{"id":1457,"date":"2024-11-22T07:00:26","date_gmt":"2024-11-22T06:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1457"},"modified":"2025-09-01T13:05:10","modified_gmt":"2025-09-01T11:05:10","slug":"praktikum-in-einer-ngo-in-neuseeland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2024\/11\/22\/praktikum-in-einer-ngo-in-neuseeland\/","title":{"rendered":"Praktikum in einer NGO in Neuseeland"},"content":{"rendered":"<p>Hinter mir liegt ein dreimonatiges Praktikum in einer NGO in Neuseeland, und eine unvergessliche Zeit, die ich nicht mehr missen m\u00f6chte. F\u00fcr drei Monate konnte ich ein Praktikum bei einer NGO im Bereich der Friedensbildung in Auckland, Neuseeland, absolvieren und habe dieses Praktikum als freiwilliges Praktikum in meinen Semesterferien durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dabei habe ich gezielt nach Organisationen im Bereich der Friedensbildung recherchiert, und bin nach vielen Stunden der Internetrecherche auf eine kleine NGO in Neuseeland gesto\u00dfen, die tolle Projekte durchf\u00fchrt und einen sehr sympathischen Eindruck gemacht hat. So habe ich mich dann per Initiativbewerbung beworben, und war \u00fcbergl\u00fccklich, als ich die Zusage f\u00fcr mein Praktikum erhielt.<\/p>\n<p>Mir war von Anfang an klar, dass ich gerne ein Praktikum im Ausland absolvieren wollen w\u00fcrde. Dabei war ich jedoch auf keine bestimmte Weltregion festgesetzt, sondern vor allem darauf bedacht, dass ich mich mit der Arbeit der Organisation identifizieren kann. Da ich \u00fcber keine pers\u00f6nlichen Kontakte im Bereich der internationalen Friedensbildung verf\u00fcge, blieb mir nur die selbstst\u00e4ndige Internetrecherche und das Schreiben von meist Intiativbewerbungen. Dabei habe ich defintiv gemerkt, dass es nicht unbedingt einfach ist, sich ohne Kontakte allein \u00fcber das Googlen und Schreiben von E-Mails ein Praktikum im Ausland zu organisieren. Doch im Endeffekt hat sich all der Aufwand gelohnt und ich w\u00fcrde jeder Person raten, sich von dem Organisationsaufwand nicht abschrecken zu lassen und Organisationen einfach anzuschreiben und sein Gl\u00fcck zu versuchen.<\/p>\n<p>In meinem Fall ist aus einer ersten kleinen E-Mail und einer kurzentschlossenen Initiativbewerbung eine Praktikumserfahrung am anderen Ende der Welt geworden, die meine Erwartungen stark \u00fcbertroffen hat und eine ungemein bereichernde Erfahrung f\u00fcr mich war. Meine Praktikumsorganisation besteht nur aus einem sehr kleinen Team, welches mir erm\u00f6glicht hat besonders intensive und vielf\u00e4ltige Einblicke in die Arbeit der Organisation zu erhalten. Das Besondere an dem Praktikumsprogramm meiner Organisation ist es au\u00dferdem, dass einem sehr viel Freiraum geboten wird und Praktikant*innen dazu angehalten werden, im Rahmen ihres Praktikums eine eigene Projektidee zu entwickeln und umzusetzen. Dies hat mir erm\u00f6glicht, nicht nur administrative Hilfst\u00e4tigkeiten zu \u00fcbernehmen, sondern mich selbstst\u00e4ndig in die Organisation einzubringen und Verantwortung f\u00fcr ein eigenes Projekt zu \u00fcbernehmen. Durch die famili\u00e4re und wertsch\u00e4tzende Atmosph\u00e4re im Team und die selbstst\u00e4ndige Arbeit habe ich mich dadurch stets als vollwertiges Teammitglied, und nie wie &#8222;die Praktikantin&#8220; gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Auch das Leben in Neuseeland hat mir sehr gut gefallen. Die Neuseel\u00e4nder*innen habe ich als sehr entspannt und aufgeschlossen kennengelernt, wodurch das Kontakte kn\u00fcpfen leicht fiel. Von Auckland als Stadt war ich zwar ein wenig entt\u00e4uscht und habe das vielf\u00e4ltige kulturelle Angebot wie man es aus Berlin kennt vermisst, aber auch hier gibt es viele spannende Ecken zu entdecken. Man hat es au\u00dferdem nirgendwo in Neuseeland weit in die Natur, und f\u00fcr alle Menschen, die gerne Zeit in der Natur verbringen, ist Neuseeland wirklich ein kleines Paradies. Man kann hier alles m\u00f6gliche an Outdoor-Aktivit\u00e4ten unternehmen und sich an wundersch\u00f6nen Landschaften gar nicht satt sehen. So habe ich meine Freizeit vor allem mit Ausfl\u00fcgen in die Natur verbracht, und dies als Abwechslung zu Berlin sehr genossen.