{"id":1409,"date":"2024-11-07T07:00:09","date_gmt":"2024-11-07T06:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1409"},"modified":"2025-01-23T10:13:34","modified_gmt":"2025-01-23T09:13:34","slug":"praktikum-in-bozen-einblicke-ins-krankenhaus-und-die-umgebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2024\/11\/07\/praktikum-in-bozen-einblicke-ins-krankenhaus-und-die-umgebung\/","title":{"rendered":"Praktikum in Bozen: Einblicke ins Krankenhaus und die Umgebung"},"content":{"rendered":"<p>Die Anreise von Berlin aus nach Bozen war ganz sch\u00f6n lang und anstrengend. Gerade wenn man Sportausr\u00fcstung wie Skier oder Kletterausr\u00fcstung\/Fahrrad oder \u00c4hnliches dabei hat lohnt sich die Anreise mit dem Auto.<!--more--><\/p>\n<p>Dieses ist vor Ort sowieso ganz praktisch f\u00fcr Ausfl\u00fcge, da der \u00f6ffentliche Verkehr in S\u00fcdtirol zwar ganz gut funktioniert, aber schnell teuer wird und dann in den Bergen doch bedeutend l\u00e4nger braucht um von einem Punkt an den anderen zu gelangen. Die Wohnungssuche war f\u00fcr mich relativ leicht, da ich mit einem Freund zusammen nach Bozen gekommen bin, der am gleichen Krankenhaus sein Tertial absolviert hat und wir das Gl\u00fcck hatten ziemlich schnell eine freie Wohnung in der N\u00e4he des Krankenhauses zu bekommen. Von anderen habe ich geh\u00f6rt, dass es sehr schwierig ist und auch teuer. Es gibt ein Wohnheim vom Krankenhaus aber die Zusage daf\u00fcr bekommt man erst kurzfristig, es ist auch nicht g\u00fcnstig und echt auch nicht so sch\u00f6n. Klar, geht mal f\u00fcr eine Zeit, aber ich war ganz froh dort nicht zu wohnen. Es gibt auch noch andere Wohnheime in Bozen die g\u00fcnstiger sind.<\/p>\n<p>Der erste Tag am Krankenhaus war organisatorisch eine Katastrophe, niemand weiss wo man hinmuss, man irrt stundenlang durch das nicht sehr \u00fcbersichtliche Krankenhausgel\u00e4nde und sucht sich seine Schl\u00fcsselkarte, Spinde, W\u00e4sche und andere Sachen zusammen. Eine Einf\u00fchrungsveranstaltung gibt es nicht, man muss sich alles selbst raussuchen und kann unter Umst\u00e4nden ganz sch\u00f6n verloren sein, gerade wenn man alleine da ist und sich noch nicht auskennt. Die Leute am Krankenhaus sind alle ziemlich nett und offen, allerdings auch nicht so wahnsinnig scharf drauf einem was beizubringen, also muss man schon selbst hinterher sein wenn man auch was lernen m\u00f6chte. Ich hatte den Eindruck viele gehen bei den deutschen PJlern von Anfang an davon aus dass diese nur f\u00fcr Freizeit nach Bozen kommen und behandeln einen entsprechend. Ganz Unrecht haben sie damit ja auch oft nicht, aber ich fand es trotzdem manchmal anstrengend, sich dort st\u00e4ndig selbst was zu tun suchen zu m\u00fcssen und kein bisschen eingebunden zu werden. In der Allgemeinchirurgie war man verpflichtet bei den OPs mitzuhelfen, da konnte man sich dann mit den anderen absprechen und aufteilen, so konnte jeder auch mal Studientag machen und man hatte trotzdem viel Freizeit.<\/p>\n<p>Jeden Tag sollte einer der PJler eine Art Bereitschaftsdienst bis 17\/18 Uhr machen. Das Krankenhaus hat eine Mensa in der man als PJler kostenlos essen kann. Dort gab es oft ganz passables Essen, man bekommt mehrere G\u00e4nge und kann sich frei an einer Salatbar bedienen, was sch\u00f6n war. Dort trifft man auch die anderen PJler und kann sich austauschen. Es gab keinerlei PJ Unterricht oder andere Veranstaltungen f\u00fcr alle PJler, das heisst man wusste immer nicht so richtig wie viele PJler noch in anderen Abteilungen waren, die man nur noch nicht getroffen hatte weil man keine gemeinsamen Veranstaltungen hat. Beim Essen oder beim Kaffee hat man immermal jemanden getroffen aber ich h\u00e4tte mir doch irgendeine Art Einf\u00fchrungsveranstaltung und PJ Unterricht gew\u00fcnscht, das w\u00e4r schon nicht schlecht gewesen.<br \/>\nIn der Thoraxchirurgie musste man nichtmal im OP Haken halten, in beiden Abteilungen konnte man aber immer in die Ambulanzen gehen, wo man mal mehr mal weniger willkommen war und auch unterschiedlich viel daraus mitgenommen hat.<\/p>\n<p>Soviel zu dem Krankenhaus, in der Umgebung Bozens kann man seine Freizeit echt sch\u00f6n verbringen, es gibt unendlich M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wanderungen, Radrouten, Skigebiete, Klettersteige und viel mehr. Das Wetter ist dort oft sch\u00f6n und das italienische Essen (und Getr\u00e4nke) haben mich schon \u00fcberzeugt. Bozen an sich ist eine s\u00fc\u00dfe kleine Stadt, die tats\u00e4chlich auch ein bisschen Kulturveranstaltungen zu bieten hat aber f\u00fcr mich war die Kleinstadt auf Dauer nichts.<\/p>\n<p>Insgesamt bin ich dankbar f\u00fcr die M\u00f6glichkeit am Krankenhaus Bozen das Tertial gemacht zu haben und kann empfehlen dort hinzugehen, wenn man auf die Ausbildung nicht ganz so viel Wert legt und gerne die Umgebung Bozens genie\u00dfen m\u00f6chte.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nViele Dokumente und Papierkram, auch f\u00fcr die Erasmus F\u00f6rderung<\/p>\n<p><strong>Beantragung Visum<\/strong><br \/>\nkeines<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\n\u00dcber ein Online Portal<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nWohl oft schwierig, muss man bei WG Gesucht o\u00c4 schauen<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nBrauch man schon f\u00fcr Erasmus Beantragung<\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><br \/>\nIm Wohnheim gibt\u2019s wohl kein WLan<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><br \/>\nBraucht man nicht<\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>\nM\u00f6glichkeiten zum Feiern gehen im Club sind begrenzt, sonst alles sehr gut<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anreise von Berlin aus nach Bozen war ganz sch\u00f6n lang und anstrengend. 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