{"id":983,"date":"2023-10-24T14:20:28","date_gmt":"2023-10-24T12:20:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/?p=983"},"modified":"2024-02-22T12:41:24","modified_gmt":"2024-02-22T11:41:24","slug":"praktikum-auf-ischia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.fu-berlin.de\/auslandspraktikum\/2023\/10\/24\/praktikum-auf-ischia\/","title":{"rendered":"Praktikum auf Ischia"},"content":{"rendered":"<p>Die Erasmus+-Erfahrung hat mich nach Ischia in Italien gef\u00fchrt. Ischia geh\u00f6rt der Provinz Napoli und damit Kampanien an. Innerhalb Italiens geh\u00f6rt die Insel zum S\u00fcden. Ischia ist eine noch sehr junge Vulkaninsel von 47 km\u00b2, die weiterhin aktiv ist, auch wenn sich diese Aktivit\u00e4t seit 1302 nicht mehr bemerkbar gemacht hat. Aktuell hat Ischia ca. 65000 Einwohner.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Auf Ischia gibt es die Firma eurogeopark, die Touristen die geologischen Besonderheiten der Insel n\u00e4herbringt. Das Spektrum an Angeboten reicht dabei von gef\u00fchrten Wanderungen f\u00fcr Tagesg\u00e4ste bis hin zu staatlich anerkannten Bildungsreisen. Als Praktikant \u00fcbernimmt man haupts\u00e4chlich die Leitung der Tageswanderungen. Gegr\u00fcndet und gef\u00fchrt von einem Geologen bringt sie seit nunmehr zwanzig Jahren geologisches Wissen in die breite \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Dabei war ich bei Weitem nicht der erste Praktikant, denn bereits vor zehn Jahren haben die ersten Praktikanten in der Firma gearbeitet. Seitdem gibt es zweimal pro Jahr die M\u00f6glichkeit, drei Monate auf diesem sch\u00f6nen Flecken Erde zu verbringen. Solch langj\u00e4hrige Expertise zerstreut schnell eine Vielzahl von g\u00e4ngigen Zweifeln \u00fcber Praktika wie z. B. mangelnden Betreuungswillen oder Planlosigkeit in der Firmenleitung. Gleichzeitig gibt es sogar eingespielte Routinen, was die Quartiersuche angeht. In organisatorischer Hinsicht bietet ein Praktikum auf Ischia also einen sehr dankbaren Einstieg. W\u00e4hrend meiner Periode waren wir sogar zwei Praktikanten.<\/p>\n<p>Generell ist Italien ein gutes Land f\u00fcr einen Auslandsaufenthalt. Wenngleich Italienisch eine Sprache ist, die nur wenige von uns in der Schule lernen und auch Englisch weniger verbreitet ist als in anderen Staaten der EU, f\u00e4ngt die beispiellose Freundlichkeit der Menschen viele Hindernisse ab.<br \/>\nDennoch sind die Unterschiede in der Lebensweise zwischen Deutschland und Italien sehr bedeutend.<\/p>\n<p>Bei all den sch\u00f6nen Aspekten will ich aber auch nicht die Herausforderungen \u00fcbergehen, die es mit sich bringt, allein in einem anderen Land zu wohnen, abgesehen von individuellen H\u00fcrden. Deswegen hier eine Auswahl an Aspekten der Kategorien Kulturschock, Inselnatur, Arbeitsleben und Mobilit\u00e4t, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:<\/p>\n<p>Kulturschock:<\/p>\n<p>\u2022 Sprache<\/p>\n<p>Offiziell sind f\u00fcr die Stelle keine Italienischkenntnisse n\u00f6tig, blo\u00df n\u00fctzlich. Das kann ich auch best\u00e4tigen. Tats\u00e4chlich sprechen alle Menschen, die eng mit der Firma verbunden sind, praktischerweise flie\u00dfend deutsch. Selbst Personen, mit denen man gelegentlich zu tun hat, wie bestimmten Busfahrern, sprechen die entscheidenden Brocken Deutsch. So ist meine Praktikantenkollegin, die nach wie vor kein Italienisch spricht, trotzdem gut klargekommen.<br \/>\nMeine Italienischkenntnisse hingegen beruhen auf Babbel, was ich mir drei Monate vor Abfahrt heruntergeladen hatte. Innerhalb von drei Monaten kam ich so auf ein Sprachniveau von A2. Das ist f\u00fcr drei Monate ganz ordentlich und es ist erstaunlich, wie viel man damit zumindest sagen kann. Das Verstehen hingegen ist schwieriger, auch wegen des Dialekts. Dennoch, wenn man sich \u00fcberwindet das Italienisch stetig zu benutzen, dann kommt man weit und weiter, au\u00dferdem freuen sich die Italiener immer, wenn man sich bem\u00fcht, ihre Sprache zu sprechen.