{"id":736,"date":"2022-10-20T10:22:30","date_gmt":"2022-10-20T08:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=736"},"modified":"2024-02-22T11:55:35","modified_gmt":"2024-02-22T10:55:35","slug":"praktikum-im-bereich-tierhilfe-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/10\/20\/praktikum-im-bereich-tierhilfe-in-spanien\/","title":{"rendered":"Praktikum im Bereich Tierhilfe in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Zur Vorbereitung meines Auslandpraktikums habe ich zun\u00e4chst eine Art Brainstorming gemacht, in welchen Bereich ich mir vorstellen k\u00f6nnte zu arbeiten. F\u00fcr mich wurde so schnell klar, dass ich zum einen in den Bereich der Tierhilfe gehen m\u00f6chte, und au\u00dferdem auch gerne viel drau\u00dfen arbeite und einen vielf\u00e4ltigen und abwechslungsreichen Arbeitsalltag haben<br \/>\nm\u00f6chte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Da Nordspanien, oder Genauer Barcelona von Anfang an meine Pr\u00e4ferenz war, habe ich begonnen mich im Internet \u00fcber soziale Projekte oder Etablissements zu informieren, die es sich in irgendeiner Form zur Aufgabe gemacht haben Tieren zu helfen. Bei meinen Recherchen<br \/>\nbin ich auf eine Vielzahl an Unternehmen und Vereinigungen gesto\u00dfen welche ich sehr ansprechend und spannend fand. Ich habe diese dann daraufhin per Mail oder telefonisch kontaktiert jedoch sehr viele Absagen bekommen da meine Wohnsituation noch unklar war und dieser Umstand f\u00fcr viele ein Ausschlusskriterium darstellte. Mir wurde klar, dass es<br \/>\nsinnvoller ist mich zun\u00e4chst um die Wohnungssuche zu k\u00fcmmern um mir so bessere Chancen auf eine Praktikantenstelle zu sichern. Die Wohnungssuche in Barcelona erwies sich als sehr schwierig und teuer. Ich begann mich also auf die umliegende Gegend zu konzentrieren und fand schlie\u00dflich eine Unterkunft in einem kleinen Ort namens \u201eEmpuriabrava\u201c, der zum Gro\u00dfteil aus kleinen Ferienh\u00e4usern besteht welche die meiste Zeit im Jahr Leerstehen. Dadurch war es sehr viel einfacher eine Unterkunft zu finden jedoch wurde so auch der Kontakt mit Einheimischen ein wenig erschwert. Der Ort liegt ist etwa 1,5 Stunden mit dem Zug von Barcelona entfernt. Nachdem die Unterkunft gesichert war kam ich sehr schnell zu einer Stelle in einem nicht weit von Empuriabrava gelegenen Tierheim in Forti\u00e1. Der Kontakt fand ausschlie\u00dflich auf spanisch statt, sodass ich sehr viel mit \u00dcbersetzungsprogrammen arbeiten musste. Hierbei war die App \u201eDeepl\u201c mein pers\u00f6nlicher Favorit.<\/p>\n<p>Bevor die Reise losgehen konnte galt es aber noch eine geeignete Reiseversicherung zu finden. Durch einen privaten Tipp<br \/>\nhabe ich mich schlie\u00dflich f\u00fcr eine Reisekranken- und Haftpflichtversicherung von \u201eHansemerkur\u201c entschieden, da diese ein<br \/>\nAngebot hatten was f\u00fcr den Zeitspanne die ich im Ausland verbringen sollte ideal passte. Vor Ort galt es zun\u00e4chst sich ein Auto zu organisieren, da sich das Tierheim auf einem ein wenig abgelegenen Hof befand und der \u00f6ffentliche Nahverkehr in Spanien wie sich herausstellte denkbar schlecht ausgebaut ist. Da die Betreiberin des Tierheims, welche auch f\u00fcr uns Praktikanten die anweisende Person war nur Spanisch spricht kam<br \/>\nw\u00e4hrend unserer Einarbeitung eine Bekannte von ihr vorbei, die \u00fcber deutsch Kenntnisse verf\u00fcgte. So konnten alle wichtigen Grundlagen und ein ungef\u00e4hrer Arbeitsalltag ohne Missverst\u00e4ndnisse abgekl\u00e4rt werden, was vor Allem durch die direkte Arbeit mit Lebewesen und die damit einhergehende gro\u00dfe Verantwortung sehr wichtig war.