{"id":80,"date":"2019-12-06T13:20:50","date_gmt":"2019-12-06T12:20:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=80"},"modified":"2024-02-22T13:41:32","modified_gmt":"2024-02-22T12:41:32","slug":"zirkuskunst-in-helsinki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2019\/12\/06\/zirkuskunst-in-helsinki\/","title":{"rendered":"Zirkuskunst in Helsinki"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe mein Praktikum bei einem Informationszentrum der K\u00fcnste in Finnland machen d\u00fcrfen. Dieses besteht aus einem Team von vier ArbeiterInnen, und hat ein kleines B\u00fcro im Herzen von Helsinki. Die Organisation ist eines der insgesamt acht Informationszentren der K\u00fcnste in Finnland, die F\u00f6rderung vom Ministerium f\u00fcr Bildung und Kultur bekommen und eine wichtige kulturpolitische Rolle in der Gesellschaft haben. <!--more-->Bei der non-profit Organisation arbeiten neben der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin eine Leiterin der internationalen Verbindungen und eine der inl\u00e4ndischen und ein Leiter der Kommunikation. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Position der Zirkuskunst im Feld der darstellenden K\u00fcnste zu verst\u00e4rken, die Arbeitsverh\u00e4ltnisse der K\u00fcnstlerInnen zu verbessern und finnische Zirkuskunst international bekannt zu machen. Die Einrichtung bringt alle professionellen Zirkusk\u00fcnstlerInnen und ProduzentInnen zusammen \u2013 online und offline. Die Organisation veranstaltet verschiedene Events, von kleineren lokalen Netzwerkveranstaltungen bis hin zu gro\u00df aufgezogenen internationalen Marketing-Events. Die Webseite der Organisation funktioniert wie ein schwarzes Brett f\u00fcr alle, die im Bereich des Zirkus arbeiten: sie finden dort Stellenanzeigen, Veranstaltungskalender, F\u00f6rderungsanzeigen und andere relevante Nachrichten f\u00fcr die Zirkusgemeinschaft. Sie sammelt auch Statistiken und ver\u00f6ffentlicht j\u00e4hrlich einen umfassenden Bericht \u00fcber das Theater-, Tanz- und Zirkusfeld in Finnland.<\/p>\n<p>Meine T\u00e4tigkeiten w\u00e4hrend des Praktikums waren vielf\u00e4ltig und abwechslungsreich. Ich habe verschiedene k\u00fcrzere und l\u00e4ngere Berichte geschrieben, internationale und finnische KuratorInnen und K\u00fcnstlerInnen kennengelernt und empfangen und viele Veranstaltungen mitorganisiert. Ich habe bei der Archivierung und der Zirkusbibliothek assistiert und mehrere Forschungen, Statistiken und Strategien \u00fcber Zirkus und andere darstellenden K\u00fcnste gelesen und zusammengefasst. Ich habe vieles w\u00e4hrend meines Praktikums gelernt. Vor allem war es sehr wertvoll f\u00fcr mich zu erfahren, was es f\u00fcr verschiedene Karrierem\u00f6glichkeiten im Feld der darstellenden K\u00fcnste gibt und wie die allt\u00e4gliche Arbeit in der Branche aussieht.<\/p>\n<p><strong>Hauptteil<\/strong><br \/>\nZun\u00e4chst hatte ich keine speziellen Erwartungen an mein Praktikum und eher unklare Vorstellungen \u00fcber die T\u00e4tigkeiten eines Kulturinformationszentrums. Ich war positiv \u00fcberrascht, dass fast alle, die bei der Praktikumseinrichtung arbeiten auch Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte studiert haben. So war ich mir sicher, dass ich mir eine relevante Praktikumsstelle ausgesucht habe, obwohl ich anfangs nicht genau wusste, was die konkrete Aufgaben der Organisation sind.