<\/p>\n<p>\u2022 Allein leben in einem fremden Land<\/p>\n<p>Eine Herausforderung, die sich fast allen Erasmus+-Praktikanten stellt, ist, im Gegensatz zu Uni-Erasmus-Teilnehmern, weitgehend allein im Ausland zu leben. In der Anfangsphase kommt es daher darauf an, gut von den Kollegen integriert zu werden, um nicht einsam zu werden. Ich werde f\u00fcr immer dankbar sein, dass das in meinem Fall herausragend gut gemacht worden ist. Dennoch kommt man nicht um ein paar Abende herum, die man lieber mit anderen Menschen zusammen verbracht h\u00e4tte. Dieses Gef\u00fchl verschwindet jedoch mit der Zeit. Mir hat es sehr geholfen, dass ich mich in der Anfangszeit oft zu Videoanrufen mit Familie und Freunden in Deutschland verabredet hatte.<\/p>\n<p>\u2022 Integration in ausl\u00e4ndisches Umfeld<\/p>\n<p>Durch die strikte Zeitbeschr\u00e4nkung von drei Monaten ist es schwierig, engere Kontakte zu jungen Ischitanern zu kn\u00fcpfen, mit denen man nicht beruflich zu tun hat. Aufgrund der guten Integration in die Firma schmerzt das allerdings nicht sehr. Tats\u00e4chlich ist es auch ein Hindernis, dass viele junge Menschen kaum Englisch sprechen.<\/p>\n<p>\u2022 Lebensstandard<\/p>\n<p>Italien ist zwar ein wohlstandsgepr\u00e4gtes Industrieland, gleichzeitig ist der S\u00fcden aber deutlich \u00e4rmer als der Norden. Das sorgt f\u00fcr einen niedrigeren Lebensstandard auf der Insel. Die Menschen sind viel mehr auf gute Lebensmittel bedacht und bauen diese h\u00e4ufig selbst an. Oftmals ist das aber nicht nur in den wunderbaren vulkanischen B\u00f6den begr\u00fcndet, sondern eine finanzielle Notwendigkeit. Insgesamt ist Armut auf Ischia weit verbreitet, sie ist blo\u00df weniger sichtbar, weil sie durch den Familienverbund abgefedert wird.<\/p>\n<p>\u2022 Alkohol<\/p>\n<p>Geistreiche Getr\u00e4nke sind fester Bestandteil der Tagesordnung. Das Glas Wein gibt es oft zum Mittag und zum Abend. Zwischendurch noch ein Aperol Spritz und der Tag wird gleich etwas besser. Diesen Teil der Kultur habe ich lieben gelernt. Wenn man das jedoch nicht m\u00f6chte, sollte man es lieber sehr deutlich klarstellen, sonst muss man sich oft erkl\u00e4ren. Ging mir mal so, als ich wegen meiner Schulter Ibuprofen nahm. Das ist so ein Spiel, was einfach gespielt wird. Auch Alkohol am Steuer wird deutlich lockerer genommen als in Deutschland. Als Mitfahrer f\u00fchlt sich das schon mulmig an, gerade bei den ischitanischen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>\u2022 \u00c4rzte<\/p>\n<p>Wenn man mal krank ist, gibt es auf Ischia gen\u00fcgend medizinische Versorgungsm\u00f6glichkeiten. Die Insel hat ein eigenes Krankenhaus sowie verschiedene Spezialisten, so gibt es z.B. mehrere Dermatologen. Das Gesundheitssystem in Italien funktioniert jedoch anders als in Deutschland und stellt einen schneller vor privat zu tragende Kosten. Darauf sollte man unbedingt vorbereitet sein.<\/p>\n<p>\u2022 Regen<\/p>\n<p>Normalerweise dauert die Regensaison auf Ischia von September bis Mai. Das war in meinem Fall nur halb wahr. Der Mai hat mit Leichtigkeit die Rekordwerte f\u00fcr Regen gebrochen. Sieben Dauerregentage innerhalb von drei Wochen k\u00f6nnen durchaus die Stimmung tr\u00fcben. P\u00fcnktlich zu meinem Geburtstag am 21.5. bin ich ein letztes Mal richtig eingeregnet. Davon darf man sich aber die Freude auf viel Sonne nicht verderben lassen, denn die gibt es trotzdem. Wo viel Sonne ist, ist jedoch auch viel Schwei\u00df, da kommt man nicht drumherum, was bisweilen echt kr\u00e4ftezehrend ist.<\/p>\n<p>\u2022 Baustandards<\/p>\n<p>Typische H\u00e4user auf Ischia sind nicht gut isoliert. Bei einem solch nassen Fr\u00fchling wie dem meinigen kann das schnell zur Schimmelbildung f\u00fchren. Durch die schlechte Isolierung k\u00f6nnen aber auch gerade die Apriln\u00e4chte noch sehr kalt werden. Dass die Wohnungstemperatur trotz Heizen auf 17\u00b0C absinkt, passiert durchaus.