{"id":487,"date":"2021-02-09T13:44:54","date_gmt":"2021-02-09T12:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=487"},"modified":"2025-09-01T13:07:24","modified_gmt":"2025-09-01T11:07:24","slug":"bibliotheks-praktikum-in-florenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2021\/02\/09\/bibliotheks-praktikum-in-florenz\/","title":{"rendered":"Bibliotheks-Praktikum in Florenz"},"content":{"rendered":"<p>Mein Praktikum in einer Bibliothek in Florenz absolvierte ich f\u00fcr zwei Monate von Anfang Oktober bis Ende November. Als angehende Kunsthistorikerin reizte es mich daher besonders, einmal Teil einer kunsthistorischen Bibliothek zu sein.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nMein Praktikum war ein freiwilliges, das ich als Abschluss meines Masterstudiums absolviert habe. Ich arbeitete bereits seit einigen Jahren in der Bibliothek eines Instituts in Berlin und wollte gerne den Schwerpunkt der Bibliothekswissenschaften beibehalten. Bereits am ersten Tag des Praktikums wurde ich von meiner Ansprechpartnerin herzlich empfangen und in einem lockeren Gespr\u00e4ch in meinen zuk\u00fcnftigen Arbeitsalltag eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Da in der Institution seit Jahren Praktikantinnen und Praktikanten in allen Abteilungen willkommen sind, hat das Institut \u00fcber diesen Zeitraum einen tollen Arbeitsplan f\u00fcr ihre Praktikanten entwickelt. Nat\u00fcrlich variieren die Aufgaben, die man w\u00e4hrend seines Praktikums bekommt, aber insgesamt ist ein vorgegebener Rahmen ein gutes Mittel, um sicherzustellen dass man w\u00e4hrend seines Praktikums so viel wie m\u00f6glich kennenlernt und sich als produktives Mitglied des Teams f\u00fchlt. W\u00e4hrend meines Praktikums wurde ich von den Mitarbeitern der Bibliothek in die unterschiedlichen Aufgaben eingef\u00fchrt und durfte sie aktiv unterst\u00fctzen. Neben der Einf\u00fchrung in die Katalogisierung und der inhaltlichen Erschlie\u00dfung des Bestands, half ich auch im Bereich der Zeitschriften und E-Ressourcen sowie der Fernleihe mit. Dazu korrespondierte ich mit externen Personen, beantwortete Anfragen und erledigte Rechercheaufgaben.<\/p>\n<p>Ein besonders spannender und wertvoller Teil der Bibliothek ist der Altbestand, in dem sich etliche Rariora der Kunstgeschichte befinden, die in besonderen R\u00e4umlichkeiten aufbewahrt werden, die eigens f\u00fcr die bestm\u00f6gliche Erhaltung dieser kostbaren B\u00fccher angefertigt wurden. Auch in diesen Bereich wurde ich eingef\u00fchrt und erfuhr wichtige Aspekte \u00fcber die Konservierung und Restaurierung von B\u00fcchern. Zwischen den unterschiedlichen Abteilungen findet ein reger Austausch statt, sodass die Praktikanten sich untereinander in die jeweiligen Arbeitsbereiche einf\u00fchren k\u00f6nnen und man auch au\u00dferhalb des eigenen Praktikums Einblicke in den Alltag der anderen Praktikanten gewinnt. Neben der Bibliothek gibt es noch die Kunsthistorischen Mitteilungen, die Photothek, die Direktionen und den Verwaltungsbereich. Die Zeit am Institut nutzte ich auch intensiv, um mithilfe des au\u00dferordentlichen Bestands der Bibliothek meine Abschlussarbeit voranzutreiben.<\/p>\n<p>Da Florenz unglaublich viele M\u00f6glichkeiten bietet seine Freizeit zu gestalten, nutzte ich diese, um so viel wie m\u00f6glich zu besichtigen. Neben der F\u00fclle an Museen, Kirchen und Pal\u00e4sten bieten sich auch lange Spazierg\u00e4nge durch die wundersch\u00f6nen Parks und G\u00e4rten oder entlang des Arnos an. Florenz ist sehr gut angebunden, daher sollte man dies unbedingt nutzen, um andere St\u00e4dte der Toskana zu erkunden. Diese erreicht man sehr schnell und g\u00fcnstig mit dem Bus oder der Bahn.