{"id":220,"date":"2020-01-21T11:44:27","date_gmt":"2020-01-21T10:44:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=220"},"modified":"2024-02-22T13:43:47","modified_gmt":"2024-02-22T12:43:47","slug":"praktikum-in-einer-forschungsgruppe-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2020\/01\/21\/praktikum-in-einer-forschungsgruppe-in-spanien\/","title":{"rendered":"Praktikum in einer Forschungsgruppe in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Schon seit ich klein bin liebe ich es zu reisen und neue Orte und L\u00e4nder kennen zu lernen. Deshalb versuche ich immer, wenn es mir m\u00f6glich ist, ins Ausland zu gehen und dort verschiedenste neue Erfahrungen zu sammeln. So war mir nat\u00fcrlich auch klar, dass ich gerne w\u00e4hrend des Studiums eine Zeit im Ausland verbringen wollen w\u00fcrde. Nachdem ich von verschiedenen Seiten geh\u00f6rt hatte, dass <!--more-->sich ein Auslandssemester in meinem Studiengang (Biologie) an meiner Universit\u00e4t nicht unbedingt anbietet, habe ich mich entschieden, anstelle dessen ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Im Rahmen meines Studiums gibt es einen Bereich der \u201cAllgemeinen Berufsvorbereitung\u201d, in welchem die Leistungspunkte durch Wahlmodule oder Praktika erworben werden k\u00f6nnen. F\u00fcr mich also die perfekte Gelegenheit, mir ein spannendes Praktikum im Ausland zu suchen.<\/p>\n<p>Die Suche nach einem Praktikumsplatz gestaltet sich meistens als nicht ganz einfach. Oft kommt auf eine Anfrage ein nein, oder sogar gar keine Antwort. Ich setzte mich also daran, im Internet einem Praktikumsplatz zu suchen. Ich wollte gerne auf die Kanarischen Inseln, einerseits weil ich Spanisch spreche, was die gesamte Erfahrung erleichtert, aber auch spannender macht, weil man sich besser integrieren kann, und andererseits, weil ich die Kanaren einen besonders sch\u00f6nen Ort finde und sehr gerne Zeit dort verbringe.<\/p>\n<p>Ich suchte viele verschiedene Pl\u00e4tze aus, wo ich mir ein Praktikum gut vorstellen konnte, und schrieb Bewerbungen. Nach etlichen Absagen bekam ich dann endlich eine Zusage von einer Forschungsgruppe aus dem Bereich der Genetik auf Teneriffa. Die richtige Organisation des Praktikums und die Bewerbung bei Erasmus+ begann damit ungef\u00e4hr ein halbes Jahr vor dem geplanten Start des Praktikums.<br \/>\nZwei Monate vor der Reise setzte ich mich dann an die Wohnungssuche. In dem Studentenst\u00e4dtchen La Laguna ist in sozialen Netzwerken und auf verschiedenen Webseiten ein grosses Angebot zu finden. Allerdings merkte ich bei der Suche, dass es zwar unglaublich viele Zimmer in WGs zu vermieten gibt, meistens allerdings ein Semester oder ein kompletter Kurs (also neun Monate) als Mindestzeitraum vorrausgesetzt wird. Doch ich hatte Gl\u00fcck und fand ein Zimmer in einer WG, die nur an internationale Studenten vermietet wird und bei der es dadurch kein Problem war, dass ich nur zwei Monate vor Ort sein w\u00fcrde. Die Wohnung stellte sich zudem als echter Gl\u00fccksgriff raus, ich habe mich hervorragend mit meinen Mitbewohnerinnen verstanden, der Preis war sehr angemessen, die Wohnung voll ausgestattet und die Lage sehr zentral.<\/p>\n<p>Ich landete an einem Samstag auf Teneriffa und am Montag ging mein Praktikum dann gleich los. Ich kam nat\u00fcrlich ziemlich aufgeregt an, wurde aber gleich super freundlich in der Arbeitsgruppe aufgenommen und eingearbeitet. Das Praktikum besch\u00e4ftigte sich mit Datenanalyse\/ Bioinformatik, einem Bereich, der f\u00fcr mich komplett neu war. Mir wurde zur Verf\u00fcgung gestellt, was ich brauchte, und dann sollte ich mich selbst\u00e4ndig einarbeiten. Gleichzeitig war aber auch immer jemand da, den ich fragen konnte, wenn ich alleine einfach nicht weiter kam. So habe ich in sehr kurzer Zeit unglaublich viel gelernt, und vor allem auch sehr gut verstanden, was, warum und wie ich es gerade mache. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck bekam ich immer weitere Aufgaben und konnte mich mit diesen ausprobieren und habe gleichzeit auch selbst\u00e4ndig prouduktiv Daten verarbeitet und analysiert, sodass ich am Ende des Praktikums auch wirklich ein Ergebnis meines Mini-Projekts erhielt. Insgesamt habe ich ziemlich viel Zeit in der Einrichtung verbracht, was aber meine Entscheidung war, da mir die Arbeit sehr viel Spa\u00df gemacht hat und ich die Zeit und die M\u00f6glichkeiten, die mir geboten wurden, ausnutzen wollte.