{"id":925,"date":"2023-09-14T11:05:50","date_gmt":"2023-09-14T09:05:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=925"},"modified":"2024-02-22T12:37:48","modified_gmt":"2024-02-22T11:37:48","slug":"praktikum-in-der-chirurgie-in-auderghem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2023\/09\/14\/praktikum-in-der-chirurgie-in-auderghem\/","title":{"rendered":"Praktikum in der Chirurgie in Auderghem"},"content":{"rendered":"<p>Ich wurde von der Chef\u00e4rztin der Thoraxchirurgie am ersten Tag pers\u00f6nlich abgeholt und durch die Station\/das Haus gef\u00fchrt. Mir wurde direkt ein Internet-\/Computerzugang und eine Zugangskarte f\u00fcr alle wichtigen R\u00e4umlichkeiten organisiert, was sehr praktisch war.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nGrunds\u00e4tzlich war es so, dass ich t\u00e4glich im Op eingeteilt war und nach dem Op-Programm mit ihr die PatientInnen der Vortage visitiert habe.<br \/>\nIm Op selbst habe ich mich immer eingewaschen, habe viel assistieren k\u00f6nnen und auch Aufgaben wie das N\u00e4hen \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Es gab keine OTA, wodurch auch das Anreichen und Vorbereiten von Instrumenten zu meinen Aufgaben z\u00e4hlte. Auch das postoperative Managment, wie zb R\u00f6ntgen-Thorax-Aufnahmen Anmelden und die \u00dcberf\u00fchrung in den Aufwachraum habe ich \u00fcbernommen.<br \/>\nDa die Chef\u00e4rztin bei mir ziemlich erfahren war und auch Gef\u00e4\u00dfchirurgin ist gestaltete das Op-Programm sich ziemlich breit: von \u201eeinfachen\u201c diagnostischen VATS (Videoassistierten Thorakoskopien) mit Probeentnahmen bis therapeutischen VATS mit Pleurodesen und Lobektomien \/ Lungensegmentektomien bis Herzbeuteltamponaden, Mediastinoskopien oft mit Lymphknotenentnahmen, TEAs der Carotiden, Mastektomien und Sex Reassignment-Ops. Das klingt nach einem wilden Mix, lag aber sicherlich daran, dass die Chef\u00e4rztin sehr viel Erfahrung hatte und war f\u00fcr mich ideal um einen guten Einblick in all diese Ops und Verfahren zu bekommen.<br \/>\nBei der anschlie\u00dfenden Visite der auf Station liegenden PatientInnen ging es um die Beurteilung der Wundverh\u00e4tnisse, Drainagen, anderer Untersuchungsbefunde und die weitere Besprechung des station\u00e4ren Verlaufs.<br \/>\nAm sp\u00e4teren Nachmittag begann dann meist die Sprechstunde der Chef\u00e4rztin, bei der man auch immer herzlich willkommen war.<br \/>\nEin Mal die Woche gab es eine Tumorkonferenz, bei der meist das weitere diagnostische aber auch therapeutische Vorgehen mit KollegInnen der Radiologie\/Pneumologie\/Onkologie\/Immunologie etc besprochen wurde, so wie man es kennt. Das war, wenn man bei den Ops der PatientInnen dabei war ganz hilfreich um den weiteren Verlauf u\/o die Ergebnisse der Biopsien zb mitzubekommen.<br \/>\nEs gab au\u00dferdem im Haus eine Mensa, die f\u00fcr Mitarbeitende eine ziemlich gute Auswahl an warmen aber auch kalten Speisen und eine Salatbar zu fairen Preisen im Angebot hatte. Im gro\u00dfen Aufenthaltsraum des Ops gab es au\u00dferdem einen kostenlosen Kaffeeautomaten.<br \/>\nDie W\u00e4sche hat man sich direkt unten im Op-Trakt genommen und ich hatte Gl\u00fcck, noch einen dauerhaften Spint bekommen zu k\u00f6nnen. So konnte ich meine Op-Schuhe, Stethoskop etc immer dort lassen und musste mir morgens nur frische W\u00e4sche holen. Wenn man keine Op-Schuhe hat muss man sich t\u00e4glich Schuh\u00fcberziehen dort nehmen, die man nat\u00fcrlich wenn man den Op-Trakt verl\u00e4sst immer wieder ausziehen muss \u2013 weshalb ich extra Op-Schuhe empfehlen w\u00fcrde.<br \/>\nWenn an einem Tag keine thoraxchirurgische Op geplant war, durfte\/sollte ich gerne in anderen S\u00e4len unterst\u00fctzen, d.h Assistieren. Ich durfte mir dabei schon die Fachrichtungen aussuchen, die ich interessant finde, wenn irgendwo allerdings starker Personalmangel geherrscht hat bin ich auch zuf\u00e4llig \u201ezugerodnet\u201c worden. Das komplette Op-Programm konnte man t\u00e4glich an gro\u00dfen Bildschirmen ablesen, wodurch man sich da schon einen \u00dcberblick machen konnte, welche Eingriffe man gerne sehen w\u00fcrde. Ich muss sagen, dass dort alle ausnahmslos nett und dankbar f\u00fcr die Hilfe waren, auch gerne viel erkl\u00e4rt haben und man sich respektvoll behandelt gef\u00fchlt hat.<br \/>\nEs war ein Privatkrankenhaus, wodurch ich das Gef\u00fchl hatte die technische Ausstattung war auf einem ziemlich guten Stand, allerdings hat man auch deutlich mitbekommen, dass ein starker Personalmangel herrscht, wodurch teilweise auch ganze S\u00e4le geschlossen werden mussten, weil andere priorisert wurden und es keine Kapazit\u00e4ten f\u00fcr alle gab. Andere PJlerInnen habe ich w\u00e4hrend meines Aufenthaktes dort nicht gesehen. Das Tertial dort war aber insgesamt gesehen auch allgemein gut, um auch Einblicke in ein anderes Gesundheitssystem zu bekommen und davon eventuell zu lernen bzw auch zu reflektieren was f\u00fcr Unterschiede es zb zu Deutschland gibt.<br \/>\nBr\u00fcssel an sich ist nat\u00fcrlich eine tolle und internationale Stadt mit offenen und netten Menschen, das kulturelle, sowie das Weggeh-Angebot sind gro\u00df! Es gibt sch\u00f6ne Parks, man kommt gut mit den \u00d6ffis und dem Fahrrad \u00fcberall hin und ich w\u00fcrde die Stadt sehr empfehlen!:)<\/p>\n<p><strong><em>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Beantragung Visum<\/em><\/p>\n<p>nein<\/p>\n<p><em>Praktikumssuche<\/em><br \/>\n\u00dcber die PJ D\u00fcsseldorfer Liste \/ PJ-Ranking<\/p>\n<p><em>Wohnungssuche<\/em><br \/>\nPrivat \u2013 Airbnb, Facebook Gruppen<\/p>\n<p><em>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/em><\/p>\n<p>Telefon-\/Internetanschluss<br \/>\n\u00fcber die Unterkunft<\/p>\n<p>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<br \/>\nnicht n\u00f6tig<\/p>\n<p>Sonstiges<\/p>\n<p>Alltag\/Freizeit<\/p>\n<p>Ausgehm\u00f6glichkeiten<br \/>\nviele vorhanden<\/p>\n<p>Sonstiges<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wurde von der Chef\u00e4rztin der Thoraxchirurgie am ersten Tag pers\u00f6nlich abgeholt und durch die Station\/das Haus gef\u00fchrt. 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