<\/p>\n<p>Die Arbeitstage meines Praktikums sahen sehr unterschiedlich aus. Ich habe viel bei verschiedenen Events assistiert und oft den ganzen Tag au\u00dferhalb des B\u00fcros gearbeitet. Die meisten meiner Aufgaben fand ich sehr interessant und motivierend, wenn auch nicht besonders anspruchsvoll. Die Praktikumseinrichtung organisiert regelm\u00e4ssig Seminare, Podiumsdiskussionen und andere Treffen, die inhaltlich f\u00fcr mich sehr relevant waren und woraus ich wichtige Aspekte auch f\u00fcr mein Studium gelernt habe, aber meine T\u00e4tigkeiten bei den Events waren nicht allzu herausfordernd. Meistens habe ich vor der Veranstaltung den Raum vorbereitet und das Publikum und die G\u00e4ste sowie auch das Catering koordiniert, w\u00e4hrend der Veranstaltung Notizen und Fotos gemacht und danach einen Bericht oder ein Post f\u00fcr soziale Medien geschrieben. Die Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe, waren unter anderem eine Podiumsdiskussion \u00fcber Zug\u00e4nglichkeit in den darstellenden K\u00fcnsten, eine \u00fcber Umweltschutz bei der Organisation von Kunstfestivals und eine \u00fcber Preisgestaltung der k\u00fcnstlerischen Arbeit, sowie eine Vorlesung \u00fcber Zirkus w\u00e4hrend des zweiten Weltkriegs und mehrere F\u00fchrungen in verschiedenen Veranstaltungsorten und Theaterh\u00e4usern in Helsinki. Ich habe auch bei einigen l\u00e4ngeren Projekten, die die Einrichtung produziert hat, als Host und Mitveranstalterin gearbeitet. Diese waren eine Zusammenarbeit mit Zirkusk\u00fcnstlerInnen aus Quebec sowie eine Veranstaltung in Helsinki, die auf jeden Fall der H\u00f6hepunkt meines Praktikums war.<br \/>\nIch hatte allerdings auch regelm\u00e4\u00dfige B\u00fcrotage, an denen ich um 9 Uhr meinen Tag angefangen und um 16 Uhr meinen Arbeitsplatz verlassen habe. Im B\u00fcro haben wir jeden morgen zuerst gemeinsam Kaffee getrunken und \u00fcber den Tagesplan gesprochen. Ich habe h\u00e4ufig vormittags an einem Text oder an der Zirkusbibliothek gearbeitet und nachmittags gab es oft Treffen, Konferenzen oder andere Sitzungen bei uns im B\u00fcro. Ich war sehr neugierig, zu erfahren, was alles im Feld der darstellenden K\u00fcnste in Finnland gerade passiert, und zu lernen, was f\u00fcr verschiedene Aufgaben und Verantwortlichkeiten die Organisation hat. Deswegen habe ich oft bei den Sitzungen zugeh\u00f6rt, auch wenn das Thema nicht sehr aktuell f\u00fcr mich war, wie zum Beispiel bei Aufsichtsratssitzungen oder beim Planen der Finanzstrategie der Organisation. Abgesehen davon sind viele junge K\u00fcnstlerInnen sowie auch \u00e4ltere LeiterInnen verschiedener Kunstorganisationen vorbeigekommen, um Fragen zu stellen, in unserer Zirkusbibliothek zu st\u00f6bern oder einfach um sich zu vernetzen. Abends habe ich viele Veranstaltungen besucht oder Auff\u00fchrungen angeschaut.<br \/>\nMeine Chefin spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr die darstellenden K\u00fcnste in Helsinki und in ganz Finnland und wird deswegen bei jeder Er\u00f6ffnung, Einweihung und Premiere eingeladen. Sie hat aber wegen ihrer Familie oft keine Zeit f\u00fcr derartige Veranstaltungen, und hat deswegen oft ihre Einladungen an mich weitergeleitet. Ich war froh, dass ich die M\u00f6glichkeit hatte, so viele interessante Auff\u00fchrungen und andere Veranstaltungen erleben zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Ich hatte auch genug Aufgaben, f\u00fcr die mein Studium in Theaterwissenschaft und mein Kenntnis \u00fcber die darstellenden K\u00fcnste relevant waren. Auch war \u00f6fters ein Vorteil, dass ich in Deutschland und D\u00e4nemark gelebt und studiert habe und dadurch einen breiteren \u00dcberblick \u00fcber die europ\u00e4ische Kunstszene habe. Zum Beispiel musste ich die Zirkusbibliothek, die sich im B\u00fcro befindet, nach Fachrichtungen sortieren. Daf\u00fcr musste ich viele spezifische Kunstdisziplinen erkennen k\u00f6nnen und Fachw\u00f6rter sowohl auf finnisch als auch auf englisch kennen. Auch bei der Archivierung