<\/p>\n<p>Inselnatur:<\/p>\n<p>\u2022 Natur \u2013 Wald \u2013 Bl\u00fcten<\/p>\n<p>Die Flora auf Ischia ist atemberaubend! Als Praktikant w\u00e4hrend der Fr\u00fchlings-Fr\u00fchsommersaison konnte ich das Austreiben aller Bl\u00e4tter beobachten und unendlich viele Bl\u00fcten aufgehen sehen. Insbesondere im Mai ist Ischia ein wahres Bl\u00fctenmeer. Weil sich die Pflanzen abwechseln, dauert dieser Zustand bis Mitte Juni an. So erlebt man die Insel tats\u00e4chlich in immer neuen Gestalten.<\/p>\n<p>\u2022 Pflanzenwachstum<\/p>\n<p>Ein nasser April und ein klitschnasser Mai haben daf\u00fcr gesorgt, dass Ischia ihrem Ruf als gr\u00fcne Insel 2023 besonders gerecht wurde. Tats\u00e4chlich war die Gartenschere fester Bestandteil der Wanderausr\u00fcstung. Brombeeren hassen diesen Trick.<\/p>\n<p>\u2022 Gesteine<\/p>\n<p>Als junge Vulkaninsel deckt Ischia ein weites Spektrum an Vulkangesteinen ab. Aush\u00e4ngeschild ist der Epomeo-Tuff, der die f\u00fcr einen Tuff seltene Farbe gr\u00fcn hat. Neben dem ein oder anderen Lavastrom pr\u00e4gen vor allem die Ablagerungen von gro\u00dfen Erdrutschen die Landschaft. Da wird in den n\u00e4chsten Jahrtausenden auch noch einiges dazukommen. Dass die Insel nach wie vor in die H\u00f6he w\u00e4chst, hilft dabei wenig, versorgt das Wachstum die Insel doch mit frischem Material und Erdbeben.<\/p>\n<p>\u2022 Relief<\/p>\n<p>Gleichzeitig sorgt Ischias geringes Alter f\u00fcr ein Relief sondergleichen. Bei gerade einmal 8 x 10 km maximaler Ausdehnung erreicht die Insel 787 m H\u00f6he. Entsprechend ist das Wort \u201eflach\u201c auf Ischia selten. Egal ob hoch oder runter. Daf\u00fcr kommen die Beine in nie gesehene Topform. An Aktivit\u00e4ten wie Fahrradfahren verliert man daf\u00fcr schnell die Lust.<\/p>\n<p>Arbeitsleben:<\/p>\n<p>\u2022 Menschenkenntnisentwicklung<\/p>\n<p>Wenn man t\u00e4glich mit neuen Menschen einige Stunden verbringt, lernt man unweigerlich besser, sie zu lesen. Schon der erste Auftritt verr\u00e4t viel dar\u00fcber, welche Stimmung ein Wandergast verbreiten wird und welche besonderen Anforderungen er einem als Tourleiter stellen wird. Im Laufe des Tages gibt es dann stets intensivere Gespr\u00e4che mit einigen Personen, die den Eindruck meistens verst\u00e4rken, manchmal jedoch widerlegen. F\u00fcr einen Zeitraum von drei Monaten ist es enorm bereichernd, solche Menschenkenntnis zu sammeln. Gleichwohl sorgt die Altersstruktur der Kundschaft daf\u00fcr, dass man geistig schneller altert, sollte man die Arbeit l\u00e4ngerfristig machen.<\/p>\n<p>\u2022 Pausen werden gemacht<\/p>\n<p>Auf allen Wanderungen ist eine ausgiebige Mittagspause angedacht. Dadurch bekommt man an jedem Wandertag ein gutes Mittagessen zu Lasten des Arbeitsgebers und erf\u00e4hrt von den G\u00e4sten spannende Geschichten.<\/p>\n<p>\u2022 Erdrutsche<\/p>\n<p>Ein anderer Teil meiner Arbeit drehte sich darum, proaktive Konzepte zu entwickeln, um die Auswirkungen zuk\u00fcnftiger Erdrutsche abzumildern. Das Thema ist insbesondere nach den Erdrutschen vom November 2022 hochaktuell, denn sie haben auch Todesf\u00e4lle verursacht. Dabei merkte ich vor allem, dass das Bewusstsein in der Bev\u00f6lkerung ob der bestehenden Risiken viel geringer ist als in \u00e4hnlich gef\u00e4hrdeten Regionen wie z. B. den Schweizer Alpen. Nach den letzten Erdrutschen wurde ein Sonderkommissar der Regierung eingesetzt, um die Aufr\u00e4umarbeiten zu koordinieren. Da meine Recherchen auch an ihn gehen werden, hat meine Recherchearbeit substanziellen Charakter.<\/p>\n<p>\u2022 Prospekte<\/p>\n<p>Samstag ist Werbetag. Das bedeutet in erster Linie, dass man in den zahlreichen Hotels der Insel Prospekte zu den Wanderangeboten auslegt oder auff\u00fcllt. Dieser Teil der Arbeit ist der unangenehmste, weil die Tage anstrengend, aber nicht spannend sind. Einige Begegnungen heitern die Stimmung zwischendurch auf, aber letztendlich muss man sich Strategien ausdenken, um die Zeit f\u00fcr sich angenehm zu halten.