{"id":703,"date":"2022-08-23T11:49:51","date_gmt":"2022-08-23T09:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=703"},"modified":"2024-02-22T11:51:57","modified_gmt":"2024-02-22T10:51:57","slug":"praktikum-im-bereich-wordpress-entwicklung-in-portugal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/08\/23\/praktikum-im-bereich-wordpress-entwicklung-in-portugal\/","title":{"rendered":"Praktikum im Bereich WordPress Entwicklung in Portugal"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich ein Auslandssemester an Instituto Superior Tecnico in Lissabon machen. Jedoch ist aufgrund eines Kommunikationsfehlers mit eben dieser Universit\u00e4t meine Bewerbung fehlgeschlagen. Da ich bereits meine Unterkunft und Hinflug gebucht hatte, habe ich mich entschlossen trotzdem nach Lissabon zu fahren und mir ein Praktikum zu suchen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Meine Unterkunft hatte ich \u00fcber Erasmus Life Lisboa gebucht. Auf deren Website sah ich dann auch die M\u00f6glichkeit ein Praktikum zu absolvieren. Erasmus Life Lisboa ist die zentrale Anlaufstelle f\u00fcr alle Events in Lissabon f\u00fcr Erasmus Studierende und ich habe gehofft, dadurch Teil der Erasmus Bubble zu werden. Nach der Bewerbung hat man erstmal ein sehr kurzes Bewerbungsgespr\u00e4ch mit Placement in Portugal, welche Vermittler f\u00fcr die Praktikumsstellen sind. W\u00e4hrend des Prozesses habe ich mich dann f\u00fcr die Stelle als WordPress Entwickler entschieden und hatte dann ein Bewerbungsgespr\u00e4ch mit dem Manger des Housing Departments. Zwei Wochen sp\u00e4ter habe ich bereits angefangen mit dem Praktikum. Mein Ansprechpartner an der FU Berlin waren sehr hilfsbereit und haben es mir trotz der kurzfristigen Zusage zum Praktikum erm\u00f6glicht die Erasmus+ F\u00f6rderung zu erhalten.<\/p>\n<p>An meinem ersten Arbeitstag habe ich meine Entscheidung f\u00fcr das Praktikum kurzzeitig bereut. Meine Kollegen arbeiteten von 10 bis 18 Uhr, was f\u00fcr mich bedeutete, dass ich auch nicht fr\u00fcher ins B\u00fcro gehen konnte, weil das B\u00fcro erst ab 10 Uhr ge\u00f6ffnet ist. Im Vergleich zu meinen deutschen Arbeitszeiten ist 10-18 Uhr mitten im Tag und sowohl davor als auch danach h\u00e4tte man nicht mehr viel vom Tag gehabt. Nach R\u00fccksprache mit meinem Chef hat er mir gl\u00fccklicherweise den Freiraum gegeben montags und freitags im Home Office zu arbeiten. Au\u00dferdem konnte ich vormittags im Home Office bleiben und meine Arbeitszeit war von 8-15 Uhr. Das hat mir erm\u00f6glicht an mehr Erasmus Veranstaltungen teilnehmen zu k\u00f6nnen und das Leben hier richtig zu genie\u00dfen. Das Department Housing dient als Vermittler von Wohnungen an Erasmus Studierende. Meine Hauptaufgabe war neue Wohnungen auf die Website zu stellen und Informationen zu pflegen. Leider geh\u00f6rte diese Aufgabe zu den weniger spannenden Aufgaben, weil das weder intellektuell herausfordernd ist noch man daf\u00fcr tiefe IT-Kenntnisse ben\u00f6tigt. Nichtsdestotrotz habe ich das Buchungssystem auf der Website weiterentwickelt und erm\u00f6glicht, dass Benutzer die Sprache auf der Website \u00e4ndern k\u00f6nnen. Das Team ist bewusst sehr jung zusammengestellt, sodass die Arbeitsatmosph\u00e4re dementsprechend entspannt ist. Mit den Kollegen kann man auch nach der Arbeit ein oder mehrere Bier trinken und Ausfl\u00fcge unternehmen. Au\u00dferdem ist das Event Department in den gleichen R\u00e4umlichkeiten, wodurch man st\u00e4ndig von unterschiedlichen Veranstaltungen erf\u00e4hrt, zu denen man hingehen kann.