{"id":377,"date":"2020-05-26T12:43:56","date_gmt":"2020-05-26T10:43:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=377"},"modified":"2024-02-21T17:22:34","modified_gmt":"2024-02-21T16:22:34","slug":"marine-biologie-praktikum-in-nikaragua","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2020\/05\/26\/marine-biologie-praktikum-in-nikaragua\/","title":{"rendered":"Marine Biologie: Praktikum in Nicaragua"},"content":{"rendered":"<p>Um mehr Wissen und Praxiserfahrung im Bereich Mariner Biologie zu sammeln, habe ich nach der Beendigung meiner Masterarbeit eine Position als Research Assitant bei einer franz\u00f6sischen Non-governmental Organisation bekommen. Die Unterorganisation von der NGO arbeitet zum Schutz von Wal- und Delfinarten vor der Pazifik K\u00fcste Nicaraguas. <!--more-->Die Grundlagenforschung dieser Organisation soll dazu dienen, bestimmte Bereiche des marinen \u00d6kosystems zuk\u00fcnftig unter Schutz stellen zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend des Praktikums haben wir boat-based surveys ausgef\u00fchrt, bei denen Tier-(gruppen) gesucht und beobachtet werden. Dabei werden Anzahl, Verhalten und Bewegungs-\/Verteilungsrichtungen der Tiere dokumentiert, Fotos f\u00fcr die Photo-Identification gesammelt und generelle Umgebungsdaten gesammelt. Eine weitere Aufgabe der Praktikanten war die Arbeit an der Photo-Datenbank. Daf\u00fcr mussten aufgenommen Bilder kategorisiert, bewertet und die erkennbaren Merkmale zur Photoidentifikation herausgearbeitet werden. Diese Datenbank dient dazu einen m\u00f6glichst vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick \u00fcber die einzelnen Individuen zu erlangen und Bewegungsverhalten auch \u00fcber mehrere Jahre nachverfolgen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAu\u00dferdem setzt sich Eli-Scientific f\u00fcr die Wissensvermittlung \u00fcber Umweltschutz oder Nachhaltigkeit an die lokale, nicaraguanische Bev\u00f6lkerung ein. Es wird Umwelt-Unterricht gegeben oder Exkursionen mit den Sch\u00fclern unternommen. Desweiteren haben wir w\u00e4hrend des Praktikums regelm\u00e4\u00dfig einmal w\u00f6chentlich M\u00fcllsammel-Aktionen in der Nachbarschaft durchgef\u00fchrt. Dabei haben wir teilweise mehrere hunderte Kilo (Plastik-)M\u00fcll von Grundst\u00fccken und \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen eingesammelt und zur Verwertung gegeben.<br \/>\nW\u00e4hrend des Praktikums haben alle Teilnehmer gemeinsam in einem Hostel in San Juan del Sur, Nicaragua gewohnt. Gearbeitet wurde in der st\u00e4dtischen Bibliothek San Juans. Aufgrund der ungl\u00fccklichen Geschehnisse der Corona Pandemie und der unsicheren Weltlage, hatte sich die F\u00fchrung der NGO Mitte M\u00e4rz dazu entschieden, dass wir die Touristen Hochburg San Juan del Sur verlassen. Wir haben uns selbst in Quarant\u00e4ne begeben, um das Risiko einer eigenen Ansteckung oder auch der Weitergabe an Einheimische zu minimieren. Aus diesem Grund zogen wir nach ca 2,5 Wochen in ein gro\u00dfes, abgelegenes Haus, au\u00dferhalb der Stadt. Diesen Ort haben wir au\u00dfer f\u00fcr unvermeidbare Einkaufstouren nicht mehr verlassen. Die boat-based surveys konnten wir wegen des Ortswechsels und der Corona Komplikationen nicht weiterdurchf\u00fchren. Das bedeutete also f\u00fcr alle Praktikanten die t\u00e4gliche Arbeit an der Photoidentifikation f\u00fcr die Datenbank.<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz, als die Lage sich immer mehr zuspitzte, Flugh\u00e4fen und Grenzen geschlossen wurden, hat die F\u00fchrung der NGO entschieden, dass alle Teilnehmer und Mitglieder der Organisation aus Sicherheitsgr\u00fcnden besser das Land verlassen sollten. So wurde das Team am 2. April 2020 \u00fcber die R\u00fcckholaktion der deutschen Bundesregierung aus Nicaragua evakuiert und nach Frankfurt am Main geflogen. Leider hat sich die geplante Praktikums- und auch Reisezeit f\u00fcr mich durch die Pandemie deutlich verk\u00fcrzt und auch vor Ort konnten wir auch nicht im vollen Umfang die urspr\u00fcnglich geplanten Aktivit\u00e4ten durchf\u00fchren. Eben weil die kurze Zeit die ich im Projekt verbringen durfte mir so gut gefallen hat, war und ist es sehr schwer diese Entwicklung hinzunehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant\/inn\/en<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\nIch habe das Praktikum \u00fcber die Website einer Mittlerorganisation gefunden.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend des Praktikums wurden alle Teilnehmer in einem Hostel in San Juan del Sur untergebracht. Ich musste deswegen zu keinem Zeitpunkt auf Wohnungssuche gehen.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nMan wird in Nicaragua sogar ohne Auslandskrankenversicherung im Krankenhaus behandelt. Umsonst!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><br \/>\nEs gibt \u00fcberall Wlan oder die M\u00f6glichkeit \u00fcber Prepaid Karten Internet sogar auf dem Handy zu haben<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><br \/>\nEs gibt einige Banken, mit europ\u00e4ischer Kreditkarte hat man keine Probleme Geld abzugeben (lokale W\u00e4hrung und auch amerikanische Dollar sind verf\u00fcgbar)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>\nSJDS ist voll mit Bars, Restaurants, Clubs und Caf\u00e9s. Es ist sicher f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um mehr Wissen und Praxiserfahrung im Bereich Mariner Biologie zu sammeln, habe ich nach der Beendigung meiner Masterarbeit eine Position als Research Assitant bei einer franz\u00f6sischen Non-governmental Organisation bekommen. 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