{"id":1893,"date":"2025-10-14T07:00:13","date_gmt":"2025-10-14T05:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=1893"},"modified":"2025-09-22T12:22:22","modified_gmt":"2025-09-22T10:22:22","slug":"praktikum-bei-einer-ngo-auf-sansibar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2025\/10\/14\/praktikum-bei-einer-ngo-auf-sansibar\/","title":{"rendered":"Praktikum bei einer NGO auf Sansibar"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nSchon fr\u00fch w\u00e4hrend meines Bachelor-Studiums war mir klar, dass ich am Ende meiner akademischen Ausbildung praktische Erfahrungen sammeln wollte, vorzugsweise im Ausland. Dabei war es mir wichtig, nicht nur theoretisches Wissen anzuwenden, sondern auch in einem Umfeld t\u00e4tig zu sein, das au\u00dferhalb des klassischen akademischen Berufsfeldes liegt. Meine Suche nach einem geeigneten Praktikum begann mit Initiativbewerbungen bei verschiedenen NGOs. <!--more-->Gerade in Afrika gestaltete sich dies allerdings nicht super einfach, da meistens Locals pr\u00e4feriert wurden oder immense Geb\u00fchren angefragt wurden. Schlie\u00dflich fand ich eine Stelle als Volunteer bei der Organisation Under The Wave. Urspr\u00fcnglich h\u00e4tte ich mich dort auch als Intern mit einem eigenen Projekt bewerben k\u00f6nnen, aber ich wollte lieber an m\u00f6glichst vielen verschiedenen Projekten beteiligt sein, um eine breitere Erfahrung zu sammeln. Der Kontakt verlief super einfach und sie halfen auch bei der Visumsbeantragung.<br \/>\nDie Wohnsituation war von Anfang an gekl\u00e4rt: Auf dem Gel\u00e4nde der Organisation teilte ich mir ein Zimmer mit einer weiteren Person. Alle Volunteers und Interns wohnten ebenfalls auf dem Gel\u00e4nde, was schnell eine famili\u00e4re Atmosph\u00e4re entstehen lie\u00df. Es wurde immer gemeinsam gekocht, und an den Wochenenden fand h\u00e4ufig ein \u201eFamily Dinner\u201c mit allen Mitarbeitern statt. Nach der Arbeit verbrachten wir oft Zeit miteinander, spielten Volleyball oder Karten, schwammen im Meer und bereiteten dann gemeinsam das Abendessen zu.<br \/>\nF\u00fcr den Versicherungsschutz habe ich das Erasmus-Angebot des DAAD in Anspruch genommen und zus\u00e4tzlich eine Tauchversicherung \u00fcber DAN abgeschlossen, da ich wusste, dass Tauchen ein wichtiger Bestandteil meiner Freizeit sein w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Alltag im Praktikum<\/strong><br \/>\nMein Arbeitstag begann in der Regel um 8:00 Uhr und endete um 16:00 Uhr. Jede Woche erhielten wir einen neuen Wochenplan, der die verschiedenen Projekte, an denen wir beteiligt waren, koordinierte. Mit der Zeit hatte ich die M\u00f6glichkeit, mich intensiver in bestimmte Projekte einzubringen. Diese erforderten sowohl Vor- als auch Nachbereitungen, was den Arbeitsalltag abwechslungsreich gestaltete.<br \/>\nEinmal w\u00f6chentlich fand ein Team-Meeting statt, bei dem wir neue Themen und m\u00f6gliche \u00c4nderungen besprachen. Hier konnte man sich aktiv einbringen und eigene Ideen einbringen. Zus\u00e4tzlich hatte ich zweimal pro Woche Swahili-Unterricht, was mir nicht nur half, die Sprache zu lernen, sondern auch den Kontakt zu den Einheimischen erleichterte. Besonders auf den M\u00e4rkten oder bei Verhandlungen um Preise zeigte sich, wie n\u00fctzlich es war, ein paar Grundlagen der Sprache zu beherrschen.<\/p>\n<p><strong>Transport und Alltag<\/strong><br \/>\nIn Sansibar sind Taxis recht teuer, w\u00e4hrend \u00f6ffentliche Verkehrsmittel wie Dala Dalas (kleine lokale Busse) oder Boda Bodas (Motorradtaxis) zwar g\u00fcnstig, aber sehr langsam sind.<br \/>\nGenerell ist auf Sansibar alles recht entspannt, und es empfiehlt sich, immer gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr alles einzuplanen \u2013 sei es f\u00fcr Restaurantbesuche, Freizeitaktivit\u00e4ten oder die Anfahrt.