{"id":942,"date":"2023-09-26T09:09:18","date_gmt":"2023-09-26T07:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=942"},"modified":"2024-02-22T12:38:25","modified_gmt":"2024-02-22T11:38:25","slug":"praktikum-in-einem-labor-in-kalifornien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2023\/09\/26\/praktikum-in-einem-labor-in-kalifornien\/","title":{"rendered":"Praktikum in einem Labor in Kalifornien"},"content":{"rendered":"<p>Mein Auslandsaufenthalt im Rahmen meines Master-Studiums in Biochemie habe ich in einer medizinischen Forschungseinrichtung in Kalifornien durchgef\u00fchrt. Bei dem selbst-organisierten Praktikum handelte es sich um einen 12-w\u00f6chigen Forschungsaufenthalt in einem der Labore des Instituts.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nEin solches Praktikum erfordert auf Grund der strengen Einreisebedingungen der USA einiges an Vorbereitung: Zun\u00e4chst musste man eine Praktikumsstelle in den USA finden. Nachdem man eine schriftliche Zusage erhalten hat, ist es oft sinnvoll sich auf mind. eines der F\u00f6rderprogramme beim deutschen Staat zu bewerben (h\u00e4ufig PROMOS oder ERASMUS+).<br \/>\nZeitgleich m\u00fcssen vom Gastunternehmen die notwendigen Dokumente per Post verschickt werden, um ein (J1-)Visum zu beantragen. Hier fallen Kosten und M\u00fchen f\u00fcr den Botschaftstermin, aber auch die Suche nach einem Sponsor f\u00fcr das Visum selbst an. In der Regel erh\u00e4lt man dann innerhalb von 2-4 Wochen nach dem Gespr\u00e4ch in der Botschaft das Visum. Hier muss darauf geachtet werden, dass bei bestimmen F\u00e4llen die Genehmigung des Visums durch die sogenannte administrative Bearbeitung verz\u00f6gert werden kann. Grunds\u00e4tzlich kann man sich nicht sicher sein, dass das Visum genehmigt wird, bis man es tats\u00e4chlich in der Hand h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Sobald dies der Fall ist, sollte man die zuvor geplanten (aber nicht gebuchten) Fl\u00fcge, die Unterkunft und sonstige Reisevorbereitungen, wie eine Auslandsreisekrankenversicherung und Unfallversicherung fest machen. In Bezug auf die Fl\u00fcge w\u00fcrde ich empfehlen, vor allem am Einreiseflughafen in die USA (der Flughafen, wo man das erste Mal amerikanischen Boden betritt) mehrere Stunden Zeit einzuplanen. Bez\u00fcglich der Unterkunftssuche habe ich meine Unterkunft \u00fcber FurnishedFinder.com gefunden. Dabei handelt es sich um eine Webseite, die darauf spezialisiert ist, m\u00f6blierte Unterk\u00fcnfte f\u00fcr kurz- bis mittelfristige Aufenthalte zu vermitteln. Grunds\u00e4tzlich sind die Optionen f\u00fcr die Suche einer Unterkunft basierend auf der Aufenthaltszeit unterschiedlich: F\u00fcr Kurz-Aufenthalte kann sich AirBnB in bestimmten Regionen anbieten. F\u00fcr l\u00e4ngere Aufenthalte sind FurnishedFinder und ggf. Universit\u00e4tsunterk\u00fcnfte eine gute Idee. F\u00fcr langfristige Aufenthalte kann man sich auch \u00fcber das Mieten von unm\u00f6blierten Apartments Gedanken machen. Dies ist oft ein wenig g\u00fcnstiger, aber erfordert das Organisieren von M\u00f6beln, sobald man in den USA angekommen ist.<\/p>\n<p>Sollte man nicht \u00fcber die Gastinstitution krankenversichert sein, ist es sinnvoll eine Auslandsreisekrankenversicherung mit R\u00fccktransport und eine Unfallversicherung abzuschlie\u00dfen (ADAC oder \u00e4hnliche). Da die USA ein sehr unzureichendes \u00f6ffentliches Verkehrsnetzwerk besitzen ist auch das Mieten oder Kaufen eines Autos essentiell; vor allem wenn man viele Ausfl\u00fcge plant. Oft muss man diesbez\u00fcglich mit hohen Kosten rechnen, wenn man unter 25 Jahren alt ist. Zu beachten sind auch hier ausreichende Versicherungen, die entweder durch die Autovermietung abgedeckt werden oder selbstst\u00e4ndig gebucht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sobald man sich in den USA befindet, fallen dann auch direkt die n\u00e4chsten organisatorischen Dinge an: Sollte man sich noch keine SIM-Karte organisiert haben, sind offline Karten f\u00fcr die initiale Navigation von gro\u00dfer Bedeutung und man sollte sich schnellstm\u00f6glich eine mobile Datenverbindung und Anrufkapazit\u00e4ten zulegen. F\u00fcr kurze Aufenthalte bieten sich Mint Mobile und andere Anbieter an, dies sollte aber abh\u00e4ngig von der Netzabdeckung im jeweiligen Aufenthaltsort und Umgebung entschieden werden.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich Zahlungen kommt man in den USA mit einer Debitkarte sehr weit, allerdings sind besonders f\u00fcr Hotels und gr\u00f6\u00dfere Kosten Kreditkarten unentbehrlich. Es sollte folglich sichergestellt werden, dass eine solche vorhanden ist, und nicht an allzu hohen Geb\u00fchren gekn\u00fcpft ist. Ansonsten kann man immer ein Konto in den USA bei kleineren lokalen, oder gr\u00f6\u00dferen Banken wie der Bank of America er\u00f6ffnen. Dies verl\u00e4uft in der Regel unkompliziert und man wird vor Ort beraten.<\/p>\n<p>Die USA bieten eine Vielzahl an Unternehmungsm\u00f6glichkeiten, die von Freizeitparks \u00fcber Sporteinrichtungen und Restaurants bis hin zu den weltbekannten Nationalparks und Sehensw\u00fcrdigkeiten der St\u00e4dte reichen. Je mehr man sehen m\u00f6chte, desto schneller merkt man, wie wichtig ein Auto ist. Mit dem Jahrespass f\u00fcr alle Nationalparks kann zumindest in dieser Hinsicht gespart werden (State Parks sind ausgenommen). Ich habe zum Abschluss meiner Reise eine Rundtour durch Kalifornien gemacht und kann es nur jedem empfehlen, sich nach der Zeit im Praktikum auch ein wenig Erkundungszeit in den USA zu genehmigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Aufenthalt in Kalifornien war jedenfalls ein voller Erfolg und ich hoffe, dass dieser Bericht dazu beitr\u00e4gt, auch Anderen einen solchen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Auslandsaufenthalt im Rahmen meines Master-Studiums in Biochemie habe ich in einer medizinischen Forschungseinrichtung in Kalifornien durchgef\u00fchrt. 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