<\/p>\n<p>Ich wohnte in Lissabon in einer 10er WG nahe der Metro Station Arroios. Der Teil der Stadt ist eher eine Wohngegend, in der auch viele Portugiesen wohnen.\u00a0 Letztendlich haben wir zu elft in der Wohnung gewohnt, weil ein P\u00e4rchen in einem der Zimmer mit Einzelbett gewohnt hat. Bei so vielen Personen ist es nat\u00fcrlich eine Herausforderung die Wohnung und besonders die K\u00fcche sauber zu halten. Auch wenn Reinigungskr\u00e4fte jeden Montag, Mittwoch und Freitag kommen, haben wir es trotzdem geschafft die K\u00fcche schnell sehr unordentlich werden zu lassen, auch weil nicht alle das Abwaschen und Wegr\u00e4umen von benutztem Geschirr als wichtig empfinden. Bei 11 Leuten ist es erwartbar, dass unterschiedliche Pers\u00f6nlichkeiten aufeinandertreffen und deswegen nicht jeder mit jedem beste Freunde werden. Es hat sich bei uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Auch wenn wir uns alle insgesamt gut verstanden haben, vermisst man am Ende des Semesters nicht jeden. Nichtsdestotrotz hatten wir viele gemeinsame Kochabende, Ausfl\u00fcge und haben zusammen Partys gefeiert. Innerhalb der kleineren Gruppen haben sich tolle Freundschaften gebildet, die den Auslandsaufenthalt zu einem besonderen Ereignis gemacht haben. Als wir die ersten Leute zum Flughafen bringen mussten, weil sie wieder nach Hause gefahren sind, lagen wir uns teilweise mit Tr\u00e4nen in den Armen, weil wir so eine sch\u00f6ne gemeinsame Zeit hatten. Auch wenn sich das so kurz nach dem Auslandsaufenthalt leicht sagen l\u00e4sst, f\u00fchlen sich einige der hier geschlossen Freundschaften, wie Freundschaften f\u00fcrs Leben an.<\/p>\n<p>Lissabon als Wahl f\u00fcr einen Auslandsaufenthalt war eine fantastische Wahl und hat meine Erwartungen noch \u00fcbertroffen. Mit der sehr ausgebauten Metro ist man \u00fcberall sehr schnell und die Z\u00fcge fahren von Cais do Sodre an sehr vielen Str\u00e4nden vorbei. Lissabon ist \u00fcber die letzten Jahre zu einer der Surfhochburgen geworden, auch weil Nazare in der N\u00e4he ist. Es gibt zahlreiche Surfschulen, in denen man als Erasmus Student*in zus\u00e4tzlich Rabatte bekommt. Auch wenn Lissabon durch die sehr bergige Landschaft, das viele hupen der Autos und die schmalen Fu\u00dfg\u00e4ngerwege teilweise etwas herausfordernd ist, w\u00e4chst einem die Stadt sehr ans Herz. Es gibt zahlreiche Pl\u00e4tze und Cafes in denen man mit einem Pastel de Nata als Snack lernen kann und mit den anderen Studierenden Zeit verbringen kann. In Bairro Alto, dem Barviertel Lissabons, gibt es eine Bar namens \u201eErasmus Corner\u201c zu der man sich besonders am Anfang des Semesters einfach nur hinstellen muss und nach wenigen Minuten hat man bereits 100 neue Freunde gefunden. Mit 2\u20ac f\u00fcr ein gro\u00dfes Bier + Shot deiner Wahl ist es auch wirtschaftlich sehr empfehlenswert. In Lissabon und im Umland sind so viele Ausflugm\u00f6glichkeiten, dass man jedes Wochenende etwas unternehmen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich ein Auslandssemester an Instituto Superior Tecnico in Lissabon machen. Jedoch ist aufgrund eines Kommunikationsfehlers mit eben dieser Universit\u00e4t meine Bewerbung fehlgeschlagen. 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