<\/p>\n<p>Mein Bibliotheks-Praktikum in Florenz war eine tolle Erfahrung und ging leider viel zu schnell vorbei. Ich habe mich sehr wohl gef\u00fchlt und wurde<br \/>\nbestm\u00f6glich in den Arbeitsalltag der Bibliothek eingef\u00fchrt. Durch die netten Kollegen und das wundersch\u00f6ne Umfeld des Instituts habe ich in Florenz zwei wundervolle Monate verbracht. Daher kann ich ein Praktikum nur empfehlen und freue mich schon darauf, das Institut und die Kollegen in der Bibliothek m\u00f6glichst bald wieder zu besuchen.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant*innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nJe nach dem was f\u00fcr eine Unterkunft man sucht, sollte man eventuell nur f\u00fcr den Anfang etwas buchen und dann vor Ort auf die Suche gehen (z. B. in Universit\u00e4ten am Schwarzen Brett oder \u00fcber neue Bekannte im Ausland). Mir wurde netterweise direkt zu Beginn Hilfe von meiner Praktikumsstelle angeboten und so kam mir eine Anzeige am Schwarzen Brett des Instituts per E-Mail zu. TIPP: Man kann eine kleine Annonce schreiben und jemanden bei der Praktikumsstelle bitten, sie intern zu ver\u00f6ffentlichen. Mit ein wenig Gl\u00fcck meldet sich jemand, der etwas Passendes hat oder jemanden kennt (der jemanden kennt&#8230;). Klassischerweise kann man auch auf den g\u00e4ngigen Portalen im Internet nach einem Zimmer oder einer Wohnung zur Untermiete suchen, diese k\u00f6nnen aber unter Umst\u00e4nden deutlich teurer sein.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nDa ich \u00fcber meine deutsche Krankenversicherung bereits f\u00fcr das Ausland versichert bin, musste ich mich nicht zus\u00e4tzlich um einen Versicherungsschutz im Ausland k\u00fcmmern. Nat\u00fcrlich muss dies jeder Studierende vor Antritt des Auslandspraktikums individuell bei der Krankenkasse pr\u00fcfen. Zus\u00e4tzlich habe ich noch eine Unfallversicherung abgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nMan sollte sich im Vorfeld \u00fcber die Stadt, in der man sein Praktikum absolviert informieren und wie man in dieser von Ort zu Ort kommt. Da ich mein Praktikum in Florenz absolviert habe, war ich auf keinerlei Verkehrsmittel angewiesen und konnte alles zu Fu\u00df erledigen. Falls man also eventuell ein Fahrrad f\u00fcr den Zeitraum des Praktikums sucht, k\u00f6nnte man sich auch danach bereits erkundigen.<\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><br \/>\nWer m\u00f6chte, kann sich nat\u00fcrlich f\u00fcr den gew\u00fcnschten Zeitraum eine SIM-Karte im Zielland f\u00fcr sein Handy kaufen und das gew\u00fcnschte Daten-Volumen f\u00fcr mobiles Internet buchen. Die meisten deutschen Vertr\u00e4ge bieten jedoch denselben Tarif im Ausland wie im Inland an.<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><br \/>\nFlorenz bietet unfassbar viele M\u00f6glichkeiten, um seinen Alltag zu gestalten. Neben der Vielfalt an Museen und Pal\u00e4sten gibt es auch unz\u00e4hlige Bars und Restaurants, in denen man die toskanischen Spezialit\u00e4ten kennenlernen kann. Florenz ist sehr gut angebunden und so bietet es sich an, Tagesausfl\u00fcge mit Bus oder Bahn in die umliegenden St\u00e4dtchen, wie Empoli, San Miniato oder Fiesole zu unternehmen. Auch andere St\u00e4dte in Italien sind mit dem Zug sehr gut und deutlich g\u00fcnstiger als in Deutschland zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Praktikum in einer Bibliothek in Florenz absolvierte ich f\u00fcr zwei Monate von Anfang Oktober bis Ende November. 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