<\/p>\n<p>Unser Arbeitsalltag vor Ort erwies sich als sehr abwechslungsreich. Zum einen gab es t\u00e4glich anstehende Aufgaben wie vor Allem alle Bereiche der Tierpflege (Reinigung der Zwinger, F\u00fctterung, Gassi gehen). Au\u00dferdem mussten f\u00fcr die Tiere aber auch Profile erstellt werden, um die Vermittlung zu erm\u00f6glichen. Dazu geh\u00f6rten zum einen das Aufnehmen von Fotos und Videos aber auch genaue Verhaltensanalysen f\u00fcr die es deutlich mehr Zeit bedarf, da man nat\u00fcrlich jedes Tier erstmal kennenlernen musste. Gleichzeitig galt es strukturelle Ver\u00e4nderungen an der Anlage vorzunehmen um den Tieren vor Ort das Leben ein wenig ertr\u00e4glicher zu gestalten (Ausbau von Ausl\u00e4ufen im Freien, Bau von Hundeh\u00fctten etc.). Zus\u00e4tzlich zu diesen immer anstehenden Aufgaben gab es auch andere T\u00e4tigkeitsbereiche wie Tierarztbesuche wenn eines der Tiere krank war oder auch spontane Eins\u00e4tze wenn irgendwo im Umland ein herrenloser Hund gefunden wurde. Schnell wurde klar, dass ein Arbeitsbereich wie dieser viel einfordert: Zum einen Zeit, die Arbeitswoche bestand f\u00fcr mich aus sch\u00e4tzungsweise mindestens 42 Stunden und fand auch am Wochenende statt. Au\u00dferdem auch eine gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t im Alltag da es keine festen Arbeitszeiten gibt und du immer einsatzbereit sein musst, und nat\u00fcrlich auch eine hohe Stresstoleranz die durch die Arbeit mit traumatisierten Tieren von gro\u00dfer Wichtigkeit ist.<\/p>\n<p>Eine gute Freizeitgestaltung musste aufgrund der Arbeit dementsprechend meist relativ spontan stattfinden. Falls ich mal einen gr\u00f6\u00dferen Ausflug geplant hatte konnte ich mir zwischenzeitlich nach Absprache auch mal einen Tag freinehmen. Einmal habe ich beispielswei\u00dfe das Haus des Malers Salvator Dal\u00ed besichtigt, welcher in der Gegend lebte. Dadurch, dass ich ein Auto zur Verf\u00fcgung hatte belief sich die Gestaltung meiner Freizeit oft darauf das Umland zu erkunden und die katalonische Kultur besser kennenzulernen. Ich habe einige Zeit in Barcelona verbracht, war aber auch viel in er Natur unterwegs und hatte so einen guten Kompromiss zwischen dem turbulenten Gro\u00dfstadtleben und Entspannung auf dem Land oder auch am Meer.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend habe ich mein Praktikum als eine sehr positive aber auch herausfordernde Zeit in Erinnerung in der ich sehr viel gelernt habe. Ich konnte meine Sprachkenntnisse in spanisch aufbessern und viele beeindruckende Eindr\u00fccke aus der katalonischen Kultur sammeln. Au\u00dferdem konnte ich auch meinen Wissensstand im Umgang mit<br \/>\nTieren aber auch in der organisatorischen Arbeit eines Tierheims multiplizieren. Voraussetzung f\u00fcr meine Arbeit dort war vor Allem eine gro\u00dfe Tierliebe und ein unerm\u00fcdliches Interesse an der Auseinandersetzung mit Tieren. Diese Eigenschaft sollte man denke ich unbedingt mitbringen falls man sich beispielswei\u00dfe f\u00fcr die Arbeit in einem Tierheim interessiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Vorbereitung meines Auslandpraktikums habe ich zun\u00e4chst eine Art Brainstorming gemacht, in welchen Bereich ich mir vorstellen k\u00f6nnte zu arbeiten. 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