{"id":694,"date":"2022-08-23T11:34:17","date_gmt":"2022-08-23T09:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=694"},"modified":"2024-02-22T14:13:14","modified_gmt":"2024-02-22T13:13:14","slug":"694","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/08\/23\/694\/","title":{"rendered":"Praktikum an einem Kulturinstitut in Kopenhagen"},"content":{"rendered":"<p>Von meinem Praktikum im Goethe-Institut D\u00e4nemark im Bereich Information und Kultur habe ich erwartet, dass ich Einblicke in die T\u00e4tigkeitsfelder, in die Struktur und Organisation des Goethe-Instituts sowie die Konzeption und praktische Ausgestaltung der deutsch-d\u00e4nischen kulturellen Zusammenarbeit bekomme. Dar\u00fcber hinaus erhoffte ich mir Einblick in die Netzwerkarbeit und Mitarbeit an der organisatorischen Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der Kulturprogramme in den Bereichen Literatur, \u00dcbersetzungsf\u00f6rderung, Bildende Kunst, Film, Musik, und Tanz\/Theater. Au\u00dferdem hoffte ich, mich kreativ in den Sozialen Medien und Webprojekten einbringen zu k\u00f6nnen und evtl. eigene Projekte und Ideen zu verwirklichen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mein Ziel war es, das Team im Goethe-Institut so gut wie m\u00f6glich zu unterst\u00fctzen und dabei die praktischen F\u00e4higkeiten aus Studium und verschiedenen Jobs anzuwenden. Selbstst\u00e4ndigkeit, Kommunikation und Selbstbewusstsein waren die drei Punkte, an denen ich am meisten arbeiten wollte. Dar\u00fcber hinaus war ich daran interessiert, meine d\u00e4nischen Sprachkenntnisse zu verbessern und schlie\u00dflich daran, herauszufinden, ob der Arbeitsalltag in einem Kulturinstitut im Ausland f\u00fcr mich nach dem Abschluss in Frage kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>T\u00e4tigkeiten und Arbeitsgebiete<\/strong><\/p>\n<p>Ich war der Information und Kulturprogramm Abteilung zugeordnet, die ein breites Spektrum an Aufgaben und Projekten betreut. Unter anderem habe ich an folgenden Projekten mitgewirkt:<\/p>\n<ul>\n<li>Recherche f\u00fcr <strong>Artificially Correct<\/strong>, ein \u00fcberregionales Goethe-Projekt, dass sich mit K\u00fcnstlicher Intelligenz in Verbindung mit \u00dcbersetzungsmaschinen und Bias besch\u00e4ftigt<\/li>\n<li>Erstellen von <strong>Social Media<\/strong> Inhalten, wie zum Beispiel einem w\u00f6chentlichen Kulturquiz, das ein bestimmtes deutsches Ph\u00e4nomen\/bestimmte Tradition etc. erkl\u00e4rt, dem Wort-der-Woche, ein Post, der ein besonderes deutsches Wort (z.B. \u201eDrahtesel\u201c oder \u201eMilchm\u00e4dchenrechnung\u201c) erl\u00e4utert, deutschen Buchempfehlungen unter dem Hashtag #Lesenswert, Posts zu Kulturveranstaltungen in Kopenhagen\/Online<\/li>\n<li>Kleinere <strong>\u00dcbersetzungsaufgaben<\/strong> D\u00e4nisch &lt;&gt; Deutsch, Deutsch &lt;&gt; Englisch<\/li>\n<li>Verfassen von drei l\u00e4ngeren <strong>Rezensionen<\/strong> f\u00fcr das \u201eWissensWert-Magazin\u201c, einem d\u00e4nischen Magazin f\u00fcr deutsche Lehrkr\u00e4fte und die Goethe-Institut D\u00e4nemark Website<\/li>\n<li>Mithilfe bei der Durchf\u00fchrung von <strong>Lesungen und Kulturveranstaltungen<\/strong>, wie z.B. einer Veranstaltung mit Anke Stelling und Kristine Bilkau<\/li>\n<li>Betreuung der <strong>Website<\/strong> (Erstellen von Veranstaltungen, Anlegen von Artikeln)<\/li>\n<li>Teilnahme an <strong>Webinaren <\/strong>und Erstellen von <strong>Protokollen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zusammenarbeit mit Mitarbeiter*innen und Partnern vor Ort<\/strong><\/p>\n<p>Mein Praktikum fing an kurz nachdem das Goethe-Institut vom zweiten Stock, aus R\u00e4umlichkeiten mit vielen kleinen B\u00fcros, in den vierten Stock