{"id":370,"date":"2020-04-06T10:11:56","date_gmt":"2020-04-06T08:11:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=370"},"modified":"2024-02-21T17:20:30","modified_gmt":"2024-02-21T16:20:30","slug":"praktikum-in-suedkorea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2020\/04\/06\/praktikum-in-suedkorea\/","title":{"rendered":"Praktikum in S\u00fcdkorea"},"content":{"rendered":"<p>Da ich in meinem Studiengang ein Pflichtpraktikum absolvieren muss, habe ich mir vorgenommen, anstelle eines lokalen Praktikums, eins im Ausland zu machen. Mir war klar, dass ich mein Auslandspraktikum in S\u00fcdkorea machen wollen w\u00fcrde,da ich koreanische Wurzeln beider Eltern besitze und die Sprache beherrsche. <!--more-->Allerdings habe ich in der Sprache noch viel Raum f\u00fcr Verbesserungen, besonders was die formale Sprache angeht. Deshalb hat es sich als besonders praktisch erwiesen, sowohl neue Inhalte, die weiterf\u00fchrend f\u00fcr das Studium sind zu lernen als auch meine Sprachkenntnisse im Koreanischen zu verbessern.<\/p>\n<p>Zwar besuche ich meine Verwandten in S\u00fcdkorea alle zwei bis vier Jahre, bin jedoch trotz dessen nicht stark vertraut mit meiner Kultur, obwohl es gro\u00dfes Interesse besteht. Dadurch, dass ich Kontakte in S\u00fcdkorea habe und einige Male dort war, sollte mir die Wohnungssuche und das Zurechtfinden in der Umgebung etwas leichter fallen. Gl\u00fccklicherweise war die Suche nach einem Praktikumsplatz nicht allzu schwierig, da ein Bekannter meiner Familie den Leiter einer gentechnischen Firma kannte, wo ich nach einigen Interviews meinen Platz f\u00fcr drei Monate zugewiesen bekam. Weil ich seit meiner Schulzeit schon Interesse an Gentechnik und Biomedizin hatte, war dieses Praktikum eine Chance f\u00fcr mich einen Einblick in die Arbeit in diesem Bereich zu bekommen. Die Zusage bekam ich etwa sieben Monate vor dem eigentlichen Start des Praktikums.<\/p>\n<p>Die Wohnungssuche war herausfordernder als zuerst angenommen, da die Firma, in der ich mein Praktikum absolvierte, in Pangyo (etwas au\u00dferhalb von der Hauptstadt Seoul) lag. Die hochmoderne Stadt hat h\u00f6here Mietpreise, aber durch Unterst\u00fctzung von Verwandten fand ich etwa einen Monat vor Beginn des Praktikums eine geeignete Wohnung. Nach zwei Tagen Eingew\u00f6hnung an die Zeitverschiebung und Wohnungseinrichtung konnte ich mein Praktikum in der Firma anfangen.<\/p>\n<p>In diesem Praktikum wurde ich \u00fcber verschiedene PCR-Techniken und Methoden zur Detektion von sogenannten miRNAs (Micro RNAs) belehrt. Die miRNAs waren f\u00fcr mich besonders interessant, da man sie als diagnostische Marker f\u00fcr Krebs und anderen Krankheit verwenden kann. Nach einigen Belehrungen \u00fcber das Arbeiten mit Laborger\u00e4ten und der Anwendung von PCR-Methoden, konnte ich mich selbst\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigen. Wenn ich nicht im Labor arbeitete, recherchierte ich an meinem Platz \u00fcber verwandte Themen zu miRNAs und molekulare Diagnostiken. Sodass sich innerhalb einer kurzen Zeit viel Wissen ansammeln konnte.\u00a0W\u00e4hrend des Auslandspraktikums habe ich viel bez\u00fcglich der praktischen Erfahrungen mit molekularen Diagnostiken als auch dem Berufsleben in S\u00fcdkorea dazugelernt.<\/p>\n<p>An Wochenenden oder Feiertagen besuchte ich, sofern Zeit blieb, meine Freunde und Verwandte in Seoul. Die Anbindung von Pangyo bis Seoul war sehr angenehm, da ich von mir nur 20 bis 45 Minuten bis zu den beliebtesten Orten der Hauptstadt ben\u00f6tigt habe.<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt ist Pangyo eine moderne und naturverliebte Stadt, dessen Infrastruktur und Architektur mir aus Deutschland eher unbekannt waren. Die Stadt besteht \u00fcberwiegend aus Hochh\u00e4usern und zahlreichen Firmen im technologischen Bereich. Durch finanzielle Unterst\u00fctzung seitens der Regierung und dem Research &amp; Development Center ist es den Firmen m\u00f6glich sich weiterzuentwickeln und gr\u00f6\u00dfer zu werden.