{"id":317,"date":"2020-02-21T12:20:27","date_gmt":"2020-02-21T11:20:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=317"},"modified":"2024-02-21T17:15:30","modified_gmt":"2024-02-21T16:15:30","slug":"forschungspraktikum-in-montpellier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2020\/02\/21\/forschungspraktikum-in-montpellier\/","title":{"rendered":"Forschungspraktikum in Montpellier"},"content":{"rendered":"<p>Praktisches Jahr ERASMUS PRAKTIKUM : Untersuchung des R\u00fcckgangs der Felsenpinguinpopulation (Eudyptes moseleyi) auf Amsterdam Insel (franz\u00f6siche s\u00fcd- und antarktische Gebiete).<\/p>\n<p><strong>Warum bedrohte Pinguine auf Amsterdam-Insel untersuchen?<\/strong><br \/>\nIch studiere im 9. Semester Veterin\u00e4rmedizin und bin insbesondere an der Forschung an der Schnittstelle zwischen Medizin und<!--more--> Wildtier-epidemiologie interessiert. Im praktischen Jahr ist es m\u00f6glich, ein Teil des gro\u00dfen kurativen Praktikums als Wahl-\/ Forschungspraktikum zu absolvieren. Es werden leider maximal 8 Wochen anerkannt, wenn man aber die Semesterferien der umgebenden Semester zusammennimmt, stehen einem fast 6 Monate f\u00fcr einen Forschungsprojekt zur Verf\u00fcgung ! W\u00e4hrend meines Freiwilligen \u00d6kologischen Jahres konnte ich bereits Erfahrungen in der Feldarbeit in Pinguinpopulationen sammeln. Weiterhin hat mich das epidemiologische Arbeiten auch w\u00e4hrend meines Forschungspraktikums in Kanada begeistert. Daher stand f\u00fcr mich fest, dass ich w\u00e4hrend meines praktischen Jahres im Wahlpraktikum die Ausbreitung von Krankheiten in Wildtierpopulationen, bzw. Pinguinpopulationen untersuchen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>So habe ich Kontakt zu zwei Forschungsgruppen in Frankreich aufgenommen: einem Institut, das zur Pinguin\u00f6kologie vor allem in Bezug zur Klimaerw\u00e4rmung forscht und ein Institut, das sich mit den verschiedenen Aspekten der Ausbreitung von Krankheiten in Wildtierpopulationen , insbesondere in den franz\u00f6sichen s\u00fcd- und antarktischen Gebieten besch\u00e4ftigt. Durch meine Kontaktaufnahme mit beiden Instituten, entstand ein Kooperationsprojekt mit dem Ziel die Ursachen des R\u00fcckgangs der bedrohten Pinguinpopulation (Eudyptes moseyleyi) zu untersuchen, das ich im letzten Winter durchf\u00fchren konnte. Diese Pinguine halten sich f\u00fcr die Brut zwischen August und Dezember auf der Insel auf. Daher wurde ein Aufenthalt von 3,5 Monaten zur Datenerhebung (Feldarbeit) auf der Insel vereinbart, gefolgt von 2 Monaten zur Datenanalyse im Labor in Montpellier.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Feldarbeit selbst, habe ich zusammen mit einem Forschungsteam in einer kleinen, aber sehr gut ausgestatteten H\u00fctte gewohnt, die 6 bis 8 Wanderstunden (inkl. Klettersteig) von der Basisstation entfernt lag. W\u00e4hrend den sehr intensiven Wochen Feldarbeit wurden zahlreiche Proben und Beobachtungen gesammelt, die zum Verst\u00e4ndnis des R\u00fcckgangs dieser Pinguinpopulation beitragen werden. Die H\u00fctte verf\u00fcgt hierzu sogar \u00fcber ein eigenes mikrobiologisches Labor, um die Proben die bei den Pathologischen Untersuchungen gesammelt worden sind, direkt vor Ort anzulegen. Derzeit arbeiten wir noch an der Analyse und Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse in einem internationalen wissenschaftlichen Journal.<\/p>\n<p>Ein Forschungspraktikum in diesem Rahmen zu absolvieren, war f\u00fcr mich eine M\u00f6glichkeit meine bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen in der Feldarbeit sowie der Datenanalyse einzusetzen und gleichzeitig andere Kompetenzen weiterzuentwickeln und z.B. neue Forschungsmethoden in diesem Gebiet kennenzulernen und mitzunehmen. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Forschungsgruppen in Frankreich und auf Amsterdam-Insel war f\u00fcr mich sehr interessant und bereichernd.<\/p>\n<p>Dieses Praktikum war ein tolles Erlebnis und hat mein Interesse an der internationalen\/ europ\u00e4ischen Forschung im Bereich Wildtierepidemiologie weiter verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Vielen Dank allen, die dieses Projekt aus der N\u00e4he oder Ferne unterst\u00fctzt haben: Dem Forschungsteam, allen Mithelfenden auf Amsterdam Insel, aber auch in Berlin (Veterin\u00e4rmedizinisches mikrobiologisches Forschungsintitut und dem ERASMUS Beauftragten). Die Feldarbeit und ein Teil der Analyse wurden au\u00dferdem von Projekten des franz\u00f6sischen Polarinstituts unterst\u00fctzt und finanziert.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikanten<\/strong><br \/>\n<strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nAm besten so fr\u00fch wie m\u00f6glich mit der Forschungsgruppe Kontakt aufnehmen (Projektantr\u00e4ge m\u00fcssen manchmal ein Jahr im Voraus gestellt werden). Sich im Klaren dar\u00fcber sein was man vom Praktikum erwartet und lernen m\u00f6chte, und dar\u00fcber mit dem Betreuer sprechen, dann ist eine gute Grundlage f\u00fcr ein zufriedenstellendes Praktikum geschaffen.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\nDie Forschungsgruppen, die einen interessieren so fr\u00fch wie m\u00f6glich kontaktieren. Am besten auch gleich erkl\u00e4ren was f\u00fcr uns ein Wahlpraktikum im praktischen Jahres bedeutet (es gibt kein Aquivalent in Frankreich daf\u00fcr \ud83d\ude42 ).<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nFeldarbeitszeit: Wohnung und Verpflegung vom fr. Polarinstitut organisiert.<br \/>\nLaborzeit: WG-Zimmer in Montpellier, selbst organisiert, am besten bei Kollegen im Labor nachfragen oder bei Kleinanzeigen suchen.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nAuslandskrankenversicherung + Haftpflicht auf jeden Fall organisieren, je nach Feldarbeitsregion manchmal sind auch spezielle Versicherungen notwendig.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nViel spass !!<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><br \/>\n<strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><br \/>\nIn der EU ist man mit einem deutschen Handy super vorbereitet.<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><br \/>\n<strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>\nMontpellier bietet sehr viel, sowohl an Kultur als auch an Ausgehm\u00f6glichkeiten in der Altstadt als auch in der Region (es sind nur 20km zum Mittelmeer und 2 Stunden bis in die Pyren\u00e4en \ud83d\ude42 )<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Fragen stehe ich gerne per E-Mail zur Verf\u00fcgung \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Bildquelle: privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Praktisches Jahr ERASMUS PRAKTIKUM : Untersuchung des R\u00fcckgangs der Felsenpinguinpopulation (Eudyptes moseleyi) auf Amsterdam Insel (franz\u00f6siche s\u00fcd- und antarktische Gebiete). 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