gezogen war, wo es nur ein Gro\u00dfraumb\u00fcro und lediglich zwei einzelnen B\u00fcros f\u00fcr die Instituts- und Verwaltungsleiterin gab. Die Arbeitspl\u00e4tze der Praktikantinnen befanden sich so ganz in der N\u00e4he von den restlichen Mitarbeiter*innen, was nicht nur die Kommunikation erleichterte sondern auch daf\u00fcr sorgte, dass man immer im Bilde war, was in den verschiedenen Abteilungen passierte. Generell herrschte eine sehr freundliche Atmosph\u00e4re im B\u00fcro und zwischen den Kolleg*innen. Besonders gefallen hat mir, dass einem als Praktikantin im Goethe-Institut sehr viel Vertrauen entgegen gebracht wird. Man erledigt sehr viel selbstst\u00e4ndig, kann aber jederzeit Feedback einfordern oder nachfragen, wenn man unsicher ist. Mein Eindruck war auch, dass Unstimmigkeiten oder kleinere Meinungsverschiedenheiten durch die offene Kommunikation schnell gekl\u00e4rt werden. Interessant war auch der Einblick in die Zusammenarbeit mit externen Partner*innen, wie zum Beispiel der Deutschen Botschaft in Kopenhagen oder EUNIC (EU National Institutes for Culture).<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung des Praktikums\/ berufliche und fachliche Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Mich hat das Praktikum am Goethe-Institut sowohl pers\u00f6nlich als auch beruflich und fachlich sehr bereichert. Die vielseitigen Aufgaben haben daf\u00fcr gesorgt, dass ich eine gute \u00dcbersicht \u00fcber die T\u00e4tigkeitsbereiche des Instituts gewinnen konnte. Das Vertrauen, das mir gegen\u00fcber gezeigt wurde, ermutigte mich, selbstst\u00e4ndig zu arbeiten und verschiedene Sachen auszuprobieren. Auch beim Produzieren von Inhalten f\u00fcr die Sozialen Medien konnte ich mich kreativ ausleben und Inhalte entwickeln, die teilweise auch mit den Instituten aus der Region (Skandinavien, Niederlande, Irland und England) geteilt wurden.<\/p>\n<p>Diese positiven Erfahrungen haben nat\u00fcrlich auch Einfluss auf meine berufliche und fachliche Entwicklung genommen, denn nun kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich mir gut vorstellen k\u00f6nnte, in einem Kulturinstitut wie dem Goethe-Institut zu arbeiten. \u00dcberzeugt haben mich die Vielfalt der Aufgaben, die vielen spannenden Literatur und \u00dcbersetzungsprojekte sowie der Aspekt der Kulturvermittlung. Im Goethe-Institut D\u00e4nemark habe ich f\u00fcr ein paar Monate eine Perspektive auf Deutschland aus der d\u00e4nischen Sicht eingenommen, was ich als unglaublich spannend und lehrreich empfunden habe. Auch das Arbeiten mit der d\u00e4nischen Sprache und generell das Arbeiten in Kopenhagen hat mich darin best\u00e4rkt, meine Sprachkenntnisse weiter auszubauen und eine berufliche Zukunft auch au\u00dferhalb Deutschlands in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p><strong>Abschlussbemerkungen<\/strong><\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftigen Praktikant*innen des Goethe-Instituts D\u00e4nemark empfehle ich, vor allem neugierig und offen zu sein. Durch die vielen verschiedenen Projekte des Goethe-Instituts k\u00f6nnen die Aufgaben jeden Tag ein wenig anders aussehen. Wenn man das Bed\u00fcrfnis hat, eigene Projekte durchzuf\u00fchren, sollte man dies von Anfang an kommunizieren, da sonst nicht wirklich Zeit daf\u00fcr bleibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von meinem Praktikum im Goethe-Institut D\u00e4nemark im Bereich Information und Kultur habe ich erwartet, dass ich Einblicke in die T\u00e4tigkeitsfelder, in die Struktur und Organisation des Goethe-Instituts sowie die Konzeption und praktische Ausgestaltung der deutsch-d\u00e4nischen kulturellen Zusammenarbeit bekomme. 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