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich hatte ich auch ein Leben au\u00dferhalb des Praktikums. Ich habe die Erfahrung, in einer F\u00fcnfer-WG zu wohnen, sehr genossen und viel Zeit mit meinen Mitbewohnerinnen verbracht, aber auch \u00fcber die Einrichtung und au\u00dferhalb viele neue Leute kennen gelernt und wir haben gemeinsam Vieles unternommen. Durch die gro\u00dfe Universit\u00e4t gibt es in La Laguna viele Studenten und es herrscht eine tolle Atmosph\u00e4re in der Stadt. Die Altstadt hat eine wundersch\u00f6ne Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, die ab November sehr weihnachtlich beleuchtet wird. Es gibt \u00fcberall unmengen an kleinen Bars, Cafes und Restaurants. Es sind immer viele Menschen auf den Stra\u00dfen unterwegs, denn wie die spanische und vor allem die kanarische Kultur so ist, spielt sich das Leben zu einem gro\u00dfen Teil auf der Stra\u00dfe ab, egal ob unter der Woche oder am Wochenende, ob im Sommer oder im Winter. Wobei auch der Winter vom Wetter eigentlich sehr angenehm ist. Die Insel hat auch sehr viel sch\u00f6ne Natur, Str\u00e4nde und Berge. Von La Laguna aus kann man somit viele Ausfl\u00fcge machen und verschiedenste Sachen unternehmen, von einfach an den Strand gehen bis in den Bergen wandern. Obwohl die Zeit dann doch immer sehr schnell vergeht, und ich lange nicht alles gesehen habe, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte, habe ich doch einige sch\u00f6ne Stellen der Insel entdecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Insgesamt habe ich mich in La Laguna super schnell zuhause gef\u00fchlt und hatte eine wundervolle Zeit! Dadurch, dass ich an meinem Praktikumsplatz so gut aufgenommen wurde, so ein Gl\u00fcck mit meiner WG hatte und auch die Kultur, die Lebensart und die Menschen hier mir so sehr entsprechen, hatte ich rundum gl\u00fcckliche, spannende, lehrreiche und erf\u00fcllte zwei Monate auf der Insel, mit vielen tollen Erfarungen und neuen Freundschaften. Ich habe unglaublich viel neues gelernt, sowohl inhaltlich was mein Studium angeht, als auch f\u00fcr und \u00fcber mich selber. Au\u00dferdem habe ich einen wirklich guten und f\u00fcr mich sehr wertvollen Eindblick in die Berufswelt und den Arbeitsalltag der Forschung und der Genetik erhalten.<\/p>\n<p>Es war alles in allem eine unglaublich tolle Erfahrung und ich bin sehr dankbar, dass ich sie so erleben durfte und durch Erasmus dabei unterst\u00fctzt wurde! Ich kann jedem nur empfehlen, ein Auslandspraktikum in irgendeiner Weise einzubauen, diese Erfahrung ist einzigartig und unglaublich wertvoll!<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikanten<\/strong><br \/>\n<strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\nIch habe alle meine bisherigen Praktika, so auch dieses, gefunden, indem ich mich im Internet auf die Suche nach Orten und Arbeitsgruppen gemacht habe, die mich interessieren, und diese dann einfach angeschrieben habe. Meiner Erfahrung nach ist vor allem ein pers\u00f6nliches Anschreiben von Vorteil, aus dem die Begeisterung f\u00fcr das Thema hervor geht. Und es ist wichtig mehrere M\u00f6glichkeiten zu suchen und anzuschreiben, da leider auch h\u00e4ufiger mal keine Antwort zur\u00fcckkommt, oder ein Praktikum an dem gew\u00fcnschten Ort nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nBei der Wohnungssuche ist es wichtig, fr\u00fch genug anzufangen. \u00dcber die sozialen Medien (Facebook, WhatsApp) oder verschiedene Internetseiten sind viele Angebote zu finden. Allerdings ist f\u00fcr viele Angebote ein Mindestaufenthalt von einem Semester oder sogar dem gesamten Kurs (9 Monate) gefordert. Deshalb empfehle ich, fr\u00fch mit der Suche anzufangen und viele Anbieter anzuschreiben. Ansonsten gibt es auch die M\u00f6glichkeit einen Platz in einem Studentenwohnheim zu erhalten, wobei die Organisation hiervon mir etwas uneindeutig und kompliziert schien.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nDas Versicherungspaket des DAAD enth\u00e4lt alle notwendigen Versicherungen und ist damit sehr praktisch. Au\u00dferdem ist es vom Preis sehr gut und f\u00fcr genau den Praktikumszeitraum abschlie\u00dfbar.<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><br \/>\n<strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>\nLa Laguna ist ein Studenten St\u00e4dtchen mit einem tollem Ambiente. Es gibt sehr viele Caf\u00e9s, Bars und Restaurants und es sind immer viele Leute unterwegs. Es gibt eine sehr h\u00fcbsche Altstadt mit Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und gem\u00fctlichem Stadtleben. Am Wochenende gibt es viele Bars mit Musik, wo man gut weggehen und tanzen gehen kann. Gleichzeitig kommt man auch schnell aus der Stadt raus und hat viele Ausflugsm\u00f6glichkeiten. Verschiedenste Str\u00e4nde einerseits und die Berge andererseits liegen nicht sehr weit entfernt. Es gibt auf der Insel sehr unterschiedliche Landschaften und viele sch\u00f6ne und besondere Orte.<\/p>\n<p>Bildquelle: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit ich klein bin liebe ich es zu reisen und neue Orte und L\u00e4nder kennen zu lernen. Deshalb versuche ich immer, wenn es mir m\u00f6glich ist, ins Ausland zu gehen und dort verschiedenste neue Erfahrungen zu sammeln. 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