<\/p>\n<p>\u2022 Perspektivenmangel auf der Insel<\/p>\n<p>Als geb\u00fcrtiger Berliner habe ich mein ganzes Leben in einem Umfeld verbracht, in dem alle Perspektiven denkbar und erf\u00fcllbar sind. Was immer ich auch h\u00e4tte werden wollen, in Berlin geht das, au\u00dfer vielleicht Hochseekapit\u00e4n. Umso mehr hat mir die Insel klargemacht, was das f\u00fcr ein enormes Privileg ist. Als Jugendlicher auf Ischia hat man drei Optionen. Da w\u00e4ren: In der ausgepr\u00e4gten Gastronomie arbeiten, die aber seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist. Feldarbeit auf wirklich abgelegenen und steilen Anbaufl\u00e4chen. Wegziehen. Dieser Chancenmangel schl\u00e4gt sich merklich auf die Stimmung der Jugendlichen nieder. Auch wenn ich nicht viel in Kontakt mit ihnen stand, habe ich doch die Gleichg\u00fcltigkeit gesp\u00fcrt, die viele ob ihrer Zukunft ausstrahlen.<\/p>\n<p>Mobilit\u00e4t:<\/p>\n<p>\u2022 Verkehr<\/p>\n<p>Besonders gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig sind vor allem der s\u00fcditalienische Fahrstil und die Tatsache, dass die Italiener weit weniger Zeit zu Hause verbringen als wir Deutschen. Sogar f\u00fcr Italien sind die Stra\u00dfen auf Ischia eng, was einen hin und wieder h\u00f6chste Fahrkunst bestaunen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\u2022 \u00d6ffis<\/p>\n<p>Mit den \u00f6ffentlichen Bussen zu fahren, bietet immer die Chance auf ein kleines Abenteuer. Da sind zum einen die meisterlichen Busfahrer, die das Lenkrad auf das Grad genau einschlagen k\u00f6nnen, um auch die engsten Stellen zu durchqueren. Zum anderen sind da die Fahrg\u00e4ste, die oft f\u00fcr eine eigene Show sorgen. Zum Abenteuerreiz geh\u00f6ren allerdings auch h\u00e4ufige Versp\u00e4tungen, Ausf\u00e4lle oder sogar Verfr\u00fchungen.<\/p>\n<p>\u2022 Festland<\/p>\n<p>Ischia ist \u00fcber eine Vielzahl von t\u00e4glichen F\u00e4hrverbindungen mit dem Festland verbunden, man ist also keineswegs Robinson Crusoe. Trotzdem hat man am Ende zu wenig Zeit, um \u00f6fters Neapel unsicher zu machen. W\u00e4hrend der drei Monate war ich nur einmal zwischendurch auf dem Festland. Es gilt also, genau auszuw\u00e4hlen, was man sehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Die Erasmus+-Erfahrung hat mich nach Ischia in Italien gef\u00fchrt. Ischia geh\u00f6rt der Provinz Napoli und damit Kampanien an. Innerhalb Italiens geh\u00f6rt die Insel zum S\u00fcden. Ischia ist eine noch sehr junge Vulkaninsel von 47 km\u00b2, die weiterhin aktiv ist, auch wenn sich diese Aktivit\u00e4t seit 1302 nicht mehr bemerkbar gemacht hat. Aktuell hat Ischia ca. 65000 Einwohner.<\/p>\n<p>Auf Ischia gibt es die Firma eurogeopark, die Touristen die geologischen Besonderheiten der Insel n\u00e4herbringt. Das Spektrum an Angeboten reicht dabei von gef\u00fchrten Wanderungen f\u00fcr Tagesg\u00e4ste bis hin zu staatlich anerkannten Bildungsreisen. Als Praktikant \u00fcbernimmt man haupts\u00e4chlich die Leitung der Tageswanderungen. Gegr\u00fcndet und gef\u00fchrt von einem Geologen bringt sie seit nunmehr zwanzig Jahren geologisches Wissen in die breite \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Dabei war ich bei Weitem nicht der erste Praktikant, denn bereits vor zehn Jahren haben die ersten Praktikanten in der Firma gearbeitet. Seitdem gibt es zweimal pro Jahr die M\u00f6glichkeit, drei Monate auf diesem sch\u00f6nen Flecken Erde zu verbringen. Solch langj\u00e4hrige Expertise zerstreut schnell eine Vielzahl von g\u00e4ngigen Zweifeln \u00fcber Praktika wie z. B. mangelnden Betreuungswillen oder Planlosigkeit in der Firmenleitung. Gleichzeitig gibt es sogar eingespielte Routinen, was die Quartiersuche angeht. In organisatorischer Hinsicht bietet ein Praktikum auf Ischia also einen sehr dankbaren Einstieg. W\u00e4hrend meiner Periode waren wir sogar zwei Praktikanten.