verschiedenen Artikel, Festivalhefte oder Programme musste ich ein gutes Verst\u00e4ndnis \u00fcber die verschiedenen darstellende K\u00fcnste haben sowie einen guten \u00dcberblick \u00fcber finnische K\u00fcnstlerInnen und K\u00fcnstlergruppen. Ich hatte auch viele Situationen, in denen ich mit internationalen G\u00e4sten \u00fcber unterschiedlichen Kunstproduktionen reden musste, habe mich aber wegen meiner guten Kenntnisse \u00fcber Kunst immer sehr wohl und sicher gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Mein Platz im B\u00fcro war im gleichen Zimmer wie der meiner Chefin und der Leiterin der internationalen Verbindungen. Ich war sehr zufrieden mit dem Platz und froh dass ich alles h\u00f6ren k\u00f6nnte, was die beiden miteinander gesprochen haben. Sie haben n\u00e4mlich viele inoffizielle Neuigkeiten vom Feld miteinander geteilt, was mir einen eher pers\u00f6nlichen Blick auf die Zirkusgemeinschaft gegeben hat.<br \/>\nIch war auch sehr zufrieden mit der generellen Atmosph\u00e4re im B\u00fcro. Es war sch\u00f6n, zu merken, wie hierarchiefrei das Team funktioniert und wie alle auch mir gegen\u00fcber sehr respektvoll waren.<br \/>\nWeil meine Aufgaben so unterschiedlich waren, wurde ich jedes Mal betreut. Ich hatte immer das Gef\u00fchl, dass ich gut eingearbeitet wurde und falls ich etwas nicht verstanden habe, konnte ich jeder Zeit Fragen stellen. Ich habe auch immer sofort R\u00fcckmeldung auf meine T\u00e4tigkeiten bekommen, was ich meistens sehr wichtig und hilfreich gefunden habe. Ich hatte einige kleine Schwierigkeiten mit meinen Aufgaben, besonders am Anfang. Diese lagen meist daran, dass ich mich noch nicht mit der finnischen Zirkusszene auskannte. Im Team war die Stimmung aufgeschlossen und unterst\u00fctzend, sodass ich nie gez\u00f6gert habe, zu sagen, dass ich etwas nicht verstanden habe oder dass etwas mir zu schwierig war. Es kamen auch viele Fachw\u00f6rter und Abk\u00fcrzungen vor, die ich nicht auf finnisch kannte. Ich fand es spannend herauszufinden was die W\u00f6rter bedeuten, und wenn ich \u00fcberhaupt nicht verstanden habe, wovon die Rede war, konnte ich wieder sofort fragen. Ich habe viele W\u00f6rter aus dem Bereich des Zirkus aber auch der B\u00fcroarbeit gelernt.<\/p>\n<p>Ich habe bemerkt, wie schade es eigentlich ist, dass ich in meinem Studium in Theaterwissenschaft nichts \u00fcber Zirkus gelernt habe. Man sch\u00e4tzt Gegenwartszirkus in Finnland sehr als Kunstform \u2013 anders als in Deutschland. In Deutschland hat man etwas negativere Konnotationen mit Zirkus und er wird eher als Entertainment wahrgenommen als Kunst. W\u00e4hrend in Finnland der Gegenwartszirkus als Teil der Hochkultur anerkannt wird, habe ich bemerkt, dass man in Deutschland das Wort Zirkus noch sehr stark mit dem traditionellen reisenden Zirkus mit Tieren verbindet. Gegenwartszirkus in Deutschland ist noch eine sehr kleine, unbekannte und marginalisierte Kunstform.<\/p>\n<p>Ich fand es sehr interessant, zu erfahren, wie bei der Praktikumseinrichtung alle verschiedenen Berufe der darstellenden K\u00fcnste zusammenkommen. Ich habe sowohl viele K\u00fcnstlerInnen als auch ProduzentInnen, KuratorInnen, PR-ManagerInnen und k\u00fcnstlerische LeiterInnen, LehrerInnen und ProfessorInnen kennengelernt. Ich habe auch bemerkt, dass es im Feld der Zirkuskunst sehr wenig Geld und F\u00f6rderung gibt, und dass die finanzielle Unsicherheit die Gemeinschaft sehr pr\u00e4gt. Man merkt, dass alle ihre Arbeit lieben, einander unterst\u00fctzen und motiviert sind, auch Projekte zu realisieren die finanziell nicht sehr profitabel sind. Ich habe die optimistische Stimmung sehr genossen und bin jetzt noch sicherer als fr\u00fcher, dass Geld und finanzielle Sicherheit mir nicht das Wichtigste in meinem Berufsleben ist, sondern als Teil eines kreativen und inspirierenden Team arbeiten zu d\u00fcrfen. Die zwei Monate, die ich in der Zirkusindustrie gearbeitet habe und die K\u00fcnstlerInnen kennengelernt habe, haben in mir schon eine starke emotionale Bindung zur Zirkusgemeinschaft geweckt. Ich m\u00f6chte gerne in der Zukunft daf\u00fcr arbeiten, dass K\u00fcnstlerInnen bessere Arbeitsverh\u00e4ltnisse haben, und dass Kunst noch eine st\u00e4rkere Position in der Gesellschaft bekommt.