{"id":824,"date":"2023-05-15T12:31:16","date_gmt":"2023-05-15T10:31:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=824"},"modified":"2024-02-22T12:23:56","modified_gmt":"2024-02-22T11:23:56","slug":"daf-praktikum-an-einer-universitaet-in-portugal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2023\/05\/15\/daf-praktikum-an-einer-universitaet-in-portugal\/","title":{"rendered":"DaF-Praktikum an einer Universit\u00e4t in Portugal"},"content":{"rendered":"<p>Mein Auslandspraktikum an der Philologischen Fakult\u00e4t der Universidade de Lisboa war insgesamt sehr sch\u00f6n, lehrreich und hat mir bei meinen weiteren Berufsvorbereitungen einiges gebracht.<br \/>\nIch wurde direkt herzlich vom gesamten Lektorinnen-Team in der Germanistikabteilung aufgenommen und als neuer Teil des Teams ernstgenommen. Von Anfang an wurde ich in Meetings und die Unterrichtsplanung mit einbezogen. Allerdings sind die Semester in Portugal doch sehr eng getaktet, da die Vorlesungszeit an sich nur 12 Wochen dauert und daher nicht viel Zeit f\u00fcr extra Aktivit\u00e4ten oder Umstrukturierungen blieb.<!--more--><\/p>\n<p>Da vonseiten meines Masters festgelegt war, dass ich mindestens 60 Hospitationsstunden und 30 Stunden Eigenunterricht machen muss, war eine gute Planung wichtig, was vor allen Dingen den Eigenunterricht angeht. Bei der Hospitation war ich ziemlich frei, zu welcher Lehrperson ich wann gehen konnte. Jessica Klein war meine Haupt-Ansprechpartnerin, weswegen ich auch am meisten an ihrem A1.1 und B1.1 Unterricht teilnahm. Allerdings habe ich im Laufe des Praktikums in jede angebotene Niveaustufe (bis C1) einmal hereinschauen und mir ein Bild davon machen k\u00f6nnen. Es war sehr interessant, die unterschiedlichen Gruppengr\u00f6\u00dfen und -dynamiken zu beobachten.<br \/>\nDa die derzeitige Sprachassistenz Anfang des Semester kurzfristig ausgefallen ist, habe ich Teile ihres Unterrichts \u00fcbernommen und so \u00fcber circa eineinhalb Wochen regelm\u00e4\u00dfig einen A1.1-Kurs unterrichtet. Dabei hatte ich aber ganz viel Unterst\u00fctzung vonseiten der Lektorinnen, was die Vorbereitung und die Materialien angeht. Nat\u00fcrlich war es erstmal eine gro\u00dfe Verantwortung, den Kurs f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit zu unterrichten und das gerade in A1, wo es eine ziemlich steile Progression gibt. Aber gleichzeitig war es auch sch\u00f6n, das Vertrauen der Lektorinnen zu bekommen und vor allem auch einen Kurs mal genauer kennenzulernen, sich Gesichter und Namen merken zu k\u00f6nnen. So aufregend es noch die ersten beiden Mal war, umso leichter fiel es mir bei den n\u00e4chsten Malen, eine Routine aufzubauen und umso trauriger war ich auch, als ich den Kurs wieder abgeben musste, da ich die Gruppe auch schon liebgewonnen hatte.<br \/>\nWas ich als sehr schwierig an der Fakult\u00e4t generell empfand, war es, extracurriculare Aktivit\u00e4ten zu organisieren und vor allem positive R\u00fcckmeldungen von den Studis dazu zu bekommen. Viele der Studierenden haben etwas au\u00dferhalb von Lissabon gewohnt, waren durch das kurze Semester und viele Zwischenpr\u00fcfungen sehr eingespannt oder hatten schlichtweg keine Lust, noch l\u00e4nger in der Uni zu bleiben. Allerdings hatte ich zusammen mit der DAAD-Sprachassistentin eine Weihnachtsfeier organisiert, an der sehr viele Studierende teilgenommen haben. Hier haben aber die Lektorinnen im Unterricht auch betont, wie wichtig es ihnen ist, dass sie kommen.