{"id":646,"date":"2022-06-07T11:00:29","date_gmt":"2022-06-07T09:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=646"},"modified":"2024-02-22T11:45:24","modified_gmt":"2024-02-22T10:45:24","slug":"forschungspraktikum-in-schweden-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/06\/07\/forschungspraktikum-in-schweden-3\/","title":{"rendered":"Forschungspraktikum in Schweden"},"content":{"rendered":"\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Mein etwa dreimonatiges Praktikum an der Uppsala University in der Abteilung f\u00fcr Materialtheorie des Fachbereichs \u201ePhysics and Astronomy\u201c verlief sehr erfolgreich. In den 12 Wochen konnte ich einen guten Einblick in die universit\u00e4re Forschung als Physiker*in erhalten und zus\u00e4tzlich meine fachlichen Kenntnisse ausbauen und vertiefen.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Ich war bereits im Herbst 2019 auf Erasmus in Uppsala an der Uppsala University in Schweden. Damals (vor Corona) hat mich vor allem das aktive und unglaublich vielseitige Studierendenleben der Stadt und die gro\u00dfe Freiheit und Vielfalt bei der Kursauswahl begeistert. Schon damals hatte ich mir vorgenommen, noch einmal mit Erasmus nach Uppsala zu gehen. W\u00e4hrend meines Aufenthalts in Schweden kam jedoch die Pandemie auf und diese Pl\u00e4ne mussten erstmal warten. Ich hatte w\u00e4hrend meines Erasmus-Austauschen einen Kurs bei einem Professor und war von seiner Art, mit Studierenden umzugehen, sehr begeistert. Ich bin daher mit ihm in Kontakt geblieben und bereits im Fr\u00fchjahr 2021 f\u00fcr ein Praktikum in seiner Arbeitsgruppe angefragt. Wegen der anhaltenden Pandemiesituation konnte ich allerdings erst zum Fr\u00fchjahr 2022 eine feste Zusage bekommen. Die Kommunikation hat aber trotz der Umst\u00e4nde gut funktioniert. <br \/><br \/>Meine Aufgabe war es, bestimmte Eigenschaften eines Materials zu berechnen. Dazu ben\u00f6tigt man nicht nur ein entsprechendes Programm, sondern auch eine Verbindung zu einem Computercluster, da die Berechnungen zu intensiv f\u00fcr einen privaten Rechner sind. Au\u00dferdem ben\u00f6tigt man anschlie\u00dfend ausreichenden Kenntnisse in einer Programmiersprache, um die errechneten Daten entsprechend zu analysieren und darzustellen. Zu Anfang musste ich mich daher nicht nur mit dem physikalischen Themengebiet befassen, sondern auch mich in das Programm \u201eAbinit\u201c f\u00fcr die Berechnungen der Materialeigenschaften einarbeiten, mir angucken, wie man sich mit einem Cluster verbindet und dazu das Betriebssystem Linux erlernen, mit dem das Cluster arbeitet. Zus\u00e4tzlich musste ich noch meine Python Kenntnisse vertiefen, um mit den entsprechenden Daten umgehen zu k\u00f6nnen. Ich habe also die ersten 8 Wochen damit verbracht, mir alle Sachen entsprechend anzugucken, bevor ich verl\u00e4ssliche Daten produzieren konnte. Ich kann daher nur empfehlen, ein l\u00e4ngeres Praktikum anzustreben (die 3 Monate, die ich hatte, sollte vermutlich Minimum sein). <br \/><br \/>Nach der Einarbeitungsphase konnte ich dann mit der eigentlichen Arbeit anfangen. Diese war dann auch spannend und hat mir einen guten Einblick in das Arbeitsleben der Wissenschaft erm\u00f6glicht. Der workflow war im Grunde, Daten zu produzieren, diese entsprechend darzustellen und dann mit meinem supervisor zu analysieren und anschlie\u00dfend zu besprechen, was als n\u00e4chstes berechnet werden sollte. \u00a0 Betreut wurde ich neben dem Professor von einem phD der Gruppe. Dieser war ebenso sehr am teaching interessiert und hat sich entsprechend viel Zeit f\u00fcr mich genommen, obwohl ich zu dem Zeitpunkt einer von 4 Studierenden war, die