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung, die ich oben schon erw\u00e4hnt habe, war der H\u00f6hepunkt meines Praktikums. Es war eine Veranstaltung, die die Praktikumseinrichtung zusammen mit einer anderen Organisation organisiert hat, eine festivalartige Marketingveranstaltung f\u00fcr finnische darstellende K\u00fcnste und internationale KuratorInnen. Das Festival dauerte ein Wochenende und fand in einigen gro\u00dfen Theaterh\u00e4usern in Helsinki statt. Etwa 70 KuratorInnen und ProduzentInnen aus aller Welt waren in Helsinki eingeladen um ein Wochenende lang finnisches Theater, Tanz und Zirkus anzuschauen und sich mit den K\u00fcnstlerInnen zu treffen. Die finnischen K\u00fcnstlerInnen haben ihre St\u00fccke pr\u00e4sentiert, in Form von Pitching, Demos oder vollst\u00e4ndigen Auff\u00fchrungen. Dazu gaben es viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che und Kennenlernen, wie Kaffeepausen, Mittagessen, Abendessen, Drinks oder Partys.<br \/>\nMeine Aufgaben w\u00e4hrend der Veranstaltung waren wieder abwechslungsreich. Vor der Veranstaltung habe ich viel bei organisatorischen Aufgaben geholfen. Ich habe viele Excel-Tabelle und Listen von den G\u00e4sten und Auff\u00fchrungen gemacht um zu kl\u00e4ren, welcher Gast an welchen Veranstaltungen teilnimmt und dann die Listen an die K\u00fcnstlerInnen geschickt. So wussten sie schon im Voraus, welche KuratorInnen ihre Auff\u00fchrungen anschauen werden. Am Tag vor dem Festival bin ich viel durch die Stadt gefahren und habe mich um verschiedene praktische Sachen gek\u00fcmmert wie Fahrkarten, Taxigutscheine, Auff\u00fchrungskarten und \u00c4hnliches. Obwohl ich die Excel-Tabellen und Listen nicht besonders gemocht habe, war ich sp\u00e4ter froh, dass ich sie gemacht hatte. W\u00e4hrend der Veranstaltung, als die internationalen G\u00e4ste sich mir vorgestellt haben, wusste ich schon, wo sie herkommen und welches Theaterhaus oder Festival sie repr\u00e4sentieren.<br \/>\nW\u00e4hrend des Festivals habe ich sehr vieles gelernt. Ich hatte selber nicht zu viele oder verantwortungsvolle Aufgaben, sodass ich die M\u00f6glichkeit hatte, mir viele Auff\u00fchrungen anzuschauen und viel mit den internationalen G\u00e4sten zu sprechen. Ich habe Neues \u00fcber verschiede Berufe der darstellenden K\u00fcnste, \u00fcber zahlreiche internationale Festivals und Theaterh\u00e4user erfahren und vor allem einen guten \u00dcberblick bekommen, was es f\u00fcr verschiedene K\u00fcnstlergruppen und Produktionen aktuell in Finnland gibt. Ich habe auch gelernt, wie das Kaufen und Verkaufen von Auff\u00fchrungen funktioniert, wie sowohl K\u00fcnstlerInnen als auch Festivals sich finanzieren und was man ber\u00fccksichtigen muss, wenn man einen Vertrag zwischen einer Auff\u00fchrung und einem Festival macht.