{"id":750,"date":"2022-12-13T11:20:33","date_gmt":"2022-12-13T10:20:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=750"},"modified":"2024-02-22T14:13:06","modified_gmt":"2024-02-22T13:13:06","slug":"praktikum-bei-einem-bildungs-und-kulturinstitut-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2022\/12\/13\/praktikum-bei-einem-bildungs-und-kulturinstitut-in-spanien\/","title":{"rendered":"Praktikum bei einem Bildungs- und Kulturinstitut in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Mein Auslandspraktikum habe ich in der der Fundaci\u00f3n Francsico Giner de los R\u00edos, auch bekannt als Instituci\u00f3n Libre de Ensena\u00f1za (ILE) gemacht, die eine traditionsreiche Bildungs- und Kultureinrichtung im Herzens Madrids ist. 1876 gegr\u00fcndet, blickt sie auf eine lange Historie zur\u00fcck. Dennoch wurde sie erst in den 80er Jahren nach der Diktatur wurden ihre Funktionen sowie R\u00e4umlichkeiten g\u00e4nzlich wieder hergestellt. Bekannter ist ihre Schwesterorganisation die Residencia de Estudiantes, die von der Fundaci\u00f3n gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dieses Kulturzentrum wurde schon in den 70er Jahren wiederbelebt, weshalb die das kulturelle Projekt der ILE sich noch im Ausbau (noch weniger Events, Personal etc.). Die Fundaci\u00f3n Francisco Giner de los R\u00edos (ILE) verf\u00fcgt \u00fcber 5 Festangestellte, wobei je nach Projekten bis zu 10 Personen unter Vertrag sind. Die Fundaci\u00f3n Francisco Giner de Los R\u00edos wurde 1916 im Gedenken an Francisco Giner de los R\u00edos, der ein Universit\u00e4tsprofessor und kulturelle Leitfigur in Bezug auf sp\u00e4tere Reformen der Bildung im Spanien des 19. Und 20. Jh. war, gegr\u00fcndet. Inspiriert von der philosophischen Str\u00f6mung Krausismus (1876 \u2013 1936) modernisierte er das spanische Bildungssystem, indem er die private Bildungseinrichtung Instituci\u00f3n Libre de Ense\u00f1anza gr\u00fcndetete. Er verteidigte die Freiheit in der Ausf\u00fchrung seiner Professur, ohne sich einem religi\u00f6sen oder politischen Dogma unterwerfen zu wollen. Seine Reformp\u00e4dagogik st\u00fctze sich auf Ideen des deutschen Philosophen Karl Christian Friedrich Krause: eine integrale Ausbildung mit Gleichberechtigung, Alltagsbezug und dem Fokus auf den Sch\u00fclerInnen. Mit anderen Leitfiguren dieser Epoche stie\u00df er Institutionen wie die Junta para la Ampliaci\u00f3n de estudios, Residencia de Estudiantes und das Museo Pedag\u00f3gico Nacional an, welche Einrichtungen die Avantgarde der Zeit darstellten z.B. mit Stipendien f\u00fcr das Studium im Ausland oder Ferien Exkursionen f\u00fcr Grundschulkinder. Zur Bewahrung des kulturellen Erbes des Universit\u00e4tsprofessors wurde die Stiftung Giner de Los R\u00edos gegr\u00fcndet und erh\u00e4lt noch heute die Grundpfeiler der ILE: den Bolet\u00edn (\u201eNewsletter\u201c) de la Instituci\u00f3n Libre Ense\u00f1anza und noch heute fungiert sie als Bildungszentrum.<\/p>\n<p>Mein Praktikum habe ich in der Abteilung f\u00fcr Kulturelles bzw. \u00d6ffentlichkeitsarbeit absolviert; in Spanien wird das Berufsfeld als \u201eGestor cultural\u201c bezeichnet, sozusagen Kulturmanager. Das B\u00fcro des Kulturreferats sitzt in der zuvor erw\u00e4hnten Residencia de Estudiantes, die mit ihrer Er\u00f6ffnung Anfang des 20 Jh. als erstes Kulturzentrum Spaniens und Prototyp des wissenschaftlichen und k\u00fcnstlerischen Austausches in Europa auf interdisziplin\u00e4rer Basis zu verstehen ist. Es lernten und lebten dort Pers\u00f6nlichkeiten wie Federico Garc\u00eda Lorca, Salvador Dal\u00ed, Luis Bu\u00f1uel. Die Residencia und die ILE sind heute vor allem durch das Portal de la Edad de Plata verbunden. Dies ist ein virtuelles Archiv mit Zeitschriften, Ausstellungen, Publikationen und audiovisuellem Material, das zur Wahrung, Aufbereitung und Verbreitung der Werke der wissenschaftlichen und kulturellen Epoche Spaniens zwischen 1868 bis 1936 (\u201eEdad de Plata\u201c) gegr\u00fcndet worden ist.