{"id":277,"date":"2020-02-07T11:52:08","date_gmt":"2020-02-07T10:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=277"},"modified":"2024-02-22T13:44:28","modified_gmt":"2024-02-22T12:44:28","slug":"dramaturgie-praktikum-in-belgien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2020\/02\/07\/dramaturgie-praktikum-in-belgien\/","title":{"rendered":"Dramaturgie-Praktikum in Belgien"},"content":{"rendered":"<p>Da ich nach und w\u00e4hrend des Abiturs am Theater gearbeitet habe und mich auch in meiner Freizeit sehr f\u00fcr Theater und Oper interessiere, stand f\u00fcr mich fest, dass ich nach meinem Bachelor auf jeden Fall einen Master in Regie oder Dramaturgie machen m\u00f6chte. Das Praktikum wollte ich unter anderem daf\u00fcr nutzen <!--more-->mich diesbez\u00fcglich zu orientieren und weitere Erfahrungen in mir unbekannteren Theaterbereichen zu sammeln. Nach einer Absage bei einer niederl\u00e4ndischen Musicalproduktionsfirma habe ich weiter recherchiert und habe mich in der Dramaturgie bei einer Einrichtung in Vlaanderen beworben. Nach einigen Tagen bekam ich dann auch direkt die Einladung zum Vorstellungsgespr\u00e4ch und bin dann im M\u00e4rz diesen Jahres f\u00fcr zwei Tage nach Antwerpen gereist. W\u00e4hrend des Vorstellungsgespr\u00e4ches bekam ich dann direkt die Zusage und ich suchte mir eineProduktion\u00a0 aus, die um Tanz als Handlungsebene erweitert wurde und mir aus dramaturgischer Perspektive sehr spannend erschien.<\/p>\n<p>Die Wohnungssuche wollte ich f\u00fcr mich so unaufw\u00e4ndig wie m\u00f6glich halten. Ich habe zwar mit dem Gedanken gespielt mir eine Wohngemeinschaft zu suchen, den Gedankengang dann aber nach einigem Recherchieren schnell wieder aus logistischen und finanziellen Gr\u00fcnden verworfen. \u00c4hnlich wie in Deutschland h\u00e4tte ich mich oft pers\u00f6nlich vorstellen sollen. Dann habe ich mich dazu entschieden, ein Zimmer in einer gr\u00f6\u00dferen Wohnung oder einem Haus \u00fcber Airbnb zu buchen. Ich hatte das Gl\u00fcck ein g\u00fcnstiges Zimmer zu finden und habe mir das Haus mit einer sehr lieben Mitbewohnerin (ebenfalls eine Praktikantin aus Deutschland) geteilt. Wir haben gemeinsam die Stadt erkundet und so oft es ging viele Sachen zusammen unternommen, was bei teilweise sehr unterschiedlichen Wochenabl\u00e4ufen nicht immer ganz einfach war. Das Praktikum an sich hat sehr viel Spa\u00df gemacht, auch wenn ich anfangs sehr viel Zeit im B\u00fcro verbrachte. Zu Beginn habe ich mich mit der Einrichtung selbst und vielen anderen Texten rund um das Thema Meerjungfrauen auseinandergesetzt, analysiert und sie miteinander vergleichen. Daraus habe ich dann die Materialmappe f\u00fcr die an der Produktion Beteiligten erstellt, damit sie einen guten \u00dcberblick \u00fcber die in der Oper behandelten Themen und Motive bekommen. Au\u00dferdem durfte ich einige Texte f\u00fcr das Programmheft verfassen und war bei diesem, wie auch bei weiteren Programmheften, f\u00fcr die Redaktion verantwortlich. Diesbez\u00fcglich habe ich auch viele \u00dcbersetzungen angefertigt. Da in alle Personen mit unterschiedlichen \u00dcbersetzungen des Librettos gearbeitet haben, habe ich f\u00fcr eine einheitliche Librettoversion gesorgt, die den Beteiligten dann als Basis f\u00fcr die Probenarbeit diente, die keine Noten lesen konnten. Neben typischen Aufgaben, die w\u00e4hrend der Probezeit anfallen, habe ich auch viele kleinere Aufgaben \u00fcbernommen. Zum Beispiel habe ich einen Tag mit Veranstaltungen zum und \u00fcber den Komponisten Giuseppe Verdi mitkoordiniert, eine Kammermusikreihe betreut und eine Vortragsreihe zum 50-j\u00e4hirgen Bestehen des fl\u00e4mischen Balletts mitorganisiert und koordiniert. Da zwei Vortragende leider nicht anreisen konnten, habe ich zusammen mit deren Vertretern noch