<\/p>\n<p>Generell ist Italien ein gutes Land f\u00fcr einen Auslandsaufenthalt. Wenngleich Italienisch eine Sprache ist, die nur wenige von uns in der Schule lernen und auch Englisch weniger verbreitet ist als in anderen Staaten der EU, f\u00e4ngt die beispiellose Freundlichkeit der Menschen viele Hindernisse ab.<br \/>\nDennoch sind die Unterschiede in der Lebensweise zwischen Deutschland und Italien sehr bedeutend.<\/p>\n<p>Bei all den sch\u00f6nen Aspekten will ich aber auch nicht die Herausforderungen \u00fcbergehen, die es mit sich bringt, allein in einem anderen Land zu wohnen, abgesehen von individuellen H\u00fcrden. Deswegen hier eine Auswahl an Aspekten der Kategorien Kulturschock, Inselnatur, Arbeitsleben und Mobilit\u00e4t, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:<\/p>\n<p>Kulturschock:<\/p>\n<p>\u2022 Sprache<\/p>\n<p>Offiziell sind f\u00fcr die Stelle keine Italienischkenntnisse n\u00f6tig, blo\u00df n\u00fctzlich. Das kann ich auch best\u00e4tigen. Tats\u00e4chlich sprechen alle Menschen, die eng mit der Firma verbunden sind, praktischerweise flie\u00dfend deutsch. Selbst Personen, mit denen man gelegentlich zu tun hat, wie bestimmten Busfahrern, sprechen die entscheidenden Brocken Deutsch. So ist meine Praktikantenkollegin, die nach wie vor kein Italienisch spricht, trotzdem gut klargekommen.<br \/>\nMeine Italienischkenntnisse hingegen beruhen auf Babbel, was ich mir drei Monate vor Abfahrt heruntergeladen hatte. Innerhalb von drei Monaten kam ich so auf ein Sprachniveau von A2. Das ist f\u00fcr drei Monate ganz ordentlich und es ist erstaunlich, wie viel man damit zumindest sagen kann. Das Verstehen hingegen ist schwieriger, auch wegen des Dialekts. Dennoch, wenn man sich \u00fcberwindet das Italienisch stetig zu benutzen, dann kommt man weit und weiter, au\u00dferdem freuen sich die Italiener immer, wenn man sich bem\u00fcht, ihre Sprache zu sprechen.<\/p>\n<p>\u2022 Allein leben in einem fremden Land<\/p>\n<p>Eine Herausforderung, die sich fast allen Erasmus+-Praktikanten stellt, ist, im Gegensatz zu Uni-Erasmus-Teilnehmern, weitgehend allein im Ausland zu leben. In der Anfangsphase kommt es daher darauf an, gut von den Kollegen integriert zu werden, um nicht einsam zu werden. Ich werde f\u00fcr immer dankbar sein, dass das in meinem Fall herausragend gut gemacht worden ist. Dennoch kommt man nicht um ein paar Abende herum, die man lieber mit anderen Menschen zusammen verbracht h\u00e4tte. Dieses Gef\u00fchl verschwindet jedoch mit der Zeit. Mir hat es sehr geholfen, dass ich mich in der Anfangszeit oft zu Videoanrufen mit Familie und Freunden in Deutschland verabredet hatte.<\/p>\n<p>\u2022 Integration in ausl\u00e4ndisches Umfeld<\/p>\n<p>Durch die strikte Zeitbeschr\u00e4nkung von drei Monaten ist es schwierig, engere Kontakte zu jungen Ischitanern zu kn\u00fcpfen, mit denen man nicht beruflich zu tun hat. Aufgrund der guten Integration in die Firma schmerzt das allerdings nicht sehr. Tats\u00e4chlich ist es auch ein Hindernis, dass viele junge Menschen kaum Englisch sprechen.<\/p>\n<p>\u2022 Lebensstandard<\/p>\n<p>Italien ist zwar ein wohlstandsgepr\u00e4gtes Industrieland, gleichzeitig ist der S\u00fcden aber deutlich \u00e4rmer als der Norden. Das sorgt f\u00fcr einen niedrigeren Lebensstandard auf der Insel. Die Menschen sind viel mehr auf gute Lebensmittel bedacht und bauen diese h\u00e4ufig selbst an. Oftmals ist das aber nicht nur in den wunderbaren vulkanischen B\u00f6den begr\u00fcndet, sondern eine finanzielle Notwendigkeit. Insgesamt ist Armut auf Ischia weit verbreitet, sie ist blo\u00df weniger sichtbar, weil sie durch den Familienverbund abgefedert wird.