{"id":673,"date":"2022-07-21T11:17:06","date_gmt":"2022-07-21T09:17:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=673"},"modified":"2024-02-22T11:47:12","modified_gmt":"2024-02-22T10:47:12","slug":"praktikum-im-bereich-biomedizin-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/07\/21\/praktikum-im-bereich-biomedizin-in-spanien\/","title":{"rendered":"Praktikum im Bereich Biomedizin in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Auf Grund der Pandemie verz\u00f6gerte sich der Startpunkt meines 3-monatigen Erasmus Praktikums, sodass ich das Forschungsprojekt im Anschluss an meine Masterarbeit durchf\u00fchrte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Organisation des Forschungsprojekts lag dabei in meiner Hand und ich kontaktierte ein paar Arbeitsgruppen, ob ich dort ein Praktikum durchf\u00fchren k\u00f6nne. Eine Vorauswahl wurde mir dankenswerterweise \u00fcber eine bekannte Professorin bereitgestellt, sodass ich dort ein paar Tipps mitnehmen konnte. Der schwierigste Part ist dabei bei den Professoren und Arbeitsgruppenleitern nicht unterzugehen mit seiner Mail, welche t\u00e4glich Unz\u00e4hlige erhalten. Dabei hilft es in meinen Augen sich auch auf anderen Wegen zu melden, wie LinkedIn oder per Telefon, da es meist keine b\u00f6se Absicht ist, dass man keine Antwort erh\u00e4lt. Ansonsten ist der Papierkram eine leichte Qual und sollte rechtzeitig geplant und durchgef\u00fchrt werden. Dabei hilft es Deadlines fr\u00fcher zu setzen, sodass man rechtzeitig alles zusammen hat von allen Parteien. In meinem Fall sollte auch vorab das Forschungsprojekt vom Pr\u00fcfungsb\u00fcro zugelassen sein und vor allem auch die Gruppenleiterin als pr\u00fcfungsberechtigte Person zugelassen sein. So geschehen, l\u00e4uft dann alles super und simpel, sodass man sich auf die Reise vorbereiten kann und nur seine Versicherungen checken sollte. Mit der Auslandskrankenversicherung vom DAAD ist man hierbei gut beholfen.<\/p>\n<p><strong>Wohnen<\/strong><\/p>\n<p>Wohnungstechnisch hatte ich das Gl\u00fcck bei einer dort lebenden Freundin zu Beginn unterzukommen, sodass ich mir vor Ort noch pers\u00f6nlich Wohnungen\/WGs angucken h\u00e4tte k\u00f6nnen. So es der Zufall wollte, konnte ich \u00fcber eine Empfehlung bei einer befreundeten Person in einem Zimmer mit eigenem Bad einziehen. Die Wohnung war im super gelegenen Sant Pere, wo die Wohnung geteilt war und die Vermieterin in einem separaten Bereich in der gleichen Wohnung lebte. Miettechnisch war der Preis \u00e4hnlich wie f\u00fcr ein WG-Zimmer in Berlin. Dadurch, dass die Vermieterin Konditorin war, gab es gelegentlich einen Kuchen und super wertvolles Insider-Wissen \u00fcber die Must-Go\u2019s und Must-Sees in Barcelona.<\/p>\n<p>Die vorangegangene Suche von WGs und Wohnungen gestaltete sich eher schwierig und \u00e4hnlich, wie in Berlin. Preislich ist das ein \u00e4hnliches Niveau, wie in Berlin, und die ausgeschriebenen WGs sahen \u00fcberwiegend heruntergekommen aus.