<\/p>\n<p>Die Abteilung f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Kulturelles besteht aus zwei KollegInnen. Dieser Bereich ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Organisation jeglicher kultureller Aktivit\u00e4ten (Buchvorstellungen, Seminare und Konferenzen zu gesellschafts-politischen Themenfeldern), Besucherservice der Stiftung, Emailkorrespondenzen und f\u00fcr die Vermietung der Stiftungsr\u00e4umlichkeiten an Firmen und Organisationen. Von letzterem finanziert sich die Stiftung momentan noch, da sich die kulturellen Aktivit\u00e4ten gerade noch im Ausbau befinden. Das Ziel der Stiftung ist, sich in Zukunft g\u00e4nzlich \u00fcber die Einnahmen und Projektfinanzierungen durch die Regierung zu finanzieren. Zu meinen Aufgaben geh\u00f6rten insbesondere die Emailkorrespondenz vor allem in Bezug auf Anfragen per E-Mail in englischer Sprache aus dem Ausland, F\u00fchrungen f\u00fcr Architekten \u00fcber das Stiftungsgel\u00e4nde zu geben, \u00dcbersetzungen f\u00fcr die Stiftung und ihre Schwesterorganisation die Residencia de Estudiantes vom Spanischen ins Deutsche oder Englische anzufertigen und die generelle Unterst\u00fctzung bei der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung jeglicher kultureller Veranstaltungen im Rahmen der Stiftung.<\/p>\n<p>Die Kontaktaufnahme mit der Stiftung hat sehr einfach stattgefunden. Per E-Mail habe ich meine Bewerbungsunterlagen an die Fundaci\u00f3n Francisco Giner de los R\u00edos\/ ILE und deren Schwesterorganisation die Residencia de Estudiantes geschickt. Letztendlich hat mich die Instituci\u00f3n Libre de Ensena\u00f1za angenommen, gleichwohl ich ebenfalls Aufgaben im Rahmen der Residencia de Estudiantes \u00fcbernehme. Das liegt insbesondere daran, dass sich unser B\u00fcro ebenfalls in den R\u00e4umlichkeiten der Residencia de Estudiantes und nicht selbst auf de Stiftungsgel\u00e4nde befinden.<\/p>\n<p>Insgesamt war es aber dennoch sehr kompliziert und schwierig f\u00fcr mich \u00fcberhaupt in Spanien einen Praktikumsplatz zu finden. Anfang April 2022 habe ich begonnen, ein Praktikum im Anschluss an mein Auslandssemester an der Universit\u00e4t in Granada (SoSe 2022) zu suchen; spezifisch f\u00fcr den Zeitraum Juli bis Mitte\/Ende Oktober 2022. Die Suche war nicht nur aufw\u00e4ndig und nach viel Zeit in Anspruch, sondern war es vor allem schwierig ein seri\u00f6ses Praktikum zu finden. Unter andere habe ich das Erasmusintern.org Portal genutzt. Die Stellenausschreibungen waren meist nicht passend, g\u00e4nzlich unbezahlt und wirkten g\u00e4nzlich unseri\u00f6s. Deshalb habe ich schnell begonnen im Internet nach sozialen oder politischen Organisationen\/ Stiftungen zu suchen und diese direkt mit meinen Bewerbungsunterlagen per E-Mail zu kontaktieren. Auch wenn ich bis zu 50 solcher Mails verschickt habe, bekam ich, wenn \u00fcberhaupt eine Antwort, nur Absagen \u2013 oder dass die Praktikumspl\u00e4tze f\u00fcr dieses Jahr bereits vergeben sind. Auf die Stiftung Fundaci\u00f3n Francisco Giner de los R\u00edos bin ich \u00fcber einen Freund meiner Familie gekommen, der mir von der Institution erz\u00e4hlt hatte. Ich begann \u00fcber die Einrichtung zu recherchieren, die sich als eine der einflussreichsten Bildungseinrichtungen der spanischen Geschichte herausstellte. Neben der ILE hatte ich noch die M\u00f6glichkeit entweder an dem CSIC (Consejo Suprior de Investigaciones Cient\u00edficas, der sogar von der ILE gegr\u00fcndet wurde) ein Praktikum im Bereich der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Erasmus zu machen, sowie einen Praktikumsplatz bei einer deutschsprachigen Zeitung