{"id":533,"date":"2021-09-02T09:39:13","date_gmt":"2021-09-02T07:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=533"},"modified":"2024-02-22T14:13:23","modified_gmt":"2024-02-22T13:13:23","slug":"praktikum-in-einem-kulturinstitut-in-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2021\/09\/02\/praktikum-in-einem-kulturinstitut-in-italien\/","title":{"rendered":"Praktikum in einem Kulturinstitut in Italien"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr mich stand schon fr\u00fch fest, dass ich mein Auslandspraktikum gerne in einem Kulturinstitut absolvieren m\u00f6chte. Prato liegt in der sch\u00f6nen Region Toskana, in Mittel-Italien.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Stadt ist \u00fcbersichtlich und hat eine kleine, aber feine Altstadt mit Bars und kleinen Gesch\u00e4ften. Neben der Kathedrale und dem bekannten Textil-Museum hat Prato auch eine gro\u00dfartige Landschaft mit vielen typischen Olivenb\u00e4umen und zahlreichen Weinbergen. Am Wochenende bin ich oft, soweit es nach der Corona-Krise m\u00f6glich war, auch in der Toskana herumgefahren. Absolut empfehlenswert ist Florenz, meiner Meinung nach die sch\u00f6nste Stadt Italiens. Von Prato aus f\u00e4hrt man mit dem Auto ca. eine halbe Stunde hin. Aber auch St\u00e4dte wie Siena, Pisa, Lucca oder Viareggio sind gut zu erreichen.<\/p>\n<p>Mein Arbeitsplatz lag von der Praktikantenwohnung, die uns netterweise vom Kulturinstitut zur Verf\u00fcgung gestellt wurde, ca. 5 Minuten mit dem Auto beziehungsweise 20 Minuten zu Fu\u00df entfernt. Vom ersten Tag an wurde ich herzlich aufgenommen und durfte direkt an zahlreichen<br \/>\nProjekten arbeiten. Zu meinen Hauptaufgaben geh\u00f6rte vor allem das Koordinieren und Organisieren des eigenen Radioformats \u201eDeutschradio\u201c. Ich war von Beginn an dabei und habe mit den Partnerschulen (Grund- bis Oberschulen) zusammengearbeitet, denn \u201eDeutschradio\u201c bietet Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern an, ihre in der Schule erworbenen Deutschkenntnisse durch eigene Radiosendungen umzusetzen. Somit war meine Aufgabe, die vorbereiteten Texte der Sch\u00fcler zu korrigieren und mit ihnen an der Aussprache zu arbeiten. Zu Beginn meines Praktikums hatten wir zwei Sendetermine die Woche, zum Ende hin haben wir uns auf drei Termine die Woche gesteigert. Das hat mich pers\u00f6nlich sehr gefreut, da ich<br \/>\nmiterlebt habe, mit wie viel Spa\u00df und Motivation die Sch\u00fcler an ihren Projekten gearbeitet haben. Die Sendungen waren in verschiedenen Kategorien unterteilt, zum einen gab es die thematische Sendung: hier entscheidet sich die Schulklasse f\u00fcr ein Thema (Recycling, Cybermobbing, Werbung, etc.) und bearbeitet dieses zu einer einst\u00fcndigen Radiosendung<br \/>\nzusammen; das kann in Form eines Dialogs, eines H\u00f6rspiels oder \u00e4hnliches sein. Einmal die Woche gab es die Sendung \u201eMusik verbindet\u201c. Hier war die Aufgabe der Sch\u00fcler\/innen einen deutschen S\u00e4nger \/ S\u00e4ngerin oder eine Band vorzustellen. Und wie es im Radio so \u00fcblich ist, wurden dann auch die Lieder eingespielt. Total spannend und aufregend fand ich die Aufnahme und die Montage der Sendungen in unserem eigenen Radiostudio.