<\/p>\n<p><strong>Anreise<\/strong><\/p>\n<p>Einen Flug konnte ich f\u00fcr 20\u20ac von Berlin nach Barcelona buchen, jedoch kam dabei noch das Gep\u00e4ck bei Easyjet dazu, sodass man in etwa bei 60\u20ac liegt. Die Preise sind w\u00e4hrend meines Aufenthalts allerdings deutlich angezogen. Am Flughafen angekommen, empfehle ich den Aerobus in die Innenstadt, welcher Richtung Plaza Catalunya \u00fcber Plaza Espanya f\u00e4hrt f\u00fcr ca. 6 \u20ac. G\u00fcnstiger aber mit mehr Halten f\u00e4hrt auch noch ein Metro-Bus oder man nimmt den Zug. Am besten kauft ihr das Ticket schon zu Hause online \u00fcber die Website und nehmt noch direkt ein Metro-Ticket dazu, sodass ihr in der Stadt angekommen auch noch weiterfahren k\u00f6nnt mit Bus und Bahn. F\u00fcr t\u00e4gliche Fahrten mit dem \u00d6PNV empfiehlt sich eine 10er Karte (T-casual) f\u00fcr 11,25 \u20ac, mit der ihr kosteng\u00fcnstig fahren k\u00f6nnt. Eine Einzelfahrt kostet normal 2,40\u20ac. Eine Monatskarte gibt es f\u00fcr ca. 40\u20ac pro Monat. Angekommen an der Wohnung konnte ich mich niederlassen und einen ersten Spaziergang zur Sagrada Familia machen und erste Luft der lebendigen Stadt schnuppern.<\/p>\n<p><strong>Leben und Forschen in Barcelona<\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn meiner Zeit am IDIBELL wurde ich herzlichst aufgenommen von Tag 1 und es wurde sich sehr um mich gek\u00fcmmert. Dabei wurden direkt Kittel, sowie auch eine Akkreditierungskarte bereitgestellt, welche ebenfalls, wie an der FU, f\u00fcr die Mensa genutzt wird. Dadurch l\u00e4sst sich so f\u00fcr 5,20 \u20ac ein Mittagsmen\u00fc genie\u00dfen, mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise. Dabei ist hervorzuheben, dass die Tage meist etwas anders strukturiert sind, als man es aus Deutschland kennt. Im Labor startet man meist erst gegen 10 Uhr und bleibt dann gerne bis 18 Uhr oder wie lange die Experimente manchmal gehen k\u00f6nnen. Das bietet einem vor allem im Hochsommer die M\u00f6glichkeit laue Sommerabende zu genie\u00dfen, jedoch hat man wenig von der Sonne. Die Labore am IDIBELL sind gut ausgestattet, sodass dort auf einem guten Level geforscht werden kann und es nicht an speziellen Apparaturen mangelt, oder zu alte Ger\u00e4te anzutreffen sind. Durchaus eine sehr gute Adresse, um im Bereich der Neurowissenschaften, wie in meinem Fall, oder der Krebsforschung seinen Wissensschatz zu erweitern.<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt startet der Tag etwas sp\u00e4ter in Barcelona, sodass die Abende auch etwas l\u00e4nger ausschweifen. Das Leben spielt sich allgemein auf den Stra\u00dfen ab, wo man gemeinsam zusammenkommt, statt in den Wohnungen zu verweilen. Um in der Stadt mobil zu sein, empfehle ich neben den \u00d6PNV sich ein Fahrrad auszuleihen, welches ihr beispielsweise bei Swapfiets g\u00fcnstig machen k\u00f6nnt. Als Stadtteile empfehle ich f\u00fcrs Essen gehen Gracia, Aribau oder El Born. Vergesst allerdings nicht vorher zu reservieren, da es dort recht schnell schwierig werden kann freie Pl\u00e4tze zu bekommen. Tags\u00fcber schweift gerne durch Barri Gotic und den \u201egolden Circle\u201c, wo ihr an jeder Ecke ein nettes Caf\u00e9 findet und die Zeit vergessen lassen k\u00f6nnt. Das Essen startet abends meist ab 21 Uhr, die Bars schlie\u00dfen um 3 Uhr nachts und wer dann nicht genug hat, kann weiterziehen in einen der zahlreichen Clubs, bis die Sonne wieder aufgeht. Allerdings solltet ihr auf eure pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nde aufpassen. Es gibt reichlich Taschendiebe in der Stadt, was dem Ganzen durchaus eine negative Note beif\u00fcgt.