{"id":724,"date":"2022-09-30T14:20:38","date_gmt":"2022-09-30T12:20:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=724"},"modified":"2024-02-22T11:54:01","modified_gmt":"2024-02-22T10:54:01","slug":"praktikum-an-einem-astrophysikinstitut-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/09\/30\/praktikum-an-einem-astrophysikinstitut-in-spanien\/","title":{"rendered":"Praktikum an einem Astrophysikinstitut in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Den Praktikumsplatz habe ich organisiert indem ich nach Astrophysikinstituten in Spanien gesucht habe und anschlie\u00dfend den Abteilungsleiter der f\u00fcr mich spannendsten Abteilung eine Email geschrieben habe. Der Abteilungsleiter (mein Betreuer) war sehr freundlich und hilfsbereit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Praktikumsinhalte<\/strong><\/p>\n<p>Ich konnte mitbestimmen was f\u00fcr Aufgaben ich im Institut \u00fcbernehmen wollte und als mich ein Projekt weniger Interessiert hat wurden mir andere Aufgaben \u00fcbergeben. Inhaltlich ging es haupts\u00e4chlich um Datenanalyse mit Python: einmal f\u00fcr ein Ingenieursprojekt zur Verbesserung eines Detektors und einmal zur Recherche f\u00fcr ein Paper \u00fcber Exoplaneten. Ich konnte die Entwicklungslabore des Instituts besichtigen, die aus Reinr\u00e4umen, Fertigungshallen und Elektroniklaboren bestanden. Einmal konnte ich die Ingenieure bei einem Projekt im Calar Alto Observatory begleiten. Dort haben wir denn den ganzen Tag verbracht um einen Spiegel neu zu bedampfen.\u00a0 Ich konnte au\u00dferdem bei den Vortr\u00e4gen der Workshops die im Institut stattfanden zuh\u00f6ren und habe mich nach einem dieser Workshops mit dem\u00a0 der Royal Astronomical Society beim Tapas-Essen unterhalten. Die Atmosph\u00e4re im Institut war sehr viel freundschaftlicher als ich es aus meiner Forschungsgruppe zur Bachelorarbeit aus Berlin kenne.<\/p>\n<p>Nach Meetings ist man oft ins Caf\u00e9 gegangen und hat sich noch eine Stunde unterhalten. Ich habe Mittags immer mit einer gro\u00dfen Gruppe Doktoranden zusammen gegessen.\u00a0 Es war sehr einfach Anschluss zu finden und ich wurde schon von der ersten Woche an zu Ausfl\u00fcgen an den Strand und anderen Aktivit\u00e4ten eingeladen. Obwohl ich die einzige nicht Spanische Person war wurde \u00fcberwiegend auf englisch gesprochen und sonst wurden mir die Gespr\u00e4che anfangs \u00fcbersetzt. Sp\u00e4ter konnte ich den Gespr\u00e4chen immer mehr auf Spanisch folgen und es wurde weniger Englisch geredet. Allerdings macht es der starke Dialekt in Granada schwierig die Leute zu verstehen.<\/p>\n<p>Mit den Doktoranden aus meinem B\u00fcro habe ich mich sehr gut verstanden und habe ein Wochenende im Elternhaus in einem Dorf am Meer von einem der Doktoranden verbracht um dort das Dorffest zu erleben.<\/p>\n<p><strong>Alltag<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe in einer sehr sch\u00f6nen Altbauwohnung zwischen dem arabischen Viertel, dem Barockviertel und der Alhambra gewohnt. Da die Wohnung gut gelegen war konnte ich so gut wie \u00dcberall in unter 30 Minuten hinlaufen. Mit 295 Euro pro Monat war das Zimmer f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse in Granada ein bisschen auf der teureren Seite, aber im Vergleich zu Berlin enorm billig. Das Zimmer habe ich \u00fcber das Portal Idealista gefunden. Ich hatte bei der Ankunft in Granada nur ein paar N\u00e4chte im Hostel gebucht und die Zeit daf\u00fcr genutzt um die Wohnungen die ich im Internet gefunden hatte zu besichtigen. Ich hatte drei Mitbewohner, alles ebenfalls Erasmus Studenten. Dadurch hatte ich, obwohl ich nicht an der Uni war sofort Kontakt zu anderen Studenten und habe schnell Freunde gefunden.