<\/p>\n<p>Trotz des Covid-19, welches S\u00fcdkorea zu einen der RKI-Risikogebieten machte, wurde die Firma nicht geschlossen, da innerhalb des Geb\u00e4udes Sicherheitsma\u00dfnahmen herrschten und jeder dazu verpflichtet war eine Maske zu tragen. Dadurch, dass \u00fcberall Desinfektionsmittel auch in den \u00f6ffentlichen Verkehrsfahrzeugen bereitgestellt wurde und durch ein System eine faire Masken Verteilung eingef\u00fchrt wurde mit diversen Werbungen f\u00fcr die Hygienema\u00dfnahmen, konnte die Ausbreitung schnell einged\u00e4mmert werden. Trotzdem entschied ich mich f\u00fcr eine fr\u00fchzeitige Abreise, da sich auch in Deutschland die Epidemie ausbreitete, eine Einreiseverbot eingef\u00fchrt wurde und viele Fl\u00fcge gestrichen werden mussten, die mir ein Zur\u00fcckkommen nach Deutschland verwehrten.<\/p>\n<p>Ich bin Promos sehr dankbar daf\u00fcr, dass mir dieses Auslandspraktikum durch geldbezogene Unterst\u00fctzung realisiert wurde. Au\u00dferdem hat mich Promos finanziell bei der fr\u00fchzeitigen R\u00fcckkehr aus S\u00fcdkorea unterst\u00fctzt, da mir das neuartige Coronavirus Besorgnisse und Probleme bei der Einreise in Deutschland bereitete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant\/inn\/en<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Es ist definitiv hilfreich, wenn man einige Grundlagen dieser Sprache beherrscht, da nicht alle Koreaner gut mit der englischen Sprache zurechtkommen. Man sollte sich im Voraus informieren, wie die Kultur, Sitten und die Geografie (Umgebung vom Wohnort und der Gro\u00dfstadt) sind. Man sollte alles fr\u00fchzeitig vor der Abreise planen, damit es sp\u00e4ter weniger Komplikationen und \u00dcberraschungen gibt.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><\/p>\n<p>In der koreanischen Kultur kommt man am besten durch Kontakte an Jobs oder Praktika voran. Man kann aber auch durch intensive Recherche einen geeigneten Platz finden. Auch wenn die meisten Firmen auf der Webseite keine Praktika anbieten, ist eine Kontaktsuche nie verkehrt.<\/p>\n<p>Evtl. kann man auch auf der DAAD Seite geeignete Praktikumspl\u00e4tze nach Vorlieben finden.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\n<p>In der Regel lassen sich in Korea durch die zahlreichen Immobilienm\u00e4rkte sehr schnell Wohnungen finden (meistens mindestens drei Monate Aufenthalt). In den meisten F\u00e4llen ist Airbnb die einfachste L\u00f6sung, da alles mobilisiert ist und viele elektrische Grundausstattungen schon eingebaut sind.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>ADAC, HanseMerkur etc.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><\/p>\n<p>Die g\u00fcnstigste und beste Variante f\u00fcr mich war in Myeongdong (beliebter Ort f\u00fcr Touristen) in Seoul. Dort erh\u00e4lt man preiswert Unlimited highspeed mobile Datennutzung.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal funktionieren ausl\u00e4ndische Karten nicht, aber eigentlich sollte Visa gut funktionieren ggf. mit ein bisschen Abhebegeb\u00fchr.<\/p>\n<p>In Korea werden auch sogenannte T-money Cards verwendet, mit denen man Zugang zu dem \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel hat und in einigen L\u00e4den bezahlen kann<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten Freizeitaktivit\u00e4ten sind in Seoul (Hongdae, Myeongdong, Gangnam, Itaewon, Namdaemun, Dongaemun etc.) zu finden. Aber auch in Pangyo (Seohyeon Station) kann man einige Aktivit\u00e4ten finden. Au\u00dferdem sind Fernbusse und Z\u00fcge g\u00fcnstige und simple Methoden, um andere St\u00e4dte in Korea zu besuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich in meinem Studiengang ein Pflichtpraktikum absolvieren muss, habe ich mir vorgenommen, anstelle eines lokalen Praktikums, eins im Ausland zu machen. 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