<\/p>\n<p>\u2022 Alkohol<\/p>\n<p>Geistreiche Getr\u00e4nke sind fester Bestandteil der Tagesordnung. Das Glas Wein gibt es oft zum Mittag und zum Abend. Zwischendurch noch ein Aperol Spritz und der Tag wird gleich etwas besser. Diesen Teil der Kultur habe ich lieben gelernt. Wenn man das jedoch nicht m\u00f6chte, sollte man es lieber sehr deutlich klarstellen, sonst muss man sich oft erkl\u00e4ren. Ging mir mal so, als ich wegen meiner Schulter Ibuprofen nahm. Das ist so ein Spiel, was einfach gespielt wird. Auch Alkohol am Steuer wird deutlich lockerer genommen als in Deutschland. Als Mitfahrer f\u00fchlt sich das schon mulmig an, gerade bei den ischitanischen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>\u2022 \u00c4rzte<\/p>\n<p>Wenn man mal krank ist, gibt es auf Ischia gen\u00fcgend medizinische Versorgungsm\u00f6glichkeiten. Die Insel hat ein eigenes Krankenhaus sowie verschiedene Spezialisten, so gibt es z.B. mehrere Dermatologen. Das Gesundheitssystem in Italien funktioniert jedoch anders als in Deutschland und stellt einen schneller vor privat zu tragende Kosten. Darauf sollte man unbedingt vorbereitet sein.<\/p>\n<p>\u2022 Regen<\/p>\n<p>Normalerweise dauert die Regensaison auf Ischia von September bis Mai. Das war in meinem Fall nur halb wahr. Der Mai hat mit Leichtigkeit die Rekordwerte f\u00fcr Regen gebrochen. Sieben Dauerregentage innerhalb von drei Wochen k\u00f6nnen durchaus die Stimmung tr\u00fcben. P\u00fcnktlich zu meinem Geburtstag am 21.5. bin ich ein letztes Mal richtig eingeregnet. Davon darf man sich aber die Freude auf viel Sonne nicht verderben lassen, denn die gibt es trotzdem. Wo viel Sonne ist, ist jedoch auch viel Schwei\u00df, da kommt man nicht drumherum, was bisweilen echt kr\u00e4ftezehrend ist.<\/p>\n<p>\u2022 Baustandards<\/p>\n<p>Typische H\u00e4user auf Ischia sind nicht gut isoliert. Bei einem solch nassen Fr\u00fchling wie dem meinigen kann das schnell zur Schimmelbildung f\u00fchren. Durch die schlechte Isolierung k\u00f6nnen aber auch gerade die Apriln\u00e4chte noch sehr kalt werden. Dass die Wohnungstemperatur trotz Heizen auf 17\u00b0C absinkt, passiert durchaus.<\/p>\n<p>Inselnatur:<\/p>\n<p>\u2022 Natur \u2013 Wald \u2013 Bl\u00fcten<\/p>\n<p>Die Flora auf Ischia ist atemberaubend! Als Praktikant w\u00e4hrend der Fr\u00fchlings-Fr\u00fchsommersaison konnte ich das Austreiben aller Bl\u00e4tter beobachten und unendlich viele Bl\u00fcten aufgehen sehen. Insbesondere im Mai ist Ischia ein wahres Bl\u00fctenmeer. Weil sich die Pflanzen abwechseln, dauert dieser Zustand bis Mitte Juni an. So erlebt man die Insel tats\u00e4chlich in immer neuen Gestalten.<\/p>\n<p>\u2022 Pflanzenwachstum<\/p>\n<p>Ein nasser April und ein klitschnasser Mai haben daf\u00fcr gesorgt, dass Ischia ihrem Ruf als gr\u00fcne Insel 2023 besonders gerecht wurde. Tats\u00e4chlich war die Gartenschere fester Bestandteil der Wanderausr\u00fcstung. Brombeeren hassen diesen Trick.<\/p>\n<p>\u2022 Gesteine<\/p>\n<p>Als junge Vulkaninsel deckt Ischia ein weites Spektrum an Vulkangesteinen ab. Aush\u00e4ngeschild ist der Epomeo-Tuff, der die f\u00fcr einen Tuff seltene Farbe gr\u00fcn hat. Neben dem ein oder anderen Lavastrom pr\u00e4gen vor allem die Ablagerungen von gro\u00dfen Erdrutschen die Landschaft. Da wird in den n\u00e4chsten Jahrtausenden auch noch einiges dazukommen. Dass die Insel nach wie vor in die H\u00f6he w\u00e4chst, hilft dabei wenig, versorgt das Wachstum die Insel doch mit frischem Material und Erdbeben.<\/p>\n<p>\u2022 Relief<\/p>\n<p>Gleichzeitig sorgt Ischias geringes Alter f\u00fcr ein Relief sondergleichen. Bei gerade einmal 8 x 10 km maximaler Ausdehnung erreicht die Insel 787 m H\u00f6he. Entsprechend ist das Wort \u201eflach\u201c auf Ischia selten. Egal ob hoch oder runter. Daf\u00fcr kommen die Beine in nie gesehene Topform. An Aktivit\u00e4ten wie Fahrradfahren verliert man daf\u00fcr schnell die Lust.<\/p>\n<p>Arbeitsleben:<\/p>\n<p>\u2022 Menschenkenntnisentwicklung<\/p>\n<p>Wenn man t\u00e4glich mit neuen Menschen einige Stunden verbringt, lernt man unweigerlich besser, sie zu lesen. Schon der erste Auftritt verr\u00e4t viel dar\u00fcber, welche Stimmung ein Wandergast verbreiten wird und welche besonderen Anforderungen er einem als Tourleiter stellen wird. Im Laufe des Tages gibt es dann stets intensivere Gespr\u00e4che mit einigen Personen, die den Eindruck meistens verst\u00e4rken, manchmal jedoch widerlegen. F\u00fcr einen Zeitraum von drei Monaten ist es enorm bereichernd, solche Menschenkenntnis zu sammeln. Gleichwohl sorgt die Altersstruktur der Kundschaft daf\u00fcr, dass man geistig schneller altert, sollte man die Arbeit l\u00e4ngerfristig machen.