ein Praktikum in der Gruppe gemacht haben. Man hat genug Zeit bekommen, sich in alles in seinem eigenen Tempo einzuarbeiten und wurde nicht unter Druck gesetzt, hat aber auch immer Hilfe bekommen, wenn man nicht weitergekommen ist. \u00a0 Die Arbeitsatmosph\u00e4re insgesamt war sehr angenehm. Man hat seine Aufgaben bekommen, da aber alles auf meinem eigenen Computer geschah, konnte ich mir nicht nur aussuchen wann, sondern auch wo ich arbeite und solange ich meine Aufgaben erf\u00fcllt habe, hat es auch niemanden gest\u00f6rt, wenn ich im home-office war. Ich habe auch ziemlich schnell Anschluss in der Gruppe gefunden. Ich sa\u00df in einem B\u00fcro mit einem deutschen Doktoranden, der mich gleich zum gemeinsamen Mittagessen der Gruppe in der Gemeinschaftsk\u00fcche im Korridor nebenan mitgenommen hat.<br \/><br \/>Insgesamt bin ich sowohl inhaltlich als auch pers\u00f6nlich sehr zufrieden. Ich habe inhaltlich viel gelernt und neben fachspezifischen F\u00e4higkeiten auch generell f\u00fcr die theoretische Physik wichtige Sachen gelernt. Besonders die erlernten Python skills werden sich in meinem weiteren Studium als hilfreich erweisen. Neben den fachlichen Kenntnissen habe ich einen wirklich guten Einblick in die Welt eines\/r Physiker*in der universit\u00e4ren Forschung bekommen. Ich war in den Alltag der Gruppe integriert und hab an den w\u00f6chentlichen meetings zum Besprechen eigener Ergebnisse teilgenommen und den w\u00f6chentlichen Seminaren der Abteilung beigesessen. Dieser Einblick in die Arbeitswelt der universit\u00e4ren Forschung wird mir nach meinem Master bei der Entscheidung helfen, in welche Richtung ich mit meiner Karriere gehen will. Insgesamt kann ich also ein Praktikum an der Uppsala University nur empfehlen. Alle Beteiligten waren immer nett und hilfreich und besonders die enge Betreuung durch meinen Supervisor hat mir gut gefallen.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Da man als Praktikant*in von der Uni keinen Wohnheimsplatz angeboten bekommt, muss man sich selbst eine Unterkunft suchen. Dazu gibt es neben einigen facebookgruppen die website <a href=\"https:\/\/www.studentboet.se\/en\/\">https:\/\/www.studentboet.se\/en\/<\/a>. Weitere Tipps findet man auch auf der website der Uni.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Man wird von der Uppsala University w\u00e4hrend des Praktikums versichert<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Im Sommer (Anfang Juni bis Ende August) haben schwedische Studierenden Sommerferien und die Stadt ist praktisch ausgestorben. Auch an der Uni ist deutlich weniger los, also w\u00fcrde ich empfehlen, diesen Zeitraum f\u00fcr ein Praktikum zu vermeiden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In Uppsala sind die Studierendennationen (nations) das wirkliche highlight und der absolute Mittelpunkt des Studierendenlebens. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich so schnell wie m\u00f6glich eine nationcard zu besorgen und sich das alles einmal gr\u00fcndlich anzugucken, es ist f\u00fcr wirklich alle etwas dabei.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Sonstiges<\/strong> Uppsala ist ziemlich weit n\u00f6rdlich und daher sind die Licht- und Wetterverh\u00e4ltnisse ziemlich extrem. Wer mit gef\u00fchlt dauerhafter Dunkelheit und K\u00e4lte nicht gut klarkommt, sollte sein Praktikum im Fr\u00fchling machen<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein etwa dreimonatiges Praktikum an der Uppsala University in der Abteilung f\u00fcr Materialtheorie des Fachbereichs \u201ePhysics and Astronomy\u201c verlief sehr erfolgreich. 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