Costa Blanca News in Bernidorm, in Alicante. Letztendlich habe ich mich aus meinem Interesse, sowie aus Gr\u00fcnden des Prakitkumszeitraums und der Aufwandsentsch\u00e4digung (die anderen Praktika w\u00e4ren g\u00e4nzlich unverg\u00fctet gewesen) f\u00fcr die Instituci\u00f3n Libre de Ense\u00f1anza entschieden. Insgesamt kann ich nur noch einmal abschlie\u00dfend dazu sagen, dass es wirklich sehr schwer war einen Auslandspraktikum in Spanien zu finden und ich mir auch vorgestellt hatte, dass es von der FU mehr Unterst\u00fctzung bzw. vielleicht schon Partnerschaften mit Organisationen oder Firmen in Spanien gibt; so wie es der Fall vieler andere Universit\u00e4ten in Deutschland ist. Gerade in Spanien sind solche Partnerschaften mit Universit\u00e4ten sehr \u00fcblich, solche eine m\u00f6chte mein Praktikumsgeber gerne mit der FU aufrechterhalten.<br \/>\nDa ich Spanische Philologie mit Lateinamerikanistik neben Politikwissenschaft studiere, wollte ich unbedingt die M\u00f6glichkeit nutzen, und ein Praktikum an mein Auslandssemester anschlie\u00dfen. Dies nicht nur zur Verbesserung meines Spanisch, sondern auch um neben der universit\u00e4ren Erfahrung auch einen anderen Einblick in die spanische Gesellschaft bzw. Berufswelt zu erhalten. Meine Erwartungen an ein Praktikum waren, einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag einer Organisation in Spanien zu erhalten und auch erste, tats\u00e4chliche vertiefende praktische Erfahrung sammeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vorneweg l\u00e4sst sich sagen, dass ich insgesamt sehr viel hospitiert habe, z.B bei F\u00fchrungen auf Spanisch \u00fcber das Stiftungsgel\u00e4nde, sowie bei Veranstaltungen oder bei der Anfertigung von Emailkorrespondenzen mit G\u00e4stInnen der Stiftungsaktivit\u00e4ten (Professoren eingeladen zu Konferenzen etc.,). Auf der anderen Seite erledigte ich viele Rechercheaufgaben z.B. in Hinblick auf Biografien f\u00fcr die Webseite unseres des j\u00e4hrlich stattfindenden politikwissenschaftlichen und philosophischen Konferenz Democracy and Tolerance. Nicht zuletzt waren viele meiner Aufgaben organisatorischer bzw. administrativer Natur, z.B. verteilte ich Flyer bei den Events der Stiftung, verfasste Emails (vor allem in englischer Sprache), oder pflegte unsere Datenbanken (Kontaktdaten von BesucherInnen gesammelt) und organisierte und f\u00fchrte F\u00fchrungen \u00fcber das Stiftungsgel\u00e4nde durch. Dar\u00fcber hinaus durfte ich auch Texte Korrektur lesen (vor allem auf Englisch), z.B. Projektantr\u00e4ge an die Europ\u00e4ische Kommission oder auch bei der Publikation eines Buches \u00fcber Rainer Maria Rilke der Residencia de Estudiantes. Zu meinen Hauptaufgaben neben dem administrativen Bereich z\u00e4hlten aber insbesondere \u00dcbersetzungen von Texten (historischer Einordnung der Stiftung und der Residencia de Estudiantes oder Vorstellung der Aufgabenfelder) in die deutsche oder englische Sprache.<br \/>\nIn dem ersten Monat meines Praktikums habe ich mich viel in die Geschichte und die Arbeit der Stiftung eingelesen, wozu mir Dokumente und auch Zusammenfassungen von Ausstellungen, die es \u00fcber die Stiftung gab, gegeben wurden. Dies diente zum einen dazu, dass ich mir ein konkretes Bild der Stiftung machen konnte, auf der anderen Seite aber vor allem als direkte Vorbereitung f\u00fcr die gef\u00fchrten Touren \u00fcber das Stiftungsgel\u00e4nde und durch das Geb\u00e4ude, die ich in den folgenden zwei Monaten vor allem in englischer Sprache gegeben habe. Das Geb\u00e4ude der Fundaci\u00f3n Francisco Giner de los R\u00edos ist in Madrid und international ein architektonisches Meisterwerk und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Deshalb erlangt die Stiftung zahlreiche, sowohl nationale als auch internationale, Anfragen zu Besuchsm\u00f6glichkeiten. In meiner Hand lag es dann diese Emails (meist von Architektengruppen aus dem Ausland) zu beantworten und F\u00fchrungen zu koordinieren. Fachkenntnisse aus meinem Studium halfen mir ein wenig, um mich innerhalb der Stiftung historisch und thematisch zu orientieren, da die Stiftung und vor allem die Residencia de Estudiantes eng verbunden mit wissenschaftlicher, literarischer und philosophischer K\u00fcnstlerschaft im 20 Jh. In Europa verbunden war.