<\/p>\n<p>Wer dann doch gerne mal einen entspannten Tag oder einen der wenigen regnerischen Tage nur zu Hause verbringen will, ist mit Glovo, dem \u00e4quivalent zu Gorillas und Co. gut beholfen.<\/p>\n<p>Wer gerne laufen geht, trifft auf zahlreiche Gleichgesinnte an der Strandpromenade, wo die Laufbedingungen ideal sind und man eine leichte Meeresbriese genie\u00dft. Als Laufveranstaltung ist der Halbmarathon zu empfehlen, wo man f\u00fcr 36\u20ac Startgeld einen sch\u00f6nen Lauf durch Barcelona hat und als Andenken gleich noch eine Medaille und T-Shirt bekommt. Hinzukommend ist die Verpflegung rundum super, sodass sich das Startgeld definitiv lohnt. Als zus\u00e4tzliche sportliche Aktivit\u00e4ten, kann man ein recht gro\u00dfes Angebot mit UrbanSportsClub wahrnehmen, welches man problemlos aus Berlin \u00fcbertragen kann.<\/p>\n<p>Um die Stadt dann in seiner vollen Pracht zu sehen, bietet es sich an einen l\u00e4ngeren Spaziergang hoch auf den Tibidabo zu machen, auf dem ein alter, noch offener, kleiner Erlebnispark angesiedelt ist. Von dort aus habt ihr eine super Aussicht \u00fcber ganz Barcelona und entflieht dem Trubel aus der Stadt, um etwas abzuschalten. Dies ist definitiv die beste Aussicht. Andere sch\u00f6ne Punkte, um den Sonnenuntergang \u00fcber der Stadt zu sehen sind die Bunker von Carmel oder aber auch das ehemalige Turmspringbecken der Olympischen Spiele auf dem Montju\u00efc. \u00dcber der Stadt schweben k\u00f6nnt ihr mit der Seilbahn vom Montju\u00efc zum Hafen, was allerdings recht teuer ist f\u00fcr eine kurze Fahrt. Am Hafen angekommen seht ihr ein paar Super-Yachten, Kreuzfahrtschiffe und sch\u00f6n anzusehende Segelyachten. Eine schicke Bar mit netter Aussicht findet ihr im W-Hotel mit Blick \u00fcbers Meer und die Stadt.<\/p>\n<p>Alles in allem zusammengefasst bietet Barcelona viele sch\u00f6ne Seiten, die es einfach zu erkunden gibt. Die meisten Strecken sind zu Fu\u00df mit etwas Zeit zu erkunden, sodass ihr durch die kleinen sch\u00f6nen Gassen schweifen k\u00f6nnt und das pulsierende Leben dieser Stadt aufsaugen k\u00f6nnt. Genie\u00dfe das spanische Essen und die Kultur des gemeinsamen Zusammenkommens aber verliert euch nicht zu sehr in Gedanken und passt auf eure Wertsachen auf. Einen Erasmus-Aufenthalt in Barcelona kann ich nur mehr als empfehlen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Grund der Pandemie verz\u00f6gerte sich der Startpunkt meines 3-monatigen Erasmus Praktikums, sodass ich das Forschungsprojekt im Anschluss an meine Masterarbeit durchf\u00fchrte.<\/p>\n","protected":false},"author":3982,"featured_media":674,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[486393],"tags":[1402,1109,309092,1072,1762],"class_list":["post-673","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-praktikum-europa","tag-barcelona","tag-biologie","tag-forschungspraktikum","tag-medizin","tag-spanien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3982"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=673"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":675,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/673\/revisions\/675"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}