<\/p>\n<p>Ich werde die freundliche und zur\u00fcckgelehnte Art der &#8222;Kiwis&#8220;, die wundersch\u00f6nen Landschaften und mein liebes Praktikumsteam sehr vermissen. Mein Praktikum hat mir wertvolle Einblicke in die Arbeit einer internationalen NGO im Bereich der Friedensbildung erm\u00f6glicht, und war gleichzeitig eine interkulturelle und pers\u00f6nlich sehr bereichernde Erfahrung, die sicherlich noch lange in mir nachwirken wirkt und mir f\u00fcr immer in sehr positiver Erinnerung bleiben wird.<\/p>\n<p><em><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant\/inn\/en<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich geht ein Aufenthalt im au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland mit einigen Formalit\u00e4ten und Vorbereitungen einher, meiner Erfahrung sind diese im Falle von Neuseeland jedoch alle sehr unkompliziert machbar und man muss sich hierum keine Sorgen machen.<\/p>\n<p><strong>Beantragung Visum <\/strong><\/p>\n<p>Ich bin mit einem Work &amp; Travel Visa eingereist, was unkompliziert online zu beantragen war und innerhalb weniger Tage bewilligt wurde.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><\/p>\n<p>Neben der gezielten Google-Recherche empfehle ich an der FU das B\u00fcro f\u00fcr Auslandspraktika zu kontaktieren. Dort wird eine Datenbank mit Praktikumsstellen im Ausland von anderen oder ehemaligen FU-Studierenden gef\u00fchrt, vielleicht ist ja etwas Passendes dabei.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde unbedingt empfehlen, keine Unterkunft f\u00fcr die gesamte Zeit vorab zu buchen. Ich und zwei andere Freundinnen haben dies urspr\u00fcnglich getan, und es alle 3 sehr bereut und mit unseren vorab gebuchten Unterk\u00fcnften sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die Zimmersuche in Auckland vor Ort war im Endeffekt auch super entspannt und einfach, zumindest in der Winterzeit, wenn der Andrang nicht so gro\u00df ist. Allerdings ist Wohnen in Auckland sehr teuer und man muss leider mit 300-350 NZD Miete pro Woche rechnen.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe eine Auslandskranken-, unfall- und haftpflichtversicherung abgeschlossen, habe diese jedoch keinmal in Anspruch nehmen m\u00fcssen und kann daher keine Erfahrungen teilen.<\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte einen Handyvertrag mit Skinny und war damit sehr zufrieden, allerdings sind Mobilvertr\u00e4ge in Neuseeland oft doppelt so teuer wie in Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich habe ein Konto bei der DKB, womit ich im Ausland kostenlos Bargeld abheben kann. \u00dcberweisungen habe ich mit Wise get\u00e4tigt. Dies hat f\u00fcr mich problemlos funktioniert, so dass meiner Erfahrung die Er\u00f6ffnung eines neuseel\u00e4ndischen Bankkontos nicht notwendig ist.<\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Auckland bietet als gr\u00f6\u00dfte Stadt Neuseelands eine Vielzahl an Caf\u00e9s, Bars etc. Das kulturelle Angebot an Museen, Theatern u.\u00c4. kam mir leider sehr \u00fcberschaubar vor, aber daf\u00fcr hat man viele sch\u00f6ne Str\u00e4nde im Stadtgebiet. Ich w\u00fcrde unbedingt Ausfl\u00fcge zu <strong>Waiheje Island, R und Tiriri <\/strong>empfehlen! Au\u00dferdem ist Auckland ein super Ausgangspunkt f\u00fcr Reisen innerhalb Neuseelands.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinter mir liegt ein dreimonatiges Praktikum in einer NGO in Neuseeland, und eine unvergessliche Zeit, die ich nicht mehr missen m\u00f6chte. 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