<\/p>\n<p>\u2022 Pausen werden gemacht<\/p>\n<p>Auf allen Wanderungen ist eine ausgiebige Mittagspause angedacht. Dadurch bekommt man an jedem Wandertag ein gutes Mittagessen zu Lasten des Arbeitsgebers und erf\u00e4hrt von den G\u00e4sten spannende Geschichten.<\/p>\n<p>\u2022 Erdrutsche<\/p>\n<p>Ein anderer Teil meiner Arbeit drehte sich darum, proaktive Konzepte zu entwickeln, um die Auswirkungen zuk\u00fcnftiger Erdrutsche abzumildern. Das Thema ist insbesondere nach den Erdrutschen vom November 2022 hochaktuell, denn sie haben auch Todesf\u00e4lle verursacht. Dabei merkte ich vor allem, dass das Bewusstsein in der Bev\u00f6lkerung ob der bestehenden Risiken viel geringer ist als in \u00e4hnlich gef\u00e4hrdeten Regionen wie z. B. den Schweizer Alpen. Nach den letzten Erdrutschen wurde ein Sonderkommissar der Regierung eingesetzt, um die Aufr\u00e4umarbeiten zu koordinieren. Da meine Recherchen auch an ihn gehen werden, hat meine Recherchearbeit substanziellen Charakter.<\/p>\n<p>\u2022 Prospekte<\/p>\n<p>Samstag ist Werbetag. Das bedeutet in erster Linie, dass man in den zahlreichen Hotels der Insel Prospekte zu den Wanderangeboten auslegt oder auff\u00fcllt. Dieser Teil der Arbeit ist der unangenehmste, weil die Tage anstrengend, aber nicht spannend sind. Einige Begegnungen heitern die Stimmung zwischendurch auf, aber letztendlich muss man sich Strategien ausdenken, um die Zeit f\u00fcr sich angenehm zu halten.<\/p>\n<p>\u2022 Perspektivenmangel auf der Insel<\/p>\n<p>Als geb\u00fcrtiger Berliner habe ich mein ganzes Leben in einem Umfeld verbracht, in dem alle Perspektiven denkbar und erf\u00fcllbar sind. Was immer ich auch h\u00e4tte werden wollen, in Berlin geht das, au\u00dfer vielleicht Hochseekapit\u00e4n. Umso mehr hat mir die Insel klargemacht, was das f\u00fcr ein enormes Privileg ist. Als Jugendlicher auf Ischia hat man drei Optionen. Da w\u00e4ren: In der ausgepr\u00e4gten Gastronomie arbeiten, die aber seit Jahren auf dem absteigenden Ast ist. Feldarbeit auf wirklich abgelegenen und steilen Anbaufl\u00e4chen. Wegziehen. Dieser Chancenmangel schl\u00e4gt sich merklich auf die Stimmung der Jugendlichen nieder. Auch wenn ich nicht viel in Kontakt mit ihnen stand, habe ich doch die Gleichg\u00fcltigkeit gesp\u00fcrt, die viele ob ihrer Zukunft ausstrahlen.<\/p>\n<p>Mobilit\u00e4t:<\/p>\n<p>\u2022 Verkehr<\/p>\n<p>Besonders gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig sind vor allem der s\u00fcditalienische Fahrstil und die Tatsache, dass die Italiener weit weniger Zeit zu Hause verbringen als wir Deutschen. Sogar f\u00fcr Italien sind die Stra\u00dfen auf Ischia eng, was einen hin und wieder h\u00f6chste Fahrkunst bestaunen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\u2022 \u00d6ffis<\/p>\n<p>Mit den \u00f6ffentlichen Bussen zu fahren, bietet immer die Chance auf ein kleines Abenteuer. Da sind zum einen die meisterlichen Busfahrer, die das Lenkrad auf das Grad genau einschlagen k\u00f6nnen, um auch die engsten Stellen zu durchqueren. Zum anderen sind da die Fahrg\u00e4ste, die oft f\u00fcr eine eigene Show sorgen. Zum Abenteuerreiz geh\u00f6ren allerdings auch h\u00e4ufige Versp\u00e4tungen, Ausf\u00e4lle oder sogar Verfr\u00fchungen.