<\/p>\n<p>Das Arbeiten mit den Kindern und den Lehrern war eine inhaltliche Bereicherung und hat sehr viel Spa\u00df gemacht. Da mein Fokus darauf ausgerichtet ist, nach meinem Studium im journalistischen Bereich t\u00e4tig zu sein, konnte mir das Praktikum einen guten Einblick bieten: weitere Aufgaben waren zum Beispiel das redaktionelle Vorbereiten und das Schreiben der Beitr\u00e4ge f\u00fcr das lokale Radioprogramm sowie das Aufnehmen, Montieren und Moderieren der Sendungen im eigenen Radiostudio. Ein weiterer T\u00e4tigkeitsbereich umfasste die Lehrt\u00e4tigkeit an Grund- und Oberschulen. Ich durfte mehrmals am Deutschunterricht teilnehmen und diesen als Lektorin und im Rahmen einer Lehrt\u00e4tigkeit, selbst gestalten. Dazu geh\u00f6rte unter anderem auch das Gestalten von<br \/>\nArbeitsbl\u00e4ttern oder PowerPoint Pr\u00e4sentationen. Diese Erfahrung fand ich besonders sch\u00f6n, da ich nie in Betracht gezogen habe an Schulen zu arbeiten aber dieses gro\u00dfartige Erlebnis hat mir dann doch ein wenig die Augen ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Zeit in Prato durfte ich Lehrerkonferenzen sowie eine Fotoausstellung mit organisieren, die im November 2021 vor Ort stattfinden wird. Das Organisieren beider Projekte war aufschlussreichend und mit viel Spa\u00df verbunden. Mein Auslandspraktikum in Italien war eine absolute Bereicherung der Studienzeit, insbesondere durch die vielseitigen Aufgabenbereiche und durch alle, in dieser Zeit beteiligten Personen, die ich kennenlernen durfte.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikanten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p>\n<p>Man sollte sich m\u00f6glichst fr\u00fch mit den wichtigsten Punkten und Formalien<br \/>\nauseinandersetzen.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><\/p>\n<p>Der Newsletter \u201ePraktikumsnews\u201c, der uns (Italienstudien-)Studenten monatlich zur Verf\u00fcgung gestellt wird, ist eine gute Grundlage \u00fcber aktuelle Praktika informiert zu werden. Des Weiteren habe ich auch verschiedene Praktikumsberichte gelesen und auf Internetseiten wie \u201eIndeed.de\u201c geschaut.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\n<p>In meinem Fall war die Wohnungssuche nicht schwer, da erfreulicherweise das Kulturinstitut eine \u201ePraktikantenwohnung\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt hat.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe bei der DAAD eine Versicherung abgeschlossen. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst bietet eine Kombination aus Unfall- und Krankenversicherung. Damit bin ich gut zurecht gekommen und w\u00fcrde es auch weiterempfehlen.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Man sollte sich m\u00f6glichst im Voraus schon mit den dortigen Verkehrsmitteln auseinandersetzen und gegeben falls auch abkl\u00e4ren, ob einem als Praktikant*in ein Auto oder \u00e4hnliches zur Verf\u00fcgung steht (Versicherung, Tankkosten etc.)<\/p>\n<p><strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><\/p>\n<p>Der Internetanschluss war bereits vom Vermieter im Mietpreis inbegriffen.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe vor meiner Abreise ins Ausland ein DKB Konto er\u00f6ffnet, da ich somit die M\u00f6glichkeit hatte, geb\u00fchrenlos in Italien Geld abzuheben.<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/p>\n<p>Das Praktikum fand in Prato statt, viele Ausgehm\u00f6glichkeiten gab es dort nicht, allerdings hat man die Wochenenden in Florenz (30 Minuten mit dem Auto) oder in n\u00e4herer Umgebung verbracht. St\u00e4dte wie Pisa, Lucca oder Viareggio sind mit dem Auto oder Zug gut zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mich stand schon fr\u00fch fest, dass ich mein Auslandspraktikum gerne in einem Kulturinstitut absolvieren m\u00f6chte. 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