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nNach dem Praktikum ist meine Vorstellung von meinen zuk\u00fcnftigen Berufsm\u00f6glichkeiten viel breiter und klarer. Es war f\u00fcr mich sehr wichtig, einen konkreten Blick in den Alltag des Kunstfeldes zu bekommen und auch meine eigenen F\u00e4higkeiten, Eigenschaften und Interessen im Berufsleben testen zu k\u00f6nnen. Ich bin jetzt noch sicherer, dass ich mir genau das richtige Studium ausgesucht habe und dass ich Theaterwissenschaft weiter studieren will. Ich bin froh, dass ich bei der Einrichtung mein Praktikum machen durfte. Die Organisation ist in viele sehr interessante und wichtige Projekte involviert und hat eine machtvolle Position in kulturpolitischen Entscheidungen der finnischen Regierung. Ich habe sehr wertvolle Kontakte durch mein Praktikum machen k\u00f6nnen, die sicher in meiner<br \/>\nsp\u00e4teren Karriere noch wichtig werden. Ich w\u00fcrde die Einrichtung in jedem Fall f\u00fcr andere Studierende als Praktikumsstelle empfehlen. Bei der Organisation arbeiten alle bewusst und aktiv f\u00fcr Gleichheit und gesunde Arbeitsverh\u00e4ltnisse und behandeln PraktikantInnen mit Respekt als gleichwertigen Teil des Teams. Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn ich in der Zukunft mit den Leuten arbeiten k\u00f6nnte, die ich w\u00e4hrend meines Praktikums kennengelernt habe. Ich habe besonders gut eine Mitarbeiterin kennengelernt, die eine Zusammenarbeit mit finnischen und russischen Tanzk\u00fcnstlerInnen produziert und koordiniert und viel im feministischen Aktivismus in Russland involviert ist. Ihre Arbeit hat mich sehr fasziniert und sie hat mir gezeigt, was f\u00fcr eine enorme gesellschaftliche \u00c4nderung man mit Kunst schaffen kann, wenn man mutig ist.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikanten<\/strong><br \/>\n<strong>Vorbereitung<\/strong><br \/>\nRechtzeitig anfangen! Es gibt \u00fcberraschend viele Kleinigkeiten, um die man sich k\u00fcmmern muss. Am liebsten To-Do-Listen schreiben, sonst verliert man schnell den \u00dcberblick \u00fcber alle Dokumente und Formulare die man ausf\u00fcllen muss und andere praktische Sachen die man sowohl an der Uni als auch im Gastland erledigen muss.<\/p>\n<p><strong>Praktikumssuche<\/strong><br \/>\nKreativ denken! Ich dachte zuerst, dass ich mein Praktikum in einem Theater machen muss, weil ich Theaterwissenschaft studiere. Es gibt aber sehr viele verschiede Organisationen die interessante Projekte im Bereich darstellende K\u00fcnste machen.<\/p>\n<p><strong>Wohnungssuche<\/strong><br \/>\nIn Helsinki findet man Wohnungen und Zimmern am besten auf Facebook. H\u00e4ufig denkt man, dass man die Wohnungssuche fr\u00fch anfangen muss, aber eigentlich posten Leute in Helsinki ihre Wohnungsanzeigen eher in letzter Minute.<\/p>\n<p><strong>Versicherung<\/strong><br \/>\nMan soll sich \u00fcber die verschiedenen Versicherungen schlau machen und eventuell nach einem pers\u00f6nlichen Angebot fragen. Ich habe einen inoffiziellen Studentenpreis bekommen als ich meinen Versicherungsunternehmer angerufen habe.<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><br \/>\n<strong>Telefon-\/Internetanschluss<\/strong><br \/>\nEs gibt eine sehr gute Wi-Fi-Verbindung \u00fcberall in der Stadt. Prepaid SIM-Karten sind nicht teuer und ganz einfach zu kaufen.<\/p>\n<p><strong>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/strong><br \/>\nIch komme aus Helsinki und hatte deswegen schon ein finnisches Konto. In Helsinki kann man auch gut mit ausl\u00e4ndischen EC-Karten zahlen.<\/p>\n<p><strong>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/strong><br \/>\nAm besten Leute vor Ort kennenlernen und sie nach Tipps fragen!<\/p>\n<p>Bildquelle: Privat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mein Praktikum bei einem Informationszentrum der K\u00fcnste in Finnland machen d\u00fcrfen. Dieses besteht aus einem Team von vier ArbeiterInnen, und hat ein kleines B\u00fcro im Herzen von Helsinki. 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