{"id":416,"date":"2020-09-02T12:47:51","date_gmt":"2020-09-02T10:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=416"},"modified":"2024-02-22T13:50:48","modified_gmt":"2024-02-22T12:50:48","slug":"praktikum-im-bereich-naturschutz-in-ecuador","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2020\/09\/02\/praktikum-im-bereich-naturschutz-in-ecuador\/","title":{"rendered":"Praktikum im Bereich Naturschutz in Ecuador"},"content":{"rendered":"<p>Nach meinem Bachelorabschluss wollte ich, bevor es mit dem Master weitergeht, ein Praktikum im Ausland absolvieren. Durch einen Kontakt, den ich w\u00e4hrend der Anfertigung meiner Bachelorarbeit an einem Forschungsinstitut kennenlernte, wurde ich auf eine Stiftung in Ecuador aufmerksam. Da Ecuador genau das Land ist, wo ich das Praktikum am liebsten absolvieren wollte, z\u00f6gerte ich nicht mit der Bewerbung.<!--more--><\/p>\n<p>Die Stiftung ist eine Nichtregierungsorganisation mit Hauptsitz in Quito. Sie wurde im Jahr 2000 gegr\u00fcndet und setzt sich f\u00fcr den Erhalt der urspr\u00fcnglichen tropischen Waldreste in Ecuador ein, arbeitet zusammen mit lokalen Gemeinschaften und Organisationen an Waldschutz- und Wiederherstellungsprogrammen und f\u00f6rdert generell die nachhaltige Entwicklung in und um tropische Waldgemeinden.<\/p>\n<p>Da ein gro\u00dfes Projekt der Stiftung kurz vor dem Beginn meines Praktikums endete, sollte ich die M\u00f6glichkeit bekommen alle Projekte der Stiftung kennenzulernen und die Mitarbeiter in vielen verschiedenen Aufgaben zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>In der ersten Woche durfte ich direkt mit auf meine erste \u201eExpedition\u201c in den Norden Quitos, wo eine indigene Gemeinde lebt. Meine Aufgabe war es unter anderem Fotos von den Behausungen der Anwohner zu machen und deren Standpunkt mittels GPS festzuhalten, um sp\u00e4ter Karten der Gemeinde erstellen zu k\u00f6nnen. Die H\u00e4user und kleinen touristischen Einrichtungen sollten im Hinblick auf die Verbesserung der Lebensbedingungen und Empfangskapazit\u00e4t bewertet werden. Abends stand ein Meeting mit der gesamten Gemeinde an, um die m\u00f6glichen Auswirkungen des Coronavirus auf die Tourismusaktivit\u00e4ten zu diskutieren. Nach einer \u00dcbernachtung bei einer sehr netten Familie der Gemeinde wanderte ich am n\u00e4chsten Morgen mit meinem Kollegen durch die wundersch\u00f6nen Bergw\u00e4lder Quitos, vorbei an Wasserf\u00e4llen und vielen Kolibris.\u00a0 Ich besuchte auch die \u00f6kologische Farm der Stiftung, welche \u00f6stlich von Quito lag. Dort half ich einigen Mitarbeitern bei der Ernte und den Verkaufsvorbereitungen der Lebensmittel. Allein in der ersten Woche habe ich extrem viele Eindr\u00fccke der Natur, der Menschen und der Lebensart in Ecuador bekommen und ich bin sehr dankbar daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Leider wurde ich an meinem ersten Wochenende krank und musste dieses im Krankenhaus verbringen. Die zweite Woche verbrachte ich in der Wohnung meiner Gastfamilie um mich zu erholen. Ich bekam in dieser Zeit Lese- und \u00dcbersetzungsaufgaben, die mich nicht \u00fcberfordern konnten.<\/p>\n<p>In der dritten Woche \u00e4nderte sich dann alles schlagartig aufgrund des Coronavirus. Ganz Quito wurde lahmgelegt und ich verbrachte auch die dritte Woche, diesmal in Isolation, in der Wohnung meiner Gastfamilie. Ich entschied mich schweren Herzens das Praktikum abzubrechen und, solange es noch ging, einen Flug Richtung Heimat zu bekommen.<\/p>\n<p>Diese Entscheidung bereue ich bis jetzt nicht, da der Lockdown und die Umst\u00e4nde in Ecuador sich drastisch verschlechterten.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant\/inn\/en<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Wenigstens die Grundkenntnisse der Landsprache zu lernen halte ich f\u00fcr unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Das Unternehmen\/die Organisation gibt fast immer Tipps, was man alles an Materialen, Kleidung etc. braucht.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Praktikumssuche<\/strong><\/p>\n<p>Mir halfen vor allem Kontakte.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\n<p>Ich konnte bei Mitgliedern der Stiftung wohnen und musste mich deswegen nicht darum k\u00fcmmern. Diesbez\u00fcglich ist es sicher eine gute Idee direkt die Ansprechperson \u00fcber M\u00f6glichkeiten zu befragen.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>Auslandkrankenversicherung ist unabdingbar.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Auch eine Kreditkarte sollte fr\u00fchzeitig beantragt werden. Das habe ich leider etwas zu sp\u00e4t gemacht und musste von meinem mitgebrachten Bargeld leben. Was bei Krankenhausaufenthalten o.\u00e4. knapp werden k\u00f6nnte, aber f\u00fcr die kurze Zeit dann letztendlich kein Problem war.<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><\/p>\n<p>Eine Prepaid Karte l\u00e4sst sich einfach vor Ort kaufen. WLAN und Telefon gab es auch vor Ort.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>mit einer Kreditkarte kann man bei den Banken Geld abheben.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt sehr viele Ausgehm\u00f6glichkeiten. Am besten erstmal mit Kollegen, Mitbewohnern etc.!<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Die Sprache hilft sehr dabei, schnell Kontakte zu kn\u00fcpfen und sich sicher zurechtzufinden. Ich konnte bei einer Freundin der Familie Spanischnachhilfe nehmen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach meinem Bachelorabschluss wollte ich, bevor es mit dem Master weitergeht, ein Praktikum im Ausland absolvieren. Durch einen Kontakt, den ich w\u00e4hrend der Anfertigung meiner Bachelorarbeit an einem Forschungsinstitut kennenlernte, wurde ich auf eine Stiftung in Ecuador aufmerksam. 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