<br \/>\nDas Einkaufen gestaltete sich unkompliziert. Es wurde immer selbst gekocht, und die Zutaten konnten entweder zu Fu\u00df im nahegelegenen Dorf oder im n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Ort besorgt werden, wo es neben Marktst\u00e4nden auch kleine Superm\u00e4rkte gab. Wichtig ist, dass auf Sansibar Bargeld unerl\u00e4sslich ist, da Kartenzahlung selten m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Freizeit und Ausfl\u00fcge<\/strong><br \/>\nMatemwe, mein Wohnort, ist ein kleiner Ort im Norden von Sansibar, der vor allem durch gr\u00f6\u00dfere Hotels gepr\u00e4gt ist. Die Atmosph\u00e4re des Ortes ist entspannt,allerdings sind die M\u00f6glichkeiten, die Freizeit zu gestalten, nicht allzu vielf\u00e4llig. Zu den beliebtesten Ausgehm\u00f6glichkeiten z\u00e4hlten f\u00fcr mich die La Salama Bungalows, Bandas und Seles, wo oft Livemusik geboten wird. Alle diese Orte waren entweder fu\u00dfl\u00e4ufig oder mit dem Boda Boda leicht erreichbar.<br \/>\nIch habe w\u00e4hrend meines Aufenthaltes viel Zeit mit Tauchen verbracht. Die Unterwasserwelt rund um Matemwe ist beeindruckend, aber f\u00fcr mich pers\u00f6nlich war das Highlight das Tauchen bei Tumbatu Island in der N\u00e4he von Nungwi. Auch Jambiani ist ein toller Spot, besonders wegen der bunten Korallen.<br \/>\nAn den Wochenenden nutzte ich die Gelegenheit, andere Orte auf der Insel zu erkunden. Besonders empfehlenswert sind Paje und Nungwi. Diese Orte sind bei Backpackern beliebt und bieten zahlreiche Freizeitm\u00f6glichkeiten, von Wassersport \u00fcber Partys bis hin zu entspannten Strandtagen. F\u00fcr Abwechslung sorgten auch Ausfl\u00fcge nach Stonetown, wo ich den Trubel der Stadt genie\u00dfen konnte \u2013 ein sch\u00f6ner Kontrast zu der ruhigen Atmosph\u00e4re in Matemwe.<\/p>\n<p><strong>Kulturelle Besonderheiten<\/strong><br \/>\nDa Sansibar \u00fcberwiegend muslimisch gepr\u00e4gt ist, war es wichtig, sich insbesondere in den D\u00f6rfern respektvoll zu kleiden. Dies bedeutet, Schultern und Knie bedeckt zu halten, was ich gerne respektierte, um mich besser in die Gemeinschaft einzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nMein Erasmus-Praktikum in Tansania war eine au\u00dfergew\u00f6hnliche und bereichernde Erfahrung, die ich nicht missen m\u00f6chte. Sowohl die Arbeit bei Under The Wave als auch das Leben auf Sansibar haben mir wertvolle Einblicke in eine andere Kultur und Lebensweise erm\u00f6glicht. R\u00fcckblickend kann ich jedem, der mit dem Gedanken spielt, ein Praktikum im Ausland zu machen, nur raten, den Schritt zu wagen \u2013 es lohnt sich in jeder Hinsicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikanten<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/em><br \/>\nMan bekommt ein Doppelzimmer auf dem Gel\u00e4nde gestellt.<\/p>\n<p><em><strong>Versicherung<\/strong><\/em><br \/>\nIch habe mich das Erasmus- Angebot vom DAAD genutzt und dazu noch eine Tauchversicherung \u00fcber DAN abgeschlossen.<\/p>\n<p><strong><em>Telefon-\/Internetanschluss<\/em><\/strong><br \/>\nIch hatte mir eine Sim-Karte gekauft und immer mal wieder GB dazu gekauft, minutes schaden auch nicht, da viele Locals kein Internet haben.<\/p>\n<p><em><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/em><br \/>\nMatemwe ist ein kleiner Ort im Norden von Sansibar, gepr\u00e4gt von Hotels. Livemusik gibt es in La Salama Bungalows, Bandas und Seles. Tauchen war ich oft bei Scuba Fish. Paje, Nungwi und Stonetown eignen sich gut f\u00fcr Ausfl\u00fcge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbereitung Schon fr\u00fch w\u00e4hrend meines Bachelor-Studiums war mir klar, dass ich am Ende meiner akademischen Ausbildung praktische Erfahrungen sammeln wollte, vorzugsweise im Ausland. Dabei war es mir wichtig, nicht nur theoretisches Wissen anzuwenden, sondern auch in einem Umfeld t\u00e4tig zu sein, das au\u00dferhalb des klassischen akademischen Berufsfeldes liegt. 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