<br \/>\nMeine Arbeitszeiten waren von Montag bis Freitag t\u00e4glich von 9:00 bis 15:00 vorort im B\u00fcro. Insgesamt habe ich einen starken Unterschied zu dem Arbeitstempo wahrgenommen, vielleicht lag das aber auch daran, dass ich (eine ausl\u00e4ndische) Praktikantin war und weniger an kulturellen Unterschieden. Das Arbeitsklima habe ich als \u00e4u\u00dferst positiv, kollegial und freundschaftlich wahrgenommen. Meist \u00fcberwiegend entspannt, konnte bei dringenden Angelegenheiten oder w\u00e4hrend spezifischen Events die Belastung und Stressniveau dennoch erheblich ansteigen. Auch mit anderen Abteilungen zum Beispiel die Abteilung f\u00fcr Kulturelles der Residencia de Estudiantes oder die der Publikationen beider Institutionen haben oft eng mit uns zusammengearbeitet, (z.B. wie erw\u00e4hnt in Hinblick auf die Publikation des Buches \u00fcber Rilke).<\/p>\n<p>Ich habe mich immer sehr gut betreut gef\u00fchlt und hatte einen direkten Ansprechpartner, der mir jegliche Fragen oder Zweifel sofort beantwortete. Dennoch muss ich zugeben, dass es sich manchmal komisch anf\u00fchlte, vor allem wenn es etwas zu tun gab, mir generelle, oberfl\u00e4chliche Dinge erkl\u00e4ren zu lassen, da meine KollegInnen nat\u00fcrlich ihren Aufgaben nachkommen mussten und ich ihnen als Praktikantin vielleicht manchmal auch \u201ezus\u00e4tzliche\u201c Arbeit bereitete. Aber das ist denke ich generell das Problem als Praktikantin oder in der Einarbeitungsphase. Manchmal war es deshalb aber so eben auch schwierig Aufgaben zu bekommen. Auf der einen Seite konnte ich mir so oft selbst meine Aufgaben (aus)suchen, auf der anderen Seite wurden so manchmal wenige \u00fcbertragen. Denn z.B in Hinblick auf Social Media w\u00e4re ich gerne mehr eingebunden worden, was zum einen aus technischen Gr\u00fcnden (F\u00fcr das Programm nur einen Account pro Lizenz) unm\u00f6glich war. Insgesamt gab es entweder nicht sehr viele Aufgaben oder viele Dinge, die in einem anderen Unternehmen in unserer Aufgabenbereich fallen w\u00fcrden, wurden von der IT-Abteilung \u00fcbernommen, z.B. die die Aktualisierung der Webseite (einfache WordPress Seite) oder das Erstellen von Power Point Pr\u00e4sentationen.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine erf\u00fcllten Aufgaben wurde ich immer gelobt bzw. bekam Feedback, was ich als sehr positiv anmerken muss. Auf der anderen Seite gab es eine Situation, bei einer Veranstaltung (Buchpr\u00e4sentation), wurde ich sehr wenig informiert und pl\u00f6tzlich sollte ich eine G\u00e4stin mit meiner Chefin kennenlernen. Pl\u00f6tzlich beginnt meine Vorgesetze auf Deutsch zu spreche und ich hatte weder gewusst, dass die G\u00e4stin Deutsche war, noch welche Funktion sie bei der Veranstaltung innehatte. Ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht, besser aufgekl\u00e4rt worden zu sein und schon in den Wochen vorher mehr in die Vorbereitung der Veranstaltung eingebunden gewesen zu sein, anstatt mich generellen (nicht dringlichen) \u00dcbersetzungen gewidmet zu haben. Danach habe ich meine Strategie ge\u00e4ndert und viel mehr von meiner Seite aufgezeigt, was ich interessant f\u00e4nde,<br \/>\nwo ich Lust h\u00e4tte mich in Programme einzuarbeiten oder wo ich vielleicht sogar behilflich sein k\u00f6nnte. Obwohl dies in verschiedenen Situationen klargemacht habe, z.B. in Bezug auf Social Media, bestand kein Interesse und ich wurde damit vertr\u00f6stet, dass ich mir keine Arbeit, keinen unn\u00f6tigen Stress damit machen sollte. Insgesamt hat mir das Praktikum den Arbeitsalltag in einer kulturellen Einrichtung n\u00e4hergebracht, sowie im Hinblick auf soziale Situationen, z.B. wie Beziehungen zu Chefs oder Kollegen sind und nat\u00fcrlich nicht zuletzt insbesondere viel Wissen \u00fcber die spanische Geschichte in Bezug auf politische Entwicklungen sowie die des Bildungssystems erlangt.