<\/p>\n<p>Granada ist eine sehr lebendige Stadt voll mit kleinen Restaurants und Bars, viel Livemusik (vor allem Famenco) auf den Stra\u00dfen und Veranstaltungen wie Handwerksm\u00e4rkte Stra\u00dfenfestivals oder Jahrm\u00e4rkte. Abends trifft man sich zum Essen in Tapasbars oder zum Picknick auf einem der Aussichtspunkt \u00fcber der Stadt. Die Tapasbars sind so billig dass es sich fast nicht lohnt zu zuhause zu kochen.\u00a0 Die Wochenenden habe ich meist am Strand in einem der naheliegenden D\u00f6rfer verbracht. Diese sind mit Bussen oder Carsharing (Blabla Car) in unter einer Stunde zu erreichen. Gegen Ende meines Aufenthalts wurde es tags\u00fcber jeden Tag an die 40 Grad sodass man es mittags fast nur am Strand oder in klimatisierten R\u00e4umen ausgehalten hat. Da meine Wohnung keine Klimaanlage hatte bin ich oft l\u00e4nger im Institut geblieben.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen dass ich meine Zeit in Granada sehr genossen habe. Ich habe viel \u00fcber das Leben in Spanien gelernt und Freunde gefunden mit denen ich Kontakt halten werde. Wenn es irgendwie m\u00f6glich ist werde ich versuchen ein regul\u00e4res Erasmussemester im Master zu machen.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr Praktikant:innen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><\/p>\n<p>Einfach eine Email an einen Abteilungsleiter schreiben in der steht wonach du suchst und was du gerne machen w\u00fcrdest.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe vor meiner Anreise im Internet in verschiedenen Portalen gesucht. Da es viele Zimmer gab bin ich dann erstmal angereist und habe mir die Wohnungen angeschaut. Das w\u00fcrde ich wirklich empfehlen, die Wohnungen wirken oft ganz anders als auf den Fotos und man at die M\u00f6glicheit die Mitbewohner kennenzulernen. Nach drei Tagen hatte ich dann eine Wohnung gefunden die mir gefallen hat und konnte auch direkt einziehen.<\/p>\n<p>Obwohl die Immobiliengesellschaft viele Wohnung exklusiv an Erasmusstudenten vermietet hat, gab es den Mietvertrag nicht auf englisch und keiner der Mitarbeiter sprach auch nur ein Wort Englisch. Wenn man die Sprache nicht beherrscht sollte man jemanden zum \u00dcbersetzten mitbringen (sie wollten nicht, dass jemand am Telefon \u00fcbersetzt) oder jemanden zumindest mal \u00fcber den Vertrag dr\u00fcber lesen lassen.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe eine Versicherung beim DAAD abgeschlossen, das ging einfach und die haben bei Nachfragen superschnell geantwortet.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe kein neues Konto er\u00f6ffnet. W\u00e4re ich l\u00e4nger in Spanien geblieben h\u00e4tte ich das aber auf jeden Fall gemacht, da ich mit meiner Sparkassenkarte bei jeder Bargeldabhebung zwischen 7 und 12\u20ac bezahlt habe. Man kann aber fast \u00fcberall in mit Karte bezahlen.<\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>In Granada gibt es f\u00fcr Studenten unglaublich viel zu tun. Die Stadt ist voll mit Tapasbars, Livemusik, Open-Mic, Pub quizz, Clubs, Konzerten oder entspannten Spots wo sich Leute abends treffen.\u00a0 Man kann in den umliegenden Bergen Wandern und Campen und im Winter sogar Skifahren.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><\/p>\n<p>Das Meer ist ca. eine Stunde von der Stadt entfernt, sodass man am Wochende einfach an den Strand fahren kann. Es fahren Busse (ca 8\u20ac pro Fahrt) oder man l\u00e4sst sich von einem Blabla Car mitnehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Praktikumsplatz habe ich organisiert indem ich nach Astrophysikinstituten in Spanien gesucht habe und anschlie\u00dfend den Abteilungsleiter der f\u00fcr mich spannendsten Abteilung eine Email geschrieben habe. 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