<\/p>\n<p>\u2022 Festland<\/p>\n<p>Ischia ist \u00fcber eine Vielzahl von t\u00e4glichen F\u00e4hrverbindungen mit dem Festland verbunden, man ist also keineswegs Robinson Crusoe. Trotzdem hat man am Ende zu wenig Zeit, um \u00f6fters Neapel unsicher zu machen. W\u00e4hrend der drei Monate war ich nur einmal zwischendurch auf dem Festland. Es gilt also, genau auszuw\u00e4hlen, was man sehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Tipps f\u00fcr andere Praktikant:innen<\/strong><\/p>\n<p><em>Vorbereitung<\/em><br \/>\nEs lohnt sich, die Anreise etwas weiter im Voraus zu planen. Je nach Tag kann es besser sein, \u00fcber Rom und dann mit dem Zug nach Neapel anzureisen. Ein paar Worte Italienisch zu lernen schadet nie.<\/p>\n<p><em>Beantragung Visum<\/em><\/p>\n<p>Nicht n\u00f6tig<\/p>\n<p><em>Praktikumssuche<\/em><br \/>\nVon der Stelle habe ich \u00fcber eine E-Mail im Fachschaftsverteiler der Uni erfahren.<\/p>\n<p><em>Wohnungssuche<\/em><br \/>\nDie Wohnung, in der ich letzten Endes gewohnt habe, wurde mir von meinem Chef empfohlen. Es ist eine Wohnung bei einer Freundin von ihm.<\/p>\n<p><em>Versicherung<\/em><br \/>\nDer Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet eine Gruppenversicherung f\u00fcr alles Notwendige an. Ansonsten lohnt es sich mit den eigenen Versicherungen, bei denen man in Deutschland angemeldet ist, zu kl\u00e4ren, welche Dienstleistungen evtl. bereits abgedeckt sind. Da das italienische Gesundheitssystem einen schneller vor privat zu tragende Kosten stellt, lohnt es sich, Geld f\u00fcr Medizin beiseitezulegen.<\/p>\n<p><em>Sonstiges<\/em><br \/>\nBei Taxen muss man vorsichtig sein, sie nehmen oft Wucherpreise von Unwissenden. F\u00fcr die Anreise viel Zeit mitbringen. In Neapel ist es voll und laut, das kann einen auch mal \u00fcberw\u00e4ltigen. Dinge die es sich lohnen kann, mitzunehmen, w\u00e4ren:<br \/>\nEin Multitool und \/ oder Mehrfunktionstaschenmesser<br \/>\nKartoffelsch\u00e4ler<br \/>\nVorh\u00e4ngeschloss<br \/>\nVerd\u00fcnnte Salzs\u00e4ure (5-10 %)<br \/>\nReiseapotheke<br \/>\nRegenponcho \/ Regencape f\u00fcr den Rucksack, Regenhose<br \/>\nViele Sportsachen, man schwitzt viel<br \/>\nHandwaschmittel<br \/>\nSteckdosenadapter<br \/>\nVerl\u00e4ngerungskabel<\/p>\n<p><strong>Formalit\u00e4ten vor Ort<\/strong><br \/>\nIn Italien bekommt man f\u00fcr seine Arbeit eine Steuernummer. Daf\u00fcr sollte der Praktikumsvertrag auch von der Uni unterschrieben werden. Das k\u00f6nnen die Mitarbeiter von der Erasmus+-Stelle der Uni \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><em>Telefon-\/Internetanschluss<\/em><br \/>\nWLAN zu Hause ist kein Problem. Was Mobilnetz angeht, bietet von den g\u00e4ngigen Deutschen Anbietern Vodafone die beste Abdeckung der Insel.<\/p>\n<p><em>Bank\/Kontoer\u00f6ffnung<\/em><br \/>\nEine deutsche Kreditkarte wird immer funktionieren. Auch eine deutsche EC-Karte funktioniert vielerorts. Generell hat man \u00f6fter die M\u00f6glichkeit mit Karte zu bezahlen als in Deutschland.<\/p>\n<p><em>Sonstiges<\/em><br \/>\nBei den Bussen sollte man immer damit rechnen, dass einer ausf\u00e4llt.<br \/>\nAuf Ischia gibt es die Spedition Lombardi Transporte in Fiaiano neben dem Dec\u00f2-Supermarkt. Von dort aus kann man zuverl\u00e4ssig Pakete verschicken. So kann man den Koffer f\u00fcr die R\u00fcckreise leichter machen und hat keine Beschr\u00e4nkungen beim Souvenirkauf.<\/p>\n<p><strong>Alltag\/Freizeit<\/strong><\/p>\n<p>Eink\u00e4ufe gut einplanen. Zum Supermarkt muss man gerne mal 10 Minuten bergauf gehen.<\/p>\n<p><em>Ausgehm\u00f6glichkeiten<\/em><br \/>\nDie Strandbar Rena am Maronti-Strand im S\u00fcden der Insel ist klasse. Ansonsten gibt es in Ischia-Ischia zwei kleine Clubs. Im Mortella-Garten gibt es jedes Wochenende klassische Konzerte. Daneben gibt es in Ischia-Ischia und Forio einige Bars.<\/p>\n<p><em>Sonstiges<\/em><br \/>\nIm Sommer gibt es auf der Insel einen Kletterpark, ansonsten ist die Insel f\u00fcr Thermalb\u00e4der bekannt. Da gibt es mehr, als man je besuchen k\u00f6nnte. Im Palazzetto dello Sport gibt es oft Spiele die man sich anschauen kann (Basketball, Handball\u2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erasmus+-Erfahrung hat mich nach Ischia in Italien gef\u00fchrt. 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