recherchiert und wir haben zusammen die Pr\u00e4sentation erarbeitet. Die Menschen bei meiner Praktikumsstelle sind alle immer sehr freundlich gewesen. Wenn mein Praktikumsbetreuer gerade mal verhindert war, konnte ich mich mit allen meinen Anliegen auch an seine Kolleg*innen wenden, die mir dann weitergeholfen haben. Das Freizeitangebot in Antwerpen ist sehr vielseitig, da es in Antwerpen auch viele Studierende gibt. Mehr Kultur ist in den Museen zu erleben oder man kann in einer Kletterhalle Sport treiben. Wenn man jedoch mal zu viel von Antwerpen hat, kann man f\u00fcr relativ wenig Geld mit der Bahn in die umliegenden St\u00e4dte (z. B. Br\u00fcssel, Gent, etc.) oder auch an die Nordsee nach Ostende fahren.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde das Dramaturgiepraktikum auch anderen Studierenden empfehlen, weil ich dort viel \u00fcber Theater und Dramaturgie lernen konnte. Da es manchmal sehr stressig werden kann und unter Druck gearbeitet werden muss, sollte man diesbez\u00fcglich unbedingt belastbar sein und sich auf solche Situationen vorbereiten. Au\u00dferdem kann man auch schon Verantwortung \u00fcbernehmen und sich an vielen Stellen selbst miteinbringen. Auch Menschen, die nicht Niederl\u00e4ndisch sprechen empfehle ich das Praktikum, da sehr viel auf Englisch gearbeitet wird und jede*r noch mindestens 2 weitere Fremdsprachen spricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikanten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nIch empfehle eine \u00dcbersicht anzulegen, vor allem was die Fristen f\u00fcr (Erasmus-)Bewerbungsunterlagen angeht und sich rechtzeitig um die Unterlagen zu k\u00fcmmern, die von einem selbst, der Uni und dem Betrieb unterzeichnet werden m\u00fcssen. Gerade bei meiner Praktikumsstelle gibt es manchmal Phasen, in denen viel zu tun ist und die Menschen nicht immer pr\u00e4sent haben, wie wichtig das Einhalten der Frist bzw. der Erasmus+-Antrag ist, weil sie bisher noch nicht mit dem Programm zu tun hatten.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\nMir war bei der Praktikumsstellensuche vor allem wichtig, dass mir der Arbeitsbereich Spa\u00df macht und auch etwas mit dem zu tun hat, was man sp\u00e4ter machen m\u00f6chte. Neben dieser Bedingung habe ich anfangs noch nach Praktika gesucht, die verg\u00fctet sind und w\u00fcrde auch jeder Person raten, zuerst nach einem verg\u00fcteten Praktikum zu suchen, sich aber darauf nicht zu versteifen. Gerade verg\u00fctete Praktika im geisteswissenschaftlichen Bereich sind zumindest in Deutschland ja immer noch die Ausnahme. Was euer Zielland angeht, k\u00f6nnte dies aber unter Umst\u00e4nden anders sein. Also informiert euch auf diesem Gebiet.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nAuch in Belgien gibt es eine WG-Kultur, die aber nicht so weit verbreitet ist. \u00c4hnlich wie in Deutschland muss man sich dort meistens pers\u00f6nlich vorstellen und daf\u00fcr nach Belgien fahren. Da ich mir die Fahrtkosten sparen wollte habe ich darauf verzichtet und stattdessen auf Airbnb nach einem Zimmer gesucht, das die Kosten f\u00fcr mein Berliner Zimmer keinesfalls \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nWenn man ein Erasmus-Praktikum macht, ist eine Unfallversicherung n\u00f6tig, die im Ausland gilt. Wenn man noch nicht unfallversichert ist, empfehle ich mehrere Versicherungen bzgl. Leistungen und Preis zu vergleichen.<\/p>\n<p>Bildquelle: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich nach und w\u00e4hrend des Abiturs am Theater gearbeitet habe und mich auch in meiner Freizeit sehr f\u00fcr Theater und Oper interessiere, stand f\u00fcr mich fest, dass ich nach meinem Bachelor auf jeden Fall einen Master in Regie oder Dramaturgie machen m\u00f6chte. 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