<\/p>\n<p>Von meinem Praktikum in der Fundaci\u00f3n Francisco Giner de los R\u00edos habe ich mehrere Fazits ziehen k\u00f6nnen. Zum einen bin ich sehr dankbar f\u00fcr die Zeit in der ILE und in der Residencia de Estudiantes, in der ich vieles lernen durfte und es insgesamt eine gro\u00dfe Bereicherung f\u00fcr mich war, erste realistische Berufseinblicke erlangen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf der anderen Seite ist mir dadurch auch klar geworden, dass ich mich wahrscheinlich nicht in einer kulturellen Einrichtung\/Stiftung sehe, sondern (auch bzgl. Des Masters) ich mich eher in eine politische (politikwissenschaftliche) Richtung orientieren m\u00f6chte. Es war zwar sehr spannend und \u00e4u\u00dferst passend zu meiner Leidenschaft f\u00fcr Kulturelles, Literatur und Kunst, auf der anderen Seite bevorzuge ich eher Themenfelder der Aktualit\u00e4t, sowie politisches Weltgeschehen, als sich historische Fakten zur ILE oder der Residencia de Estudiantes: Das ist mir vor allem im Zuge des Seminars \u201eDemocracy and Tolerance\u201c klargeworden, f\u00fcr welches ich unter anderem Dinge organisieren durfte oder Audios der Konferenzen transkribierte. Das empfinde ich aber auch als sehr positiv, da ich jetzt meine Berufsvorstellungen etwas besser einschr\u00e4nken kann.<br \/>\nSpezifisch in Bezug auf meine Praktikumseinrichtung muss ich leider negativ anmerken, dass ich mich oft unterfordert gef\u00fchlt habe. Zum einen wei\u00df ich, ein Auslandspraktikum um in einer anderen Sprache ist nat\u00fcrlich etwas anderes als ein Praktikum in Deutschland. Trotzdem denke ich, ich h\u00e4tte mit meinen Spanischkenntnissen (C1) auch mehr Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, seien es wie zuvor angemerkt Social Media oder andere simple organisatorische Dinge. Sie wussten manchmal nicht, welche Aufgaben sie mir \u00fcberhaupt geben sollen. Trotzdem bin ich froh das Praktikum in der ILE gemacht zu haben, da ich auch m\u00f6gliche Kontakte in Zukunft in die Residencia de Estudiantes pflegen kann.<br \/>\nInsgesamt w\u00fcrde ich auch das Praktikum definitiv weiterempfehlen, da man einen realistischen Eindruck des Arbeitsalltags einer kulturellen Stiftung bekommt und vor allem das kollegiale Team der Einrichtung zu sch\u00e4tzen ist. Da die Stiftung zum einen sinnbildlich Teil und sogleich Ansto\u00df f\u00fcr die kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung Spaniens gewesen ist und zum anderen auch bildungspolitische Arbeit leistet, vereinte ein Praktikum bei der ILE meine Interessen, ebenso wie mein Studium. Dennoch befindet sich die Stiftung gerade noch im Aufbau, weshalb das Angebt der Events und Konferenzen noch sehr \u00fcberschaubar ist, wor\u00fcber ich zugegebenerma\u00dfen auch etwas entt\u00e4uscht war, da es mir vorher angepriesen wurde, dass ich bei vielen Aktivit\u00e4ten teilhaben k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Auslandspraktikum habe ich in der der Fundaci\u00f3n Francsico Giner de los R\u00edos, auch bekannt als Instituci\u00f3n Libre de Ensena\u00f1za (ILE) gemacht, die eine traditionsreiche Bildungs- und Kultureinrichtung im Herzens Madrids ist. 1876 gegr\u00fcndet, blickt sie auf eine lange Historie zur\u00fcck. 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