlen kann! Ger\u00e4te, wie Mikroskope und \u00c4hnliches, werden \u00fcberwiegend geteilt (in common rooms), weshalb man eine gro\u00dfe Auswahl an M\u00f6glichkeiten hat zu experimentieren. Zudem ist das Institut extrem gut organisiert \u2013 ich hatte schnell eine Sicherheitseinweisung, eigene Kittel, eine Mail-Adresse etc. Sowohl von der organisatorischen Seite als auch von der pers\u00f6nlichen Seite der Arbeitskollegen habe ich mich sehr willkommen gef\u00fchlt. Die Arbeitstage- und zeiten im Labor sind sehr \u00e4hnlich zu Deutschland. Monatlich gibt es auch einen Kuchenbasar und ein \u201eCool Off\u201c, bei dem sich die verschiedenen PhD-Studenten, Master-Studenten und auch Post-Docs sich kennenlernen und austauschen k\u00f6nnen. In Katalonien ist eine Cal\u00e7otada im Februar\/ M\u00e4rz \u00fcblich \u2013 ein Fest bei dem etwas \u00e4hnliches wie Lauch gegrillt wird (siehe Bild). Es wurde diese von unserer Arbeitsgruppe organisiert. Das war sehr interessant und hat mir einen tiefen Einblick in die katalanische Kultur gegeben. Generell hat mich meine Gruppe sehr gut aufgenommen und wir haben uns alle auch pers\u00f6nlich sehr gut verstanden. Deshalb hatte ich eine sehr gute Zeit am IRB und hab sowohl kulturell als auch naturwissenschaftlich viel neues gelernt!<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Erste Ausk\u00fcnfte \u00fcber das Erasmus-Programm erhielt ich bei den Informationsangeboten\/ -abenden, welche von der Uni angeboten werden. Nach einem weiteren Gespr\u00e4ch mit dem Erasmus-Koordinator meines Fachbereichs begann ich meine Planung. Ich bereitete mich f\u00fcr das Erasmus+Praktikum in Spanien etwa 6 Monate vorher vor in dem ich mich auf die Suche nach einer passenden Arbeitsgruppe machte. Gl\u00fccklicherweise habe ich sehr schnell ein geeignetes Institut und eine Gruppe gefunden (der erste Versuch). Mein Ziel war Barcelona, da ich schon viel Gutes \u00fcber die Stadt geh\u00f6rt hatte und den Winter im (wenigstens etwas) w\u00e4rmen Spanien verbringen wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beantragung Visum<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Spanien ist kein Visum notwendig.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><\/p>\n<p>Ich recherchierte nach Einrichtungen in Barcelona, in welchen biologische\/ biochemische Arbeitsgruppen arbeiteten. Dabei stie\u00df ich auf das IRB, das sehr viele verschiedene Richtungen von Biomedizin abdeckt und suchte spezifisch nach Gruppen, die Themen behandelten, f\u00fcr welche ich mich interessierte und bewarb mich initiativ bei einer Gruppe. Nach einer schnellen R\u00fcckmeldung wurde ich zu einem Gespr\u00e4ch via Zoom eingeladen und danach stand es fest: ich werde f\u00fcr 3 Monate nach Barcelona gehen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\n<p>Die Wohnungssuche erwies sich als schwieriger als gedacht, da in Barcelona sehr viele Menschen auf wenig Raum wohnen und somit die Preise dementsprechend sehr hoch sind. Viele Agenturen verlangen mehrere Hundert Euro f\u00fcr eine Vermittlung oder Vermieter verlangen Geld im voraus (obwohl man die Wohnung nicht besichtigen konnte), was mir jedoch nicht wirklich Geheuer war, weshalb ich dann ein vergleichsweise g\u00fcnstiges AirBnB f\u00fcr die Zeit buchte.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr das Praktikum ist eine Auslandskranken, -haftpflicht- und unfallversicherung vorgeschrieben, weshalb ich mich \u00fcber das vollst\u00e4ndige Paket vom DAAD versichern lies, welches man f\u00fcr einzelne Monate nutzen kann (36\u20ac pro Monat)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Das \u00f6ffentliche Verkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut in Barcelona und ein Monatsticket f\u00fcr die Zona A (vollkommend ausreichend, reicht sehr weit) kostet nur 20\u20ac. Es gibt auch weitere Tickets, wie beispielsweise ein Ticket f\u00fcr die R-Linien, das nur 10\u20ac kostet f\u00fcr 3 Monate und mit diesem kann man einfach angrenzende Orte, wie Sitges, besuchen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><\/p>\n<p>Da Spanien Teil der EU ist, ist keine extra SIM-Karte oder \u00c4hnliches n\u00f6tig. \u00dcber das AirBnB als auch in der Praktikumseinrichtung war WLAN vorhanden. Auch viele Cafes bieten WLAN zum Arbeiten an.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe kein extra Bankkonto er\u00f6ffnet. Man kann in Barcelona oder auch generell in Spanien so gut wie \u00fcberall mit Karte zahlen, was sehr angenehm war, da man somit keine Extrakosten f\u00fcr das Ziehen vom Geldautomaten hatte.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Man muss bei Barcelona beachten, dass es sehr touristisch ist. Obwohl ich im Winter\/Fr\u00fchjahr dort war, war es schon sehr \u00fcberlaufen und somit besteht auch ein hohes Risiko beklaut zu werden. Man muss extrem vor Betr\u00fcgern und Diebst\u00e4hlen aufpassen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>In Barcelona sprechen fast alle Menschen englisch. Es gibt sehr viele gute Caf\u00e9s und Restaurants. Vor allem Geb\u00e4ck und Kaffee sind vergleichsweise g\u00fcnstig, wohingegen Essen generell nicht g\u00fcnstiger ist. Die Stadt bietet sehr viele verschiedene Facetten. Vor allem haben mir die Berge au\u00dferhalb der Stadt sehr gut gefallen, in denen man an den Wochenenden sehr gut wandern kann. Der Strand ist tags\u00fcber, vor allem wenn es warm ist, stark \u00fcberlaufen, aber trotzdem immer noch sehr sch\u00f6n. Auch das Nachtleben ist in vielen Teilen der Stadt aktiv mit Bars und Clubs. Man kann sehr viel Erleben und einiges von der katalanischen Kultur lernen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde es jedem empfehlen, je nach dem, die Wintermonate in Barcelona zu nutzen. Mir wurde berichtet, dass es in der Stadt im Zeitraum Juli-August kaum auszuhalten ist (vom Wetter als auch von der Menge an Menschen), weshalb auch sehr viele Gesch\u00e4fte und \u00c4hnliches im August auch geschlossen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vorbereitung auf mein Erasmus-Praktikum in Barcelona begann mit Informationsveranstaltungen an meiner Universit\u00e4t und einem Gespr\u00e4ch mit dem Erasmus-Koordinator meines Fachbereichs. Etwa sechs Monate vor meinem geplanten Aufenthalt begann ich mit der Suche nach einer passenden Arbeitsgruppe (\u00fcber Google). 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