<br \/>\nDas System der Fakult\u00e4t ist noch sehr hierarchisch aufgebaut, weshalb der Partizipationsrahmen au\u00dferhalb des Deutschunterrichts im Institut recht gering war und ich auch nicht viel von anderen Kursen oder Aktivit\u00e4ten mitbekam. So hat man auch das Gef\u00fchl, nicht wirklich viel au\u00dferhalb des eigenen Rahmens ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAbgesehen von der Universit\u00e4t war das Freizeitangebot in Lissabon sehr gro\u00df. Die Stadt bietet vieles, was man sehen und unternehmen kann. Von unz\u00e4hligen Secondhand-Shops, Caf\u00e9s und Restaurants, vielen Einzelhandelsgesch\u00e4ften bis hin zu den zahlreichen Aussichtspunkten (genannt Miradouros) und den nahen Str\u00e4nden, die mit dem \u00f6ffentlichen Nahverkehr erreichbar sind, kommt jede*r auf seine Kosten. In der N\u00e4he von Lissabon gibt es au\u00dferdem einige andere sch\u00f6ne Orte wie Sintra, Cascais oder Set\u00fabal, die auch einen Besuch wert sind. Vor allem an Outdoor-(Sport)m\u00f6glichkeiten mangelt es in Lissabon nicht. Und es gibt neben den klassischen Sehensw\u00fcrdigkeiten auch viele tolle Museen, wie zum Beispiel das MAAT, Berardo oder das Gulbenkian.<br \/>\nUm neue Kontakte zu kn\u00fcpfen, haben mir vor allem die Veranstaltungen vom Erasmus Student Network (ESN) geholfen, die vor allem zu Beginn des Semesters viele Chill Outs, Pub Crawls und Tagesausfl\u00fcge angeboten haben, bei denen man schnell neue Leute kennengelernt hat. Es lohnt sich, schon bevor man das Praktikum oder Studium beginnt, schon einen Blick auf die Social Media-Seiten oder die Website zu schauen, da sie ihre Events immer schon mehrere Wochen vorher ank\u00fcndigen und man sich teilweise daf\u00fcr anmelden muss. Au\u00dferdem geben sie hilfreiche Tipps, was zum Beispiel Wohnungssuche und lokale Gegebenheiten betrifft. F\u00fcr mich war es vor allem auch wichtig, da ich kaum Kontakte direkt \u00fcber mein Praktikum kn\u00fcpfen konnte und ich nicht so viele Unikurse wie die normalen Studis besucht habe.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich kann ich Lissabon sehr f\u00fcr ein Erasmus empfehlen, da es in der Stadt immer was zu sehen und machen gibt und es in einem halben Jahr oder auch einem Jahr sicher nie langweilig wird. Allerdings ist die Stadt mittlerweile sehr \u00fcberf\u00fcllt von Touristen und auch internationalen Leuten wie Expats oder eben Studierende. Daher ist die Wohnungssuche unglaublich schwer und die Preise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Dieser Situation sollte man sich bewusst sein, bevor man nach Lissabon kommt, da man dann nat\u00fcrlich auch selbst dazu beitr\u00e4gt, dass die Stadt immer teurer wird, vor allem, wenn man eine eigentlich viel zu \u00fcberteuerte Wohnung mietet (wozu einem meistens keine andere Wahl bleibt).<br \/>\nInsgesamt gesehen war aber meine Zeit in Lissabon eine sehr sch\u00f6ne und aufregende, die mir geholfen hat, meinem Berufswunsch ein St\u00fcck n\u00e4her zu kommen und gleichzeitig, M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen und klarer zu umranden, wie und wo ich sp\u00e4ter leben m\u00f6chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Auslandspraktikum an der Philologischen Fakult\u00e4t der Universidade de Lisboa war insgesamt sehr sch\u00f6n, lehrreich und hat mir bei meinen weiteren Berufsvorbereitungen einiges gebracht. Ich wurde direkt herzlich vom gesamten Lektorinnen-Team in der Germanistikabteilung aufgenommen und als neuer Teil des Teams ernstgenommen. 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