{"id":883,"date":"2023-06-19T14:08:15","date_gmt":"2023-06-19T12:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=883"},"modified":"2024-02-22T14:12:46","modified_gmt":"2024-02-22T13:12:46","slug":"praktikum-in-einem-militaermuseum-in-valencia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2023\/06\/19\/praktikum-in-einem-militaermuseum-in-valencia\/","title":{"rendered":"Praktikum in einem Milit\u00e4rmuseum in Valencia"},"content":{"rendered":"<p>Ich hatte den Vorteil, dass ich ein Semester vorher Erasmus in Valencia gemacht habe und mir die Stadt so gefallen hat, dass ich w\u00e4hrend dieser Zeit mich auf die Suche nach einem Praktikum gemacht hab. Ich wollte<br \/>\nmein Pflichtpraktikum im Ausland absolvieren, um meinen Horizont pers\u00f6nlich und berufsorientiert zu erweitern und meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Auf Jobb\u00f6rsen und Stellenanzeigen fand ich als Geschichtsstudentin wenig bis gar nichts, deshalb habe ich eigenst\u00e4ndig die Internetseiten der Museen in Valencia durchst\u00f6bert und deren E-Mail Adressen meine Bewerbung geschickt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich habe mich auf Spanisch beworben, da hier nicht viele Englisch sprechen (selbst Museumsmitarbeiter), generell w\u00fcrde ich deshalb raten wenigstens etwas Spanisch sprechen zu k\u00f6nnen um hier Anschluss zu finden und nicht ganz aufgeschmissen zu sein. Unter den 15 Bewerbungen gab es nur wenige R\u00fcckmeldungen, weshalb ich nach ca. zwei Monaten einigen Museen meine Bewerbung einfach nochmal geschickt habe. Das war erfolgreich, denn das Historische Milit\u00e4rmuseum hat auf meine zweite Mail einen Tag sp\u00e4ter geantwortet und mir zugesagt. Zu meinem Gl\u00fcck konnte ich mein Zimmer drei weitere Monate mieten und meinen Vertrag verl\u00e4ngern (monatl. Miete 435\u20ac), ich musste f\u00fcr das Praktikum nur eine extra Krankenversicherung abschlie\u00dfen (bei der DAAD 69\u20ac monatlich). Die Dokumente waren aber sehr m\u00fchsam, obwohl es eigentlich gar nicht kompliziert ist. Das lag aber an dem fehlenden Wissen des Museumsdirektors, deren erste Praktikantin aus dem Ausland ich gewesen bin, weshalb es ein Hin und Her gegeben hat, da er nicht verstanden hat, dass ich eine andere Prozedur habe als spanische Praktikanten. Schlie\u00dflich hat aber alles doch rechtzeitig geklappt und ich konnte f\u00fcr einen Zeitraum von drei Monaten dort als Praktikantin t\u00e4tig sein. Meine Arbeitszeiten durfte ich mir flexibel einteilen, weshalb ich mich entschieden habe bis zur Siesta zu arbeiten, denn so haben meine anderen Kollegen auch gearbeitet und da ich nur wenige hatte wollte ich meine Arbeitszeit in Gemeinschaft mit Ihnen verbringen. Zu Beginn habe ich vom Direktor allgemeine Informationen und Hefte bekommen, wie das Museum aufgebaut ist, aber auch wie das spanische Milit\u00e4rsystem funktioniert. Danach habe ich eine Geb\u00e4udetour von einer Kollegin bekommen und eine<br \/>\nWoche sp\u00e4ter eine richtige Museumstour von dem Direktor, der mir jeden einzelnen Raum und die Objekte n\u00e4her gebracht und erkl\u00e4rt hat. Auch gab es eine kleine Anweisung zu dem kleinen Archiv, welches in diesem Geb\u00e4ude untergebracht ist. Es gibt n\u00e4mlich noch ein anderes Geb\u00e4ude, dass sich nur auf die Archivarbeit fokussiert.<\/p>\n<p>Meine Hauptt\u00e4tigkeit war es ausgestellte milit\u00e4rische Objekte zu recherchieren. Das Museum hat eine Datenbank, in dem die wichtigsten Informationen und Objektbeschreibungen dokumentiert sind, jedoch<br \/>\nwaren viele sehr l\u00fcckenhaft. Gefehlt haben n\u00e4here Informationen, wann\/wo\/ von wem diese Objekte verwendet wurden, wie sie funktionieren, wie sie aufgebaut sind und \u00e4hnliches. Diese Arbeit habe ich gemacht, indem ich sowohl in den Archiven, als auch im Web Informationen rausgesucht und dann in der Datenbank erg\u00e4nzt habe. Au\u00dferdem durfte ich Objektkarten verfassen, die eine kurze Beschreibung zu den Objekten geben f\u00fcr das bessere Verst\u00e4ndnis der Besucher des Museums. Zus\u00e4tzlich habe ich auch<br \/>\ndetailliertere Artikel zu den Objekten verfasst, die in der Datenbank internen Mitarbeitern helfen alle Informationen zu dem Objekt in einem Text zu bekommen. Ich durfte selber entscheiden welche Objekte ich recherchieren will und es gab sehr viele deutsche Objekte im Museum, deren Informationsstand weniger ausgepr\u00e4gt war, also habe ich meinen Fokus auf die gerichtet und sowohl meine Deutschkenntnisse als auch meine Geschichtskenntnisse genutzt. Ein paar der Objekte, die ich erforscht habe waren: Bilirubinometer, Ar\u00e4ometer, H\u00e4mozytometer und einen Koffer mit Wetterdienstger\u00e4ten mit unter anderem einem Nephoskop und einem Schalenkreuz Anemometer. Ich habe haupts\u00e4chlich auf Deutsch oder Englisch recherchiert und dann auf Spanisch verfasst, was eine Herausforderung war, die mir aber Spa\u00df gemacht hat. Mein Praktikum war nicht verg\u00fctet, generell ist die Verg\u00fctung in Spanien deutlich weniger als in Deutschland, das sollte man auch mit einkalkulieren. Alles in allem bin ich zufrieden mit meiner Erfahrung, denn ich habe viel dazu gelernt, meine<br \/>\nSpanischkenntnisse haben sich verbessert, ich bin selbstst\u00e4ndiger und selbstbewusster geworden, deshalb kann ich jedem ein Auslandspraktikum empfehlen. Auch die Stadt Valencia mit ihrem umfangreichen Angebot an Ausgehm\u00f6glichkeiten f\u00fcr junge Menschen und den Str\u00e4nden ist sehr empfehlenswert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte den Vorteil, dass ich ein Semester vorher Erasmus in Valencia gemacht habe und mir die Stadt so gefallen hat, dass ich w\u00e4hrend dieser Zeit mich auf die Suche nach einem Praktikum gemacht hab. 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